#859 - Ungleichheitsforscherin Miriam Rehm (Professorin für Sozioökonomie, Uni Duisburg-Essen)

Shownotes

Zu Gast im Studio: Miriam Rehm, Ökonomin und Professorin für Sozioökonomie mit Schwerpunkt Empirische Ungleichheitsforschung an der Universität Duisburg-Essen, wo sie seit 2019 forscht und lehrt. Ihre Forschung befasst sich insbesondere mit der Verteilung von Einkommen und Vermögen, Arbeitsmärkten und geschlechtsspezifischen Ungleichheiten. Sie studierte Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien und promovierte 2012 an der New School for Social Research in New York. Von 2011 bis 2018 arbeitete sie als Ökonomin bei der österreichischen Arbeiterkammer. 2020 habilitierte sie sich in Sozioökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien. Darüber hinaus ist sie Mitglied des österreichischen Fiskalrats.

Ein Gespräch über Daten über die Reichsten, fehlende staatliche Reichtumsmessung, Vermögens- und Einkommensungleichheit, Aristokratie und Oligarchie, Erbschafts- und Vermögensbesteuerung in Deutschland und Österreich, Miriams Forschungsarbeit, notwendige staatliche Vermögens- und Immobilienregister, die Rolle der Reichsten bei der Klimazerstörung sowie Miriams Postkeynesianismu + eure Fragen via Hans

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00:00:00: So, eine Neuvorgejung naiv.

00:00:01: Ich habe einen neuen Gast!

00:00:02: Wer bist du?

00:00:03: Ich bin Merem Rehm.

00:00:04: Ich bin Professorin, Institut für Soziokonomie mit dem Fokus Empirische Ungleichheitsforschung an der Universität Duisburg Essen.

00:00:13: Warum interessiere ich das?

00:00:16: Ich glaube dass Verteilungen eines der zentralen Fragen unserer Zeit ist.

00:00:22: Es ist sehr wichtig, dass wir uns damit auseinandersetzen und dann idealerweise natürlich Fakten und Daten basiert.

00:00:29: Und deswegen, ich bin Ökonomin und fokussiere auf Verteilungsfragen.

00:00:34: Interessiteter schon immer?

00:00:36: recht lang würde ich sagen ja also ich bin ziemlich früh eigentlich zur ökonomie gekommen habe mit fünfzehn ein auslandsjahr in irland gemacht und hatte da einen einen ökonomie kurs der reine neoclassik war Reine Mainstream.

00:00:55: Die interessiert sich eigentlich nicht so viel Ungleichheit?

00:00:58: Eben, eben!

00:00:59: Es waren so Logik-Sachen und Fragen die dieser Lehrer an der Schule in Dublin dort auch gemacht hat.

00:01:08: Und dann habe ich nachgeschaut... Damals noch im richtigen Wörterbuch nachgeschlagen was bedeutet denn Economics?

00:01:14: das war der Kurs den ich genommen hatte und zum Glück ist es gestanden Volkswirtschaft Lehre und haben wir gedacht nur gut Dann studiere ich das halt.

00:01:23: Weil, dass einem nicht akademischen Haushalt kommen und werden die Entscheidungen dann oft so getroffen.

00:01:29: Und habe dann wieder Glück gehabt.

00:01:31: in Wien gibt es ja zwei Universitäten.

00:01:32: Man hört wahrscheinlich, ich bin aus Österreich nachher Wien geboren.

00:01:37: In Wien gibts zwei Universiteten Die Haupt-Uni und die Wirtschaftsuniversität.

00:01:41: An der Haupt-Universität wäre es reine neogassische Ausbildung gewesen sehr mathematisch Und an der WU, an der Wirtschaftsuniversität gab es damals eine Spezialisierung ein Vertiefungsfach nach der Einführungsphase das tatsächlich plurale Ökonomik war.

00:02:00: Was?

00:02:01: Ja, kann zu glauben oder ist auch alles weg!

00:02:02: Also nicht dass ich jemanden hoffnend mache gibt's nicht mehr.

00:02:04: Die VWL an der anderen WU ist eine anständige VW L so wie sie praktisch überall ist... Da wird

00:02:13: sich euch jetzt nie mal um Ungleichheit gekümmert wahrscheinlich.

00:02:16: Natürlich kann man es überall noch ein bisschen dazu machen, sondern natürlich gibt's.

00:02:19: Aber das ist nicht mehr im Kern so wie es damals war, wo es irgendwie einzelne Kurse gab zur postkinsianischen Ökonomie von Engelbert Stockhammer zu Marxistischen von Reinhard Birker zur feministischen Ökonomie von Andrea Grieß.

00:02:32: heute in Situationenökonomik historische Dokmengeschichte.

00:02:40: Ja, das ist wohl die Entscheidung, die die meisten Ökonomie-Institute und Departementsfakultäten für sich getroffen haben.

00:02:47: Ich bin nicht der Meinung, dass man es nicht mehr braucht.

00:02:50: Du hast noch Glück gehabt, dass du an dieser WU studiert hast, wo das alles noch Thema war?

00:02:54: So

00:02:54: war aber nicht geplant eben sondern zufriedigt dazugekommen.

00:02:58: Bist da reingerutscht?

00:03:00: Ja schon ein bisschen!

00:03:01: Und dort in diesen Veranstaltungen dann habe ich auch von Attack Leute kennen gelernt, also die auch Ökonomie dort auf Volkswirtschaftslehre studiert haben.

00:03:12: Unter anderem Cornelia Starritz, den einen so sehr großen Einfluss dann auf mich hatte, der eigentlich so alt war wie ich ein Jahr älter oder so.

00:03:20: aber die hat dann was sehr strategischem Blick gehabt, sehr früh auch erkannt, was es braucht und was wichtig ist um sich da weiter bilden zu können, weiterzukommen.

00:03:29: bei mir war sie namens noch ein Diplomstudium Magistra bin ich quasi in meinem Bachelor und Master, wie das früher halt war.

00:03:37: Und die Nelly, diese Freundin, die jetzt leider vor einem guten Jahr auch verstorben ist ... Die hat total strategisch einen Fullpage-Dependium für den Newsco in New York verstanden, dass es wichtig ist, dass man halt auch diese internationale Erfahrung braucht aus dem anglosexischen Raum und hat das für sich eingeworben und hat dann gesagt, sag warum machst du das denn nicht auch?

00:04:01: Dann haben wir doch gedacht Warum denn nicht?

00:04:03: So ein bisschen habe ich zu der Zeit auch sehr lange für meine Magistrarbeit, also meine Masterarbeit da gebraucht.

00:04:11: Dann habe ich wenigstens eine Deadline, wenn ich fertig sein muss und dann ist es tatsächlich aufgegangen, also in riesen Riesen Glück gehabt an vielen Stationen auf einem Weg und war dann an der Newscode.

00:04:28: Die auch ungleichheit unterrichtet oder sich damit beschäftigt?

00:04:30: die ein Zentrum ist für plurale, progressive Ökonomie weltweit vielleicht das oder eines der Zentren.

00:04:39: Noch oder wieder?

00:04:42: Schon seit Ihres Ganzesbestehen würde ich sagen also hat auch viele jüdische Vertriebene aufgenommen, Hannah Arendt und andere, die eben immer schon einen Fokus auf macht ungleichgewie... Gewichte auf progressive Fragen in der gesamten Gesellschaftswissenschaft.

00:05:03: Das ist eine sozialwissenschaftliche Fakultät, die Graduate School, wie sie damals geheißen hat und ich hatte das Riesenglück dass sich dort dann diese ganzen großen Namen hatte so am Ende quasi ihrer laufbahn danken vorliefern.

00:05:17: wenn dieser Gesundheitsbetreuer Anno Shake ein brillanter Marxist aus meiner Sicht Lanz-Taylor, ein ganz großer Makroökonomiker, Strukturalist, Entwicklungsökonom.

00:05:31: Willi Semmler, ein Deutscher der an die Newscrew gegangen ist.

00:05:36: Will Milberg – also wirklich die großen Namen noch.

00:05:39: Die haben dir auch nicht das Thema Ungleichheit ausgerettet?

00:05:42: Ganz im Gegenteil!

00:05:43: Das war dort ein großer Fokus wie es in vielen dieser Denkrichtungen, wie sie unterrichtet haben, Ednell und gerade im Postkensianismus.

00:05:52: ich verstehe mich im ersten Schritt immer als Postkensianerin.

00:05:55: Musst du gleich mal erklären, ja?

00:05:57: Ja und dann feministische Ökonomie und ökologische Ökonomien sind so meine Selbstwahrnehmung und das hat in dieser Laufbahn sich so entwickelt.

00:06:07: also es hat wirklich in Wien angefangen.

00:06:09: Eigentlich bei Stockhammer hat in diesem pluralen ökonomischen Programm an der WU auch den Postkensenismus unterrichtet.

00:06:16: Auch aus dem Honoran war dort auch zwei große Namen.

00:06:19: im Postkennensenismus bin ich so ein bisschen hineinkommen, habe das entdeckt als die lebendige eine der sehr lebendigen Denkrichtungen, die mir sehr zugesagt hat.

00:06:35: Bist du die einzige österreichische Ungleichheitsforscherin?

00:06:38: Oder gibt es etliche?

00:06:39: Wirklich?

00:06:40: Ja, wir haben da schon...

00:06:42: Soviel hab' ich ja noch nicht von gehört.

00:06:44: Habt ihr

00:06:45: ein Problem in Österreich mit Ungleichheiten?

00:06:49: Wer hat keine Gesellschaft?

00:06:50: Heute ist kein Problem mit Ungleichheit.

00:06:52: Natürlich haben wir es in Österreich genauso wie in Deutschland

00:06:54: aus meiner Sicht.

00:06:55: In Österreich ist noch krasser, keine Vermögensteuer und keine Erbschaftssteuer richtig?

00:07:00: Auslaufen lassen unverstellbar, abschaffen lassen.

00:07:03: Wie kennt jemand bei euch gerade?

00:07:05: Wir haben eine Erbschaftsteuer die aber trotzdem hier reichert.

00:07:08: Du bist, dass du weniger Steuern zahlst.

00:07:11: Aber wir haben eine EBSCHAFT STEUER und ihr habt das gar nicht.

00:07:14: Und es ist ein ähnlicher Verlauf, wie auch in Deutschland.

00:07:17: Auch in Deutschland wird sie immer wieder angefochten weil sehr unfair aufgesetzt ist.

00:07:21: Weil sie eben verfassungsfähig grundgesetzwidrig ist.

00:07:24: diese Ungleichbehandlung von unterschiedlichen Arten des Vermögens und das sind wir auch schon genau bei meiner Forschung Das Unternehmensvermögen anders behandelt wird als anderes Finanzvermügen oder im Bilenvermügen nach der Sicht des Verfassungsgerichts wiederholt wird das als nicht korrekt wahrgenommen, wie es auch in Deutschland und auch in Österreich.

00:07:49: Das war der Grund warum sie in Österreich aufgehoben wurde, dass es eben verfassungswidrig ist

00:07:55: Gleiches

00:07:56: ungleich zu behandeln.

00:07:58: Da macht man gar nichts.

00:07:59: Und was sie dann gemacht haben... Das

00:08:01: ist das gleiche, behalten wir alle gleich in dem man gar nix besteuert?

00:08:04: Ja ja, das Problem ist natürlich wenn man einen Veto-Player hat in der Regierung, die sagt nicht mit uns gibt's nichts als kein Kompromiss möglich und keine Reparatur möglich.

00:08:12: es wurde ja schon zweimal repariert in deutschen oder wurde schon repariert jedenfalls Es läuft auch jetzt gerade wieder.

00:08:21: eine Anhörung war gerade jetzt vor zwei Tagen oder so am Verfassungs-, Bundesverfassungsgericht.

00:08:27: Als wo urteilt jetzt bald über die aktuelle App-Schrift?

00:08:29: Ich

00:08:30: glaube, das Urteil ist die Frage, wann es kommt.

00:08:31: aber die Anhörung glaube ich war gerade und insofern bin ich grad rausgekommen...

00:08:38: Es gibt also ein bisschen nicht einzige Ungleichheitsforscherin aus Österreich und ihr habt massives Problem auch mit Ungleichheit.

00:08:44: Und das gleiche Ungleich zu behandeln ist, nicht nur moralisch für viele Menschen ein Problem sondern es ist auch verfassungsrechtlich ein Problem.

00:08:50: In Österreich was passiert ist, dass eine Partei, die Konservativen gesagt haben nein dann einfach gar keine Erbschaftssteuer.

00:08:59: Das ist halt das Unwehrste von allem!

00:09:03: Trotz allem zahlt man zumindest in Euro oft mehr Erbschaftssteuer, wenn man reich ist.

00:09:09: Also wenn schon nicht anteilig was progressiv wäre eine progressive Besteuerung wäre, anteilig am Vermögen beim Einkommen mehr zu zahlen aber zumindest etwas beizutragen.

00:09:18: und wenn man sie ganz abschafft dann fällt das ganz weg.

00:09:21: und da sehen wir in Österreich dass wir wirklich eine sehr niedrige Beteiligung von Vermögens der Finanzierung vom Gemeinwohl vom Sozialstaat haben.

00:09:34: Es gibt vermögensbezogene Steuern.

00:09:36: Das gibt Grundsteuer, ein Grunderwerbsteuer.

00:09:39: Wenn

00:09:40: man Immobilien und Grund im Boden hat?

00:09:42: Genau, wenn man es überträgt, Übertragungssteuern, die dann eben am Vermögen hängen solche Sachen gibt's.

00:09:47: Aber eine richtige Vermögenssteuer aufs Nettovermögen geht so wie sie jetzt modern konzipiert werden würde.

00:09:53: wissenschaftlich wie auch politisch sind alle Vorschläge so.

00:09:57: Die existiert nicht weder in Österreich noch in Deutschland.

00:10:00: Und das halte ich für ein großes Problem.

00:10:02: Warum?

00:10:03: Man gibt jetzt vielleicht auch einige Dinge zu gucken und sagen, wovon reden die.

00:10:07: Was soll das?

00:10:08: Warum soll mich das interessieren?

00:10:10: Ja Vermögen sind extrem ungleich verteilt.

00:10:14: Extrem ungleich.

00:10:15: Wir machen uns keine Vorstellung oder den meisten von uns.

00:10:17: Ich jedenfalls bevor ich angefangen habe mich damit mehr zur Beschäftigung haben wir keine Vorstellungen gemacht wie ungleich vermögen verteilt sind.

00:10:24: Ich mag es normalerweise nicht gerne wenn man Einkommen und Vermögensanfangs zu vermischen habe.

00:10:31: Ungleichsten Länder, die wir kennen bei der Einkommensverteilung nach dem Genie.

00:10:34: Also Südafrika, lateinamerikanische Länder sind so einen Geniekonfizient in der Höhe, sind so ungleich wie Deutschland beim Vermögen.

00:10:44: Wir sind beim Vermøgen so ungreich wie die ungleichsten Gesellschaften, auf der ganzen Welt.

00:10:51: Und das ist einfach etwas was ich nicht im Bauchgefühl gehabt hätte im Vorhinein also bevor ich mir das mehr angeschaut habe.

00:10:58: In Österreich hat es auch sehr lange gar keine Daten gegeben Was möglicherweise Zufall ist, ich glaube eher nicht.

00:11:06: Weil es einfach kein Interesse gab diese Daten zu erheben und zu erfassen.

00:11:10: Und wir sehen immer noch dass wir bei den Vermögen ein riesiges Datenproblem haben das wir viel zu wenig wissen wie's überhaupt verteilt ist.

00:11:18: also für die wissenschaftliche Analyse Das ist ja mein Fokus.

00:11:22: Also die politischen Ableitungen kann man dann natürlich treffen und das finde auch wichtig aber für die einfach nur die Analyser der Fakten die Daten zu kennen, wäre doch das allerallermindeste.

00:11:31: Jetzt haben wir super Erhebungen in Deutschland zur Vermögensverteilung des Soziokonomische Panel, der SAP am DEW.

00:11:38: Sie machen wirklich was!

00:11:39: geht, auch der HFCS von der Arabischen Zentralbank koordiniert und von der Bundesbank durchgeführt.

00:11:46: Die schätzen doch meistens?

00:11:48: Nein sie erheben.

00:11:49: Sie fragen die Leute, das sind Erhebungen – ich sage nicht gerne Befragungen weil es ist so Umfragen wie man sich bei Meinungsumfragen kenne – sondern das sind wissenschaftliche Erhebungen wo zu den Leuten hingegangen wird eine Stichprobe gezogen wird repräsentativ besitzen sie ein Auto?

00:12:06: ja nein!

00:12:07: Wie viel ist das

00:12:08: wert?!

00:12:09: besitzen sie Finanzvermögen?

00:12:11: Ja, nein.

00:12:11: Wie viel ist das?

00:12:12: Also haben Sie ein Konto?

00:12:13: Haben Sie einen Sparkonto?

00:12:16: Und bei diesen Kategorien sagt die Unterhälfte ja!

00:12:19: habe ich, dann besitzen sie ein Immobilienvermögen.

00:12:23: Haben Sie eine Wohnung oder ein Haus das Ihnen gehört?

00:12:26: Ja nein wie viel ist das Wert im Marktwert?

00:12:29: Haben Sie einen Unternehmen?

00:12:30: und bei der Frage zu Immobilie Vermögensvertragten die nächsten forty-fünf Prozent ja hab' ich.

00:12:35: also wir gehen da so ein bisschen in die Vermögensvorteilung hinauf.

00:12:38: Also die sagen auch die obere Hälfte den nächsten forty fünf Prozent sagen auch so ja ja ich habe ein Auto Ich habe einen Sparkonto Ein Stirokonto und ich habe eben auch noch eine Wohnung ein Haus.

00:12:53: Und dann die reichsten fünf Prozent, die sagen ja, ich hab ein Auto, ich habe einen Sparkontor, ich haben ein Haus in dem ich wohne und ja, Ich habe ein Unternehmen.

00:13:02: Ja!

00:13:03: Ich habe noch weiteres selbst genutztes Immobilienvermögen also Zinshaus wie wir sagen würden in Wien.

00:13:10: Ich habe noch komplexere Anlageformen, ich hab Aktien und Anleihen.

00:13:17: Und vielleicht auch mit Derivate oder irgendwelche komplexeren Sachen.

00:13:21: Also ich hab auch Finanzvermögen.

00:13:25: Deswegen um zurückzukommen zu einer Frage ist es wichtig aus meiner Sicht die Vermögensverteidigung erstens zu kennen und dann das auch zu besteuern weil am oberen Ende dort sitzt das Vermögen.

00:13:38: Es ist extrem ungleich verteilt, also wir haben eine wirklich sehr ungleiche Kurve die steil hinauf geht am oberen Ende beim Vermögens anders als beim Einkommen.

00:13:46: auch da gibt es Themen mit Ungleichen.

00:13:48: Aber wir haben einen Großteil des Vermögens der am oberen Ende sitzt.

00:13:51: Die reichsten zehn Prozent haben ungefähr sechzig Prozent des Gesamtvermögens in Deutschland und die untere Hälfte hat unter fünf Prozent.

00:14:00: Also das schwankt mir ein bisschen bei die Daten halt durch Erhebungen Erkannt werden, erhoben werden, generiert werden und wir wenig administrative Daten haben oder praktisch keine.

00:14:11: Weil man auch bei den Ärzte-Stollen wenig machen kann.

00:14:13: Das wäre jetzt meine quasi Frage gewesen.

00:14:17: Klar ihr habt ja Zahlen aufgrund von Erhebungen und einem wissenschaftlich basierten Umfragen aber das ist ja quasi am Ende auch nur Hochrechnungen.

00:14:26: also ich könnt ja keine Ahnung selbst wenn hier tausend Leute oder nicht ihr aber quasi wenn da Tausende Befragten meinen sogar Zehntausend Menschen in Deutschland sind ja dann nur Zehntausend von Achtzig Millionen.

00:14:36: Und gerade die Überreichen, die sind ja quasi bei uns in der Bevölkerung, sagen wir mal, Null Komma Eins, null Komma Null Eins Prozent der Gesamtbevölkerung und dann hast du quasi wenn du Zehnteusend Menschen befragst ein dabei über sein Überreichtum Auskunft gibt ist natürlich eine schwierige Datengrundlage

00:15:00: Ja, absolut.

00:15:01: Also es könnte ja eigentlich noch viel schlimmer sein weil wir es ja nicht wissen und der Staat können wir gleich nochmal darüber reden sich politisch dazu entscheidet das auch nicht Wissen zu wollen.

00:15:11: Wir wissen dass wir nur die Untergrenze kennen von der Ungleichheit beim Vermögen.

00:15:16: Es gibt eine Dunkelziffer meinst du?

00:15:17: Das ist

00:15:17: wissenschaftlich erkannt und belegt Dass wir aufgrund genauer dieses Phänomensterster beschreibst.

00:15:23: Die Untererfassung am oberen Ende an den Rändern tatsächlich.

00:15:29: Am unteren Ende haben wir auch eine Unterfassung.

00:15:31: Personen in Institutionen, z.B.

00:15:33: in Pflegeheimen oder im Gefängnis sind von vornherein ausgeschlossen von der Grundgesamtheit in vielen Fällen.

00:15:39: Auch am unteren Händen haben wir ein Thema aber weil da praktisch kein Vermögen liegt macht das für die Ungleichheit keinen Unterschied.

00:15:46: Am oberen Ende, wo genau wie du sagst also diese Untererfassung zunächst einmal durch die Wahrscheinlichkeit, dass man überhaupt in den Stichprobe hineinkommt.

00:15:53: Dass man überhaupt gezogen wird und kontaktiert wird, angeschrieben wird von der Bundesbank, dann sagt bitte nehmen Sie teil an dieser Erhebung, das ist uns eigentlich sehr wichtig für die Datenqualität und

00:16:02: so.

00:16:02: Und sie müssen

00:16:02: ja geringen?

00:16:03: Das ist freiwillig

00:16:04: denn.

00:16:04: Das ist der erste Schritt, aber es ist schon unwahrscheinlich, dass sie überhaupt drinnen sind genau.

00:16:07: Der zweite Schritt ist, dass unwahrscheinliche Chaires am oberen Ende das Sitteil nehmen.

00:16:11: also die Antwortwahrscheinlichkeit nimmt ab...

00:16:14: ...und danach die Wahrheit sein!

00:16:17: Die Wahrheit, das ist eine interessante Frage man unterschätzt.

00:16:19: Wie exhibitionistisch die Menschen dann sind in solchen Dingen?

00:16:24: Wir haben in Österreich tatsächlich mit den Forschern, die den HFCS diese EZB-Erhebung gemacht haben, recht viel Kontakt gehabt und haben wirklich viel Geld hineingesteckt bei uns.

00:16:36: Also quasi die österreichische Bundesbank, die Österreichischen Zentralbank.

00:16:44: Und die haben da wirklich eine extrem gute Umfrage und Institute auch mit Training oder mit Live, wo die auch... wenn vielleicht die Leute, die die Umfragen machen.

00:16:56: Also von den Instituten geschickt werden und sich denken, sie machen sich es einfach und fühlen selber aus oder so.

00:17:01: Solche Sachen haben dich sofort erwischt, weil das irgendwie live kontrolliert wird und auch Blausmilitätsfragen eingebaut werden in den Wohlortern rückgefragt hat – auch im echten Interview natürlich!

00:17:10: Sie haben hier gerade gesagt, da sagen Sie jetzt was anderes?

00:17:13: Wie passt das zusammen, wo man dann noch Metadaten viele Infos kriegt?

00:17:16: Die Qualität ist sehr hoch, sehr hoch von diesen Daten Und die haben auch gemeint, also unglaublich was die Leute von sich preisgeben.

00:17:24: Vielleicht auch weil es so ein Tabu ist um mal wenig Chancen eigentlich bekommt über das Vermögen zu sprechen.

00:17:28: Also

00:17:29: da mache

00:17:29: ich mir weniger Sorgen dass die Leute nicht sagen was sie haben.

00:17:33: Das ist ein Thema aber es ist nicht das größte glaube

00:17:36: ich.

00:17:36: Meinst du die lassen die Hosen drunter?

00:17:38: Weil sie wissen als Anonymes?

00:17:39: Somit sind wir in Ordnung und dann kann ich immer

00:17:42: darüber reden!

00:17:44: Das kann ein sicherer Aspekt und das andere ist möglicherweise wir sind einfach soziale Wesen.

00:17:49: Wir lügen nicht gerne, glaub ich.

00:17:52: Du denkst schon?

00:17:54: Ich würde mir in die letzten Jahre angucken in unserer Gesellschaft...

00:17:57: Was wir sehen ist das wenn man die unterschiedlichen Interviewformen sich anzieht also Web passiert, Telefon passiert oder persönlich dass man mit persönlich mit Abstand die besten qualitivsten Ergebnisse bekommt zu den Kosten, dass wir die Leute weniger leicht erreichen.

00:18:11: Deswegen kann die Qualität auch von dieser Seite wieder sinken natürlich.

00:18:14: Aber so im direkten Gespräch zu sagen na na ich habe das nicht so wo ich es hab Das ist schon ein wo es noch etwas egal ist.

00:18:22: Sie wurscht wie du sagst weil es ihnen anonym ist.

00:18:26: aber das Problem was wir haben ist also einerseits wird die Leute gar nicht erreichen am oberen Ende Dass sie einfach nicht die Zeit haben Nicht das Interesse haben solchen Erhebungen teilzunehmen und dass sie dann Item Non-Response, also auf einzelne Fragen seltener Antworten.

00:18:41: Und das sieht man durchs sehr gut in den Daten.

00:18:43: Wenn man hat sich schon einmal Grundlingen drinnen und dann kann man sehen bei welchem einzelnen Fragen haben sie gesagt?

00:18:48: Das beantworte ich nicht, da sage ich Ihnen nicht.

00:18:50: Okay, das ist spannend.

00:18:51: Wir haben einige Aspekte wo wir diese Unterhebung haben.

00:18:54: Das ist wirklich gut belegt In den Daten und das heißt wie wissen die Erhebungsdaten sind extrem Witsch, also reich und wertvoll.

00:19:05: Und haben sehr viel Informationen zusätzlich noch.

00:19:08: Also zum Beispiel die eigene Einschätzung dann nochmal steht in der Vermögensverteilung und so zu ökonomischen Charakteristiken was man sonst aus administrativen Daten oder Steuerdaten nicht hätte.

00:19:18: aber die Abdeckung ist ein Problem und deswegen bräuchten wir so dringend rein aus wissenschaftlicher Sicht eine Vermögenssteuer oder zumindest eine Erbscheisteuer, die man wissenschaftlich anonymisiert nutzen kann.

00:19:32: Dass man da das zuordnen und auf Personenebenen und über den Lebenszyklus bei der Erbschesteuern sehen kann wie es dann überhaupt einmal aussieht.

00:19:42: Da geht's ja noch nicht darum irgendwelche Ableitungen zu treffen oder Fragen zu stellen sondern einfach mal die Daten am Tisch zu haben.

00:19:48: Das wäre wirklich wichtig!

00:19:51: Du sag mal, Tira ganz unter uns.

00:19:52: Du bist die Jüngste hier?

00:19:53: Ja Warum arbeitest du hier eigentlich?

00:19:56: Weil wir das beste Journalismus-Format in Deutschland sind und weil hier keine Werbung

00:19:59: läuft.

00:20:00: Und woher kommt die Kohle für dein Gehalt?

00:20:02: Per Banküberweisung oder PayPal.

00:20:04: von den Leuten, denen zu zuschauen oder zu hören

00:20:07: Wie das geht

00:20:08: Seht ihr in der Podcastbeschreibung

00:20:10: Welche Fragen mögen die nicht?

00:20:13: Manchmal gibt es gerade so manche Fragen Also einzelne Fragen bei diesen... Wenn die besucht werden, mögen sie nicht darauf antworten.

00:20:21: Hast du ein paar Beispiele im Petto?

00:20:24: Ich hab keine Daten dazu und das weiß ich nicht.

00:20:27: Ich berle gerade, wenn ich jetzt einen überreicher Mensch wäre, wozu würde ich nichts sagen?

00:20:33: Was häufig passiert

00:20:34: ... Wie will Picasso hängen bei mir zu Hause oder was?

00:20:37: Solche Sachen werden nicht gefragt.

00:20:38: Das ist explizit ausgenommen damit man sich anbieten wird für Diebstahlern.

00:20:43: Da kriegt man Angst, wenn man zu Hause sitzt und sagt wie viele Picasso haben Sie hier!

00:20:48: Wie viel Geld haben sie in der Schublade?

00:20:49: Solche

00:20:50: Sachen werden dann nicht gefragt.

00:20:51: Was interessanterweise ...

00:20:53: Welcher Picasso ist das, so musst du fragen!

00:20:55: Und dann hole ich die Pistole raus und nehme gleich mit.

00:20:59: Also diese Fragen werden explizit nicht gestellt.

00:21:02: Wertgegenstände zu Hause... Aber was zum Beispiel gestellt wird in öffentlichen Statistiken überhaupt nicht erfasst sind Kredite zwischen Privatpersonen.

00:21:14: Da haben wir viel zu wenig Daten eigentlich.

00:21:16: Dafür hat eine richtig spannende Masterarbeit dazu betreut bei uns im Mastersozialeconomie, wo sich die Studentin angesehen hat wie diese informellen Kredite, die wir eigentlich nur aus dem Entwicklungskontakt-Text kennen, was ihm heißt ja der Kapitalmarkt funktioniert nicht und deswegen gibt es so diese informellen Krediten, die zwischen Privatpersonen einfach gegeben werden und das kann in solchen Daten natürlich erhoben werden.

