#702 - Soziologe Wilhelm Heitmeyer über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Shownotes

Zu Gast im Studio: Wilhelm Heitmeyer. Soziologe, Erziehungswissenschaftler und Professor für Sozialisation am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld, dessen Gründungsdirektor er von 1996 bis 2013 war. Seitdem ist er dort im Rahmen einer Forschungsprofessur tätig.

Ein Gespräch über Wilhelms Forschungsschwerpunkte, welche Themen ihn antreiben, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die Ideologie der Ungleichwertigkeit, die Theorie der sozialen Desintegration, Kontrollverlust und die Instrumente der Politik, multiple Krisen, die Attraktivität der AfD, Protestwähler, autoritären Nationalradikalismus sowie Wilhelms Ablehnung der Begriffe wie Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, autoritärer Kapitalismus und die neoliberale Ära sowie Wilhelms Lebensweg + eure Fragen via Hans

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Kommentare (5)

Wulfman Jack

Ich fände diesen Podcast viel besser, wenn Herr Jung nicht diese ideologische Schlagseite hätte. Und ich meine nicht , dass er sich besonders links einordnen würde. Sondern dass er ideologisch denkt und argumentiert . Das Resümee aus den Antworten des Gastes hat er schon vorher im Kopf. Er fordert den Gast immer wieder dazu auf seinen politischen Thesen zuzustimmen. Neue Fakten, neue Sichtweisen und als Folge neue Einsichten scheint er abzulehnen. Vermutlich versteht er sich als politischer Aktivist, der neue Einsichten als Verrat an der Sache versteht. Dass Journalismus sich als Plattform verstehen könnte, ist nicht nur ihm fremd. Dass die klassischen Medien inhaltlich einer Agenda folgen scheint ihnen nicht mal aufzufallen. Und Nein : es geht im nichtparteiischen Journalismus nicht um Richtig gegen Inhuman, sondern den Diskurs für alle ( Demokratie !) zu ermöglichen. Auch innerhalb eines Podcasts , einer Zeitung, einer Fernsehanstalt und natürlich innerhalb des Parlaments… Die in der Folge angesprochene Desintegration bezieht Herr Jung nur auf materielle Faktoren, die man ( vermeintlich) politisch lösen könnte. Auf die Idee, dass der klassische Journalismus auf diese desintegrierten Gruppen herabschaut, also nicht für voll nimmt, und diese Desintegration dadurch massiv befördert, scheint Herr Jung nicht zu kommen. Einen AFD - Politiker einzuladen widerspricht meiner These nicht. Als Spitzenkandidat ist er gerade nicht Teil dieser Bevölkerung!

Alfred

Hallo Wofbert, Du meinst es gibt Gruppen von Menschen die mit Menschenfeindlichkeit leben, diese akzeptieren müssen ? Und wer diese Gruppen sind entscheidet wer ? Du z.B. ?

Wolfbert

@Alfred: Hör noch mal etwa bei Minute 45 rein, da spricht Heitmeyer davon, welche Gruppen gemeint sind: Gruppen, die nicht mit Macht und/oder staatlicher Unterstützung / Privilegien ausgestatten sind. Polizisten oder Soldaten sind da nicht gemeint.

Alfred

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit : Kinderarmut, Altersarmut, miese Kitas, miese Schulen, miese Krankenhäuser, riesige Schuldenberge in einem "reichen Land".

Alfred

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit : ACAB, FCKCPS, Soldaten sind Mörder.....

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