00:21:41: also da haben wir Informationen.

00:21:43: Wie viel schulden mir andere Haushalte, was nie aufscheint sonst?

00:21:47: Natürlich irgendwo in offiziellen Statistiken.

00:21:49: Das ist überraschend häufig dass das passiert.

00:21:53: Du meinst das reiche Menschen Also nicht reichen Menschen quasi einen Privatkritik geben?

00:21:59: oder ist es häufig so, dass die reichten sich untereinander?

00:22:03: Es sind

00:22:03: natürlich im Familienfreund das Netzwerk wo man halt ihm gesagt gut was er sich ein Geschwisterkind braucht gerade was und dann gibt mir denen oder ein Kind Eltern solche Sachen.

00:22:16: Aber viel zu wenig hervorstand und finde ich wäre eigentlich... Sehr spannend.

00:22:20: Ich bin mal ein bisschen abgekommen, die Frage über welche Antworten, welche Items antworten sie nicht?

00:22:26: Was häufig passiert.

00:22:27: tatsächlich ist das zwar gesagt wird ich habe in Unternehmen aber nicht wie viel es wert ist solche Sachen.

00:22:32: oder ja ich besitze Aktien aber nicht.

00:22:35: dann der genaue Wert

00:22:37: Warum mögen Sie darüber nicht reden?

00:22:39: also wie viele Werte sind sein Lebens?

00:22:42: Also eine Hypothese ist es einfach, weil so viele Kategorien auch sind.

00:22:46: So viele Arten von Vermögen die die Reichsten besitzen.

00:22:49: Man kennekel einer der wichtigsten Reichtumvorscheinen USA hat diese Hypothese aufgestellt.

00:22:54: Ist das sich einfach nicht daran erinnern?

00:22:55: Es ist einfach so viel, man verliert den Überblick ein bisschen.

00:23:00: Man weiß immer nicht, ob man auch noch Derivate hat.

00:23:02: Wenn wir schon Anleihen und Aktien und dann die unterschiedlichen Portfolis uns so besitzen.

00:23:06: Also man vergisst es einfach.

00:23:07: Wenn man so reich wird, dass man vergesslich wird?

00:23:10: Das muss

00:23:10: ich einfach nicht mehr weisen.

00:23:12: Das ist eine Hypothese.

00:23:13: Eine andere ist natürlich das man's auch nicht.

00:23:16: Tatsächlich nicht weiß, weil das Unternehmen vielleicht ... es geht ja die Netto-Bewertung von Unternehmen ein in diese Analysen.

00:23:23: Das heißt nur dass netto Vermögen von den Unternehmen wird da bei den Privatpersonen dann erfasst und das kann auch tatsächlich manchmal vielleicht nicht wissen.

00:23:35: Ich habe meinen Unternehmen, die meisten Unternehmen sind ja verschuldet richtigerweise weil sie dann in Zukunft Erträge generieren.

00:23:40: Also das ist häufig schuldend finanziert diese Geschäftstätigkeiten.

00:23:47: und dann zu sagen aber netto hat es vielleicht Immobilienvermögen also ich kann's einfach gar nicht sagen kann auch sein.

00:23:55: Was heißt netto Vermögen der Unternehmen?

00:23:56: damit man das weiß?

00:23:57: Bei Unternehmens- und Behaushalten ist nette Vermögenswerte aufsummiert.

00:24:03: zum Protovermögen, also alle aktiver.

00:24:05: Wir werden das bei Haushalten habe ich es ja schon genannt ein bisschen die Aktiva.

00:24:09: Das wären Fahrzeuge, Konten, Immobilienvermügen, Unternehmensvermügen, Aktienanleihen und dann halt komplexere Sachen.

00:24:20: Also das wäre so.

00:24:20: das typische dann vielleicht wenn man hat irgendwie Patente oder solche Sachen Geld vermöglichbar Geld dass man hat

00:24:28: Solche Dinge.

00:24:28: Dann haben wir

00:24:30: das Protovermögen, das Gesamtvermögend und dem gegenübergestellt werden die Schulden.

00:24:34: Dem übergeschätten und abgezogen.

00:24:36: Das können wir haushalten jetzt im größte Volumen sind Immobilienkredite weil ist wir Haushalte besichern können, deswegen die Banken Kredite geben überhaupt.

00:24:44: Es können aber natürlich auch Ausbildungskredite sein – die sind in England USA wichtiger als bei uns wo dann das der Gegenwert ein bisschen so die zukünftigen Einkommenschancen von Personen sind, die dann eine Universitätsstudium gemacht haben oder so im College waren oder eben studiert haben.

00:25:02: Aber natürlich auch Kleinkredite für Konsumkredite um irgendwie sich Sachen laufend zu finanzieren Anschaffungen zu finanzieren.

00:25:11: Kreditkartenschulden, solche Sachen.

00:25:14: Gut wenn man das jetzt abzieht voneinander dann kommt man zum Nettovermögen und das ist es wovor wir meistens sprechen.

00:25:18: wenn wird die Vermögensverteilung anschauen.

00:25:21: Also das ist Nettovermögen, auch wenn wir über Vermögenssteuern sprechen.

00:25:24: Das nette Vermögen ist das was uns interessiert.

00:25:27: also es geht nie darum den Leuten quasi die eh vielleicht überschuldet sind oder so dann auch noch Steuern aufzubieten sondern das Ziel ist immer das Netto-Vermögen vom Privatpersonen.

00:25:35: Das wird sehr gerne vermischt in der Debatte.

00:25:38: ich bin mir nicht sicher ob das tatsächlich ein Fehler sind weil sie schon so klar für Leute die sich mit beschäftigen.

00:25:44: Es geht um bei der Vermögengesteuerdebatte immer ums netter Vermögend von Privatpersonen oder Haushalten, je nachdem wie man das formuliert.

00:25:53: Und dann gibt es auch noch andere nette Vermögen die ihr nicht meint?

00:25:57: Weil du meinst, das wird gerne vermischt?

00:26:00: Ja, Unternehmensvermögen werden das sehr gerne so getan, als würde man Unternehmen besteuern mit Vermögenssteuern.

00:26:07: Obwohl eben nur das nette Vormögen von Betrieben in das Vermögend von den Privatpersonen eingeht.

00:26:14: Das heißt, dass wir nicht der Betrieb besteuert, sondern Privatpersonal.

00:26:17: Ich sehe jetzt doch nicht so schwer zu verstehen

00:26:20: Würde man meinen.

00:26:21: Es ist eigentlich nicht komplex.

00:26:23: Könnte

00:26:23: man meinen, dass diejenigen gegen Vermögensbesteuerung jeglicher Art sind das gerne vermischen damit da quasi Unklarheit

00:26:33: herrscht?

00:26:34: Ich meine ich will dann niemanden.

00:26:35: irgendwie willful ignorance.

00:26:37: Wir

00:26:37: reden ja über Interessensproben.

00:26:39: Das ist ja schwer ein Leute hineinzuschauen.

00:26:41: Also kann man nichts sagen.

00:26:42: aber manchmal finde ich es einfach

00:26:43: ein bisschen bedauerlich.

00:26:44: Aber Propaganda-Strategien kann man ja so ein bisschen mal untersuchen

00:26:47: Ja, aber es ist einfach bedauerlich wenn das so ganz grundlegende Dinge immer wieder besprechen muss.

00:26:53: Es wird's irgendwie nicht sicken.

00:26:57: Man kommt nicht weiter in die Debatte.

00:26:59: Das ist das was mich ein bisschen ärgert manchmal.

00:27:00: Weil man hat Dinge schon längst etabliert und ausdiskutiert.

00:27:03: Und dann fängt mir immer wieder bei Adam und Eva an als wäre das nie passiert.

00:27:08: Und das finde ich frustrierend.

00:27:10: Wir haben gerade, ob du das mitbekommst?

00:27:12: In Berlin haben wir gerade Thema Vergesellschaftung von Immobilienkonzern wo es ja nur um den Bestand bisheriger Wohnungen geht.

00:27:20: Und dann die Gegenseite kommt dann oft mit Ja, aber da entstehen keine neuen Wohnungen.

00:27:26: Wo du denkst, das eine hat jetzt mit dem anderen erst mal nichts zu tun.

00:27:29: Das geht um den bestand, die es schon gibt und mit denen Rendite gemacht wird.

00:27:33: Und wo man weiß dass genau diese Großwohnbesitzer-Unternehmen in Berlin kaum bauen?

00:27:42: für neunundneinzehn Wohnungen, die sie haben.

00:27:44: Eine Bauern!

00:27:45: Wo fast nichts... Also auch das Argument...

00:27:48: Die bauen Büroflächen, Luxuswohnungen und dann müssen sie halt mal ein paar Sozialwohnung bauen.

00:27:54: Sie bauen nicht viel im Volumen?

00:27:56: Und also die Argumente machen ja manchmal wirklich keinen Sinn.

00:28:01: Also bei der Vermögenssteuer, ich meine mal so genau die Argumente nicht ausbreiten, die eh unsinnig sind.

00:28:06: Aber diese Doktorbesteuerung...

00:28:07: Doch doch!

00:28:07: Ich finde das sollte man immer wieder betonen, dass wir permanent von Mühten

00:28:11: ausräumen.

00:28:12: Wir werden von Lobbygruppen belogen und es gibt auch journalistische Player, die das immer wiederholen.

00:28:17: Parteipolitik ist schon schlimm.

00:28:20: Ja, ich find's oft wichtiger über ... also ich mach' das sehr gerne.

00:28:26: Also die Sachen, die sinnvoll sind.

00:28:28: Wenn ich über die Vermögensverteidigung spreche ... Dann ist das für mich etwas ein ... Man kann in Frames sprechen oder wie auch immer von Bildern, die man generiert.

00:28:38: Auch in meiner Lehre.

00:28:39: Mir liegt der Master-Soziokonomie bei uns sehr am Herzen.

00:28:41: Ich versuche immer zuerst mit dem Kostkensinismus anzufangen.

00:28:45: Mit dem was mir und feministische Ökologie ökologisch was mir im Herzen liegt Und dann die Neoglassik zu machen.

00:28:51: Die muss dabei sein, weil wir eine plurale Perspektive haben.

00:28:55: Aber nicht damit anzufangen!

00:28:56: Weil dann ist man schon in dieser Denke drin und in dieser Logik und dann ist es schwer... sind die anderen Sachen immer nur Ausnahmen?

00:29:02: Und ich finde es wichtig.

00:29:03: das sinnvolle zuerst.

00:29:06: Aber sehr gerne über die Stoppelbesteuerung.

00:29:09: Du fängst mit deinen Studis nicht an.

00:29:10: Wir stellen uns mal die Welt wie einen perfekten Markt vor wo alles theoretisch, mathematisch aufgeht und wir blenden einfach mal aus was das Wirtschaften wie wir Wirtschaften auf unsere Umwelt Auswirkungen hat.

00:29:27: Welche Machtstrukturen es gibt, wo es Einfluss gibt und sowas belehnt.

00:29:30: weil jetzt mal aus damit fängst du nicht an?

00:29:33: Ja ja damit fange ich nicht an!

00:29:35: Ich glaube der Postkinsernismus und auch die feministische Ökonomie, die ökologische Ökonomie zeichnen sich dadurch aus dass wir problemorientiert und auf die reale Welt schauen.

00:29:46: Und das ist unser Ziel

00:29:48: in diesen ... Nicht utopieorientiert?

00:29:50: Nicht mathematisch, wir arbeiten auch mathematisch und auch statistisch ökonometrisch.

00:29:55: Das ist mir sehr wichtig auch in meiner Arbeit.

00:29:57: also die Sachen, die ich tatsächlich mache sind dann abstrahiert.

00:30:01: Ich mach Modelle Teilweise bin nicht sehr gut darin mich zu spezialisieren wenn man eigentlich müsste.

00:30:06: Ich mache ökonometrische Arbeit.

00:30:08: Aber aber der erste Frage, den ersten Schritt ist die reale Welt anzusehen und ein Problem zu sehen, um das analysieren zu wollen.

00:30:17: Und ich komme gerade von der FMM-Konferenz...

00:30:22: Darum bist du in Berlin?

00:30:23: Deswegen bin ich in Berlin.

00:30:24: Das sind eine der größten makroekonomischen Konferenzen in Europa, wo sich im Grunde die deutschsprachigen und internationalen Postkensianerinnen treffen einmal im Jahr, in Berlin im Herbst.

00:30:35: Die neoliberalen Hausverbot!

00:30:37: Absolut nicht.

00:30:38: Wir laden sie explizit ein, um mit, immer zu sprechen, dass Sie kommen... Kommen

00:30:41: die wir reden?

00:30:42: ...nicht um, also sie reichen nicht ein bei uns, weil einfach die Debatten nicht das ist was sie interessiert.

00:30:46: aber für die Pläne schauen wir schon, dass wir quasi die Debatte auch fördern.

00:30:51: andersom passiert es natürlich sehr selten, dass wie explizite als Post-Kinzerner ihnen eingeladen werden, um vielleicht blinde Flecken dort mit zur diskutieren oder aufzuzeigen oder so.

00:31:02: Wir waren aber bevor wir abschreiten, wir müssen natürlich noch mal Postkindesanismus klären.

00:31:07: Und ganz klar, jetzt waren wir gerade so bei der Thematik, weil ich finde es spannend, weil du ja empirische Forschung machst und endlich empirischer mit beschäftigst bei diesen Umfragen.

00:31:17: Weil ihr ja keine staatlichen Daten habt das wird nicht gemessen in Österreich-Deutschland oder auch anderen Staaten.

00:31:23: aber einfach nur mal wie ihr denn trotzdem versucht die Daten irgendwie zu bekommen?

00:31:28: Die Probleme bei den Umfragungen fand ich nämlich interessant also wo sie ungern antworten Unangenehme Antworten sind oder, wo einfach deren Wissen gar nicht da ist.

00:31:39: Hast du dann ein anderer Beispiel?

00:31:40: Weil man ja bei Nettovermögen von Unternehmen...

00:31:46: Ja also wir wissen das gerade Finanzvermögung sehr unter erfasst in diesen Erhebungen.

00:31:51: aber ich möchte auch gar nicht zu sehr auf die Probleme hinhauen weil Immerhin haben wir diese Daten, in Österreich hatten wir die längste Zeit gar keine Daten.

00:31:58: Das Subpin in Deutschland gab es zumindest mit all seinen Problemen aber wirklich schon längere Zeit rein von Vermögensverteilungen und Informationen darüber In Österreich hatten wie die längstzeit bis zu den HFCS-Daten nicht einmal das, bis zur europäischen EZB-Österreichischen Nationalbank Erhebung.

00:32:19: Ganz gut!

00:32:19: Du meinest ja in Österreich habt ihr gar keine Erbschaftsscheue?

00:32:22: Genau,

00:32:24: die haben auch keine Vermögensteuer mehr.

00:32:25: Auch die wurde abgeschafft.

00:32:27: Wann wurde es abgeschaffen?

00:32:29: Also die Vermögenssteuer in Anfang der neunziger zu zweieinundsterneinzig die Erbscheuer anfang der zehntausende.

00:32:35: ich hoffe ich sage das gerade kein Blödsinn aber so grob

00:32:37: spielt jetzt keine genaue Rolle.

00:32:39: Aber bis ist solange es die gab habt ihr diese Daten gehabt.

00:32:45: nur immer Gregat dass das Problem.

00:32:47: Sehr oft gibt es dann keine differenzierten Daten auf Personenebene, weil das nicht zur Verfügung gestellt wird.

00:32:54: Auch in Deutschland ist ein Problem, dass es nicht anonymisiert zur Verfügung gestellt wird die Daten der Erbschaftssteuer und sie sind vor allem nicht verknüpft mit so zykonomischen Daten.

00:33:03: Wir wissen nicht wie alt die Leute sind wir wissen nicht in welchen Familienformen leben wir es nicht ob sie Frau oder Mann sind.

00:33:08: häufig also wir haben da einfach wenig Informationen, mit denen wir dann interessante Probleme der wirklichen Welt uns ansehen können.

00:33:17: Aber jetzt so naiverweise hätte ich ja gedacht okay, solange es eine Vermögensbesteuerung auch in Österreich gab, hättet ihr euer Finanzministerium diese Daten gesammelt anonym quasi öffentlichen können?

00:33:31: Gesammelt.

00:33:31: wurden sie auch aggregiert?

00:33:32: Ja!

00:33:33: Aber nicht die Verteilungsinformationen.

00:33:35: Das ist das, was mich interessiert auch in der Lehre, wo ich meinen Schwerpunkt drauf lege, dass man immer die Vierteilungsfragen anzieht.

00:33:43: Dass man alle Punkte sei es Wachstumsfragen, sei es Ökologiefragen oder politische Fragen unter dem Gesichtspunkt der Verteidigung.

00:33:57: sich anzieht.

00:33:59: Am meiner Ansicht nach ist das ein Alleinstellungsmerkmal herausstechen des Merkmals von uns in Indusburg Essen, dass wir eben dieses Querschnittsthema-Verteilung eigentlich im ganzen Institut haben und auch vom Postkind sehr naheinander.

00:34:14: Dieses Verteilungsthema ganz im Kern der Denkweise des Paradigmas.

00:34:19: Wie

00:34:19: war es in Deutschland?

00:34:24: Wurde da die Verteidigung Angegeben oder war das auch nur?

00:34:29: Nein, es gab diese Daten nur aggregiert und nicht der Wissenschaft zugänglich auf Personal anonymisiert.

00:34:36: Natürlich dass man ja nie Rückschlüsse auf einzelne Personen ziehen kann.

00:34:41: Nicht für wissenschaftliche Zwecke auf Einzel.

00:34:44: Gibt es andere europäische Länder wo es das gibt also wo du sagen würdest das ist vielleicht nicht perfekt aber so der Idealzustand von Daten und so würde ich mir wünschen, dass das wie in Malta ist.

00:34:58: Nein, das scherzt noch weiter wahrscheinlich.

00:35:00: Aber du weißt was?

00:35:00: Ja,

00:35:01: etliche skandinavische Daten haben relativ gute administrativen

00:35:07: Daten.

00:35:08: In Schweden wird ja auch die Steuererklärung veröffentlicht.

00:35:10: An Dänemark gibt es etliche Länder, wo es deutlich einfacher ist zu administrativen Daten Zugang zu bekommen.

00:35:17: In Norwegen gibt es ja auch eine Vermögenssteuer und einzelne Forscherinnen und Forscher, die wirklich spannende Sachen machen, die das dann z.B.

00:35:25: mit Datenleaks verknüpfen als der ZETA oder den Südmann haben da wirklich spannenden Sachen gemacht.

00:35:34: Personenebene mit den Daten aus Steuerleaks verknüpfen konnten und sehen können, wo wird am meisten Steuern hinterzogen?

00:35:42: Wo wir auf die Geschichte so diese Schwarzarbeit und man muss genauer hinschauen.

00:35:47: Und auch sozial vielleicht, wie ihn vermisst braucht oder sowas.

00:35:51: Sie haben ganz klar zeigen können dass die Reichsten mit Abstand am meisten Steuer hinterziehen.

00:35:57: Also je höher man hinauf kommt umso größer wird dieses Problem das es eben in Steueroisen verlagert wird, das Vermögen... Genau.

00:36:07: Und insofern haben auch administrative Daten ihre Probleme, also wir sehen auch dann wenn wir die Vermögensteuerdaten haben nicht alles weil alles was umgangen wird, alles was ohnehin vielleicht legal ausgenommen ist sobald Steuerflucht wie auch Steuervermeidung illegal wie illegal eben sehen wir in solchen Daten nicht.

00:36:24: Also die sind auch nicht das alle Heilmittel.

00:36:27: man braucht einfach beides aus meiner Sicht.

00:36:28: man braucht die Erhebungsdaten und man braucht Die administrativen Daten um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen wie es mit der Vermögensverteilung aussieht.

00:36:36: Und dann reden wir noch gar nicht mal darüber, was die politischen Konsequenzen wären?

00:36:40: Die wollte erst mal wissen wie ist die Lage.

00:36:42: Das

00:36:42: ist aber der sichere Standpunkt.

00:36:45: Für unser Leimpublikum kann man das in den wenigsten wie in Dänemark, Schweden oder Norwegen regeln und das war jetzt auch nur eine gute Lösung.

00:36:57: Stefan Bach vom DIW versucht bei der Erbsesteuer zum Beispiel wenigstens diese anonymisierte... Bereitstellung anzustoßen und das möglich zu machen, es wäre so wichtig.

00:37:09: Das gerade diese Leaks angesprungen, diesen ganzen Steuers CDs, das war ja auch mal vor ein paar Jahren ein großes Thema.

00:37:15: Weiß nicht ob du da schon am Start warst?

00:37:18: Ist das was interessant für euch oder dürft ihr das gar nicht nutzen weil das dann illegal ist?

00:37:24: Bei uns macht das niemand.

00:37:25: Es ist auch eine sehr spezialisierte Analyse natürlich, die man da macht.

00:37:30: Ich nehme nicht an, dass man es dürfte und ich glaube gar nicht, dass in Deutschland das verknüpft wird.

00:37:34: Da braucht es schon ... Es muss schon sehr weit sein, die Anonymisierung der Steuerdaten- und Zugriff.

00:37:41: In den USA ist das sehr viel möglich.

00:37:43: In einigen nordischen Staaten ist das viel möglich aber im Deutschland kenne ich zumindest keine Studien wie sich das anschauen.

00:37:51: Was ist mit Panamapapers?

00:37:54: Wenn ich mich jetzt erinnere, ist der größte Finanz- oder Vermögensleak der letzten zwanzig dreißig Jahre.

00:38:02: Wo auch sehr wenig dann rausgekommen ist.

00:38:05: Konnte die da zugreifen?

00:38:06: Ist so was ein Thema für euch?

00:38:07: Es

00:38:08: ist kein Thema.

00:38:09: Also Panama Papers, Luxe Leaks und so wäre es sicher urspannend.

00:38:13: Falls Leute zu uns kommen wollen, die damit forschen wollen und Ideen haben müssen machen können sind wir sehr offen.

00:38:19: Plurales Institut, da wirklich sehr interessiert.

00:38:21: Wir haben auch wirklich großartige Leute auf allen Ebenen.

00:38:25: Prostox ist so spannende Sache machen.

00:38:27: Predox, wir haben gerade einen Promotionskolleg gestartet.

00:38:31: Obwohl man eigentlich ein kleines und junger Institut sind richtig viel los bei uns in meiner Wahrnehmung nach, das ist

00:38:37: sehr aktiv.

00:38:39: Zynisch klingt.

00:38:39: aber grade bei Panama Papers noch mal sehr aufpassen.

00:38:42: Da haben sie ja sogar eine multisische Journalistin, die das ermordet...

00:38:47: Okay, ich will niemanden irgendwo hinein treiben natürlich.

00:38:50: Aber wenn

00:38:52: es jetzt jemand zuhört und uns das gerne so anonym liegen möchte?

00:38:55: Ich leite seiner Merian weiter.

00:38:57: Na ja, Teile von diesen Dingen sind ja eben publiziert worden.

00:38:59: So konnten sie ja Sigmandre und Asterzeta verwenden.

00:39:02: also das ist ja nicht... Das ist geliegt.

00:39:05: Das Problem ist die Verknüpfung dann mit den Steuerdaten.

00:39:10: Das glaube ich wäre bei uns nicht möglich.

00:39:12: Zurück zu deinen Erhebungen.

00:39:15: wir da quasi das herausfinden wollt, welche Fragen sie nicht mögen.

00:39:24: Fällt dir noch was ein?

00:39:26: Was Sie unangenehm finden

00:39:29: bevor wir weitermachen?

00:39:29: Ich glaube ich am klarsten ist die Grundlegende der Widerstand dagegen überhaupt darüber zu sprechen.

00:39:38: Man sieht es in öffentlichen Diskussionen sehr oft wenn's über Vermögen anfängt dass es sehr schnell zum Einkommen geht und der Staat verteilt hier so viel um Oder solche Sachen.

00:39:46: Das

00:39:46: ist hier die Standardantwort, wenn gerade mit PolitikerInnen und so oder auch mit der Regierung, wenn du nach Verwögen fragst, kommt zu, würde ich sagen,

00:39:58: Es ist auch natürlich ein Wissensproblem.

00:40:00: Das ist etwas, was in unserem Bauchgefühl nicht so drinnen ist.

00:40:03: Wir haben, glaube ich, halbwegs gutes Gefühl für die Einkommensverteilung und deswegen wieder blind mit der Lampe des Schlüsseles und unter der Lamppe besucht weil dort der Licht ist.

00:40:17: gehen wir einfach dorthin wo wir was sehen und wo wir Daten wissen darüber.

00:40:21: Und bei Vermögen das ist relativ neu als Thema Ein Pikedee aufgebracht anfangen.

00:40:31: Ja, also dass es in der Breite geht die Verteilungsforschung in diese Richtung natürlich gab sie immer vereinzelte aber so das ist als Thema auch in der internationalen Wissenschaft breit aufgefasst wird nicht zu arglangen.

00:40:43: also es jedenfalls noch in meiner Wahrnehmung.

00:40:49: Während meines Studiums war das noch kein Thema.

00:40:52: Magistra-Studiums ernt an der WU, das war so am Anfang ... Ich hab mit zwei Tausend angefangen.

00:40:58: Das war wirklich mit Kapital, ah, im Jahr zwanzigsten Jahrhundert von Piccadillo, wo das so breit wahrgenommen wurde und dann auch in der Forschung ordentlich Schwung gewonnen hat.

00:41:12: Und in dieser Phase sind eben die Daten deutlich besser geworden.

00:41:17: Mit der EZB-Erhebung jetzt.

00:41:18: Aber wie gesagt, wir reden über all das weil so nicht Österreich und noch nicht Deutschland die Daten erhebt.

00:41:26: Es könnte ja quasi die Finanzämter, die Bundesländer, die zum Beispiel von der Erbschaftsteuereinnahmen und den Vermögenssteuereiinnahm profitieren würden – das geht ja an die Bundeslerne oder als Bundesfinanzministerium.

00:41:39: Die könnten ja quasi Gesetze machen oder Verordnungen machen usw.

00:41:47: Erheben die Daten.

00:41:48: Ich hatte immer so die naive Ideen, wenn man könnte ja zum Beispiel... Jeder muss ein Einkommensteuererklärung machen jedes Jahr.

00:41:54: Man könnte quasi einfach am Ende nochmal eine extra Spalte machen im Sinne von aktuelles Vermögen und dann muss man auf einen Einkommenssteuererkennung am Ende unterschreiben.

00:42:08: Man hat die Wahrheit gesagt.

00:42:10: Da frage ich mir warum sollte man denn da lügen?

00:42:14: Man hat ja dann so einen, gerade wenn man reich ist.

00:42:16: Wahrscheinlich irgendwie ein Steuerberater oder mindestens ein Steuergerater und da kann man das ja mal aufsummieren, zumindestens schätzen usw.

00:42:25: Und angeben und dann hätten wir doch schonmal eine Datengrundlage ohne dass es jetzt gleich unbedingt zu einer Besteuerung führen muss.

00:42:32: aber gehört halt zu den Angaben die wir haben wollen.

00:42:37: Ja, da kenne ich mich

00:42:39: so

00:42:39: wenig aus.

00:42:40: Da kenne im Juristischen zu wenig aus in Deutschland, ob das möglich ist einfach so aus Interesse quasi Daten zu erheben.

00:42:45: Meistens macht der Staat halt Sachen oder steckt Ressourcen in Dinge die dann sinnvoll sind auch im Sinne der Effizienz und insofern ist Wahrscheinlichkeit dass es mit einer Vermögensteuer verknüpft wird relativ hoch.

00:43:00: Aber ich finde ein gutes Beispiel mit der Einkommenssteuerklarung ist eine Sache, die für selbstständig oder so.

00:43:06: Aber das andere ist ja die Lohnsteuer, die völlig automatisiert abgeführt wird.

00:43:09: überhaupt keine Frage ist nie gefragt worden ob ich Lust habe diese Information preiszugeben oder so sondern es wird auch mit einem ziemlichen Aufwand was ich denke den ganzen Personalverrechnungs Stellen die da dran hängen und in einer Buchhaltung bei jedem Unternehmen drinnen sind.

00:43:30: Der

00:43:30: Auffahrt ist viel zu groß, die Lohnbesteuerung herauszufinden

00:43:35: und dann wird aber gesagt bei der Vermögenssteuers ist alles völlig undenkbar und das stimmt einfach überhaupt nicht.

00:43:41: also wir haben wirklich es gibt inzwischen auch gute Studien zur Ländern und Regionen die Vermögensteuern erheben und die Kosten sind nicht so hoch wie man immer sagt.

00:43:50: Man kann das wirklich gut schätzen auf Katasturbasis zum Beispiel dass in den Daten die wir haben Unsere Eigentumsrechte sind ja gut definiert.

00:43:58: Wir wissen, wem was gehört.

00:44:01: und dann mit Kubikmetern und Daten zur Grundstück- oder Immobilienverkäufe historischen, das auf Straßenzug eben grob zu schätzen wäre fürs Immobilievermögen keine unmögliche Sache.

00:44:16: halbwegs funktionieren moderne Staaten, was wir Gott sei Dank haben.

00:44:19: Das gleiche für Unternehmensvermögen ist ja im Grunde nicht unmöglich den Wert eines Unternehmen zu schätzen.

00:44:26: Nicht super einfach auch muss man sagen.

00:44:27: aber es gibt Verfahren wie man über Ertragswertverfahren auf der einen Seite und andererseits den Buch heiterischen Wert dann ein bisschen in den Durchschnitt nimmt oder sowas Und dann wird mir immer noch Abschläge machen dass man halt irgendwie zehn Prozent von dieser Steuerschätzung mal abschlägt Und dann kann man dagegen berufen, wenn man der Meinung ist.

00:44:48: Der Finanzminister hat das falsch geschätzt.

00:44:51: Das war nicht schwierig!

00:44:53: Okay aber jetzt nur mal auf meine Idee.

00:44:56: Es wird ja immer gesagt wegen Vermögensbesteuerung, dass der Aufwand für den Staat, also keine Finanzbeamte und so weiter wäre viel zu hoch.

00:45:05: Das ist erstmal in der Behauptung hast du gerade schon gesagt.

00:45:08: Mein Idee wäre einfach umzudrehen im Sinne warum soll eigentlich der Staat das herausfinden oder schätzen?

00:45:15: Du wirst gefragt, wie viel du hast.

00:45:16: Das ist deine Aufgabe und warum solltest du lügen?

00:45:20: Ja also dementsprechend hier Schätze das beziehungsweise gibt es an du hast soviel ist ja als kein Hexenwerk.

00:45:28: selbst ein Picasso an der Wand hasst er wahrscheinlich Versichert.

00:45:33: wenn du ein Auto hast ist das versichern.

00:45:34: Wenn nur eine Yacht hast die versichert oder hatten Vermögenswert oder was immer du zahlst deine Immobilie dein Betriebsvermögen ist ne Zahl das Geld auf dem Konto kann man zusammen rechnen und dann bei der Steuererklärung angeben, ohne dass der Staat quasi einen Aufwand hat.

00:45:49: So und dann gibt es ja so wie es ein bisschen österreich ist aber dann gibt's halt Stichproben des Staates sowie über jeder Steuererklärung wird auch manchmal einfach so quasi okay.

00:45:58: machen wir jetzt heute mal den so und da muss man damit leben das es überprüft wird nicht bei jedem überprüfen.

00:46:05: aber wenns dann überprüf wird und nicht die Wahrheit gesagt hat dann hast du ein Problem.

00:46:12: also das wäre mein Ding.

00:46:13: warum soll eigentlich der Start Das alles denn übernehmen?

00:46:17: Find ich immer an sich quatsch.

00:46:19: Wäre absolut möglich, ist eine Möglichkeit.

00:46:21: die Frage warum man da lügen sollte wer halt aus Angst vielleicht von der zukünftigen Vermögensbesteuerung oder so na das wäre halt die Motivation dahinter vielleicht doch nicht die Wahrheit.

00:46:30: aber absolut es is einer Möglichkeit das umzutrennen und zu sagen dann sollen sie Leute einfach angeben ja kann absolut und Sie schaffen's ja in den Erhebungen in den Vermögenerhebungsen offensichtlich ziemlich gut.

00:46:41: Also ist zumindest meiner Einschätzung und die Einschätzungen von den Vermögensforscherinnen, die das erheben.

00:46:47: Dass es möglich ist, die Leute Sinn in der Lage ihr Vermögen anzuschätzen?

00:46:53: Hast du denn mal quasi auch mit staatlichen Akteuren, PolitikerInnen und so gesprochen?

00:46:56: im Sinne Warum macht sie da nix?

00:46:59: Ich weiß nicht, wie es in Österreich ist.

00:47:00: Aber hier müssen die ärmsten der Armen die Hosen runterlassen.

00:47:05: Keine Ahnung, wenn sie Grundsicherung haben wollen oder aber so sind jetzt zwei Sozialhilfe.

00:47:10: Da musst du erst mal ... Was ist auf deinem Konto?

00:47:14: Eine ist Aufholing.

00:47:15: Und wenn die Schwächsten sich nackig machen müssen und warum dann die stärksten nicht, wäre auch gerecht!

00:47:24: Ja, ich meine da gibt es ja große Debatten und das ist die Frage der Vermögenssteuer.

00:47:29: Und die Frage eines Vermöggensregisters.

00:47:30: auch mal genau.

00:47:31: Das finde ich wirklich ... Staatliche Daten dazu eben wie Vermögen verteilt sind.

00:47:39: Und meiner Wahrnehmung nach gibt's da ziemlich großen Widerstand dagegen also gegen die Vermögungsbesteuerung an und für sich die nicht wirklich nachvollziehbar.

00:47:49: Ich diskutiere auch mit meiner Lehre immer, wie sehr die Studierenden denken das Vermögenssteuern in der Bevölkerung oder wie die denken dass sie in einer Bevölkerung gesehen werden.

00:48:02: Und also ganz oft wird es verknüpft mit der Erbsche steuer.

00:48:05: Da sind die Zustimmungsrate sich nicht so hoch aber beim Vermögensteueren haben wir absolute Mehrheiten, dafür bis zwei Drittel mehrheiten so klar und stabil über die Länder.

00:48:15: Über die Zeit sind jetzt Umfragen nicht so qualitativ wie Erhebungen zu den Vermögen.

00:48:22: Aber wenn sie über mehrere Institute- und Zeiträume so stabil sind ... Es ist ziemlich klar dass die Leute das wollen, die Bevölkerung das will.

00:48:31: Liegt es daran, dass die meisten Leute quasi wissen, dass sie keinen Vermögens haben?

00:48:35: Ich meine, Deutschland hat eigentlich gar nichts oder ist hochverschuldet.

00:48:40: Darum gehen sie davon ausgegeben, betrifft mich eh nicht.

00:48:42: Und bei Erbschaft ist immer noch so die wahrscheinlich auch erfolgreiche Propaganda der reichen Lobby.

00:48:47: so naja das betriffe dann auch dich wenn wir da hier was ändern ne?

00:48:50: Dein Haus wird dann nachher aus dem Gemähr zahlen.

00:48:52: Obwohl ja dass alle schon quasi die Ausnahmen sind Die

00:48:56: Propagandas ist dieselbe für die Vermögenssteuer.

00:48:58: Das ist dann das Häuschen der Oma und solche Sachen Sitten die Propagandan

00:49:01: ist nicht...

00:49:02: Genau, die unterscheidet

00:49:04: es

00:49:04: nicht.

00:49:06: Immer Omas Omas Haus Die unterscheidet sich nicht nach Erbschaftssteuervermögensteuer.

00:49:09: Das würde ich nicht als den Faktor, der deinen Unterschied erklärt, da jetzt nennen.

00:49:14: Meine Vermutung ist, dass bei Erbsschaftssteuern diese Emotionen dazu kommen.

00:49:18: zu Familie.

00:49:19: und dann denken wir an die Eltern oder vielleicht an die Kinder wenn man älter wird ... Man denkt nicht an die Erbserstreitigkeiten, die man auch denken könnte.

00:49:27: Die ganze Familie entzweit und oft ein Grund ist warum sich Familien wirklich fundamental zerstreiten oder so.

00:49:33: Sondern was man halt oft denkt ... Also diese Verbindung mit positiven Emotionen glaub ich, ist der Unterschied zwischen Vermögen aus dem Erbsenstreifen?

00:49:42: Ich hab mein ganzes Leben gearbeitet damit meine Kinder was am Ende haben.

00:49:47: Und dann wollt ihr mir das wegnehmen!

00:49:49: Genau, diese Logik.

00:49:52: Meine Kinder werden sich deswegen zerstreiten.

00:49:53: Bitte nehmt es mir weg damit ich frieder ist und es ihnen gut geht in Zukunft!

00:49:58: Und auch nicht meine Kinder... meinen Kindern fällt das in den Schoß und anderen Kindern nicht.

00:50:04: Also bei der Frage nach Einstellungen in der Bevölkerung, dass unsere Gesellschaft auf Meritokritie, auf Leistung aufgebaut.

00:50:16: Die meisten stimmen zu, so grob.

00:50:17: achtzig Prozent sagen Leistung sollte bestimmen wo man steht in der Gesellschaft und Chancengleichheit.

00:50:25: Also das sind so die zwei Dinge.

00:50:26: dann ein bisschen noch Bedarf.

00:50:28: also so vierzehn Prozent sagen was man braucht sollte ein bisschen bestimmen und nur zehn Prozent sagen Status also quasi ererbtes Privileg sollte bestimen wo man landet in der gesellschaft

00:50:39: obwohl dass die Relativität ist

00:50:41: Obwohl es zu einem guten Teil in der Realität ist.

00:50:43: Ich finde schon, dass man bei uns noch ... Also gerade auch mit den Bildungsexpansionen der Neunzehn-Siebziger.

00:50:50: Meine Eltern haben ja wirklich davon profitiert, ich komme aus einer Familie.

00:50:54: Mein Vater hat irgendwie gerade Abi gemacht und meine Mutter ist dann Lehrerin.

00:50:59: Ich bin ein Kind von dieser Bildungsexpansion in den Siebzigern.

00:51:03: Und wir sehen das da sich viel geweitet hat und viel an Möglichkeiten entstanden ist.

00:51:10: Man glaubt ja gar nicht wie viele Leute früher noch in der Landwirtschaft gearbeitet haben.

00:51:15: Da waren da wirklich relevante Teile der Bevölkerung, die noch im landwirtschaftlichen Sektor... Also das haben wir eine irrsinnige Bewegung in der Sektorie.

00:51:27: Im Aufstieg also es gibt schon... Ich sage ich bin jetzt keine Verteidigerin.

00:51:30: Du meinst jetzt

00:51:31: ein Bildungsaufstieg?

00:51:32: Weil das erinnert mich natürlich mal gerade so konservative oder liberale politische Kräfte, wenn die hier sitzen und ich nach der Vermögensungleichheit frage was man dagegen tun kann.

00:51:43: Die kommen natürlich...die werden ja alles mit Steuern gehabt.

00:51:45: Wir wollen sie gar nicht wissen!

00:51:46: Und die Hauptantwort ist dann immer wir müssen mehr Bildung haben.

00:51:50: Miriam einfach mehr bilden usw.

00:51:52: Dann denke ich mir mal so Ja wir haben jetzt also die Bildung das gerade angesprochen.

00:51:55: seit den Siebzigern Deutschland sozialdemokratisch noch bei euch wurde breiter.

00:52:00: Es kamen mehr Menschen aus nicht akademischen Haushalten oder aus reichen Haushalten an die Gymnasien, an die Unis.

00:52:06: Also wir haben mehr Bildung, bessere Bildung... Die Ungleichheit?

00:52:10: Vermögensungleichheit ist trotzdem auseinandergegangen!

00:52:13: Das was man quasi als Lösung und eine ungerechtige Gesellschaft beheben oder was dagegen machen führt nicht

00:52:25: zum... Die Vermögensungleichheit ist stabil hoch.

00:52:32: Unsere Daten sind meiner Meinung nach nicht gut genug, um zu sagen wo es sich hin bewegt.

00:52:38: Jedenfalls nicht in den letzten Jahrzehnten.

00:52:42: Weil die Daten so schlecht sind was wir wissen das extrem ungleiches und wo wir uns sehr sicher sein können dass das sehr stabil gewissen Gruppen ist.

00:52:50: Also ich stimme ja schon zu, es gibt zu wenig Mobilität und das sehen wir auch immer wieder in Mobilitätsstudien zu Deutschland dass da sehr viel Persistenz drinnen ist in der Gesellschaft.

00:53:04: Ich möchte nicht ganz loslassen diese Idee.

00:53:07: Es ist halt doch noch was anderes als die aristokratische Erbschaftsgesellschaft, die wir Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatten.

00:53:16: Also der Status ist natürlich ganz stark durch die Position der Eltern bestimmt.

00:53:23: aber es ist doch noch anders, in so reinen Erbschaftsgesellschaften, wo der Status ganz stark dann auch natürlich religiös Gott gegeben und irgendwie so.

00:53:38: Wir sind jetzt nicht von den zwei Hundert Jahren, wo das quasi zu hundert Prozent alles vererbt wurde.

00:53:43: Aber ich weiß es mir nicht in Österreich ist aber haben wir nicht so ein Zwei Drittel Aristokratie?

00:53:48: Also man in Deutschland also die Zweidrittel des Vermögens wird vererbd, dementsprechend zweitrittel aristokatisch.

00:53:56: wie ist es in Österreich Als zweitrittlers Vermögens, das wird leistungslos verschenkt.

00:54:04: Weil man die richtigen Genen hat, aber quasi bei der Spämer natürlich auch nicht aufgepasst hat oder gewonnen hat.

00:54:12: Man hat nichts dafür getan.

00:54:14: Ja und wir wissen ja auch dass die Hälfte des Vermögen, diese Erbtenvermögens beim reichsten zehn Prozent landen.

00:54:19: also ist da die Idee sich das auch fortsetzt völlig richtig bestreitet.

00:54:24: Das ist genau das, warum ich das erforsche und warum ich es wichtig finde.

00:54:28: Ich finde trotzdem wie als Gesellschaft sollten diese Zielvorstellungen nicht aufgeben.

00:54:34: Man muss auch diese Probleme hinweisen und daran arbeiten.

00:54:38: aber wir sollten diese Zielvorstellung nicht auf geben dass wir eigentlich hin wollen zu einer Gesellschaft die Mehrheit der Menschen das möchte zu einer gesellschaft wo man Chancengleichheit und Leistungsgerechtigkeit hat.

00:54:51: Und, ich meine das meiner Sicht natürlich noch müssen wir noch viel weitergehen.

00:54:53: Ich bin auch stärker auf der bedarfsgerechten Zeit dass ich finde wenn mir was braucht dann sollen sie es auch bekommen.

00:55:03: aber

00:55:03: die Kritik am Status quo teile ich absolut und deswegen erfordere ich Vermögen weil da wie du sagst nicht abzustreiten ist dass wir ein Riesenproblem haben und viel zu wenig machen, als Gemeinschaft das Gesellschaft um da was zu ändern.

00:55:17: Dann würde ich auch zustimmen.

00:55:19: also so lange wir quasi unsere Gesellschaft basierend auf Geld organisieren und das als einen wichtigen Faktor menschlichen Zusammenlebens haben dann sollte es zumindest so sein, dass diejenigen, die tatsächlich tolle Ideen haben und etwas leisten, was man damit meint, tatsächlich mehr haben

00:55:40: Und dass das nicht ausreichend so ist, sind wir uns auch völlig einig.

00:55:44: Also das bestreite ich überhaupt nicht natürlich.

00:55:46: Was wir halt auch sehen, ist jetzt alle Vorschläge die wir kennen zu Vermögenssteuern, Besteuerung, da überhaupt nicht rangehen.

00:55:58: Die bestehenden Vorschlage selbst, die wirklich radikal von Piketi und anderen vorgetragen werden...

00:56:05: Das ist doch nicht radikal!

00:56:06: Also wir hatten ja auch Gabriel Zugmann hier und so weiter.

00:56:10: Das ist mein Punkt!

00:56:11: Das war immer wieder meine Kritik, sie fordern eine Vermögensbesteuerung manchmal von fünf Prozent bis zu zehn Prozent

00:56:21: oder zweistellig.

00:56:22: Aber das würde die Schere nicht kleiner machen.

00:56:25: Es würde den Anstieg

00:56:26: der Ungleichheit dämpfen.

00:56:27: Das alles was wir mit unseren Vorschlägen derzeit tun.

00:56:31: Die Ungleichkeit würde nur weniger... schneller größer werden, weil die Renditen der Reichen immer noch größer sind.

00:56:37: Zweistellig ist.

00:56:38: und so lange das nicht mehr ist als dass wird nicht einmal der Anstieg gedämpft geschweige den Umverteilt absolut.

00:56:43: Darum sind es ja keine radikalen Vorstände?

00:56:46: Ja in der politischen Debatte wird trotzdem...

00:56:50: Ja, aber wir sind ja gerade

00:56:52: in einer

00:56:53: wissenschaftlichen Debatte.

00:56:54: Auch in der wissenschaftlichem Debatte.

00:56:55: Das ist das Spannende.

00:56:56: Wie mir ernst?

00:56:57: In der wirtschaftspolitischen und wissenschaftliche Debatte sind das die Vorschläge, die relativ am progressiven Rand stehen – die ich kenne zumindest.

00:57:06: möglicherweise nehme ich da einen Teil nicht wahr, weil die Ökonomie so zentristisch ist, der Mainstream konservativ ist, wenn man der Axel-Progressivkonservativ ausspannen möchte.

00:57:21: Dass das schon weit außen steht von dem was wissenschaftlich diskutiert wird und dass jetzt neue Papers die zeigen, dass es kaum Steuerflucht vor der Vermögensteuer in Norwegen gibt mit großer Skepsis aufgenommen werden, die wirklich extrem so aber arbeiten weil wir uns einfach nicht glauben kann als normaler Ökonomen dass das tatsächlich wenig Effekte hat, ist nicht so wichtig.

00:57:45: Ich

00:57:45: habe mich ja manchmal oft gefragt warum quasi diese ... dann nehmen wir jetzt mal konservativen Ökonomen nicht für dieses Modell der kleines bisschen Vermögensbesteuerung ist wo dann immer die Rendite immer noch größer wäre der Reichen,

00:58:00: d.h.,

00:58:00: sie würden trotzdem immer noch reicher werden als alle anderen.

00:58:03: Warum Sie das nicht bevorzugen?

00:58:06: Weil Sie können ja am Ende ... die sind ja nicht doof.

00:58:09: Die Geschichte hat ja gezeigt, irgendwann platzt es und wir haben eine Revolution oder Krieg usw.

00:58:16: Dann geht's wirklich an die Vermögen gerade, dann wird umverteilt oder weggenommen usw..

00:58:20: Und kaputt gemacht?

00:58:22: Und

00:58:22: eigentlich sollten sie ja im Namen oder in den Gedanken der Reichen ihre Vorstellung verbreiten oder wissenschaftlichen Methoden nutzen.

00:58:32: Sollten Sie denn das bevorzugen... damit es ihm nicht zur Revolution kommt und nicht zur Verehlendung usw.

00:58:39: Und selbst in einer neoklassischen Logik, selbst in dieser einen möglichen Sichtweise auf die Wirtschaft sind das effiziente Steuern weil sie Arbeitsanreize wenig verzerren und dass das ist was ja viele neoklastische Ökonomen und Ökonomien umtreibt.

00:58:54: also es macht auf keiner Ebene Sinn sondern man kann wirklich nur durch Politische Positionierung, oder ich kann es mir nur durch politische Positionierungen erklären.

00:59:02: Wir kennen die Fakten zur Vermögensverteilung extrem ungleich.

00:59:06: Wir können sogar die neoglassischen Theorie, die muss man gar nicht in einen Postkensernismus gehen der Verteilung im Kern hat und wo wir uns das viel mehr ansehen voranrennen.

00:59:14: Also keine neoglasischen Theorien sind Vermögensteuern v.a aufgrund um Bund dass noch dazu nicht mobil ist, sind extrem effiziente Steuern Und wir kennen die politischen Mehrheiten der Bevölkerung für Vermögensteuer.

00:59:28: Es macht auf keiner Ebene, ist es mir nachvollziehbar wie man zur Vermögenssteuer kritischen Positionen kommt.

00:59:35: und dennoch, wenn ich zeige in meiner Lehrveranstaltung immer diese Umfragen, die ich vorher genannt habe, wo man bis zu zwei Drittel Mehrheiten für die Vermögingsteuer hat und da gibt's eine Umfrage, da gibt es dreißig- bis vierzig Prozent Zustimmung zum Vermögansteuern und die wurde unter Ökonomien durchgeführt.

00:59:54: Die Leute, die in der Einladung zu eurer Konferenz, die Neo-Klassiker, die neoliberalen nicht kommen.

01:00:01: Die wir einladen, kommen schon?

01:00:02: Also die wir auf die Pläne einladern, auf uns sicher aus würden sie nicht dazu stauschen.

01:00:05: Ja aber du

01:00:05: meinst ja gerade... Ihre eigene Logik macht das auch keinen Sinn.

01:00:09: Macht

01:00:09: es keinen Sinn, ja.

01:00:12: Umso mehr Spaß macht es natürlich, sich mit einer großen Gruppe – wir haben jetzt dreihundertfünfzig Leute da bei der FMM-Konferenz gerade in Berlin, dreinfünftig angemeldet.

01:00:22: Eine Vorkonferenz waren hundertfünftig bis zweihundert Studierende oder junge Forscherinnen immer die quasi so eine Einführung im Brustkinsernismus, sich da anhören von unterschiedlichen Granden unserer Denkrichtungen.

01:00:37: Es ist eine große Freude da in so einer Gruppe von Ökonomen, die ihre wissenschaftlichen Arbeiten dort präsentieren.

01:00:45: Eine wissenschaftliche Konferenz aus Duisburg-Essen haben wir eine große Abordnung.

01:00:49: Es ist immer eine riesen Freude.

01:00:50: Wir haben so viele Präon und Postdocs und Studierende tatsächlich, die dort sind jetzt...

01:00:58: Ist Achim Droger auch da?

01:01:00: Feuern mich.

01:01:02: Feuer

01:01:03: leider nicht.

01:01:03: Anruf ist schon einer der Gründer des Gründungsväter der FMM Aber er ist heuer leider nicht dabei.

01:01:11: Darf er das nicht, als Wirtschaftsweise?

01:01:14: Das ist wissenschaftlich, das ist nicht wirtschaftspolitisch.

01:01:16: Es wäre sogar eine Schweigepäriode, wäre es möglich dass er seine wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert.

01:01:21: aber natürlich ist jetzt gerade Endphase und das ist immer ein bisschen schwierig mit dem Sachverständigenrat in genau dieser Zeit.

01:01:29: Was muss man noch über... also ich finde das Thema nochmal wichtig.

01:01:31: staatliches Vermögensregister.

01:01:33: was muss man darüber wissen?

01:01:36: was würde das alles beinhalten?

01:01:38: Also beinhalten sollte es alles.

01:01:40: Genau wie ich vorher aufgespannt habe, sämtliche Vermögenskategorien die existieren sollten dort auch abgebildet sein und wie du richtig sagst ist auch nicht schwierig.

01:01:50: Also wir haben, so wie bei den Löhnen automatisch melden können, dann könnten wir von der Versicherung automatisch mailen, könnten wir vom Banken und anderen automatisch malen.

01:01:57: Das heißt die großen Sachen, Yachten, gemälde Sammlungen... Ist

01:02:06: alles versichert?

01:02:07: Alles gut versichern ist alles gut erfasst buchheitärisch und wir überhaupt keine Sache.

01:02:11: natürlich anonym auch da diese Scheinargumente, dass die Nachbarin herausfindet.

01:02:18: Das war beim Lohn nicht das Problem.

01:02:20: Es ist offensichtlich gut machbar.

01:02:23: Also das sollte alles drinnen sein und ich finde es gibt einen spannenden Link eigentlich zu aktuellen Situation mit Russland und dem Angriffskrieg in der Ukraine.

01:02:33: Man hat am Anfang von diesen Also gleich als erste Reaktion aus dem Angriffskrieg hat man gesehen, dass Vermögenswerte der Superreichen in den Russland festgesetzt wurden.

01:02:45: In etlichen europäischen und anderen Ländern.

01:02:50: Und da gab es so einen Moment... Es ist überraschend was für ein großen Anteil Yachten zum Beispiel Privatflugzeuge dann doch an diesen Vermögen ausmachen.

01:03:00: Abgesehen von den Unternehmen!

01:03:01: Vermögen.

01:03:04: Die Unternehmen sitzen bei den reichsten fünf Prozent, das ist auf der ganzen Welt so oder in allen Daten die wir kennen.

01:03:12: Natürlich gibt es am unteren Ende auch Unternehmen aber das Volumen sitzen oberen Ende.

01:03:17: noch ein kleines Ohrwaschel hier in der Debatte warum es auch so wichtig ist bei der Erbschersteuer dass man sie mit besteuert weil das die Reichen ausnimmt wenn wir sie nicht, wenn wir Unternehmen ausnehmen.

01:03:27: Aber da gab es einen Moment in dieser ersten Angriskriegsphase, wo diese Reaktion darauf war.

01:03:34: Wir schauen das bis sie über die reichen Packen so ein bisschen.

01:03:37: Wir versuchen, dass wir das über Sanktionen hinbekommen

01:03:41: und... Wir holen uns die Vermögenswerte zum Beispiel der Russen, die in Deutschland Immobilien

01:03:47: haben oder Immobilen hier von London in Immobilie gebunden sind.

01:03:51: Da ist ganz

01:03:52: schnell ruhig geworden um diesen.

01:03:56: Das habe ich mir auch beschrieben.

01:03:58: Ich

01:03:58: meine, ich hab überhaupt keine Belege dafür natürlich aber mein Verdacht ist dass da viele Leute Angst bekommen haben vor einem Vermögensregister.

01:04:05: Wenn man anfängt wenn man sagt man kann das erheben und das der Link zum Vermögenregister.

01:04:10: zu deiner Frage, es wäre so viel Wert auf so vielen Ebenen sogar auf einer militärischen Ebene die uns wirklich existenziell betrifft oder... Hoffentlich nicht, aber potenziell, existenziell betrifft.

01:04:24: Also es wäre so viel wert und selbst in diesem Moment wo sich Europa wirklich zurecht bedroht gefühlt hat und immer noch fühlt... Nicht einmal dann!

01:04:35: Also es geht ja gar nicht mehr um Dämpfen mit den Anstieg der Verhöhungslungsgleichheit.

01:04:39: Wir rüsten lieber auf und riskieren, dass wir ein massives Sparkprogramm, also wenn man Achim Trugger zuhört ist sehr unvorstellbar was da perspektivisch möglicherweise passiert im Staatshaushalt zum Großteil aus Zinsen- und Militärausgaben bestehen könnte.

01:04:57: Und wo massiv gespart werden muss, wenn sie eben nicht in Richtung Steuererhöhungen oder andere Lösungen gibt in diese Richtung.

01:05:07: Nicht einmal dann schaffen wir es, dass wir zumindest ein Vermögensregister wo wir dann in der Lage wären als internationalen Staatengemeinschaft das Völker Recht aufrechten zu erhalten ohne eine kriegerische Auseinheit.

01:05:21: Es muss immer das Ziel sein Krieg zu vermeiden und die Argument mit der Aufrüstung ist wie vermeiden so den Krieg?

01:05:27: aber wir könnten viel besser anders vermeiden aus meiner Sicht indem wir bei den Superreichen anfangen

01:05:35: die Russen im Ukraine überfallen haben, gab ja schnell dieses Thema.

01:05:39: Anmerkert schon ne?

01:05:39: Also die russien- miliardäre Millionärer in Deutschland.

01:05:43: Was haben sie für Immobilien?

01:05:44: müssen wir rausfinden.

01:05:46: und dann wurde zentrales bundesweit das Immobilientransparenzregister so wurde es hier genannt kam auf den Tisch.

01:05:53: Und dann kam's und kam's nicht.

01:05:55: und irgendwann haben wir uns auch in der Bundespressekonferenz gefragt und ich habe hier quasi Kontakte in einer Ampel gefragt Sozis und Grüne waren so dafür.

01:06:06: Bisschenweise haben das nicht gefordert, irgendwann war klar, dass die FDP möchte das nicht.

01:06:11: FDP war Finanzministerium mit Lindner, Justizministerium

01:06:15: usw.,

01:06:17: aber warum nicht?

01:06:17: Gleichzeitig sind sie ja gegen die Russen und Sanktionen usw.

01:06:20: Dann wurde es halt so erklärt und ist super naheliegend.

01:06:24: Wenn wir dann Immobilien-Transparenzregisse haben, werden da nicht nur die Russinnen transparent gemacht Sondern es werden alle Transparenz gemacht und dann sehen wir auch, welche Deutschen, Österreicher und alle anderen was besitzen.

01:06:39: Und diese Information möchten die Reichen hier in Deutschland oder auch andere europäische Reiche nicht in Öffentlichkeit sehen.

01:06:47: Und darum haben wir das immer noch

01:06:51: nicht.

01:06:51: Das schockiert mich leider nicht und das macht mich sehr traurig als Wissenschaftlerin und als Schwester von drei Brüdern.

01:06:58: Da

01:07:01: hört die Ukrainer Solidarität auf.

01:07:05: Es ist wirklich bitter und ich habe echt große Angst, dass wir so sehr unsere Reichen schützen.

01:07:13: Dass wir eher riskieren, dass vielleicht wirklich eine kriegerische Auseinandersetzung haben und das was man doch um gar keinen Preis hat auch die Reichen nicht.

01:07:21: also wir wissen, dass die Vermögensungleichheit stark zurückgegangen ist im ersten und im zweiten Weltkrieg Durch Zerstörung, durch Vernichtung von Werten.

01:07:34: Das wäre jetzt mein politisches Argument gewesen.

01:07:37: Historisch und jetzt faktisch ist das Militär und die Polizei zum Schutz des Kapitals da.

01:07:43: Also auch zum Schutz privater Eigentums.

01:07:47: Die müssten doch quasi erst recht sich sagen okay wenn die das Geld für deren Aufrüstung oder damit sie uns schützen können Das muss da sein, ohne dass hier quasi uns das Land und die Gesellschaft um die Orne fliegt.

01:08:02: Ja dann gebe ich halt von meinem Super-Reichtum was ab damit anderen... Damit uns die Gesellschaft nicht um die Ohren fliege.

01:08:09: Also ja in meinen Lehrveranstaltungsdiskussionen zum Militärkensernismus bei unserem Mastersohn zur Ökonomie sind immer es ist auch so neu und noch schwer zu greifen.

01:08:20: Aber ich finde, wir haben einige Punkte schon die relativ klar sind.

01:08:23: also was wir wissen.

01:08:25: dank Tom Krebson und Patrick Kaczak dass sie das wirklich super zusammengetragen haben dazu gearbeitet haben dass die Wachstumseffekte aus diesen Militärausgaben eigentlich relativ gering sind.

01:08:37: Vor allem über die anderen Sachen, die man machen könnte wenn man eher in Richtung Sozialausgaben schaut.

01:08:41: Bei mir als Verteilungssicht wir wissen dass vor allem über Transfers umvorteilt wird.

01:08:45: also Steuern spielen in Deutschland schon ein bisschen eine Rolle aber die wirkliche Reduktion der Einkommensungleichheit passiert durch den Transfas.

01:08:54: Jetzt wieder eine Mainstream-Logik, wenn man schaut nur auf Wachstum und das ist das Hauptziel was ich ja gar nicht unterschreiben würde.

01:09:01: Aber nicht einmal dann macht es zu viel Sinn haben.

01:09:04: Der andere Punkt der wir sehr klar wissen aus der Forschung und der Historie ist dass Kriege von Vermögensungleichheit verringern.

01:09:13: aber da war eine richtig schlechte Art.

01:09:15: also Bürgerkriege Wer ist eine andere?

01:09:20: oder externe Kriege?

01:09:22: Zwischenstaatliche Kriege.

01:09:24: Die reduzieren die Ungleichheit, aber nicht so wie es sich von Mögensforscher wünschen würden natürlich.

01:09:30: Wir könnten's auch ohne Tote machen und das wäre doch im besten.

01:09:37: Es ist einfach wirklich nicht gut Nachvollziehbar für mich.

01:09:41: warum da nicht diesen... Es wäre doch auf irgendeiner Ebene ein Selbsterheitungstrieb.

01:09:46: Und das war auch schon noch etwas, was wir in den Fünfzig und Sechzigerjahren gesehen haben.

01:09:50: Wenn wir jetzt aus dieser postkensianischen Perspektive gehen, so ein bisschen zu einem kooperativer Kapitalismus.

01:09:57: Also diese Idee dass es durch möglich ist eine Win-Win Situation für Kapital und Arbeit.

01:10:04: Das ist jetzt so die funktionale Verteilung Kapitaleinkommen und Arbeitseinkommende.

01:10:07: aber das kann man nicht zu den Gassen verbinden dass da durchaus möglich ist, so das beide profitieren ein bisschen.

01:10:19: Wir nennen es Lohn- oder Profitgetriebeneswachstumsdebatte.

01:10:23: im Vostkänzenismus wage profit led heißt das bei uns und da ist so ein bisschen die Vorstellung, dass man ja argumentieren kann.

01:10:30: Es kann nicht allen gut gehen Und ich will das nicht ganz, so bin ich groß geworden.

01:10:35: Das habe ich in meinem Studium gelernt beim eben an der BU noch und dann auch an der Newschool ein bisschen.

01:10:44: Da gibt es unterschiedliche Richtungen.

01:10:46: Ein wichtiger Teil des Broskin-Scenes muss sagt, dass geht gar nicht.

01:10:49: also wir haben... Profitgetriebenes Wachstum.

01:10:52: so funktionieren unsere Wirtschaften.

01:10:55: Das sind die amerikanischen StrukturalistInnen, Landstayler, Kodrin.

01:11:00: Radar ist dann eine wichtige Stimme.

01:11:02: Die sagen Nein, nein!

01:11:03: So ist es gar nicht.

01:11:05: Das ist keine Option.

01:11:07: Du meinst jetzt... das habe ich mir ja auch gerade gewundert dadurch dass sich quasi Geschichte immer wiederholt in dem Sinne, dass quasi tatsächliche Vermögensumverteilen und so wie wir das vielleicht bräuchten Nur nach Kriegen, Revolution, Bürgerkrieg und so passiert.

01:11:21: Dass das quasi einfach System immanent ist, also quasi strukturell ... Das geht gar nicht anders oder so?

01:11:28: Wir kennen es schon anders eben in den Neunzehnfünfzigern-Sächzigeren wo es eine starke verstaatlichte Industrie gab Wo die Vermögensungleichheit gering war aufgrund der Kriege.

01:11:37: Also das war jetzt keine gute Art der Umverteilung.

01:11:39: Aber dann haben wir sie recht lange geschafft dass zumindest in Konzentration Europa auch nicht stark angestiegen ist.

01:11:47: Also diese Tom Krebs nennt sich eine geplante Marktwirtschaft, also so dass man eine Art findet mit unserem modernen Wirtschaftssystem umzugehen das es Für alle war sie auch nie.

01:11:59: Auch das wäre extrem, also misogyn, sehr frauenfeind oder überhaupt nicht gleichgestellte, ist ja wenig und auch sehr rasistisches System.

01:12:09: Es hat nie für alle funktioniert.

01:12:10: aber dass es zumindest eine große Mehrheit funktioniert um man dann perspektivisch auch eben das ausweiten kann auf andere Bevölkerungsgruppen die damals vielleicht noch marginalisiert und schlechter gestellte waren.

01:12:23: Also diese Hoffnung... Aber

01:12:25: wir wollen ja, ohne Krieg, Bürgerkrieg, Tote

01:12:29: und so weiter.

01:12:29: Genau!

01:12:29: Und diese Hoffnung dort hinzukommen ist es was viele von den progressiven Forscher in einen Vermögensverteilungsforscherinnen umtreibt.

01:12:37: Das wäre also Pring Milanovic, Thomas Piketty eben auch seine Schüler Südmann Lukas Chancel jetzt ganz viel mit ökologischen Fragen.

01:12:45: Die Hoffnung dass man da reformistisch hinkommen kann.

01:12:49: Gestern am Plenum bei der FMM hat Nina Keitenbrunner gesagt, wir Postkensianer-Innen sind reformistische Radikale.

01:12:58: also wir wollen jetzt nicht den Umbruch... Wir wollen nicht die Revolution, ne?

01:13:03: Revolustrische Revolutionäre, das ist sogar genannt!

01:13:05: Aber wir wollen dort langsam... Ich hätte tatsächlich sehr viel dagegen weil ich glaube dass Revolutionen den Ärmsten auf dem Kopf fallen.

01:13:13: Dass sie dort am meisten leiden darunter Genauso wie bei Kriegen übrigens.

01:13:18: Die Vermögensung gleich erzinkt, aber die, die sterben sind die Armen.

01:13:22: Also extrem verkürzt und auch nicht mein Bereich, aber so grob.

01:13:29: Ich hätte gerne oder ich glaube wird das, man kann es für allgemeiner viele Postkindserne innen Und ökologische Ökonominien glaub ich auch dass wir gerne Schritte hin hätten, geregelte organisierte gemeinschaftlich organisierte demokratische Schritte in Richtung einer Entwicklung eines Wirtschaftssystemes.

01:13:51: Das innerhalb der planetaren Grenzen funktioniert das Verteilung in den Mittelpunkt stellt, Verteilsungsfragen in den mittelpunkt stellen.

01:14:01: Wenn ihr auch gegen Kapitalismus seid und es ist auch revolutionär oder?

01:14:05: Also dann denkt jetzt man ja, das ist revolutionär!

01:14:08: gibt es ja kein Kapitalismus im Planetagengrenz.

01:14:11: Wachstum, wachstums!

01:14:14: Das ist eine offene Frage aus meiner Sicht.

01:14:16: also ich glaube absolut dass der Kapitalismus aufgrund der Akkommunikation des Kapitalses hat überhaupt nichts mit Zinsen oder Geld zu tun.

01:14:23: das sind oft sehr antisemitische Perspektiven.

01:14:28: Das sind fundamentale Themen.

01:14:31: der Kapitallismus und unsere moderne Marktwirtschaft die ein Kapitalisme ist In der sind Unternehmen gezwungen zu investieren und akkumulieren.

01:14:42: Und das ist Wachstum, das greifen wir in den ökonomischen pustekinzernischen Modellen als Wachsstum.

01:14:48: Also diese Investitionen ist gleich wachstums.

01:14:50: Ist gleich Energieverbrauch?

01:14:52: Ist gleich energieverbraucht, wobei der kann gut dekarbonisiert werden.

01:14:56: Aber

01:14:59: nicht unendlich!

01:15:00: Aber was nicht gut funktioniert, ist die Reduktion der Investitionen.

01:15:04: Also das ist das Problem, dass wir haben... Das ist eine durchaus maksistische Sichtweise also Anwar-Shake von einer New School, der auch gerade erst verstorben ist.

01:15:14: leider hat mich da sehr geprägt dieser... Zwang von Unternehmen Profite zu erwirtschaften, das ist ihre Aufgabe in diesem System.

01:15:23: Es geht überhaupt nicht um Gier oder moralische Schwächen oder charakterliche Schwächen, sondern das ist ihr Job und in diesem system müssen sie machen und es bedeutet auch dass Sie immer die Arbeitskosten versuchen müssen zu senken.

01:15:40: Das ist einfach so wie's funktioniert.

01:15:44: was ich aber glaube Möglicherweise, ich glaube aber woran ich mich festheite in der Hoffnung ist dass es möglich ist so eine Art Sozialdemokratisch was eben Tom Krebs eine geplante Marktwirtschaft.

01:15:56: auch der hat das ja nicht erfunden.

01:15:57: Das Konzept wie wir es in Österreich teilweise auch in Deutschland durchaus gesehen haben in den fünftiger Sechzigern.

01:16:04: Dass es möglich is große Bereiche aus dieser Marktlogik aus die Wachstumslogik herauszunehmen Das versucht diese quasi neue Denkrichtung der Alltagsökonomie, wo finde ich auch Isabella Weber sehr gut reinpasst.

01:16:19: Natürlich wäre antifaschistische Ökonomie geht sehr in also ist im Grunde sagt auch genau das dass es wichtig wäre so wie ich lese vielleicht vielleicht verstehe ich das auch falsch aber dass man wichtige Bereiche ausnehmen muss und sollte um eben andere Prinzipien in den Vordergrund zu stellen.

01:16:40: Ich meine, ich komme aus Wien und wir haben vorher schon über den Wohnbau gesprochen.

01:16:44: Der soziale Wohnbau ist ein ganz zentrales großes Element im Wohnbaussektor.

01:16:50: nicht das Einzige.

01:16:51: also es gibt einen Viertel sind marktwirtschaftlich Mieten.

01:16:54: Es gibt auch ein Pippa dazu geschrieben irgendwie aber es gibt Privateigentum an Wohnungen natürlich in Wien Privat-Mietmarkt, aber ein Viertel des Wohnungsmarktes ist genossenschaftlich und gemeinnützig.

01:17:16: Und wenn das groß genug ist dieses Element dann reicht das um den gesamten Mietmarkt halbwegs in der Kontrolle zu halten.

01:17:25: Das ist immer ein Kampf.

01:17:27: Es ist immer.

01:17:27: natürlich gibt es den Versuch das Auszuweiten, diese Profitabilität sich einzuverleiben.

01:17:33: Das ist der Job von den Unternehmen die davon leben.

01:17:39: aber das wäre ein Beispiel.

01:17:41: Das kann man natürlich dann auf ganz viele öffentlicher Nahverkehrszenen in vielen Fällen nicht.

01:17:46: Der Fitnessit gewesen ist die längste Zeit zumindest und wir sehen überall wo es passiert, dass das nicht besonders gut funktioniert.

01:17:52: Man oft dann auch teuer wieder zurückgeht.

01:17:54: Aufholen muss die Infrastruktur Investitionen in Großbritannien sehen wie sie dann verabschäumt werden um die Profi-DWD zu erhöhen.

01:18:02: aber auch das wäre also öffentliche Verkehr, Nahverkehre und Ferienverkehr eigentlich ein anderes Beispiel von zur Alltagsykonomie.

01:18:10: Mobilität ist ein Grundbedürfnis, genauso wie Wohnen und Ernährung.

01:18:18: Wenn wir von dieser Logik her sehen – das sind wir schon sehr nah an der ökologischen Ökonomie.

01:18:23: jetzt auch -, kommen wir in eine andere Konzeptionalisierung, die aber nicht völlig getrennt sein muss vom marktwirtschaftlichen Prinzipien, wo Bereiche ausgenommen werden.

01:18:34: Der Marktwirtschaft und Kapitalismus müssen noch zwei Paar Schuhe.

01:18:37: Sollten wir immer nicht gleichsetzen?

01:18:40: wäre es reformistisch radikal für dich, wenn wir einfach Teile der Gesellschaft oder quasi Dassens versorgen und so weiter dem Rentiz zwangend ziehen?

01:18:52: Ja.

01:18:53: Das wäre reformistischer Radikal?

01:18:54: Ich finde das ist ...

01:18:57: Absolut.

01:18:57: Mit Wohnraum darf man kein Rendite machen mit Gesundheitsversorgung sollte man keinen Profit machen.

01:19:02: Genau.

01:19:03: Wenn's ihm

01:19:03: will

01:19:03: dann bin ich team-

01:19:04: reformistische Radikal.

01:19:06: Das sind für mich kleine Schritte und das braucht jetzt sehr viel kontextuelles und institutionelles Wissen.

01:19:13: Und das ist halt genau, also Verständnis von einzelnen Sektoren wie sie wirklich funktionieren?

01:19:18: Von Einzelunternehmen?

01:19:20: Von Bereichen innerhalb von Sektorien?

01:19:22: Das ist es was aus meiner Sicht postkinesianische Ökonomen sehr gut können, was wir in Duisburg viel haben Am Institut für Soziökonomie.

01:19:29: Achim Trugger ist natürlich ein großartiges Beispiel dafür, aber auch Jakob Cabella

01:19:33: z.B.,

01:19:33: ein anderer Professor bei uns arbeitet zur Bahnsektor oder hat teilweise gearbeitet.

01:19:39: Also diese Art von wissenschaftlichen Arbeitens die dann wirklich versteht wie es funktioniert und wie auch irgendwie einzelne Bereiche ausgeben werden können.

01:19:49: das heißt doch überhaupt nicht dass man das in eine In immer einer Top-Down und alles dem Zentralstaat, das ist immer der große Angst, dass ein Moloch entsteht oder so.

01:19:58: ganz im Gegenteil.

01:19:59: Wir wissen, dass Genossenschaften im Wohnbaussektor gut funktionieren mit allen Problemen die sie haben.

01:20:04: Ich meine ich wohne in einer Genossnisschaftswohnung in Wien.

01:20:06: Das ist nicht einfach und hat auch seine großen

01:20:10: Luxus.

01:20:10: Es ist kein

01:20:11: Luxus, ja?

01:20:11: Also es ist ein Riesenluxus.

01:20:13: Der moderne soziale Wohnbau in Wien ist unversteidbar.

01:20:16: Ich dachte, meinst du es gar nicht?

01:20:17: Nein, aber sie haben auch Probleme.

01:20:19: Natürlich haben die auch Interessen.

01:20:20: Es gibt immer auch Probleme in jedem von diesen Systemen natürlich.

01:20:27: Aber allein das Sie bis zu zweistelligen oder wie auch immer Renditen nicht erwirtschaften müssen, die der Privatsektor... auf alles auch drauf.

01:20:37: Das ist sehr viel Puffer für ineffizient in nicht profitorientierten Systemen, weil wir einfach schon sehr viele die ganzen Werbungskosten wegfallen.

01:20:49: Das sind große Ausgabenposten oder Abflüsse aus den Unternehmen, direkt schaffen.

01:21:00: Was ein bisschen im Widerspruch ist natürlich zu einer postkensianischen Perspektive und in diesem Prinzip der effektiven Nachfrage, wo jedes ausgegebene Gelb gut ist natürlich.

01:21:09: Aber ich glaube aus einer ökologischen Ökonomie Perspektiv und soweit wäre ich da schon in meiner Selbstdefinition das für wichtige.

01:21:16: heute geht es darum wofür wir Sachen ausgehen?

01:21:20: Welche Bedürfnisse wir als Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen?

01:21:25: Wir sind abgekommen.

01:21:26: jetzt so grundsätzlich und politisch Können wir vielleicht nachher noch mal drauf kommen oder Publikums fragen, bringt euch ein.

01:21:34: Hans kommt am Ende.

01:21:36: Wir waren bei diesem Verbögensregister.

01:21:38: was wichtig wäre hat mir jetzt schon besprochen.

01:21:40: Wir warnen bei Immobilienregister, Immobilientranspareinsregister die gefordert wurden und dann nicht gekommen sind?

01:21:49: Noch nicht gekommen sein.

01:21:51: Ja aber aus...

01:21:53: Man da wird ihr hoffentlich darauf geben.

01:21:54: Ich glaube jetzt nicht dass das russischer Druck war warum man das nicht gekommen ist sondern dass es der Druck meine, meines Kettnerstands nach von anderen potenziell Betroffenen wäre.

01:22:03: Es will mir erst erhoffen also wenn da Russland rein regieren würden, Deutschlands wär wirklich schockierend oder?

01:22:07: Gibt

01:22:07: es andere Register die noch hilfreich wären um das mal abzuschließen?

01:22:14: Woran denkst du da?

01:22:14: gerade weil ich

01:22:16: nicht... Ich wollte erstmal auf eine Frage.

01:22:17: ich hatte dann so keine Yachtregister.

01:22:21: Dann die werden bei einer Vermögensregiste erfasst.

01:22:24: Hat das

01:22:25: ja Sämtliche Vermögensarten, also das sind Fahrzeuge

01:22:28: drin.

01:22:29: Das wird ein Vermögenregister dran haben?

01:22:31: Ja okay du bist was beim Immobilienregister deswegen.

01:22:34: Aber Immobilieregister wäre ja auch quasi im Grunde Teil des Vermögungsregisters, aber wer das noch in Wolken-Kukkusheim ist und Vermöganemobilie-Register jetzt auf der Tagesordnung stand, ist das quasi besser als nichts.

01:22:45: Gibt es nur etwas anderes, was besser als nix wäre?

01:22:49: Ja,

01:22:50: also ich glaube viele von diesen Dingen gibt es ja schon.

01:22:55: Dann werden die auch schon gemeldet.

01:22:56: Wir haben eine Vermögensbilanz, die im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erstellt wird.

01:23:05: Das heißt wir wissen wie viel die Finanzvermögen in einer Volkswirtschaft sind – immer halt nur aggregiert!

01:23:15: Aber es wäre überhaupt nicht schwierig, dass man das auch automatisiert meldet und dann Informationen über Finanzvermögen hat.

01:23:22: Weil diese per Definition schon digital erfasst.

01:23:28: Das muss man wirklich nur noch zusammenführen.

01:23:32: Das gleiche gilt für Versicherungsregistern.

01:23:35: also auch da glaube ich wäre sehr sinnvoll.

01:23:37: aber all das ist immer gedacht in Richtung einer Vermögenssteuer.

01:23:44: Für mich natürlich als Vorsteherin wäre es super, wenn man das einfach nur lah pur lah ist.

01:23:47: Also quasi die Daten erhebt für die Daten, aber staatlicher Perspektive glaube ich macht schon Sinn, dass wir das mit

01:23:57: Ziel verwenden können.

01:23:59: Was wir haben jetzt so ein Offshore-Register?

01:24:01: Wir haben ein großes Thema Steuervermeidung, Steuerhinterziehungen, glaube ich in aller Deutschland hundert Milliarden jährlich geschätzt werden hinterzogen.

01:24:12: Gemeinschaft entzogen wird.

01:24:14: Hundert Milliarden könnten wir überall gebrauchen, so ein Offshore-Register, dass man angeben muss ja so und so viel Geld mit dem Ausland?

01:24:24: Ja auf jeden Fall wichtig und sinnvoll.

01:24:27: Teilweise bei der Erbschaftsteuer oder Abgeltungssteuer wenn man ins Ausland sieht passiert das ja teilweise auch schon.

01:24:32: Es ist alles nicht völlig undenkbar.

01:24:35: also es ist nicht möglich dass man einfach Vermögen ins Auslands verschiebt und dann sagt ich zeige darauf keine Erbshaftsteuern.

01:24:41: Gut probiert,

01:24:44: ne?

01:24:44: Aber da sind wir schon wirklich weit gekommen auf OECD-Ebene mit den Abkommen wo Steueroasen wie auch Österreich zum Beispiel da schon einige Schritte unternommen haben um das zu erschweren und nicht mehr so leicht möglich zu machen.

01:24:59: Also zumindest innerhalb der OECd.

01:25:01: Und ganz viele von diesen Steuereoasen sind ja eigentlich Dependenzen von OECde Ländern Großbritannien, Frankreich, eben Österreich und Schweiz.

01:25:11: Es ist ja nicht so dass man irgendwie auf dem Bank of Uganda seinen Geld hinschiebt und hofft das es dort dann sicher verwahrt ist sondern man hat die Dependants vielleicht von HSBC oder einer anderen großen Bank in einem Steuerstofffluch der oft auch noch mit der kolonialen Geschichte alles natürlich auf vielen Ebenen problematisch Über See, Territorien dann liegt.

01:25:39: Ist man ja lustig so eine öffentliche Debatte?

01:25:42: Wenn man auch in der Politik Medien zuhört immer wenn über Steueroase gesprochen wird, dann sind es die anderen.

01:25:48: Dann werden wir mit dem Finger auf die anderen gezeigt und dann gehen wir euch klären.

01:25:51: Cayman Islands oder Malta oder ... But nicht... Also Deutschland gilt hier auch als Steuereroase.

01:25:58: Österreich gilt auch als Steuerease aber man selber denkt da nicht so dran.

01:26:04: Weil dann müsste man ja Bevölkerung erklären Ja, so ist das.

01:26:08: Wir haben ja gerade schon drüber geredet was es hier alles so toll ist für Verbögende?

01:26:14: Ich meine Österreich ist glaube ich schon noch mein anderes Kaliber als Deutschland.

01:26:18: aber ja das Bankgeheimnis und diese Oasen-Logik innerhalb der Hoereinkommensländer auch sogar innerhalb der USA einzelne Bundesstaaten also absolut ist ein Thema.

01:26:31: Gut Register haben wir jetzt abgeschossen?

01:26:35: Von meiner Seite gerne!

01:26:40: Ich habe jetzt gelesen, du hast dich mit geschlechter spezifischen Vermögensunterschieden beschäftigt.

01:26:46: Migrantischen Vermögungsunterschieden.

01:26:49: Warum ist das wichtig?

01:26:52: Also, hast Du versucht rauszufinden warum quasi nicht migrantische Männer so viel mehr Vermögen statistisch besitzen als Frauen Und insbesondere Menschen mit Migration zu der Grund, Ausländer hintergrund?

01:27:10: Also intersektional habe ich es noch nicht gemacht.

01:27:12: Dass man sowohl die Geschlechter als auch die emigrantische Perspektive ansieht.

01:27:17: Das machen immer wieder Studierende von mir und mit wirklich spannenden Ergebnissen.

01:27:21: Ich selber habe mich auf den einerseits auf dem sogenannten Gender-Worthgap Die Vermögensschere zwischen Männern und Frauen Auf der einen Seite und dem Migrant-Walthgap, die emigerantische Vermögensschere jetzt ein zweiter Mal bisher konzentriert.

01:27:36: Warum das wichtig ist?

01:27:37: Also hingekommen bin ich tatsächlich über die Vermögensschere zwischen den Geschlechtern, weil für mich eben... Ich verstehe mich als feministische Ökonomen und ich glaube dass Geschlechterverhältnisse ganz centraal strukturieren wie unsere Wirtschaft funktioniert und dass es überhaupt nicht in irgendeiner Form abstrahierbar ist oder herausnehmen kann.

01:28:00: Sie sind ein großer Boden, bevor ich zur Vermögensschere zurückkomme zwischen den Geschlechtern.

01:28:04: Die feministische Ökonomie stellt ja die Frage wie unsere Sozialbeziehungen tatsächlich funktionieren mit wirtschaftlichen Auswirkungen?

01:28:15: Das heißt, was ist Arbeit?

01:28:16: Was zählt überhaupt das Arbeit?

01:28:20: Ein ganz spannendes Diskussionsthema auch bei uns im Mastersozialökonomie wo wir in ganz vielen ökonomischen Bereichen ein geschlechter Thema haben.

01:28:29: Also, ich hätte gerne mehr Frauen als Professorinnen am Institut für Soziöconomie.

01:28:35: Ich finde bei Postdocs und Pre-Docs bin wir uns sehr – da haben wir wirklich eine super Kohorte auch jetzt wieder von SoziökonomInnen – SoziokonomInnendem!

01:28:48: Und auch im Mastersoziökonomie ist es ein Thema wie in der ganzen Ökonomie einfach… zu wenig Frauen sind und ich glaube diese Perspektive fehlt dann.

01:29:00: Und eben die Frage, was ist Arbeit?

01:29:02: Zählt unbezahlte Arbeit als Arbeit?

01:29:05: Ist Care- und Reproduktionsarbeit etwas Wichtiges?

01:29:08: Ist das relevant für die Ökonomie?

01:29:11: Meine Antwort wäre ganz klar ja natürlich, aber es wird unterschiedlich gesehen und den neoglassischen Menstruemökonomie blende das völlig aus.

01:29:18: im Kern schon Der Homoekonomikus ist ein rationaler Nutzenmaximierer, der nur zwischen Arbeit und Freizeit entscheidet.

01:29:27: Er hat keine Kinderbetreuungspflichten.

01:29:30: Und ich sage der weil es dann im Blick offensichtlich männlich ist.

01:29:35: Man muss fairerweise sagen, auch der Post-Kinzenismus begleckert sich dann nicht gerade mit Rom.

01:29:39: Auch da ist es schwierig, Gender... Also sind sie nicht im Kern?

01:29:43: Verteilungsfragen ja!

01:29:45: Die Klassenfrage ist im Kern des Zugangs aber deswegen qualifiziere ich das immer und sage, ich bin auch feministischer Ökonomen.

01:29:53: Weil mir diese Fragen sehr wichtig sind und ich glaube, dass es für unser Verständnis von Wirtschaft Ganz zentral ist, dass wir verstehen wie die Geschlechterverhältnisse aussehen und wie sie strukturiert sind.

01:30:06: Wie Kinderbetreuung, alten Betreuungen organisiert ist.

01:30:11: Wie die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist.

01:30:15: Und gerade in Deutschland haben wir da Riesenthemen.

01:30:18: Das ist wirklich eine große Baustelle aus meiner Sicht.

01:30:21: Haben

01:30:21: Frauen mehr Vermögen als Männer?

01:30:23: Frauen haben weniger Vermöger als Männer.

01:30:25: dort wo viel Vermögendes Über die großen Bereiche der Verteilung sehen wir in den Daten smagender Datenqualität liegen.

01:30:34: Das haben wir schon lange breit besprochen, dass wir Erhebungsdaten haben, die häufig noch nur zur Haushalts-Ebene sind.

01:30:41: Im Sub nicht muss man sagen aber sehr häufig auch da wieder.

01:30:45: Man sieht einfach das.

01:30:48: die Ökonomen, die den HFCS entwickelt haben, dass das Männer waren Zum Großteil zumindest, weil die offensichtlich der Meinung waren dass Vermögen auf Personenebene nicht erhoben werden braucht.

01:31:07: Innerhalb dieser marginalisierten Datenforschung eben noch einmal der fehlende Blick für Geschlechter und für diese Blackbox-Hausheit aufzumachen.

01:31:16: Das große Anliegen der feministischen Ökonomie ist hineinzuschauen in den Haushalt, nicht so zu tun – es gibt den wohlwollenden Patriarchen, der eh für alle gemeinsam benutzen maximiert und alles perfekt entscheidet und das Ehe für alle supermacht, sondern hinein zu schauen, dass ein Nein!

01:31:32: Da gibt's unterschiedliche Ressourcenverteilungen innerhalb des Haushalts, da gibt es unterschiedliche Interessen innerhalb des Haushalts.

01:31:37: Natürlich haben wir uns auch alle lieb und versuchen das auch gemeinschaftlich irgendwie gut zu machen, aber es gibt halt auch Unterschiede.

01:31:46: Und dass sie in den Daten zu sehen und zu wissen ist aus meiner Sicht ganz zentral.

01:31:51: Und eben der Versuch, das für Vermögen dann ein bisschen aufzumachen und hineinschauen zu können, ist dieser Forschungsstrang von mir.

01:31:59: Also was wir sehen ist, dass am oberen Ende dort wo viel Vermögend ist, dort sehen wir, dass die Schere aufgeht.

01:32:07: Dort haben dann die Männer häufig die Unternehmen zum Beispiel.

01:32:12: Und was wir auch sehen, das gibt es tatsächlich Forschung von Französinnen, die das Qualitätiv sich ansehen und uns sagen... Ja, so ist das.

01:32:22: Die Schwester erbt zwar mit aber die wird dann so marginalisiert und irgendwann ausgekauft oder so.

01:32:26: Das klingt halt häufiger die Söhne.

01:32:29: Ist auch tatsächlich was wir in den Erbschaftsdaten sehen.

01:32:31: mit der deutschen Erbstesteuer gibt es eine richtig spannende Forschung von Daritischen und anderen Rennen am MPI die zeigen dass Schenkungsfassten noch stärker als bei Erbsteuer-Gaps gibt, geschlechter Lücken gibt.

01:32:46: Dass Frauen höhere Steuern sein weil die Unternehmen ausgenommen sind oder stark leichter umgehen können und die dann eher die Söhne erben.

01:32:57: Das heißt was wir sehen in den Daten tatsächlich ist durchaus auch datentechnisch problematisch.

01:33:03: vor allem bei den Erhebungsdaten sind wirklich nicht besonders gut die Erbschaftsdaten leider We call Bayer.

01:33:09: Es gibt diese Erinnerungslücken und Verzerrungen, aber was wir sehen ist dass Frauen häufiger erben im Grunde weil sie halt häufig die Männer ihre Ehe meiner überleben oder ihrer Partner überleben.

01:33:23: das heißt sie erben einmal Aber Sie erben geringere Volumen und sie haben seltener Unternehmen.

01:33:31: Und stärker noch sieht man es bei der Schenkung immer auch plausibel ist, weil das auch häufig zu Lebzeiten übertragen wird.

01:33:37: Also gerade im höchsten Bereich gibt es sehr viel da auch an Steueroptimierung, wo ja auch steuerfrei übertragen werden kann – sehr viel.

01:33:49: und diese Lücken, diese Scheren sehen wir in Endendaten Aus meiner Forschung, was auch spannend ist, wenn man jetzt in dieser Blackbox-Hausheit hineinschaut.

01:34:01: Was man mit diesen Erhebungsdaten kann, weil sie die so zykonomischen und halt auch noch andere Informationen hat, ist dass man diese Lücke durch Variablen, die innerhaushalten macht, in irgendeiner Form versuchen zu greifen, die erklären können.

01:34:16: Das heißt, wenn wir sehen das die Frau deutlich jünger ist... mehr als zehn Jahre oder so.

01:34:20: Wenn Sie mir sehen, dass sie von der Bildung deutlich geringer ist als der Mann, dass die migrantischen Hintergrundhand vielleicht hat und der Mann nicht... Dass wir dann die Lücke erklären.

01:34:29: Das heißt das hängt damit zusammen und dann geht sich statistisch weg.

01:34:34: Das ist immer das Problem.

01:34:35: wenn wir erklärende Variablen finden ist die Frage gibt es jetzt keinen Unterschied?

01:34:41: Oder haben wir nur den Grund gefunden für den Unterschied.

01:34:45: Das ist auch bei der Vermögens-Schere beim Einkommen so, dass wir solange kontrollieren bis fast nichts mehr übrig bleibt und die Frage in Hintergrund tritt war also ist es eigentlich sinnvoll das wir Protostundenlöhne vergleichen wenn Frauen so viel weniger arbeiten und so viel selter nacharbeiten und der Geschlechter Lohnschere, die in anderen Ländern häufig dann zumindest die Stundenanzahl.

01:35:10: also wo es auf Monatslohnbasis ist wird in Deutschland immer nur im größten Teil auf Proto-Stundenlohnbasis diskutiert.

01:35:18: Dann nehmen wir schon alles raus was unterschiedliche Arbeitszeiten sind.

01:35:22: Also die sechzehn Prozent die man da vielleicht auf dem Kopf hat das ist vom Stundenlohn.

01:35:26: Das heißt wenn die Frau auch noch weniger arbeitet hat sie am Monat halt noch weniger Einkommen.

01:35:31: Also die Status macht das und berechnen auch die Gesamte, da sind wir über vierzig Prozent.

01:35:35: Wenn man das hinein nimmt aber das ist dann nicht so was die geläufige Zahl für den Lohnlücke.

01:35:41: Und das gleiche geht eben auch bei der Vermögenslücke.

01:35:44: Man kann durch Macht Aspekte mit Macht verknüpft sind das erklären.

01:35:50: In Österreich gibt es sogar eine Frage im HFCS Die sagt wer verfügt denn jetzt über dieses Vermögen?

01:35:59: Sehr aggregierter und leider nicht auf der einzelnen Kategorien Ebene, aber sehr aggregiert so.

01:36:04: Wie viel von diesem Vermögen gehört denn jetzt Ihnen?

01:36:06: Und wieviel Ihrer Partnerin?

01:36:08: Und wer hat die Verfügungsmacht über das Vermögane?

01:36:11: Das wissen wir aus der feministischen Ökonomie, dass es so

01:36:13: wichtig ist... Wer wird auf das Geld

01:36:14: ausgegeben?!

01:36:15: Ja!

01:36:15: Wer fährt welches Auto?

01:36:16: Also die Verfügung macht dann ... Es ist meist mal oft aus dem Anekdotischen, dass das Auto vom Mann häufig teurer und größer ist als von der Frau.

01:36:25: Obwohl sie vielleicht irgendwie mehr Einkäufe machen würde oder Kinder herumfährt oder so.

01:36:29: Das ist nicht einmal logisch.

01:36:30: unbedingt, dass das kleiner sein sollte dieses Auto.

01:36:35: Genau also und wenn man das mit hineinbezieht dann verschwindet die Vermögenslücke weil eben Macht im Haushalt damit so eng zusammenhängt.

01:36:46: Hi!

01:36:47: Tyler hier producer von Jungo Naiv ohne euch gibt es uns nicht jeder Euro zählt und ab zwanzig landete als Prozenten dem Abspann auf YouTube.

01:36:54: weiter geht's Welche Rolle spielt macht bei migrantischen Vermögen unterschiedlich?

01:37:00: Also migrantisch nicht?

01:37:01: Da haben wir es uns nicht dann gesehen.

01:37:03: Was wir sehen bei den Migranten...

01:37:04: Hat vermutest du da was?

01:37:06: Also, was wir gesehen haben ist das wenn die Frau im migrantischen Hintergrund hat dass die Vermögenslücke größer wird Wenn der Mann und die Frau nicht, dass sie dann kleiner wird Also, dass das insofern schon auch mit Macht zusammenhängt.

01:37:21: Was wir gesehen haben bei der migrantischen Vermögenslücke ist, dass die von der ersten auf die zweite Generation weitgehend geschlossen wird.

01:37:28: Das wird einen massiven... Das sind natürlich Rückblicken, ja?

01:37:31: Das sind Einwandererinnen, die in den Siebziger-Achtzigern vielleicht zu uns gekommen sind und jetzt schon Zeit hatten so.

01:37:41: Aber wir sehen dann einen enormen Aufholprozess was Vermögen betrifft.

01:37:45: Das sehen wir teilweise auch in den Bildungsdaten, aber aus meiner Wahrnehmung die nicht ganz so stark wie beim Vermögen.

01:37:53: Wir können einmal nach der zweiten Generation kaum mehr von Autochtonen oder Netif unterscheiden.

01:38:03: Man kann natürlich immer an einer Datenqualität liegen das ist bei Vermögensstudien nie ganz auszuschließen.

01:38:10: Aber da sind wir wirklich sehr viel Investitionen in diese Richtung auf Haushalzebene, in Österreich.

01:38:17: Aber es haben inzwischen auch Svenja Flechtner und eine Studierender – das nahm mir gerade nicht hin!

01:38:26: – für Deutschland schon gemacht und sehen vergleichbare Ergebnisse, dass auch da sehr viel Aufholprozess an Vermögensbildung stattfindet.

01:38:34: Ich hatte gerade beim Thema Familien, Frauen, Männer was vererbt wird und was man an Kinder weiter gibt.

01:38:40: Ist mir das Thema Familienstiftung noch eingefallen?

01:38:44: Ich weiß nicht ob das für eine Österreicherin oder Österreicher ein Thema ist aber hier ist es oft so ja Papa ist reich Stinkreich vielleicht gründet eine Familienstifte und dann ist es glaube ich in Deutschland so dass allein dreißig Prozent des Geldes was da drin ist jedes Jahr an die Kinder ausgeschüttet werden kann in dieser Stiftung.

01:39:04: Das ist natürlich einfach ein Steuerhinterziehungs- bzw.

01:39:06: Steuervermeidungstrick.

01:39:08: Habt ihr sowas in Österreich auch?

01:39:10: Ja, wir haben... Es ist immer eine Frage der Gemeinnützigkeit und diese ganzen Sachen.

01:39:14: Also es sind schon komplexe Konstrukte aber absolut das ist ein großes Thema.

01:39:19: Spannend ist dass wird durchaus Haushalte mit Stiftungen in den Daten sehen teilweise also da sieht man schon dass wir schon auch weit hinauf kommen mit den Erhebungsdaten.

01:39:28: Also vereinzelt natürlich nicht nur weil wir vorher so über die Datenqualität gesprochen haben.

01:39:36: bei allen Problemen, die es hat.

01:39:37: Und das haben wir vorher gar nicht besprochen, die man mit Oversampling beheben müsste, wo man eigentlich viel mehr Haushalte ziehen müsste aus den Reichen und Superreichen für die Erhebung.

01:39:50: Warum interessiert dich beim Thema Vermögen?

01:39:52: Vermögensungleichheit des Naturwissenschaftlichen, also Klimaökologie?

01:39:58: Warum ist das ein Thema?

01:40:01: Ich finde, das hängt ganz...

01:40:03: Was sagt das einem, wenn man hat zu tun?

01:40:05: Ich finde es ist ganz eng zusammenhängt.

01:40:07: Das ist ja auch ich als Verteilungsvorscherin und das kommt ganz stark von meinen Studierenden.

01:40:13: Habe ich mich wirklich verändert mit meinen ersten PhD-Studentinnen Vera Huwe, Katharina Bohnenberger.

01:40:20: Auch Lisa Hanselies' Genderthema.

01:40:21: Die habe ich wirklich viel gelernt von Ihnen die jetzt alle super, super Jobs haben beim Dezember in Zukunft und an der Universität.

01:40:28: Wie die

01:40:29: Mussten Miriam erst mal überzeugen das Quasi Reichtum?

01:40:32: Und

01:40:32: das

01:40:33: reiche mehr CO-Zwei verbrauchen und die Umwelt zerstören?

01:40:36: Das ist wichtig es dort hin zu sehen.

01:40:37: also ich bin wirklich in den letzten... Ich hab da viel gelernt in dem letzten Jahr noch von unseren... Das ist ein großes Thema von den Studierenden.

01:40:45: Wir haben extrem interessierte Studierende, die sich nach Duisburg ... Wir haben immer so einen Cafetings zu Hause.

01:40:53: Herr Bellin kann jeder Duisberg, was man wollen.

01:40:56: Die, die nach Duiskburg kommen quasi sind so motiviert und es ist wirklich cool wie engagiert.

01:41:03: Die sind dann wie die uns auch treiben und auch irgendwie etwas beibringen, wo wir uns hin entwickeln müssen.

01:41:09: Kann ich

01:41:09: über Steatingevauschen da?

01:41:10: Ich hab mich mal eingeladen.

01:41:12: Grüße an eure Studie.

01:41:15: Und dass das wichtig ist und das Thema zentral ist, habe ich wirklich erst lernen müssen von Ihnen.

01:41:22: Ein großer Lernprozess bei mir war so die Frage der Bedürfnistheorien da, dass die hedonische Bedürfenstheorie, die so den Standard ist nutzen, was man kennt aus der Mainstream unterzeichlich auch ein bisschen... Koskensianische Ökonomie schifft das ein bisschen, indem sie da nicht so viel drüber spricht.

01:41:41: Weil wir halt makroökonomischen Blick haben und strukturellen systemischen Blick aber dass man dem eigentlich eine eudaimonische Bedürfnistheorie gegenüberstellen kann.

01:41:50: Eudaimonisch?

01:41:51: Ja ich sage die auch für mich ein neues.

01:41:54: Also wirklich von Katharina und Vera gelernt... Dass es hier ganz wichtig ist, dass man auch die Fundamente von der Denkweise ein bisschen ändert.

01:42:05: Eudämonischer geht's um gemeinen um das Gemeinnums-Sinnen im Leben, ums gemeinschaftliche Beziehungen.

01:42:11: Es kommt anscheinend stärker aus der Psychologie – tatsächlich habe ich jetzt gelernt – aber es geht nicht um diese ... Ich meine, ich will das nicht abwertengemessen, ein bisschen autistisch.

01:42:21: So nur das eigene Wiederhomedekonomikus ja verstanden werden kann extrem egozentrisch nur auf sich konzentriert.

01:42:29: in Frankreich hat die plurale Bewegung ja teilweise postautistisch geheißen.

01:42:33: Ich bin froh dass sie jetzt unbedannt haben.

01:42:34: Wirklich?

01:42:35: Ja mit dem Vorwurf halt irgendwie so diese nur also Homoekonomicus rein der eigenen Nutzen und das ummittelbare Glück.

01:42:43: Oder vielleicht dann von mir aus ein bisschen geglättet oder so, aber übers Leben.

01:42:47: Aber dieses ganz vereinzelte, wo man natürlich schon hineinbringen kann auch altruistische Motive und so.

01:42:55: Aber der erste Schritt ist einmal... Auch das ist nur interessant wenn es meinen Nutzen erhöht.

01:43:00: Es geht immer nur um mich.

01:43:03: Und das Eudaimonische im Gegensatz dazu nimmt eben den Sinn des Lebens.

01:43:08: Das kommt vom Aristoteles wohl Wie gesagt, auch für mich alles relativ neu.

01:43:14: Geht den Sinn des Lebens und auch das Gemeinsame... Und da hängt natürlich das Wismaristische Psychologie dann ganz schnell sehr viel soziale, bis in soziale Wesen.

01:43:24: Ich glaube der Postkensernismus und die Sozialökonomie sehen diese Ökonomie als Sozialwissenschaften.

01:43:32: Das ist jetzt was uns unterscheidet von der Ökonomie historisch vielleicht zu einer Physikneid hatte, wie es noch sehr viel um Modelle geht.

01:43:41: Inzwischen würde ich ja sagen eigentlich eine Medizinneid hat weil wir versuchen alles kursal und mit randomized controlled trials also auch so mit einem Pele quasi einen Teil der Bevölkerung oder irgend wem und ein Treatment, wir behandeln sie in einer Form dann machen wir Placebo-Tests und hätten es am liebsten doppelblind und möglichst kursale und eben auf diese Weise natürlich wissenschaftlich ist den die Ökonomie genommen hat.

01:44:08: Und wir aber in der Soziökonomie verstehen es sozialwissenschaftlich, wo es eben darum geht, den Menschen zu verstehen wie er ist, die halle Welt zu verstehen und unsere Institutionen zu verstehen, die Zusammenhänge zwischen Menschen Und da ist eben derzeit die Ökologie ein ganz zentrales Thema.

01:44:27: Ich habe mich gerade gefragt, wie ich dahin gekommen bin aber es war über die Öko-Logie natürlich und den Zusammenhang mit Verteilung.

01:44:32: Deswegen sind Ökologien und Verteiler bei uns im Mastersozioökonomie absoluter Querschnittsthemen, die auch von den Studierenden ganz stark eingefordert werden.

01:44:41: zu Recht weil es einfach wirklich ganz im Zentrum steht aus meiner Sicht.

01:44:49: Darauf wollte ich hinaus.

01:44:50: oft bei Volkswissenschaftlern, meinetwegen hier mainstream Ökonomen die zu Gast sind.

01:44:56: Wenn du danach fragst ob die Externalitäten wie man so schön sagt überhaupt eine Rolle spielen ja also wir wirtschaften auf wie wieder mit den Umwelt zerstören wie Emission und so weiter und sofort haben sie erst mal nix gelernt in einer Uni und spielt dann irgendwie in dem Modell keine Rolle weil könnte denn vieles kaputt machen was man so viel denen von seiner Weltvorstellung und so weiter hat, darum erstmal gut zu wissen dass ihr darauf eingegangen seid.

01:45:28: Jetzt hat man glaube ich viele haben vielleicht junge Zuschauer jetzt schon wahrscheinlich mitbekommen so okay je reicher man ist das du mehr CO-Zwei verbraucht man.

01:45:40: Und keine Ahnung.

01:45:43: Je reicher Man ist das Wahrscheinlich ist es dass man eine Yacht hat die furchtbar Also schlecht für die Umwelt ist.

01:45:53: Je reicher man ist, desto mehr fliegt man.

01:45:55: Meistens wird es gerade privat statt... Je reier man ist desto wahrscheinlich ist das man Produktionsstätten hat oder Privateigentum hat was die Umwelt sehr zerstört.

01:46:09: Ist das immer noch so?

01:46:11: Wisst ihr denn noch mehr?

01:46:13: Ja absolut ich komme da gleich dazu.

01:46:15: Das ist meine Forschung tatsächlich seines meiner neuen Papers.

01:46:18: Danke dass du aufbringst.

01:46:20: aber Zunächst einmal, ich glaube das Wichtige ist wenn du auch so grundlegend angefangen hast.

01:46:25: Dass die ökologische Ökonomie – auch das habe ich von Katharina Bohnenberger und Vera Huwe gelernt und Katharina Bräusti jetzt gerade schreibt an mir unser Thema mit Gender-Themen in Verbindung bringt – dass die öko-logische Ökonomie die Umwelt als Basis nimmt?

01:46:41: Weil ohne uns kann die Umwelt super funktionieren!

01:46:44: Die Umwelt ist die Grundlage von allem.

01:46:47: Darauf aufgebaut setzt die Gesellschaft.

01:46:51: Es gibt Gesellschaften, die nicht marktwirtschaftlich oder kapitalistisch organisiert sind – also auch das geht ohne das!

01:46:58: Und dann erst kommt unser modernes Wirtschaftssystem und dieses vom Kopf auf die Füße stellen, wenn man so will von der mainstream neoclassischen Logik, die mit der modernen Wirtschaft anfängt und dann vielleicht anhängt als Externalität ein Ohrwaschel, dass im Getrang gehängt wird, die Ökologie oder auch die Gesellschaft und zwischenmenschliche, können sie alles.

01:47:22: Also es ist extrem flexibel auch den Mainstream.

01:47:25: Können das alles irgendwie einbauen?

01:47:26: Aber es ist nicht im Kern!

01:47:27: Und das ist halt wirklich ein Unterschied zur Soziökonomie.

01:47:32: aus meiner Sicht und jedenfalls in der ökologischen Ökonomie wo das im Kern ist was darauf aufbaut.

01:47:40: herausfließt aus dieser Sichtweise auf die Welt und auf die sozialen Probleme ist eine konkrete Forschung, die auch publizierbar sein.

01:47:49: Also so strategisch bin ich schon, dass ich finde, die Forschung kann jetzt nicht immer nur Grundlagen... also sollte es natürlich auch, aber halt auch konkrete Sachen, die publizieren sind, die dann in In-Journals in internationalen Fachzeitschriften untergebracht werden.

01:48:04: In dem Fall war das mit zwei Studierenden aus unserem Master-Soziökonomie, wo wir hoffen dass einer jetzt auch PSD macht.

01:48:11: Marla Feldwisch die eine Supermasterarbeit dazu geschrieben hat an Bruno Brinkmeyer haben uns angesehen worauf du anspielst wie die kapitalbasierten Capital Based Emissionen verteilt sind und da sehen wir für Deutschlandes baut auf Forschung von Lukas Chancel eben diesen Epikadi Schülern und Yannick reden tatsächlich, mit dem ich überhaupt nichts zu tun habe.

01:48:40: Und das haben wir ein bisschen weiterentwickelt und uns angesehen für Deutschland wo man sieht dass die Emissionen diese kapitalbasierten Emissione die mit den Produktions-Eigentum zusammenhängen Dass sie extrem ungleich verteilt sind.

01:48:55: Wir haben schon darüber gesprochen wie ungleiches Vermögen verteilt ist Wo die reichsten zehn Prozent ungefähr sechzig Prozent des Vermögens besitzen Und ich hätte mir gedacht, es muss weniger sein.

01:49:05: Also das gibt's gar nicht.

01:49:07: Das ist noch ungleicher und tatsächlich ist es.

01:49:09: aber wirklich sind zwar zwei Drittel der Emissionen – der kapitalbasierten Emission die von den Reichsten zehn Prozent der Vermögensverteilung emittiert werden.

01:49:21: Das heißt wir sehen hier eine Ungleichheit, die atemberaubend ist.

01:49:29: Im Nachhinein muss ich sagen, es ist immer gut, wenn man sich die eigenen Forschungsergebnisse dann auch erklären kann.

01:49:33: Auch bei Modellen ist es immer gut wie man versteht was passiert.

01:49:36: Ist jetzt nicht super überraschend wir wissen dass die Unternehmen am oberen Rand konzentriert sind das die reichsten fünf Prozent viel wahrscheinlicher Unternehmen besitzen als der restlichen fünfundneinzig Prozent und dass die Unternehmer die dort oben besessen werden auch viel mehr wert sind und deswegen natürlich auch vielmehr Wertschöpfung betreiben.

01:49:56: Und das haben wir eben versucht, uns anzusehen.

01:49:58: Es braucht sehr starke Annahmen über die, wie emissionsintensiv diese Unternehmen sind, dass man dann auf geringere... Dass man das runterrechnet quasi.

01:50:08: Da haben wir wieder Datenprobleme, dass wir nicht genau wissen in welchen Sektoren diese Unternehmen tatsächlich sitzen die die Reichsten besitzen.

01:50:16: Im Vergleich zu den Unternehmen, die unterstens die wenig Unternehmen besitzt.

01:50:22: Es könnte schon sein dass die Oberste eigentlich die saubersten Unternehmen besitzten aber aller Wahrscheinlichkeit nach so wie wir das mit unseren Simulationen zeigen konnten ist das nicht der Fall.

01:50:33: Sondern es sind wirklich diese zwei Drittel der Emissionen die auch dort oben dann herkommen.

01:50:38: Ich weiß nicht ob es jetzt auch von euch war oder ob's Oxfam aus Die hatten mal vor ein oder zweien ausgerechnet Wie viel CO²-Mission von einem Milliardär pro Jahr ausgestoßen werden, wenn man es auf normale Menschen runterrechnet.

01:50:55: Ich glaube irgendwie eine Million Menschen oder so kann das sein?

01:50:57: Kann sein, ich kann die

01:51:02: zeigen.

01:51:03: Kann Hans gleich nochmal mitkommen.

01:51:04: Ich glaub es war auch Oxfamme und so weiter.

01:51:06: Sehr blassibel.

01:51:07: Hunderttausende

01:51:08: oder eine Million normalverdiener verbrauchen, soviel CO² im Jahr wie ein Milliardäre.

01:51:15: wässt du dafür, dass man Privatjachten, Privatjets entweder verbietet oder ich bin ja dafür so ein Moratorium macht wo man sagt okay ihr dürft die erst wieder verwenden nutzen wenn ihr das geschafft habt.

01:51:35: Dass man damit kein CO² verbraucht damit man es nicht komplett verbieten muss.

01:51:39: aber eins von wem?

01:51:40: Das werden jetzt quasi easy wins low hanging fruits.

01:51:44: Ich glaube, es ist das Leichte zu vermitteln auch quasi der herrschenden Politik.

01:51:48: Weil das tut niemandem weh.

01:51:50: bei dem anderen würden sie sagen ja wenn jetzt unsere Produktionstätten und die Industrie kaputten macht oder so weiter weil so würden Sie argumentieren Das ist ja quasi auch für uns in Deutschland der größte CO-Zweifelpester.

01:52:03: die Industrien mal noch Dass wird schwieriger einstampfen zu sein bzw.

01:52:09: da die Transformation hinzubekommen.

01:52:11: aber also Jachtenflüge usw.

01:52:15: Ich glaube ganz ehrlich, ohne das wird es nicht gehen.

01:52:17: Wir müssen auf netto Null kommen und in einem Höllentempo, dass wir nicht einmal annähernd erreichen derzeit.

01:52:26: Und insofern wenn wir uns das Ziel vor Augenheiten um einen lebenswerten Planeten und eine Umwelt zu haben, auf die unsere Gesellschaft und unsere Marktwirtschaft aufbauen kann oder geplante Marktwirtschaft nicht die Grundlagen dessen zerstört, was wir derzeit verwenden um unseren Wohlstand zu schaffen und zu erhalten.

01:52:50: Dann ist das Ziel einfach so dringend und so groß... Wir entkoppeln das Wachstum von den Emissionen.

01:53:03: Nicht nur Reliefs und absolut aber bei Weitem nicht schnell genug.

01:53:06: es geht einfach alles viel zu langsam.

01:53:09: Und die Modelle, die wir den IPCC, der Weltklima-Rade, je mehr sie rausbringt.

01:53:15: Das sind naturwissenschaftliche Modelle und das sind nicht ökonomische Modelle wo sehr viel Unsicherheit drinnen steckt und ich sehr viel zu kritisieren hätte.

01:53:22: Die sagen uns ganz klar dass Feuer am Dach ist!

01:53:26: Insofern ist es aus meiner Sicht höchst umplassig und in all diese Modellen sind ja schon negative Emissionen hineingebacken.

01:53:36: Also alles was uns noch irgendwie auf Ziel hält, macht schon so große Annahmen zu unseren Technologiesprüngern die jetzt wirklich nicht absehbar sind oder nicht skalierbar und wirtschaftlich sind.

01:53:49: Wir gehen davon aus dass wir in der Lage sein werden um so viel zu dekarbonisieren auch an negative Emissionen zu schaffen das ich nicht sehe wie es ohne das gehen kann.

01:53:59: also wenn mir das wäre plausibel erklären kann dann bin ich sehr offen.

01:54:01: aber Derzeit alle Szenarien, die ich sehe und alle Entwicklungen, gehen bei Weitem nicht weit genug.

01:54:10: Insofern werden solche Schritte mal ganz zentral.

01:54:13: Andere große Schritte... Und was so ärgerlich ist, das ist It's not rocket science!

01:54:17: Aber nur weil man davon ausgeht, dass man wirklich alle Menschen retten will und davor bewahren will?

01:54:23: Weil das scheint ja wenn man jetzt gerade so amerikanischen und teilweise europäischen Milliardären zuhört Die haben vielleicht manchmal gar nicht so das Interesse an der gesamten Menschheit überleben zu lassen oder quasi eine lebenswerte Welt zu hinterlassen, wie man weiß diese berühmte Antwort von Peter Thielkerns da als er in einem New York Times Podcast mal gefragt wird ob ihm das Überleben der Menschheit wichtig ist und er dann erstmal lange überlegen musste.

01:54:49: Also es würde ja jetzt manchmal Sinn machen dass sich einfach die sich so Guckt mal die Silicon Valley-Leute an, jetzt um in ihren KI-Vorstellungen und so.

01:54:58: Diese zäudo-religiösen Vorschläge, dass sie einfach nur denken wir brauchen vielleicht sehen man hat Milliarden Menschen gar nicht.

01:55:05: Lass mich doch sterben.

01:55:06: oder bringen wir um sowas alles und dementsprechend wozu brauchen wir für den Planeten?

01:55:12: Ich glaube diese Menschen unterschätzen massiv wie wichtig eine funktionierende Gesellschaft ist für ihren Wohlstand und ihren Reichtum.

01:55:22: Das ist ein ganz interessanter Widerspruch, weil sie die KI so ... anthropomorphisieren, so vermenschlichen und da die Gefühlen zuschreiben.

01:55:35: Statistischen Programmen und Wahrscheinlichkeitsrechnungen, Gefühle zuschrauben.

01:55:40: Und was natürlich ist ja wir Menschen sind soziale Wesen und wenn wir ein Tier sehen denken wir das hat gefühle wie wir, so sozial sind wir.

01:55:51: Wenn wir in der KI sehen mit uns dann denken wir sie hat Gefühles wie wir.

01:55:54: So sozial sind Wir.

01:55:56: aber die gleichen Personen Wirklich die gleichen Personen denken, sie können die Gesellschaft völlig ignorieren und kaputt machen.

01:56:05: Und Sie sind total.

01:56:07: ausschließlich als Einzelpersonen können Sie in irgendwelchen Punkten in Neuseeland leben oder am Mars.

01:56:14: Ich meine es ist so jenseitig wenn man weiß was das für eine Operation auf der Erde ist um die AstronautInnen auf der ISS am Leben zu halten für ein paar Monate, was es dafür Ressourcen braucht auf einer funktionierenden Erde.

01:56:28: Es ist einfach völlig jenseitig und nur abstros und eigentlich schockierend wie in einer aufgeklärten Gesellschaft solche Ideen überhaupt an die Luft gesetzt werden können und irgendwie in irgendeiner Form ernst?

01:56:43: Es ist so absurd dass man eigentlich darüber überhaupt nicht reden sollte weil es so offensichtlich unsinnig ist aus meiner Sicht.

01:56:51: Gibt's noch andere Easy Wins und Sachen Reich und Klima?

01:56:54: Mein Reich-und-Klima auch.

01:56:55: Aber was ich vorher sagen wollte ist, was so ärgerlich ist aus meiner Sicht, dass es nicht Rocket Science ist.

01:57:01: Es ist wirklich keine Raketenwissenschaft die Wirtschaft zu dekarbonisieren.

01:57:06: Also das ist nicht leicht!

01:57:07: Es ist keine Frage, dass es nicht leicht ist.

01:57:10: Aber wenn man sektoral vorgeht beim Energiesektor im Grunde wissen wir wie's geht?

01:57:14: Wir haben die Technologien, wir brauchen keine riesen Sprünge mehr, dass man Solarwind und vielleicht Biomasse ausbaut, Speicherkapazitäten mit regionalen Energiegemeinschaften arbeitet das man die Speichernotwendigkeit vielleicht möglichst gering hält.

01:57:29: Das geht!

01:57:31: Das können wir im Grunde.

01:57:32: Hat alles natürlich Probleme, die seid in den Erden mit Abbau der Verschmutzung da.

01:57:36: Also hat alles Probleme aber es ist nicht unlösbar.

01:57:40: Wenn man sich anschaut den Verkehrsektor auch da im Grunder wissen wie das geht.

01:57:44: Man muss bei all diese Dinge werden eine Kombination brauchen aus Effizienz und auch... Also wir werden auch in gewissen Maßen schauen müssen, welche Bedürfnisse haben wir an Mobilität und welche kann man eben vielleicht nicht mehr immer befriedigen.

01:57:59: Dass man Shopping fliegt in ein anderes Land oder solche Sachen.

01:58:03: Das wird einfach nicht spielen so wie es aussieht derzeit mit den Negativ-Emissionen mit Carbon Caption Storage das nicht funktioniert auf einer Ebene die wir in einen großen Ordnung dieses brauchen.

01:58:12: Man könnte ja quasi eine Übergangslösung haben.

01:58:14: ok zu lange

01:58:16: Fliegen nicht

01:58:17: inkarbonisiert haben, also rausgefunden haben wir wieder sauber fliegen.

01:58:22: Machen wir irgendwie okay.

01:58:23: jeder hat zwei Flüge pro Jahr oder vier Flügel pro Jahr und die darf man auch nicht verkaufen an die Reisten.

01:58:29: Oder sie werden nach Einkommen besteuert?

01:58:31: Oder wie auch immer progressiv?

01:58:32: Da finden Sie ja wirklich.

01:58:33: Da hatten

01:58:33: wir mal vorgeschlagen in einer Studie für den Bertelsmann Stiftung eben mit Katharina Bohnenberger und Ön Vera Hube.

01:58:38: Fliegen ist tatsächlich ein großes Thema, weil es derzeit nicht so aussieht als wären wir in einer Lage die Technologien dafür zu entwickeln.

01:58:45: Also der Versuch Batterie getrieben also die Energietichte von Kerosin sieht einfach nicht so aus, das könnten wir derzeit noch mit Batterien dorthin kommen.

01:58:55: Das heißt für Langstreckenflüge jetzt, wenn wir fliegen muss man ein bisschen... aber für Langstreck und Flüge sieht's derzeit nichts so aus und die Projektionen sind immer.

01:59:02: in zehn Jahren werden wir das entwickeln und werden ein bisschen synthetisch beeimischen.

01:59:08: Das ist tatsächlich ein großes Thema,

01:59:09: wo es

01:59:10: nicht so aussieht.

01:59:12: Es gibt ja kein Menschenrecht darauf – wie sehr klar wir jetzt in den letzten Hundert Jahren durch die Technologiesprünge war – aber es gibt ja keinen Menschenrecht daran, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen.

01:59:23: Und das werden wir einfach akzeptieren müssen als Gesellschaft.

01:59:25: Wenn wir in unserem Wohlstand leben wollen, in einem Akzeptabel, in ein gutes Leben haben wollen, global gesehen und das ist möglich!

01:59:35: Es stimmt bei den Sektoren weitergehen, Industrie ist schwierig natürlich.

01:59:39: Das ist der Bereich wo man sich am meisten noch an Investitionen und Innovationen brauchen werden.

01:59:47: Aber das ist es wo der Kapitalismus gut drin ist.

01:59:50: wenn's Profitmöglichkeiten gibt dann Lösungen zu finden.

01:59:55: Mein Lieblingsbeispiel sind immer die mRNA Impfungen, wo wir in extreem kurzer Zeit Dinge die noch nicht an Menschen erprobt waren geschafft haben umzusetzen.

02:00:05: Weil klar war das sind massive Profitmöglichkeiten.

02:00:08: drinnen mit natürlich immer auch staatlicher Grundlagen in Innovationen Investitionen, wo ganz viel der Staat auch drinsteckt ist auch kein Widerspruch zwischen Markt und Staat in diesen Dingen.

02:00:20: also den Staat braucht es da aus meiner Sicht ganz dringend in diese Schritten.

02:00:25: aber Aber ich habe die Hoffnung, dass es eben sehr sektoral muss, sehr spezifisch immer passieren.

02:00:31: Aber das ist aus meiner Sicht etwas wo man hoffen muss und hinein investieren muss den Industriesektor zu dekarbonisieren.

02:00:38: der Gebäudessektor Ich Ich mache noch weiter mit den Sektoren, ich möchte das dringend.

02:00:43: Der Gebäude-Sector... Da wollte

02:00:44: ich eh darauf hin aus, dass Bauwirtschaft Luxus will?

02:00:48: Ist ein weiteres großes Thema und ich habe gerade einen Piet-Stichstudierenden in Duisburg Essen am EFSO, der damit anfängt, Nils Uebernuss wird sein Doktorat dazu schreiben wie dekorbonisieren wir den Bausektor jetzt nicht nur Gebäudesektor weil es ist relativ einfach wieder.

02:01:03: Wir wissen wie wir insolieren müssen, wir wissen wie die Heizung Wärme pumpen umstellen müssen, werden wir umstellen solche Sachen

02:01:11: in Schweden.

02:01:13: Das ist der Bausektor.

02:01:15: In Schweden emittiert der Gebäudesektor nicht mehr.

02:01:18: Ich habe ein Forschungsprojekt mit zu anderem Vietstilstudierenden inzwischen seiner Postdoc gemerkt, wo der eine gesagt hat er glaubte, er hat einen Datenfehler gemacht und immer unendlich rausgekriegt bei Schweden beim Gebäudesektor weil er durch Null dividiert hat bei den Emissionen.

02:01:33: Er emittierte einfach nicht mehr.

02:01:35: Die Emissionen sind Null.

02:01:36: Und dann natürlich, wenn es einfach für jedes Land rechnist... Also ist es möglich.

02:01:42: beim Gebäudesektor wissen wir wie's geht?

02:01:44: Wir müssen das machen!

02:01:45: Wir müssen die Interessen aber schaffen und die Finanzierbarkeit ansehen, wie das aufgeteilt wird zwischen Mieterinnen- und VermieterInnen.

02:01:52: Es ist alles schwierige politikerwünsche Fragen, aber keine technischen.

02:01:55: Das ist nicht so dass wir sagen, wir wissen nicht was gehen kann überhaupt.

02:02:00: Das finde ich immer sehr beruhigend.

02:02:02: als Wissenschaftlerin.

02:02:04: Ich bin froh, dass ich keine Politikerin bin – das ist eine hohe Vorstellung von mir dieser Dinge durchkämpfen und umsetzen zu müssen mit einem großen Respekt.

02:02:13: Aber da wissen wir wie es geht!

02:02:15: Im Bausektor ist es nicht so leicht und deswegen dieses PhD-Projekt jetzt in unserem neuen Promotionskolleg.

02:02:20: Wir haben eines zur politischen Ökonomie der sozialökologischen Transformationen.

02:02:24: Katharina Preuss hat schon erwähnt, die arbeitet zur Verkehrsemissionen nach Geschlecht.

02:02:31: Mir einem Frauenlob zum Beispiel arbeitet zu Zentrumperipherie-Fragen in der soziale ökologischen Transfektion und im Nils Urbanus – also wir haben insgesamt acht Leute – aber Niles Urbanus arbeitet zur Decarbonisierung des Bausektors.

02:02:45: Also auch eine ganz zentrale Frage!

02:02:47: Und auch da gibt es wirklich viele Ansätze, wo man einerseits sich in die Baustoffe.

02:02:53: Ich habe noch kein Ergebnis, ich weiß nur von ihm jetzt eben lerne ich gerade was man da machen kann.

02:02:57: Die Baustoffe ersetzen zwendurch Holz im Grunde Stahl, Stahlbedohnenbau stärker auf Holz umstellen.

02:03:10: Das hat eine schöne Folge mit Annette Hillelbrand gemacht.

02:03:12: Kann ich sagen, das ist ein Pfehl von Architects for Future Genau darüber.

02:03:16: Also, falls ihr da ein paar Stunden lang Liebdive haben wollt an der Telebrand.

02:03:19: Kennen

02:03:19: Sie das sicher viel besser aus?

02:03:20: Als ich?

02:03:21: insofern werde ich da jetzt gar nichts dazu ausbreiten.

02:03:22: Wollte ich doch einen darauf hinanden

02:03:23: lassen.

02:03:26: Insofern wenn man die Sektoren durchgeht dann kommen wir schon sehr weit und aus meiner Sicht gibt es da viel was wir eigentlich schon wissen können und wo wir nicht... auf Zukunftstechnologien spekulieren müssen.

02:03:40: Das ist das große Risiko, dass wir in dieser neoklassischen Perspektive, in diesem marktwirtschaftlichen Logik ausschließlich auf Preismechanismen setzen.

02:03:49: Der ETS der europäische CO-Preis so grob hat uns jetzt fünfzehn Jahre gekostet.

02:03:56: Er versucht nur über Marktmechanismus zu lösen und das Emissionsproblem in Europa hat fünfzehnt Jahre verloren in diesen kurzen Zeitrahmen, indem wir dekommodisieren müssen.

02:04:08: ein Riesenproblem.

02:04:10: Und es liegt daran dass neoklassiker ihnen nicht verstehen wie Märkte eigentlich real funktionieren sondern sie vorstellen man macht einen Markt und dann löst alles der Preis ganz von alleine und nicht verstehen das politisch.

02:04:23: die Politen ist ein markt immer politische Rahmenbedingungen sind die geschaffen werden innerhalb dieser dann ein preis angebot nach frage natürlich beeinflusst in Einklang bringt, wenn man so möchte.

02:04:35: Aber dass da die politischen Interessen ausgeblendet werden wurden war das zentrale Problem und war das was uns so hineingeritten hat jetzt auf europäischer Ebene.

02:04:45: Jetzt versuchen sie es zu reparieren und ich finde es gut weil schon so viel Energie hineingeflossen ist würde nicht abschaffen auch da wieder Institutionen wenn's hier mal gibt und also diesen Blick darauf.

02:04:55: das finde ich wichtig.

02:04:56: aber das als einziges.

02:04:59: Und zu hoffen, dass wir das mit Carbon Capture and Storage, damit wir das CO² aus der Luft wiederholen können.

02:05:06: Ich meine, werden wir brauchen?

02:05:07: Wir dürfen es auf gar keinen Fall diskutieren und von vornherein sagen Nein!

02:05:12: Das ist nicht sondern das werden wir auch brauchen so wie es derzeit aussieht, in keiner Weise ausreichen.

02:05:20: Sämtliche Projektionen die wir hinaufgehen für Carbon, hat dann unten die Linie mit der tatsächlichen Carbon Capture and Storage, wie es real derzeit sieht.

02:05:28: Es ist einfach nicht ausgereift.

02:05:30: die Technologie basiert darauf dass wir das wir so ja auf großflächig anbauen und dann verbrennen um beim Verbrennungsprozess also das CO² einzufangen wirklich wirklich nicht an einem Punkt wo wir sagen würden

02:05:43: bis schon wir zwei Punkte weiter gelandet, als ich noch mal wollte.

02:05:47: Aber ich mach nur kurz weiter einfach nur... ist da leicht zu verstehen.

02:05:51: diese CO-Zweibepreisung ist nicht zielführend und im Grunde quasi Klimaschutz über höhere Verbraucherpreise organisieren?

02:06:03: Hat bisher nicht funktioniert würde ich sagen

02:06:05: Und ist jetzt rein logisch wenn wir auch davon ausgehen oder...?

02:06:08: Wissen, dass achtzig Prozent der ganzen CO²-Emissionen unter Umweltverschmutzung und Umweltserstörung durch die Reisten verursacht werden.

02:06:18: Ist dieses Mittel ja dann, ich will nicht sagen wahnsinnig aber ein schlechtes?

02:06:24: Ja, ich meine ich glaube die Hoffnung ist natürlich schon Unternehmen dort hinzubringen das sie anders produzieren also genau diese Industriegeschichte und so versuchen da etwas anzustoßen.

02:06:33: Aber das funktioniert nicht wenn man einen Markt schafft der dann, wo dann Zertifikate gratis hergegeben werden.

02:06:40: Und natürlich jedes Land sagt aber mein Industrie braucht sie ganz dringend und ganz viel davon.

02:06:44: Der Preis einbricht, der bei mindestens hundert Euro liegen müsste um Innovationen anzustoßen und der auf unter zwanzig Euro oder unter zehn fünf Euro liegt über Jahre und Jahrzehnte teilweise.

02:06:58: Wenn das keine Innovationen nicht anstößt und ein Unternehmen nicht dazu bringt, CO² einzusparen?

02:07:04: Das ist einfach das Prinzip Hoffnung!

02:07:08: Das andere ist, es gibt genug Sektoren.

02:07:11: Und das hatten wir jetzt immer wieder all die Jahre hier und das habe ich auch nie vergessen.

02:07:15: Wenn du Innovationen wirklich fördern willst, wenn du dafür sorgen willst dass es Innovationen gibt dann gibst du einem Ingenieur ein Problem und das nix anderes als eine Regulierung.

02:07:25: Eine Regel im Sinne von keine Ahnung Flugverkehr.

02:07:28: können wir mal mal ein Problem oder eine Regel beschreiben?

02:07:31: okay in zehn Jahren ist es verboten auf CO-Basis zu fliegen.

02:07:37: Dann hat der Ingenieur von dem Flugzeugbauer oder der Flugfirma oder so weiter ein Problem und dann hat er quasi in einer Box hinterher sich eine Lösung einfallen lassen muss, wenn sie kein Problem haben wissen Sie nicht wo sie irgendwie daran arbeiten sollen weil ja alles immer noch erlaubt ist und das einzige wonach sich die Firma richten muss es auch gibt eine co zwei Bepreisung.

02:07:59: Gucken wir mal, wie wir da irgendwie lobbyieren können.

02:08:01: Dass wir rausfallen oder das von der Steuer abziehen können und damit das uns irgendwie nicht stört?

02:08:06: Was es braucht absolut ist ein glaubhafter Pfad!

02:08:10: Es braucht glaubhafte Verpflichtungen und perspektivische Änderungen die kommen und auch behalten werden, die dann beim ersten Gegengewinn wieder abgeschafft werden.

02:08:21: Darum

02:08:21: ist jetzt so wahnsinnig...

02:08:25: Also das ist was es braucht aus meiner Sicht.

02:08:27: Es braucht einen glaubhaften Pfad, es braucht eine stabile vorhersehbare Entwicklung damit sich Unternehmen dann mal nachrichten können und entsprechend innovieren können.

02:08:36: Und wir haben die Entwicklung schon gesehen gehabt.

02:08:38: Wir haben ja schon die Bewegung hingehabt zur Elektroautos und der E-Mobilität die nicht alles lösen kann.

02:08:44: Wir können nicht sämtliche Verbrenner auf E, das geht sich nicht aus mit dem Energieniveau aber dennoch es wird ein Teil sein dass wir verbrennene Autos auf E-Mobilität umstellen in der Transformation und sobald wir anfangen die Möglichkeit aufzumachen, dass nicht der Ingenieur ein Problem hat oder die Ingenieurin sondern der CEO oder die CEO die dann in die Politik gehen kann und uns sagen Das geht so nicht, wir wollen das nicht.

02:09:09: Wir müssen es jetzt wieder abschaffen.

02:09:10: Wenn die das Problem hat und das überpolitisches Lobbyieren wiedergesagt ist lösen kann, dann hält das

02:09:17: nicht.".

02:09:18: Und soweit die Politik anfängt umzufallen in diesen Dingen – und wir sehen es leider auf deutscher Ebene, wir sehen sie auch auf europäischer Ebene -, dass da gerade ganz viel rückgängig gemacht wird wo wir eigentlich schon weiter waren.

02:09:28: Und das ist ein unheimlich frustrierenderer Prozess aus der Außenperspektive zu beobachten, wie da jetzt gerade ein Pushback stattfindet.

02:09:39: Der in meiner Wahrnehmung nach mit der Landwirtschaft angefangen hat wo die Bauern und Bäuerinnen ihren Traktoren der deutschen Politik und der Europäischen gesagt haben Nein!

02:09:49: Nicht mit uns.

02:09:50: Bei uns bleibt das Dieselprivileg erhalten bei uns wird nicht dekarbonisiert und not in my backyard den es am meisten am Kopf fällt die im Sommer jetzt Leiden, die Ernteausfälle haben.

02:10:03: Also ich muss mich tun wir auch wirklich zugleich leid.

02:10:06: aber sie waren die in meiner Wahrnehmung wie gesagt von außen bin keine Politikwissenschaftlerin das angestoßen haben.

02:10:12: und daraufhin hat die Industrie gesagt wenn die können dann können wir schon lange und beschlossen dann bei uns auch nicht.

02:10:20: offensichtlich gibt es die Möglichkeit dass wir das Problem über die CEO-Lis lösen und nicht über die Ingenieurinnen.

02:10:28: Das ist ein anderes Thema, aber gerade so die Agrar Lobby wird ja auch dominiert von den Großgrundbesitzern.

02:10:36: Die meisten Subventionen gehen an wenige Agrar-Unternehmen, die eine Menge Flächen bekommen weil sie mit den Flächen das Geld verdienen.

02:10:47: und die lobbyieren dann quasi in diesen Bauernverbänden wo diese sich natürlich als Kleinbauer Interessensvertreter usw.

02:10:53: hergeben.

02:10:56: Nutzen dann diese Menschen auf der Straße als nützliche Idioten für ihre Politik?

02:11:00: Und auch denen fällt's am Kopf.

02:11:01: Das kann sich niemand auskaufen, aus der Klimakrise.

02:11:06: oder.

02:11:06: wir haben ja die Tech-Industrie nicht und die Großbauern und Bäuerinnen nicht.

02:11:12: Auch die haben dann die Ernteausfälle und es ist so kurzsichtig und für mich so unverständlich dass wir hier im globalen Norden im Zentrum, die wir eigentlich die Möglichkeit... gehabt hätten und hoffentlich noch haben, über reformistische Schritte hinzukommen zu einer sozial-ökologischen Transformation.

02:11:30: Die Wohlstand erhält auch für die baunen Bäuerinnen und die Natur erhält und ihnen die Lebensgrundlage und ihre Profite erhält auf Dauer.

02:11:43: Dass da so ein Widerstand ist und ich kann es echt nicht nachvollziehen wo das herkommt.

02:11:50: Natürlich kann man es psychologisch nachvollzehnen Oft ist es einfach eine Gegenreaktion.

02:11:57: Es ist ein bisschen ein schlenkender Anrichtung, aber die Neoclassik hat immer dieses Beispiel so schön erzählt.

02:12:03: Ist ja entwickelt worden eigentlich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Wien zu einem guten Teil wo in den Café-Häusern in einer Zeit in der die Welt im Begriff war unterzugehen.

02:12:18: So wie sie es quasi kannten.

02:12:20: also das war Jahrhunderte Monarchie die da irgendwie extrem stabil funktioniert hat, mit sich aufbauenden Antisemitismus der viele von diesen Ökonomen in einen aktiv bedroht hat.

02:12:36: Sind sie in den Kaffeehäusern gesessen und haben sich eine Welt ausgedacht?

02:12:41: Also diese treuende Unheil- und Wahnsinn der in den ersten Hälfte vielleicht des XX Jahrhunderts... aufgezogen ist.

02:12:52: Und haben sich in der Welt ausgedacht, in der alles wunderschön ist und perfekt und harmonisch und überhaupt keine Macht in irgendeiner Form ausgeübt wird und der Preis alles ganz von allein löst und das allgemeine Gleichgewicht sich einstellt ganz von selbst.

02:13:15: Welche Drohungen haben die da?

02:13:16: Eine

02:13:16: Anwaltschaft hat immer gemeint, psychologisch ist es sehr nachvollziehbar.

02:13:20: Wenn man in diesem Irrsinn sich flüchtet natürlich und eine Welt baut die einfach ganz wunderbar ist und so schön ist und perfekt und überhaupt nicht bedrohlich in irgendeiner Form.

02:13:32: Natürlich wünscht man sich das aber es ist halt nicht die Realität diesen Sprung dann zu machen und zu sagen okay natürlich mache ich gerne meine Modelle und finde das mathematisch ästhetisch Aber es hilft mir nicht, den Antisemitismus zu verstehen und die Ursachen des Faschismus in irgendeiner Form anzugehen wie Isabella Weber das versucht und macht mit ihrer Arbeit.

02:13:59: Es hilft mich nicht, die Grundlagen der großen Mehrheit zu verbessern – wie Tom Krebs auch im Trugger, Thiel von Dregg mit seinen Makro-Rykononischen Analysen haben jetzt gar nicht gesprochen noch ein Professor von einem in Dysburg essen, der viel zu Arbeitszeit macht gerade und Arbeitszeitreduktion.

02:14:12: Was ja auch ein ganz zentraler Punkt ist natürlich in der soziale ökologischen Transformation.

02:14:18: Diese realen Probleme ist das was wir gerne bearbeiten wollen mit regularosen Methoden aber mit einer Methode Vielfalt wo wir auf unterschiedliche Arten auf reale Probleme zugehen und ansehen und hoffentlich realitätsbezogen Mit wirklichen Problemen, mit undurchlichen Methoden wirkliche Probleme angehen.

02:14:40: Jetzt

02:14:40: kennst du dich ja mit den Neoclassikern und im Grunde der neoliberalen noch besser aus.

02:14:44: aber wenn man hier unseren offenen neoliberalen Parteien zuhört wie der FDP es gibt's noch ich weiß keine partei und so weiter.

02:14:53: Aber die waren ja immer so.

02:14:55: Subvention sind scheiße.

02:14:56: staatliche Subvention müssen abgebaut werden mussten weg.

02:15:00: Und wenn wir jetzt gerade bei den Klimaschädlichen Subventionen waren, ich kenne die Zahlen nicht in Österreich.

02:15:05: Wenn Deutschland sechszig Milliarden Euro jedes Jahr indirekt oder direkt gehen werden für Klima schädliches ausgegeben was unsere Umwelt schadet.

02:15:16: Die müssten ja eigentlich eher in ihrer Ideologie dafür sein dass das alles aufhört.

02:15:22: Das würde uns ja helfen wenn sie dann wieder in ihre eigenen Logik zumindest das denkt.

02:15:26: aber da hält es dann auf.

02:15:27: sobald die FDP denn jetzt an der Macht war Waren Sie die Letzten, die das irgendwie gemacht haben?

02:15:32: Und da war ja in der Zwischenzeit mit den Agrarsubventionen.

02:15:35: Das war eine der kleinsten klimaschädlichen Subventionen, die sie streichen konnten und da haben sie schon Gegenwind bekommen...

02:15:41: Aber so massiv!

02:15:43: ...und dann die dicken Bretter haben sich natürlich erst recht nichts eingelassen.

02:15:47: Ja, ich meine kann nicht nur zustimmen.

02:15:48: Ich finde ein wichtiger Punkt hier ist schon, was halt oft gerne vermischt wird sind Subventione und Subventionene.

02:15:54: Also absolut bin bei dir, bei den klimaschedlichen Subensionen.

02:15:58: Eine andere Sache ist, aus meiner Sicht sind die Ausgaben des Staates oder Subventionen wenn man sie auch so nennen möchte für Innovation und Grundlagenforschung.

02:16:07: Und da bin ich ganz bei Mariana Mazzucato und ihrer Analyse dass der Staat wirklich eine große Rolle spielen muss und spielt und spielen muss weil immer ganz viele von den wirklich Wohlstand verbessenden Innovationen die wir haben aus vom Staat mit finanziert wurden oder gar entwickelt worden

02:16:28: Entwungen, jetzt hatten wir das Thema schon.

02:16:31: M RNA?

02:16:32: M RNA zum Beispiel ein ganz klassisches Beispiel wo ganz viel Grundlagen Innovation reingegangen ist und man auch sieht sobald diese staatliche Finanzierung wegfällt dass es wieder weg fällt also wird doch wieder geschlossen wenn sie eben dann nicht mehr passiert.

02:16:45: Also wo der Staat?

02:16:47: Und das ist ja auch ein Bild, dass ganz viele Neoglasische nicht haben können vom Staat.

02:16:51: Der Staat als Innovator, als Entrepreneur, eine Einheit die einen langen Atem hat und einen langer Blick hat anstoßen kann und auch die tiefe Taschen hat, tatsächlich.

02:17:09: Auch in der Lage ist, in die Breite zu gehen bei den Grundlageninnovationen, in der Finanzierung was ein einzelnes Unternehmen sich vielleicht gar nicht leisten kann wenn dann eben nicht alles etwas wird, kann das der Staat?

02:17:19: Nein,

02:17:19: dieser Stadt Oberster Kapitalist.

02:17:23: Der Staat ist natürlich durch kapitalistische Interessen geprägt oder gesellschaftliche Interessen und unterschiedlichen Klassen aber er ist schon auch gesellschaftlich strukturiert.

02:17:32: also wir wählen Und wir haben eine Demokratie, immer noch.

02:17:37: Aber absolut natürlich gibt es da auch unterschiedliche Kräfte-Verhältnisse und unterschiedliche Interessen, die auch innerhalb von... Also ich möchte ihn jetzt nicht so monolithisch aufbauen oder so.

02:17:45: Das hat das vielleicht zugeklungen.

02:17:47: Da gibt's durchaus ganz unterschiedliche Ebenen natürlich.

02:17:51: Die

02:17:51: Sorgen der Kapitalisten werden am Ernstesten genommen.

02:17:55: Und die Sorgen den Reisten werden vor einer Politik und Parlament am Wahrscheinlichsten umgesetzt, übersetzt oder angegangen?

02:18:06: Lea Elsasser hat dazu geforscht.

02:18:08: Die war bei unserem Institut für Soziologie und am MPI und hatte seinen Lehrstuhl in Frankfurt.

02:18:13: also die zeigt genau das dass der je Höher der Status ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass diese Gruppen ein Vetorecht haben zumindest.

02:18:25: Also das Gegend, die an Interessen in Deutschland im Zeitraum – also natürlich eine sehr saubere Studie nicht so allgemein wie ich das jetzt da leihenhaft darstelle – gegen die Interessen der Hocheinkommensgruppen keine Reformen beschlossen

02:18:43: wurden und

02:18:44: nur mitdehnen.

02:18:46: Genau!

02:18:46: Aber gibt's auch eine Mirio-Outdown von der Yale-Studie?

02:18:49: Je reicherer du bist, das wahrscheinlich ist.

02:18:50: Die

02:18:50: USA ist es natürlich immer besser belegt aber auch für Deutschland hat Lea Elsesser dazu eben gearbeitet.

02:18:55: ja

02:18:56: Was ist eigentlich der Unterschied zu unseren Passieren auf unseren Vermögensverhältnissen und den Problemen von unserer Demokratie was wir als erstes gerade besprochen haben?

02:19:04: Was ist unser Unterschied zu einer Olegarchie?

02:19:07: Warum nennt man das einfach nicht Olegarchy?

02:19:09: Weil wir aus meiner Sicht also es geht ein bisschen zurück auf diese Mehrheit-Roketit-Debatte die wir am Anfang hatten.

02:19:15: ich finde nicht dass wir dort sind.

02:19:17: Natürlich gibt es Gruppen, die stärker gehört werden und sich besser durchsetzen.

02:19:22: Aber wir haben eine Demokratie aus meiner Sicht.

02:19:26: Muss ich ja nicht gleich zwingend widersprechen?

02:19:29: Absolut!

02:19:31: Und ich bin auch der Meinung, dass zu viel Macht bei den Reichen gibt.

02:19:35: Ich bin noch keine Politikwissenschaftlerin, dass ich jetzt oft aus dem Stegreif sagen könnte.

02:19:38: Wie Oli Hakaki definiert ist und was da jetzt konkret die Merkmale sind, die wir vielleicht nicht erfüllen

02:19:44: oder so?

02:19:44: Wenn du jetzt dieses Problem macht der Reichen anhand von Vermögen um wie sie sich den Verpflichtungen einer Gesellschaft entziehen

02:19:53: usw.,

02:19:53: wenn wir das einfach über China reden würden... dass das so ist.

02:19:57: Oder, dass es in Russland so ist für uns die Reichen und alles Mögliche mehr.

02:20:02: Da würden wir wahrscheinlich schneller auf die Idee kommen, ja, es hat eine Ulegarchie.

02:20:06: Wie gesagt also nicht Politikwissenschaft darin?

02:20:08: Ich würde schon sagen, dass unser Rechtsstaat weitgehend für alle gilt.

02:20:12: Nicht im ganz gleichen Maße natürlich mit unterschiedlichen Strängen der Bewertung von unterschiedlichen Delikten und solche Sachen.

02:20:20: aber... Das Ausmaß an Rechtslosigkeit, das ich als politwissenschaftliche Laien einer oliger Gerachie sehen würde ist schon noch ein anderes als bei uns.

02:20:30: in Deutschland und Österreich, würde ich sagen.

02:20:31: Also da... Ich heite auch nicht zu viel davon, irgendwie so ein ganz extremen Alarmismus zu veranstalten.

02:20:37: Es ist alles Verlohse.

02:20:38: Wir sind schon völlige Autokratie, Oligarchie oder

02:20:41: was auch

02:20:42: immer.

02:20:42: Nur weil... Faschismus, ich weiß nicht all diese Dinge.

02:20:45: Man sieht erste Anzeichen an Bewegungen und Probleme.

02:20:49: Die muss man hinweisen und das tue ich meiner Meinung nach

02:20:51: auf.

02:20:52: Ist ja mal genau ein Spektrum?

02:20:53: Das

02:20:53: ist alles ein Speektrum!

02:20:54: Und ich bin der Meinung dass wir uns dann noch nicht am extreemen Ende befinden im Spektrum.

02:21:00: Aber wir können auf dem Weg sein, da werden ja viele amerikanische Gäste oder Amerikaner-Amerika-Experten wie sagen das ist da gerade schon olegal hier?

02:21:07: Ich bin sicher es hat einzelne Anzeichen ohne die konkreten Werkmalen zu kennen.

02:21:13: ich würde annehmen dass die Verwögensungleichheit ein Aspekt der hinein spielt.

02:21:20: zugleich

02:21:22: gibt sie

02:21:22: Hoffnungen über die Erbschaftssteuer zum Beispiel und die Anhörung jetzt in eine verfassungsgrundforme Formulierung kommen, die Unternehmen auch besteuert.

02:21:37: Es ist ja nicht ausgeschlossen und das finde ich kennzeichnet schon einen demokratisch organisierten Prozess dass solche Dinge nicht denkunmöglich sind sondern dass man realistische Optionen hat wo eine Vermögensteuer eingeführt werden kann, wo eine Erbschaftssteuer auch Unternehmen gleich besteuert wie andere Vermögensarten wo eine Transformation gestaltet werden kann, in einer soziale Ökologische.

02:22:02: In den Interessen der Mehrheit?

02:22:04: Im Interesse der Mehrheiten hier.

02:22:06: Das schätzt bei Alter ich mit den Fragen an Hans.

02:22:09: Ich bin gleich fertig und muss auf jeden Fall irgendwann mal wiederkommen.

02:22:12: Hab jetzt noch nicht alles geschafft.

02:22:16: Bei Alter ich auch mit Hans.

02:22:17: Und näherbar bei Oligas.

02:22:18: hier habe ich natürlich auch gesagt, weil Martin Alenathes war vor einigen Jahren ja auch sehr sehenswertes Interview und die hat ja auch nachgewiesen quasi das ist immer noch... Viele vermögende Familien in Deutschland seit Jahrzehnten, Jahrhunderten reich sind vor dem Zweiten Weltkrieg.

02:22:42: Das sind ja Leitlinien.

02:22:43: Egal welches System, egal was wir hier von Staat haben die wenigen bleiben reich und das meinte ich im Sinne von so könnte man quasi auch die Oligarchie verstanden.

02:22:54: Das Volk ändert sich, wie sie regiert werden endet sich.

02:22:58: Wie sie Entscheidungsprozesse entschieden haben und so weiter.

02:23:03: Aber die Reichen, die wirklich das Geld haben usw.

02:23:06: bleiben die gleichen.

02:23:07: Das dynastische Vermögen ist sicher ein wichtiger Aspekt und auch ein Aspekt den ich für Szentral heute... Ist es

02:23:13: in Österreich auch so?

02:23:14: Die Dynastien?

02:23:15: Ja!

02:23:17: Es ist immer spannend was dann die Unterschiede sind zwischen Deutschland und Österreich.

02:23:22: Gibt's da welche?

02:23:22: Oh etliche Echt?

02:23:24: Ich habe einige, also mehr Kulturschocks gehabt als ich gedacht hätte eigentlich.

02:23:28: Und einer sind zum Beispiel die Adelstitel.

02:23:30: Die sind ja bei uns abgeschafft und ich bin jedes Mal schockiert wenn nicht einem Adels-Titel begegnet.

02:23:36: Also irgendwann einfach vergisst das irgendwie so ein bisschen aber dass es noch existiert.

02:23:42: Ich habe zwei Beispiele hätte ich sonst noch für Unterschiede.

02:23:45: Eine andere Sache ist der, also kommen wir ein bisschen zurück zu dem Gender Thema, ist der Vatertag?

02:23:52: Wie wird denn der bei euch gefeiert?

02:23:56: Für die

02:23:57: österreichischen Zuhörer erinnern.

02:23:58: Ist

02:23:59: das Vatertag am Männertag, aber ein Tag ...

02:24:01: Ja, Vatertag!

02:24:04: Okay, ich wollte jetzt nicht.

02:24:07: Aber im Grunde geht man mit den Freunden zuhause.

02:24:10: Dann war das ja quasi so Bullewagen verstraßend.

02:24:13: Bullewaken

02:24:14: hätte ich es nicht verstanden, das hätt ich schon jahrelang gesagt gehabt.

02:24:17: Man geht weg mit Freunden und wie wird der Muttertag gefeuert?

02:24:22: Sonntagshause.

02:24:23: Die

02:24:23: Mütter gehen trinken mit den Freundinnen?

02:24:25: Nö.

02:24:26: In Österreich wird der Vatertag natürlich wieder Muttertag gefeiert, weil es geht darum dem Beitrag des Elternteils zur Familie zu bewürdigen.

02:24:38: in der Familie also.

02:24:41: das war ein Riesenkulturschock für mich zu sehen dass da offensichtlich die Rolle von Vätern und Müttern völlig unterschiedlich bewertet wird wie sie wie Sie gefeiert werden.

02:24:53: Und der dritte Punkt geht auch ein bisschen über die Vermögensverteilung und auch so diese Sichtweise von selber, dass ihr keine Türnummern habt in Deutschland.

02:25:03: Ihr habt Hausnummer, aber ihr habt keine Tür-Nummern!

02:25:07: Und in Österreich natürlich haben wir Tür- Nummern... Ich fühle mit den armen Postbootinnen und Booten in Deutschland, die irgendwie dann in Häusern das nach Nachnamen die Post sortieren müssen ohne logische oder zivilisatorische Rungenschaft von Türennummern.

02:25:27: Die priffen sich

02:25:27: alle unten?

02:25:29: Ja, sie sind alle unter, aber alle mit Namen nicht nur Nummern!

02:25:33: Also ich fühle mich und meine Hypothese ist dass alle so tun wollen als würden sie in einem Eigenheim leben.

02:25:39: Niemand möchte ein Thürnummer haben weil das zeigt dass man eine Wohnung lebt, dass man nicht nicht vermögend ist und zur oberen Hälfte gehört und in einem eigen heim lebt möglicherweise will er sogar lebt, sondern dass es irgendwie so auf einer gesellschaftlichen Ebene so verankert ist.

02:25:55: Dass man nicht den Schritt von Hausnummern zu Türennummeren

02:25:58: gemacht hat.

02:25:58: Das hatte ich mir auch noch mal aufgeschrieben die Prahlerei der Reichen.

02:26:03: Wie ist das in Österreich?

02:26:04: Gibt's einen Unterschied auch zu Deutschland wo ich so ein bisschen zumindest aufgewachsen bin wie jetzt Gefühl hatte wir haben eine Menge reiche oder superreiche aber anders als Ich war auch in Amerika und so weiter.

02:26:18: Und da wird ja quasi auch mal ein Russland usw.

02:26:20: Da können wir ja auch die Reichen zeigen, dass sie reich sind bzw.

02:26:23: viele Reiche zeigen, das sie reichen durch Gold oder riesengroße Luxuswillen

02:26:28: usw.,

02:26:28: hier hat man zumindest oft, das kann ich auch durch Martina usw.. Wir haben eine Menge Superreich aber die lassen es gar nicht so sehr raus und prallen damit nicht... Man muss dann schon quasi gut aufpassen!

02:26:44: Ist das in Österreich?

02:26:46: Ich würde sagen ähnlich.

02:26:47: Aber zumindest meine Wahrnehmung, ich mein man weiß es dann schon.

02:26:50: Man weiß wer dann Erben und Erben von gewissen Konzernen vielleicht sind oder sowas.

02:26:55: Wenn man irgendwie soziale Berührungspunkte hat und jetzt auch ja der DZ-Person ist und so das hört man dann schon.

02:27:01: also nicht mein Umfeld aber quasi man bekommt jetzt im universitären Umfeld vielleicht manchmal ein bisschen mit Teilweise, glaube ich, sieht man es auch weniger stark, weil es oft an Ländereien hängt in Österreich.

02:27:14: Also man geht dann jagen mit Politikerinnen und Politikern zum Beispiel.

02:27:18: Da sind wir wieder bei dieser Verquickung von Vermögensungleichheit und politischer Einflussnahme.

02:27:28: Zum Beispiel?

02:27:30: Und wenn man keine Ländereiens besitzt, dann gehen wir halt nicht jagen.

02:27:32: An Kader nicht diese Möglichkeit Einfussreichen Persönlichkeiten, ein Gespräch zu führen im vertrauten Rahmen.

02:27:41: Aber das sieht man halt nicht zu.

02:27:42: Das ist jetzt nicht ... Da steht dann keine Wille, oder?

02:27:45: Das ist kein Klunker, der irgendwo dann Sicht weiß.

02:27:51: Also absolut, das glaube ich schon.

02:27:54: Das finde ich plassibel aber ... Anstatt so versteckt ist es auch nicht.

02:27:58: Ich find in Westdeutschland, wo ich ja jetzt bin in Duisburg essen sind die Willengegenden dann weniger ... Also schon klar, wo die sind und wo die Leute wohnen.

02:28:08: Man definiert sich auch darüber, wo man in der Stadt wohnt oder in welcher Stadt man wohnt.

02:28:13: Aber ich meinte natürlich auch, es gibt immer noch einen Unterschied zwischen reichen und überreichen.

02:28:19: Es gibt die Milliardäre und Millionäre.

02:28:21: Es gib deutlich mehr Millionäre hundert mal, tausendmal mehr als Milliardär.

02:28:26: Das ist ja auch ein Unterschied.

02:28:28: Ich kann mir vorstellen, dass viele Milliardären eher so'n ... live sein nach aus und vielleicht propagieren wie Millionär.

02:28:35: Also das ist ja auch nochmal eine wichtige Stufe.

02:28:37: Ich verfolge, ich nehme alles mit mir.

02:28:40: Es stimmt natürlich dass es in Deutschland und Österreich viele sehr reiche Familien gibt die nicht versuchen in der Öffentlichkeit zu stehen wo sie versuchen das wirklich unter dem Deckel zu halten ein bisschen.

02:28:51: Andererseits gibt's dann schon noch so Haushaltsnamen wo man weiß eigentlich wer die sind die dann wo dann schon auch quasi Bilder gibt oder so.

02:28:59: Und da könnte ich jetzt nicht sagen, dass sie vielleicht Kunst-Sammlungen oder sowas dann eher an die Öffentlichkeit begeben über Metzenaten und Metzenatinnen Tum und so.

02:29:09: Also ich möchte es nicht ganz unterschreiben... Ich glaube schon, das stimmt in der Tendenz, dass diese Zuschaustellen von Reichtum bei uns anders ist als in den USA.

02:29:18: also ich habe in New York nicht zu viel erlebt, auch dass natürlich nicht die Sphären waren, in denen mich auch dort nicht bewegt haben aber Ja.

02:29:29: Aber es gibt schon so Anklänge, die vielleicht anders ausgelebt werden?

02:29:33: Ich hatte auch das jetzt aber nur Gefühl, dass zumindest in Deutschland die Mediare und so weiter... ...die gehen selbst kaum in die Öffentlichkeit.

02:29:42: Es gibt Ausnahmen, aber keine Ahnung hier.

02:29:46: Dieter Schwarz ist glaube ich aktuell der Reiste, der Lidl Typ in Deutschland.

02:29:51: Du siehst eigentlich nicht, dass er irgendwie Interviews gibt oder ein Talkschutz sitzt und irgendwie für seine Interessen streitet.

02:29:56: Aber natürlich wäre's völlig naiv anzuglauben zu glauben, dass der nicht seine Interessen wahrmacht.

02:30:01: Das geht dann aber über Dritte, Lobbys, Mietmäuler also den ganzen Kram und das in Amerika ist es ja mittlerweile gerade weil da auch mehr New Money isst und durch Silicon Valley ist man quasi nicht nur hat man reich geerbt und dann lernt man wie man sich eine Öffentlichkeit bewegt oder was man nicht sagt oder nicht sondern wir haben Billardäre die einfach in der Öffentlichkeit agieren.

02:30:24: dies lieben Aufmerksamkeiten zu haben Elon Musk, Peter Thiel und so weiter.

02:30:29: Und ich frage mich jetzt wahrscheinlich also das Psychologische ist ob es quasi im Sinne von dem Anliegen was wir zum Beispiel wollen?

02:30:38: Also wir wollen dass die Vermögen anständig besteuert wird, dass die Schere zugeht, dass wird das Problem mit der Ungleichheit, der Extremungleichheit überwinden aber sie sind nicht.

02:30:48: sogar von Vorteil sein kann, dass wir jetzt diese ganzen meist männlichen Milliardäre haben in der Öffentlichkeit, die sich auch immer wieder mit dummen Aussagen blamieren.

02:31:01: Die einfach skandalöse Sachen sagen, die als Rassisten und Faschisten outen damit dieses Bild von den guten Reichen... Und jetzt tun sie uns gar nicht so dass das massiv Schaden nimmt weil das ist zumindest mein Gefühl in Teilen der Öffnlichkeit.

02:31:20: Dass dadurch, dass die Menschen sehen Das sind Milliardäre!

02:31:25: Das sind so eine Arschlöcher.

02:31:27: Ich habe gar keinen Verständnis mehr für die Texte.

02:31:30: Wo kann die Produktivität so hoch sein, dass sie das verdienen?

02:31:36: Das ist eine interessante These und eine schöne Hoffnung auch, die ich nicht kaputt machen möchte.

02:31:43: Gerade die Geschichte von Peter Thiele

02:31:44: z.B.,

02:31:45: ohne dass er Expertin wäre oder so, der finanzierte schon sehr lange Thinktanks an den Universitäten, Lehrstühle, Institute ... Jetzt erst mit Social Media haben sie die Sprachrohre, quasi die Plattformen gekauft und geschaffen dadurch um diese Tätigkeit auch stärker wahrnehmen zu können.

02:32:09: Also insofern bin ich mal... Nicht ganz sicher, ob es nicht stärker daran hängt.

02:32:15: Aber dann wiederum wenn ich denke man hat ja in Deutschland jetzt zum Beispiel eine Medienlandschaft die ebenso strukturiert ist wo sie auch Plattformen sind und natürlich auch Personen gehören mit Interessen.

02:32:28: Also fast alle relevanten privaten Medien also sogenannte Leitmene sind in Hennen von Milliarden Jahren

02:32:34: Und insofern ist die Frage, ob das so ein fundamentaler Unterschiede ist.

02:32:37: In den traditionellen Medien wird die Debatte strukturiert, öffentlich-rechtlicher Rundfunk und so mal ausgenommen, wird die Debatte strukturieren aber eben wie du sagst eher hinten rum, so ein bisschen da ohne dass man sich selber hinstellt...

02:32:51: Genau, Lisbon als Bertelsmann Milliardärin geht jetzt nicht offen in der Öffentlichkeit oder stellt sich per RTL bei RTL aktuell hin und sagt so muss es sein sondern

02:33:01: In den sozialen Medien ist es stärker, dann vielleicht Personen bezogen.

02:33:04: Aber auch das sind ja Plattformen um gewisse Themen und Interessen stärkere größere Reichweite zu bieten.

02:33:14: Ich meine natürlich auch so gruppenpsychologisch.

02:33:15: Es hilft einfach ein konkretes Feindbild zu haben.

02:33:17: Hört sich jetzt mal drauf an, aber man soll nur von Elon Musk zu sehen?

02:33:19: Und Peter Thiel oder irgendwie irgendeine andere Milliardäre wo man sieht, dass die Arschlöhe uns hier das Leben kaputt machen Anstatt so eine Gruppe.

02:33:32: Ja, die ist trickle herunter irgendwie ... Wir kriegen das schon über die Arbeitsplätze wieder.

02:33:38: Das ist der andere Punkt, den ich machen wollte.

02:33:40: Das Risiko ist halt, dass es den Diskursrahmen verschiebt und das wäre die Gegenposition, glaube ich ein bisschen zu seiner Hypothese.

02:33:49: Dass man sagt okay wenn wir jetzt solche... Wenn man einen Nazi groß auf offener Bühne machen kann und immer noch eingeladen wird und immer als respektabler Gesprächsteilnehmer wahrgenommen wird.

02:34:01: Wenn man menschenverachtende Dinge sagen kann und Preise bekommt, dann ist die Frage Ja, also was ist ausser als Mehrheit der Menschen?

02:34:14: Aber auch was es eben halt bei den Menschen die dann solche Dinge entscheiden, die offensichtlich die Mittel haben um dann in den traditionelleren Medien vielleicht den Diskurs zu strukturieren.

02:34:25: Ob's da nicht den Rahmen verschiebt hin einer wirklich bedenklichen Entwicklung gegen die Messebäler Weber ja jetzt ganz stark versucht anzutreten, auch

02:34:37: zu treten.

02:34:38: Ich habe nebenbei nochmal geguckt die Oxfam-Studie vom November zwanzig zweiundzwanzig sagt ein Milliardär ist so klimaschädlich wie eine Million Menschen.

02:34:46: Völlig richtig erinnert hast du

02:34:47: dich?

02:34:47: Da geht es um Privat-Jerks Schubert und Superjagd Luxuswillen und jährliche Treibhausgasemission.

02:34:52: und dann gab's noch eine andere von fünfundzwantig.

02:34:54: da heißt das eine Person aus dem reisten Nullkommar eins Prozent also einer von tausend Menschen davon der Reiste verursacht einen Tag über achthundert Kilogramm CO Zwei Mission Soviel wie eine Person der ärmsten Hälfte Weltbevölkerung im gesamten Jahr.

02:35:10: Miriam Hans macht die restlichen Publikumsfragen, du musst uns nochmal kurz jetzt aufklären.

02:35:16: natürlich was ist postkensianistisch?

02:35:22: Also Keynes kennt man ja.

02:35:25: Antizyklische Wirtschaftspolitik.

02:35:28: wenn die Wirtschaft brummt dann spart der Staat damit da quasi für das für den nächste Krise anspart.

02:35:33: und die Wirtschaft nicht brummt, dann investiert der Staat damit es wieder als ins Laufen kommt.

02:35:38: Also wo wurde mir Keynes in der Schule beigebracht?

02:35:42: Keynes eigentlich mit großem ganz eine gute Sache und wird irgendwann abgelöst.

02:35:46: Was ist denn Post-Keynes?

02:35:48: Also was du ansprichst ist das Prinzip der effektiven Nachfrage, dass ein Nachfrage halt ganz zentral ist, dass sich nicht das Angebot automatisch seine Nachfrage schafft wie es im Neoklassik sehen würde sondern wenn dann eher in die andere Richtung geht, für die Nachfrage produzieren und dann eben nachgelagert der Arbeitsmarkt stattfindet.

02:36:07: Und davon abhängt, wie viele Menschen arbeitslos sind oder ob es Unterauslastung gibt und aber strukturell eben diese Unterauslastung gibt.

02:36:16: jetzt Der Postkinsianismus ist ein bisschen in Abgrenzung zur Neukensianismus oder der neoklassischen Synthese.

02:36:24: Was gibt es?

02:36:24: Neukensenismus?

02:36:25: Ja, tatsächlich.

02:36:26: Wir haben gerade einen Nobelpreis bekommen zweit davon.

02:36:30: Also das war so der Versuch die kensianische Ideen, die ja wirklich gut sind und die Probleme ihrer Zeit sehr problemorientiert... Arbeitslosigkeit in den Dreißigern, Unterauslastung, Krisen anzugehen und die mit der Neoclassik so ein bisschen zu vermählen und einen Hut zu bringen.

02:36:53: Wo es dann eben um die Mikrofundierung der Makroökonomik geht – in dieser neuen neoklassischen Synthese John Robinson eine Postkensianerinnen, eine ganz berühmte, hat sie Die war sehr angriffig, hat sie Bastard Cainsians genannt.

02:37:07: Die hatte sich kein Blatt vor den Mund genommen wenn sie etwas kritisch gesehen hat und es ist eine Freche das die Niedernobelpreis oder quasi Nobelpreis bekommen hat.

02:37:18: Also diese Neukinsien-Innen versuchen eben das ein bisschen so... In der lange Frist herrscht jedes Gleichgewicht, aber in der kurzen Frist gibt es Anpassungsprobleme und im Grunde sind sie eh trotzdem nutzen maximierend.

02:37:32: Und das geht nicht um diese makroökonomischen Perspektiven die Keynes aus der postkainsianischen Sicht aufgemacht hat.

02:37:40: Das heißt, die Schülerinnen von Keynes, die das weiterentwickelt haben in dieser eher progressive Richtung nennen Sie ... Denkschule des Postkinsernismus begründet.

02:37:53: Das waren eben neben Robinson Nicolas Calder zum Beispiel, dann eine Generation später, es kam Steve Maglin und Armit Badour also sind einfach so große Namen, die das in diese Richtung weitergetragen haben.

02:38:09: wo's viel wo die Klassenfrage im Zentrum bleibt.

02:38:11: Die ist bei den neuen Kinsjana-Innen völlig draußen, also geht es um diese Verteilungsfrage nach die funktionale Verteidigung.

02:38:19: da geht's um Themen...

02:38:21: Klima auch?

02:38:22: Weil Kenzweier früher hat der Klima

02:38:24: recht Neues!

02:38:25: Ist das recht Neu?

02:38:25: Das ist natürlich wie ich sagen die letzte Generation der Postkinsjanas innen jetzt gerade Nina Keitenbrunner mit aller Bescheidenheit.

02:38:33: Ich zähle mich dazu, Arman Rehser an der WU.

02:38:35: Also wir versuchen da da jetzt in diese Richtung stärker zu gehen, das mitzunehmen.

02:38:40: In Leeds gibt es eine wichtige Gruppe bei uns in Duisburg Essen.

02:38:46: Aber der Prostkainsianismus hat sehr viele Aspekte weiterentwickelt aus unserer Sicht im Sinne von Keynes wie zum Beispiel die endogene Geldtheorie, die schon sehr angelegt waren oder teilweise schon vom Keynes entwickelt wurden.

02:38:58: Das Geld, das ist die Wertschöpfung aus der Wirtschaft entsteht, also dass die Banken Geld schöpfen und nicht die Zentralbank – das wäre die monetaristische, wenn man so möchte, neoklassische Perspektive.

02:39:13: Also dass die Banken, die Institutionen sind, die eigentlich das Geld schaffen.

02:39:18: Und die Zentrallbank deswegen keine Chance hat, die Geldmenge zu kontrollieren.

02:39:23: Seien wir inzwischen alle Zentralbanken.

02:39:24: Die ECB war die letzte, die es noch versucht hat... aus der deutschen Historienstand, an der Deutschen Bundesbank so zu tun als würden sie die Geldmengen kontrollieren.

02:39:35: Man kann es nicht mehr messen in realer Zeit die Geldmenge, geschweige denn dann natürlich Steuern in irgendeiner Form, dass die Zentralbanken setzen den Zins das Jahr aber kontrollieren nicht die Quantität des Geldes andere Aspekte, wie zum Beispiel die Finanzmärkte.

02:39:52: Auch da haben Bosch Gensiana in einem sehr viel weiterentwickelt Heimen-Minsky ist dann ein typischer Name Charles Kindlberger also so diese Idee dass Finanzmärke weit davon entfernt sind perfekt zu funktionieren, obwohl sie vielleicht noch am nächsten an dieser neoglassischen Vorstellung von vielen kleinen AkteurInnen perfekte Informationen so dran wären.

02:40:10: Aber tatsächlich ganz stark emotionsgetrieben sind also ganz starken Herdenbewegungen ausgesetzt sind.

02:40:19: wo eigentlich?

02:40:20: Keynes hat das mit dem sehr sexistischen Beispiel der Beauty Contests erklärt dass es bei auch Finanzmärkten aber ja selber Investor-Finanzinvestor Und es auf Finanzmärkten nicht drum geht, wie meine Einschätzung eines Unternehmens ist.

02:40:38: Sondern und eigentlich vielleicht das Beispiel der Beauty Contest in britischen Zeitungen von der Zeit mussten.

02:40:45: also konnte man gewinnen wenn man Bilder natürlich von Frauen nach Attraktivität reiht und am nächsten gewonnen hat mit dem am nächsten dran war an der durchschnittlichen Reihe.

02:40:58: Denkst du an was würden die meisten

02:41:01: Genau.

02:41:01: Sagst nicht, was find ich hübsch?

02:41:03: Du sagst, was würden die anderen denken das Hübsche ist?

02:41:06: Das wär's deine Logik, ne?

02:41:07: Ja, weil's ja darum geht, dass beim Gewinnen was der Durchschnitt ist

02:41:11: Und tatsächlich aber durch den nächsten Schritt wäre zu sagen Was denken die Anderen, dass die andern denken, dass im Durchschnitt am hübschesten ist und Kennt hat gesagt er erkennt Menschen auf den Finanzmärkten, die es im siebten Grad machen.

02:41:23: also nicht.

02:41:24: wir haben jetzt drei gerade weit.

02:41:25: was denke ich, dass alle anderen denken?

02:41:28: und bei mir setzt dann irgendwann die logik aus Noch viel mehr kann ich nicht, was ich.

02:41:31: Dass alle anderen denken, dass alle andere denken, dann wird es mathematisch bei mir.

02:41:34: Dann ist das nicht mehr ... Kann ich nicht mehr folgen

02:41:36: quasi.".

02:41:38: Aber so sagt er funktionieren Finanzmärkte.

02:41:40: Es geht nicht darum wie bewerte ich dieses Unternehmen?

02:41:42: Was sind die Fundamentalldaten?

02:41:43: Wie glaube ich tatsächlich, dass sich dieses Unternehmen entwickeln wird?

02:41:46: Sondern wie denke ich, dass andere denken... Das sich dieses Unternehmens entwickeln werden!

02:41:56: Das ist genau der Punkt der Zeit.

02:41:58: Und es ist immer sehr unpopulär in Phasen des Aufschwungs, wo wir uns gerade befinden.

02:42:03: oder an Minsky und dann auch Kinlberger mit der historischen Analyse haben das sehr schön beschrieben wie es dann in dieses Dagnation kommt.

02:42:10: also Minsky war diese Idee dass Krisen endogen sind, dass jedes Unternehmen realwirtschaftliche Unternehmen nicht nur auf den Finanz merken damit machen muss im Boom.

02:42:21: Keynes hat gesagt, the market can stay irrational longer than you can stay liquid.

02:42:26: Der Markt kann länger irrational bleiben als du Liquidität nachschließen kannst obwohl du vielleicht fundamental recht hast.

02:42:34: aber wenn du nicht mitmachst bei diesen Herdenbewegungen wirst du verlieren.

02:42:37: das heißt das Ziel muss sein die Welle mit zu reiten und dann rechtzeitig auszusteigen

02:42:43: Weil die Welle irgendwann bricht,

02:42:46: weil

02:42:47: alles was nicht unendlich weitergehen kann wird irgendwann aufhauen.

02:42:53: Und diese Motivation gibt es natürlich für alle erst ist die Wellen hinauf zu reiten und dann rechtzeitig auszusteigen und das generiert dieser Volatilität und dieses Risiko.

02:43:03: Unvorher sah man, also da hat die Neoglastik tatsächlich recht.

02:43:07: Also man kann nicht sagen wann Krisen kommen werden.

02:43:09: Das versuchen viele und dann ist meines Wissens niemand erfolgreich.

02:43:14: aber irgendwann gibt es dieses Abflachen wenn man...wenn quasi die Mehrheit der Marktteilnehmerinnen und Markteilnehmer merkt das geht so nicht weiter.

02:43:22: wir können dieses exponentielle Wachstum nicht aufrechterhalten auf Dauer.

02:43:26: Und dann kommen die Unternehmen in Schwierigkeiten.

02:43:29: also das unterschiedliche mit Hedge und an Ponzi Finance formuliert Minsky mit den unterschiedlichen Logiken, wie stark Kredit finanziert die Unternehmen sind.

02:43:42: Aber die, die am stärksten kreditfinanziert sind, die sogar ihre Einnahmen aus dem Wachstum, aus den Bewertungszunahmen finanzieren müssen, die fangen dann an... in Probleme zu kommen.

02:43:58: und wenn das mal anfängt dann geht es über sogar auf die, die eigentlich stabil werden also wären.

02:44:04: Und da kommen wir von diesen Schritten von finanzwirtschaftlichen Krisen zur realwirtschaftlichen Krise, wie man sie in der Finanz- und Wirtschaftskrise aus dem Häusermarkt angefangen hat.

02:44:16: Ich war gerade in den USA, habe einen Kurs zu Finanzkrisen unterrichtet, der historisch angelegt war aber dann sehr aktuell geworden ist an der NYU damals.

02:44:28: Da haben wir dann diese Verbindung von den Finanzmärkten zur Realwirtschaft, wo das diese Krisen die Menschen und dann die Arbeitslosigkeit also sich auswirkt für alles Mögliche.

02:44:42: Das war jetzt eine sieben Minuten Antwort auf meine Frage was Postkensionismus ist.

02:44:46: Ich hätte noch so viel mehr zu sagen, weil wir im Arbeitsmarkt haben noch gar nicht geredet.

02:44:48: Kannst

02:44:49: du mir nochmal zwei Sätzen erklären?

02:44:51: Ich glaube vielleicht einige brauchen es zum Publikum auch nochmal zwei.

02:44:54: Kurz und knapp – Was ist Postkensenismus?

02:44:57: Die Nachfrage Die Verteilung und damit die kleinen Menschen ins Zentrum zu stellen, der Analyse.

02:45:07: Schön!

02:45:09: Erste Frage, weil Sie nicht besprochen haben?

02:45:11: Bist du in Wien geboren?

02:45:12: Zweiundachtzig, dreieinachtzig.

02:45:14: Was sind deine Eltern Akademiker?

02:45:17: Weil wir gerade über Vererbenen und so weiter gesprochen haben.

02:45:19: Kommst du aus dem akademischen Haus?

02:45:21: Mein Vater hat Matura also Abi bei euch.

02:45:26: Also kurz die Antwort ist nein, meine Mutter ist Lehrerin.

02:45:28: Das heißt sie hat Lehramt studiert aber ich würde... Meine Eltern waren Profiteur und Profiteuerin von dieser Kind.

02:45:35: also bei uns war das Kreis G so sechziger-sebziger Jahre.

02:45:39: diese Bildungsexpansion und diese Aufstiegsmöglichkeiten, die es in diesem sozialdemokratischen Staat damals gab Und damit bin ich in einem... Wir waren nicht arm, aber wir haben unser Gewand am Flohmarkt gekauft.

02:45:54: Weil es nicht anders nötig war und da schließt sich der Kreis dann zur ökologischen Ökonomie dass diese Sufizienz die durchaus auch bäuerlich gedacht werden kann also so eine bäuelichen Logik manchmal kommt Und auch mein Gerechtigkeit sehen glaube ich kommt von dort.

02:46:10: Was hatten die beiden sich gewünscht was du willst?

02:46:13: Das haben sie mir nie gesagt.

02:46:15: Aber ich weiß das hier ist kleines Kinder mehr gesagt weil ich möchte Gärtnerin werden.

02:46:17: meine Mutter hat gesagt na echt Also das glaube ich war es nicht.

02:46:22: Gärtnerin

02:46:23: von Reich und Österreich.

02:46:26: Diese, die hat diese Stellung glaube ich hätte... Ich habe mir vorgestellt dass ich glaube ich so Stadtgärtnerinnen werde von Stadt Wien oder sowas aber so konkret war das sicherlich nicht.

02:46:35: Ich bin

02:46:35: froh dass du es nicht geworden bist weil du bist in der unser ökonomischen Debattenlandschaft ein wichtiger Stimme.

02:46:42: Miriam danke für deine Zeit, kommen bald nochmal wieder und ich bin gespannt was Hans zu noch an zusätzlichen Fragen mitgebracht hat

02:46:48: auch ich.

02:46:50: Danke dir Nicht fallend hin.

02:46:55: Da stürzt er aus dem Studio.

02:47:00: Suffizienz, das ist ein schönes Wort.

02:47:01: Das ist eigentlich der Gegenbegriff zur Maßlosigkeit.

02:47:06: Genügsamkeit klingt vielleicht ein bisschen komisch weil es so heißt, reicht doch, reicht auch!

02:47:13: Aber es ist zu sagen, es ist genug und das ist was anderes als so ein unterordnendes Genügsamkeit finde ich

02:47:21: oder?

02:47:22: Absolut.

02:47:23: Und ich glaube, das ist etwas was die ökologische Ökonomie gemeinsam mit dem Post-Kinzenismus leisten kann, so einen positiven Zukunftsentwurf zu bieten.

02:47:31: Also ganz viele Jungen heute, nämlich war bei meinen Studierenden wollen eigentlich nicht so arbeiten wie ich.

02:47:40: So dieses Entgrenzte und ich merke selber dass es mir nicht gut tut.

02:47:44: also meine Generationen und die drüber haben einen Arbeitsethos wo es dieses ewig im Büro sein und die Letzte sein, die geht.

02:47:54: Und die Jungen wollen das nicht?

02:47:55: Die wollen ein gutes Leben haben, die wollen Arbeitszeitreduktionen... Unser Kanzler

02:48:02: findet das kritikwürdig!

02:48:07: Das ist überhaupt nicht überraschend, weil es bedroht natürlich ganz stark.

02:48:10: Also wenn man das jetzt aus einer konservativen oder auch marktwirtschaftlichen Perspektive betrachtet, neoklassischen Perspektives betrachtet, bedrohnt das natürlich das Modell.

02:48:19: also das ist nicht... Wenn wir in einem Wachstums Fokus sind, wo es immer unendlich exponentiell wachsen muss.

02:48:29: Dann passt das nicht dazu wenn man sagt man möchte eigentlich Arbeitszeit reduzieren Lebensqualität steigern.

02:48:36: ich wünsche mir für meine Tochter ein besseres Leben als ich jetzt habe aber nicht im Sinne von wie sich vielleicht meiner Eltern gewünscht haben dass ich noch höheres Einkommen habe als sie sondern ich wünsch mir dass meine Tochte weniger arbeitet und genug hat, dass sie zurechtkommt mit dem man sie hat.

02:48:52: Und dass sie mehr Luft hat in ihrem Leben für Dinge die sie wertvoll findet und unwichtig findet und gerne macht.

02:48:58: Ich mach uhr gern was ich mache das ist überhaupt nicht mehr so.

02:49:00: ein Glück aber... Aber das ist natürlich eine extrem privilegierte Position die ich habe hier.

02:49:07: Mir fühlt gerade die eine Geschichte einer von den Herc von den Koiner Geschichten von Bert Brecht ein.

02:49:16: Ich hoffe, ich zitiere das jetzt nicht völlig falsch.

02:49:18: Er kam eben ein bekannter zu Herrn Kahr, zu Herrn Keuner und sagte ja bitte sag mir wie ein gutes Leben zu führen ist.

02:49:28: und dann fragte Herr Kahr sitz du bequem?

02:49:31: Und er sagte Ja ja ich sitze bequeme.

02:49:35: Geht es dir gut?

02:49:36: Ja, aber nun sag mir wie ein gutes Leben geht.

02:49:39: Ja noch mal ist alles fein?

02:49:40: sitzt du bequem?

02:49:41: ja ja ja Aber warum fragst du mich das alles und sagt herkka Ja wenn du nicht bequemen sitzen willst und dass dir nicht gut geht worum fragst Du dann eigentlich was ein gutes leben ist?

02:49:53: also Es ist im kern ist es das glaube ich dass man tatsächlich eine balance finde zwischen dem was man will, was man gerne tut und was aber auch an anderen Lebensnotwendigkeiten im Raum steht.

02:50:12: Und das sagt sich natürlich leicht aus einer privilegierten Perspektive?

02:50:14: Ja, ja!

02:50:15: Das ist ja immer das... Was man mit bedenken muss, dass wir hier in Deutschland oder auch gewisse Einkommensgruppe in Deutschland dann natürlich eine andere Ausgangsposition haben und das eh so sehen können als Leute die sich das Leben nicht leisten können.

02:50:29: Und es ist ja mit ein Grund warum der Prostkinsinnismus, deswegen habe ich ihn vorher erwähnt.

02:50:34: Mit der Verteilungsfrage und dieser Perspektive darauf diesen Teil mit ganz starken ... Und die ökologische Ökonomie natürlich auch das macht, ganz stark mitten im Blick nimmt und global noch viel mehr.

02:50:45: Ich

02:50:46: stelle, da drängt sich eine Frage auf.

02:50:50: meine allerletzten Karte steht weil sie als Setzer reingekommen ist aber da passt sie.

02:50:54: Da wurde gesagt oder gefragt mir ja du hast so viele Erkenntnisse Ideen Vorstellungen Wie adressierst du aber die Machtfrage?

02:51:05: Wie ist das, was du richtigerweise unterstellt vorderst.

02:51:09: Wie ist es umzusetzen?

02:51:11: Was müssen wir dann auch an den bestehenden Machtstrukturen zum Beispiel abschaffen?

02:51:18: Das ist die große Frage und die wo ich glaube der Postkensinismus auch ein bisschen mehr Erfahrung hat als die politische Ökonomie weil wir schon verdrängt wurden.

02:51:28: Also der Känseanismus war eine Zeit lang in Deutschland nur ganz kurz, aber international stärker länger.

02:51:36: Die vorherrschende ökonomische Strömung natürlich mit den neukänseannischen Sechzigern-Siebzigergenau.

02:51:43: Natürlich mit den Neukänseyahnen, denen wir gerade gesprochen haben und so.

02:51:46: Aber trotzdem das war die dominante Strömmung.

02:51:48: Und wie haben wir erlebt?

02:51:50: Wie also wir jetzt?

02:51:53: Wie die Neoglassik übernommen hat und uns völlig verdrängt hat.

02:51:59: Also im gesamten deutschsprachigen Raum würde ich jetzt behaupten, gibt es kaum eine bis keine Professur mehr, kein Lehrstuhl mehr in der VWL die kensianisch Postkensianische ist.

02:52:13: Wir sind in den anderen Bereichen.

02:52:14: Das heißt diese Macht, dieser Perspektiv auf die Macht ist bei uns ganz stark drinnen und unser Bewusst.

02:52:20: Ich glaube dass die Sichtweise darauf immer auch also Die Denkrichtung, die das ganz in ihrem Kern drinnen hat ist der Maxismus.

02:52:31: Die sehen die Welt durch die Machtbrille.

02:52:34: Alles ist Machtunterschiede und Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt.

02:52:38: Es macht auf allen Ebenen im Staat die unterschiedlichen Interessen an diese Dinge.

02:52:43: Ist das falsch?

02:52:44: Nein ich halte es für richtig und da glaube ich kann man viele von lernen

02:52:48: Und

02:52:49: die ökologische Ökonomie lernt da gerade sehr viele von und bringt das auch sehr stark hin.

02:52:54: Ja,

02:52:54: ich frage deswegen... Lass mich das eben sagen!

02:52:57: Weil vorhin im Gespräch habt ihr über Revolutionen- und Krieg gesprochen und da hast du gesagt eine Revolution nicht weil darunter leiden immer die Ärmsten der Armen also die die Revolution Am ehesten bräuchten werden ihre ersten Opfer.

02:53:12: So, wenn du also sagst Machtfrage ist wichtig auch in Folge der Marxian Analyse aber wie soll sie denn dann umgesetzt werden?

02:53:23: Wenn du sagst nein keine revolutionären Prozesse

02:53:26: Ja in einer Artikel mit Vera Hoover haben wir versucht es ein bisschen zu adressieren.

02:53:31: Ich sage überhaupt nicht, dass ich die Antwort habe in dieser Frage.

02:53:34: Ich finde es eine ganz schwierige Frage und diese Wünsche ans Christkind, die man dann gerne formuliert ist.

02:53:39: Diese Liste als Wissenschaftlerin ist mir völlig bewusst ... umgesetzt werden muss.

02:53:43: Und ich versuche es auch in meiner Forschung zu adressieren, aber das ist einfach eingeschränkt.

02:53:47: In diesem Artikel, was wir haben versucht haben, haben wir uns angeschaut ob Post-Kinzeanismus und ökologische Ökonomie zusammengehen?

02:53:52: Das ist im Egypt Journal der FMM tatsächlich, also das Name der FMM Konferenz irgendwie zusammenhängt.

02:54:01: Haben wir darüber gesprochen.

02:54:02: wie kann denn diese Verbindung von post-kinzeanischen und öko-logischer Ökonomie dann umgesetzt?

02:54:12: Und Vera kommt stark aus diesen so aktivistischen Logik, von unten.

02:54:18: Man muss von unten was machen und das haben wir dann natürlich auch hineingeschrieben weil ich finde es ist absolut richtig Es muss diese Proteste geben man muss versuchen als Klimabewegung und von unten Druck zu machen zugleich über Wissenschafterinnen diesen Status nutzen um sich auszusprechen um die Stimmung zu verändern um damit zu reden dieser Sichtweise.

02:54:42: Der andere Aspekt wäre, also ich glaube von oben braucht es auch natürlich und diese wissenschaftliche Logik ist ja schon ein bisschen exkatedran.

02:54:50: Also der Versuch den Status zu nutzen um etwas zu bewegen.

02:54:54: Aber was ist aus meiner Sicht, aus einer postkinsianisch und vielleicht leicht marxistisch angeheuchten Perspektive braucht?

02:55:02: Dass man das System versteht und versucht mit dem System zu arbeiten.

02:55:06: Nicht nur gegen das System!

02:55:07: Und da geht es darum, dass Kapitalinteressen, also die Eigentümerinnen von Unternehmen, von Produktionsmitteln ja nicht alle die gleiche Interesse haben – und es gibt welche, die von der sozial-ökologischen Transformation profitieren.

02:55:22: Zum Beispiel

02:55:23: die Hersteller von Photovoltaikanlagen,

02:55:27: von Windenergie.

02:55:29: Die ökologischen Bäuerinnen und Bauern, wir haben ja vorher gerade über die Landwirtschaft gesprochen.

02:55:33: als es gibt Gruppen, die Produzenten von Schienen und Zügen ... oft auch in denselben Unternehmen, wo ein Teil stellt Schienen-Technik her und ein anderer Teil stellt Autos her oder Technik für Autos hers.

02:55:48: Also da gibt es einfach unterschiedliche Gruppen die unterschiedlichen Interessen haben.

02:55:51: und diese Gewichtung zu verschieben hin... weil ich wirklich glaube dass in der politischen Ökonomie die Unternehmensinteressen immer ein großes Gewicht haben werden.

02:56:04: also so ist unsere Marktwirtschaft einfach aufgestellt.

02:56:06: wir können versuchen Teile rauszunehmen aber dieser Kampf gegen das System ist ein schwerer.

02:56:14: Und da innerhalb des Systems Gruppen zu stärken, die auf das Wohler gehen und fortbestehen der Menschheit auf diesem Wohlstandsniveau, dass wir haben gerichtet sind, das glaube ich wäre eine Art wie man auch versuchen kann damit umzugehen.

02:56:30: Das ist ja auch das natürlich wieder bisschen

02:56:31: ... Steckt darin so etwas wie eine heimliche Hoffnung?

02:56:36: dass, wenn man Widersprüche und unterschiedliche Interessen innerhalb eines marktwirtschaftlichen ja immer noch kapitalistischen Systems versucht zu nutzen.

02:56:48: Dass dann so eine Art Kipppunkt erreicht wird wo die Transformation auf einmal in einem dann doch revolutionär zu bewertenden Wandeln mündet.

02:57:03: Ich weiß nicht, ob ich so stark formulieren würde.

02:57:04: Ich bin auch noch nicht sicher, ob es einen Kipppunkt gibt als solche Systeme sind extrem vielschichtig und komplex und immer halt dann auf den Einzel anzuwenden.

02:57:16: Wir wissen ja aus der Geschichte dass wenn die Unternehmen staatlich geführt sind.

02:57:22: Wie oft in so einer Situation kommen Tailwags oder Schwanzer mit dem Hund wedelt, wo die Banken zum Beispiel ... Mein Vater war z.B.

02:57:33: in einer Stadtbank der Zentralsparkasse der Stadt Wien.

02:57:39: Wo dann die Bankdirektorinnen, das waren keine Frauen damals natürlich, den Kommunen sagen, was sie zu tun haben.

02:57:49: weil überhaupt nicht klar ist, wo dann der demokratische Gewicht liegt und an Legitimationen liegt.

02:57:55: Also ich habe da auch keine idealisierten Vorstellungen davon.

02:57:59: Man braucht nur für Gesellschaften und irgendwie alles wird sich automatisch lösen.

02:58:03: Aber es sind ganz viele kleinteilige und immer sehr spezifische Fragen, wo diese Macht ungleichgewichte verhandelt werden, wo sie verschoben werden müssen und hoffentlich verschoben können.

02:58:15: Weil ich sehe nicht so viel Anzeichen dafür das muss ich auch sagen.

02:58:19: So, Fragen.

02:58:21: Also zwei hatten wir jetzt schon drin zum Teil indirekt sehr konkret.

02:58:25: offenbar geht es bei der Ungleichheitsforschung wesentlich um Vermögen.

02:58:30: Vermögensungleichheit warum eigentlichen?

02:58:33: Da wird als Beispiel gesagt zb Bundestags Abgeordnete haben durch ihre Privilegien Dienstwagen, kostenlose Bewertung.

02:58:43: Sie gehören zum obersten Prozent der Einkommensprogramme.

02:58:48: Sie sind so weit aus den normalen Lebenserfahrungen der Gesamtbevölkerung entfernt.

02:59:01: Muss das nicht eine Rolle spielen bei Ungleichheitsanalyse?

02:59:06: Nicht nur die Vermögensungleichheit, sondern auch die Einkommensungleichkeit und deren Folgen.

02:59:11: Danke dir!

02:59:13: Wenn dieser Eindruck erweckt wurde, dass Ungleichheitsforschung sich vor allem auf Vermögen bezieht, dann ist das falsch.

02:59:19: Das ist weil meine Forschung sich sehr starker Vermögungs- ungleichheit beziehe.

02:59:23: Aber das Groh der Ungleichkeitsforschungen ist Einkommenz- Ungleichheit mit Abstand und über Jahrzehnte hinweg.

02:59:32: Ich habe hier vorher schon den Blinden, der die Schlüssel unter der Lampe sucht angesprochen.

02:59:40: Das ist der Bereich wo wir die längste Zeit Daten hatten, gute Daten... Immer natürlich Verbesserungswürdig auf vielen Ebenen.

02:59:47: Vor allem waren die Daten gut zu lönen, weil wir dort diese automatischen Meldungen haben während zu Einkommen alles was dann Profiteinkommens in selbstständige Einkommen oft schon dann sehr dünn wird wieder aber da.

03:00:00: der allergrößte Teil der Forschung bezieht sich darauf.

03:00:03: also das wird ganz ganz genaue Blick genommen.

03:00:07: Was es auch gibt, ist Forschung zu sozialen.

03:00:10: Das ist ein bisschen eine andere Aspekt, weil die Bundestagsabgeordneten da so zentral waren in der Frage.

03:00:15: Ist Forschung zur sozialen Zusammensetzung der politischen Repräsentantinnen?

03:00:21: Und was wir da sehen ... Ich bin kein Expertin im Gebiet.

03:00:24: Also

03:00:24: das Fallament ist nicht repräsentativ!

03:00:27: für die soziale Struktur.

03:00:28: Und

03:00:29: wurde über die Zeit weniger so, also ich bin keine Expertin in dem Gebiet.

03:00:32: aber so wie ich diese Literatur lese ist das in den in den neunzehntzig und siebzigeren vor allem über die großen zahldemokratischen Parteien deutlich mehr Menschen mit eben zum Beispiel geringerer Bildung auch geringerem Einkommen über die Gewerkschaften auch in in Parlamente in einen Bundestag gekommen sind und dass das über die zeit stark abgenommen hat.

03:00:54: das heißt dass wir diese Repräsentativität in dieser aus dieser Perspektive nicht besser geworden ist.

03:01:01: Ich erinnere mich an einen Satz von Herbert Wiener, die älteren von uns kennen den noch legendärer sozialdemokratischer Fraktionsvorsitzenden, der mal gesagt hatte das Parlament ist mal voller und mal Lehrer es ist aber immer voller Lehrer.

03:01:20: Das stimmt heute so gar nicht mehr und es ist gerade vierzig-fünfzig Jahre vielleicht her.

03:01:25: Sondern es sind derzeit doch stärker Juristen und so weiter, die das Parlament bestimmen.

03:01:31: Es gibt schon auch noch eine Menge Lehrer öffentlicher Dienst.

03:01:37: Was bedeutet diese Verschiebung?

03:01:41: Und ich glaube, dass eben die Forschung von Lea Elsesser über die wir vorher schon gesprochen haben das zeigt.

03:01:47: Also wie gesagt, ich bin keine Politikwissenschaftlerin und die einzige Studie der sozusagen politischen Prozess war mit Lea Alsesser und Florian Fastenrat an ein Juniorprofessor, der jetzt bei unseren Institut für Soziokonomie ist.

03:02:00: Dass die Responsivität also die Antwort, wie stark man antwortet auf die interessende Bevölkerung schief ist?

03:02:11: Zumindest wäre das meine Hypothese.

03:02:13: Das ist wahrscheinlicher, dass wir anliegen von Menschen mit denen man auch ... sozial Kontakt hat und die man kennt, aus dem Aufwachsen und aus dem täglichen Leben außerhalb der Arbeit.

03:02:28: Dass man da eher Verständnis für dieses Interessen hat und eher in der Lage ist das nachzuvollziehen und für plausibel zu halten und dann auch versuchen umzusetzen als von Menschen, die von denen relativ weit weg sind wenn wir mit Migrantinnen nicht... zusammen in Berührung kommt mit den Bedürfnissen von Menschen, die vielleicht zwei Schichten haben und wo das zerrissen wird.

03:02:48: Hat mal kein Verständnis dafür dass Arbeitszeiten, das geblockte Arbeitszeichen sehr relevant sind für manche Menschen weil es einfach... Was ich denke ja auch am Abend oder keine Ahnung.

03:02:56: meine Frau setzt sich noch einmal hin nachdem sie die Kinder ins Bett gebracht hat an Computer oder so was einfach völlig unterschiedliche Lebensrealitäten sind.

03:03:03: Das

03:03:05: wird gefragt ist dir eigentlich bewusst Miriam?

03:03:10: es maßgebliche Urteile des US Supreme Courts gibt, nach denen Unternehmen praktisch als zu Personen erklärt werden.

03:03:23: Die dann über unbegrenzte Spendenmöglichkeiten sehr drastische Einfluss auf Politik nehmen können?

03:03:32: Leider ist man bewusst und ist leider sehr kritisch.

03:03:44: Es zeigt, wie die politische Debatte seit diesen Urteilen noch stärker beeinflusst.

03:03:52: wird und werden kann.

03:03:54: Wir sind ja jetzt gerade vor den Midterms in den USA diesen Versuch noch einmal durch massive Ausgaben vielleicht doch noch zu drehen, diese öffentliche Meinung die sich ein bisschen zu Ungunsten der Republikaner und Trump zu gewendet haben scheint dass man da vielleicht noch mit Geld etwas ändern kann.

03:04:15: deswegen Tilo hat sie vorher angesprochen die Forschung zur Wahlkampffinanzierung von Kandidaten in den USA ist äußerst entwickelt und hat da wirklich sehr viel gezeigt, wie diese Lobbyinteressen da der Einfluss nehmen und das sehen wir ganz deutlich.

03:04:35: Zu Europa gibt es ja deutlich weniger, aber es gibt schon auch Organisationen die versuchen ein bisschen Licht in dieses Dunkel zu bringen.

03:04:42: Wir haben ja durchaus auch Transparenzbedingungen, aber Lobbycontrol also NGOs, die versuchen da ein bisschen Informationen zu schaffen weil es ja auch in Europa absolut kein fremdwort ist.

03:04:53: Also die Anzahl der Lobbykontakte von europäischen Abgeordneten mit Industrie versus Gewerkschaften Moment in den Organisationen oder so, gibt es wirklich spannende Einsichten dazu.

03:05:09: Ohne die Legitimation, dass man sagt ihr müsst da gar nichts mehr verschleiern oder komofieren macht's einfach, ihr dürft das!

03:05:23: Wie hoch ist der Faktor eines fairen Gehaltsunterschieds-Stundenlohnenglammern innerhalb eines Unternehmens.

03:05:31: Ich habe nachgefragt, was meinst du damit?

03:05:33: Und dann war die Antwort, ja.

03:05:38: Oder wie viel mal soviel darf der Boss eines Unternehmens verdienen?

03:05:43: Wie ein Hilfsarbeiter.

03:05:44: Hast du deine Antwort?

03:05:45: Mir ist sehr bewusst was Sie meinen nicht, ich kenne Debatte.

03:05:48: Dass ihr kommt meiner Wahrnehmung nach aus der Gemeinwohlökonomie wo versucht wird eben zu schauen wie ungleich soll eine Gesellschaft sein da?

03:05:57: Also, was sind so gesellschaftliche Vorstellungen von Ungleichheit?

03:06:00: Die Frage zielt darauf ab.

03:06:03: Wo wollen wir hin mit der Ungleichkeit?

03:06:05: Ich werde jetzt keine Zahl sagen.

03:06:06: Ich werde gleich enttäuschen.

03:06:07: Gleich im Ex-Antu enttäuschen!

03:06:09: Von herein enttauschen... ich denke das ist eine Frage die politisch diskutiert werden sollte und das ist auch genau das, was diese Gruppen machen.

03:06:17: Dass sie Gruppen, also diese Gemeinwohlökonomen anmachen, dass sie Gruppensammeln finden und das diskutieren lassen in dieser Gruppe halt Antwort zustande kommen lassen und zu sehen.

03:06:30: Und das dann vergleichen auch mit der Wirklichkeit, meine Wahrnehmung von diesen Debatten ist dass es immer ein Vielfaches ist wie es in der Wirklichkeit aussieht im Vergleich zu dem was die Menschen so als fair und gerecht empfinden.

03:06:45: Es geht ein bisschen zurück auf diese Produktivitätslogik Dass das Einkommen dieser neoklassische Denkweise eigentlich die Produktivität von einzelnen Personen widerspiegelt Wir im Post-Kinzenismus ja völlig anders sehen, wir sagen das sind Statusunterschiede.

03:06:59: Das wird zugeschrieben.

03:07:00: in der feministischen Ökonomie ist es ganz stark geschlechtlich geprägt welche Arbeit wie bewertet wird.

03:07:06: und wir wissen wenn Berufe verweiblichen vom Sekretär zu Sekretären dass die Geheilter fallen.

03:07:12: also das sieht man ganz deutlich diese dieser eigentlich nicht mit der Produktivität zusammenhängt.

03:07:18: aber diese Versuch zu schauen Hoch soll die Ungleichheit sein, finde ich total wertvoll und ist eine Debatte, die wir brauchen als Gesellschaft.

03:07:26: Und warum

03:07:26: möchtest du jetzt keine Zahlen nennen?

03:07:28: Weil ich keinen weiß!

03:07:29: Ich weiß es nicht für mich aber das habe ich für mich nicht geklärt was ich für richtig halte.

03:07:32: Zundigmal,

03:07:33: fünfzigmal, hundertmal

03:07:34: könntest

03:07:35: du nicht sagen...

03:07:36: Ökonomen finde ich es wichtig zu untersuchen, wie sie ins dem Menschen.

03:07:41: Und das ist glaube ich was recht Eindeutiges.

03:07:42: also wir wissen aus sehr vielen Erhebungen dass die Menschen die Ungleichheit wie sie derzeit ist führt so hoch empfinden.

03:07:50: und das ist was sich als Wissenschaftlerin spannend find und relevant für meine Arbeit.

03:07:54: Ich brauche kein exaktes Ziel sondern ich brauch nur die Richtung Wissen.

03:08:00: auch als Politikerin müsste man nicht mehr wissen, als das.

03:08:04: Ich brauche nicht, muss ich nicht wissen okay dort müssen wir landen sondern dass ist die Richtung in der wer sich die Gesellschaft alles Gesamtes bewegen möchte.

03:08:11: Naja aber wenn man von Politik erwartet, dass sie dann auch ich sag mal Ziele setzt Norm benennt die einzuhalten sind dann landet man eben doch bei der Frage irgendwann ja wann es genug genug?

03:08:29: Ja, ich finde tatsächlich, dass man bei der Frage landet.

03:08:32: Also braucht es mehr Umverteilung oder weniger?

03:08:34: Und diese Frage ist recht, glaube ich, Antwort.

03:08:36: Es braucht mehr Umverteilung.

03:08:37: Das ist ganz eindeutig und das hat ganz viele Ebenen in dieser Frage.

03:08:42: Das fängt mit den Löhnen an, das geht über die Profite, das wird durch die Selbstständigen einkommen... Das geht über die Arbeitsbedingungen, das geht über Die Aufteilung von Löhnen und Gewinnen im Unternehmen.

03:08:52: Also wenn ich sage der... Und ich finde sie auch kurz gefasst tatsächlich die Frage Wenn wir nur ManagerInnen im Vergleich zu was früher FabrikarbeiterInnen ansehen dann sind wir ja nur bei den Löhne.

03:09:03: Das ist ja viel zu wenig aus meiner Sicht, was man angehen müsste als Gesellschaft.

03:09:08: Natürlich ist das eine Sache die man innerhalb der Unternehmen debattieren kann oder so.

03:09:13: aber es geben auch viel zu wenig weit die Frage.

03:09:16: ich möchte ja die selbstständigen Einkommen genauso einbeziehen wie die Profiten?

03:09:20: unbedingt die Kapitaleinkommen sind ja ganz zentral und extrem ungleich verteilt.

03:09:25: Da gab's ne Frage dazu die eigentlich direkt da anknüpft.

03:09:30: du kennst dieses und dann hat er Fragesteller die Fragestellerin weiß ich nicht geschrieben In Klammern scheint Argument, dass man Erbschaften nicht besteuern dürfte.

03:09:43: Weil die sich ja aus schon besteuerten Einkommen konstituieren.

03:09:48: Ach das ist doch ein Besteuerungsargument!

03:09:50: Was sagst du dazu?

03:09:54: Ja, ich freue mich.

03:09:54: Ich habe es vorher dreimal angesprochen.

03:09:56: Es ist gut, dass es jetzt zumindest am Schluss noch zur Sprache kommt.

03:10:01: Das ist ein absolutes Scheinargument.

03:10:05: Erbschaften sind neues Einkommen bei der Person wo sie auch besteuert werden in unseren modernen Hocheinkommensländern mit modernen Steuersystems.

03:10:16: Wir steuern wir an ganz unterschiedlichen Punkten im Wirtschaftskreislauf und an Bestände.

03:10:23: Das heißt, wenn ich mir aus meinem Einkommen eine Wurstsemmel kaufe, dann zahle ich darauf selbstverständlich noch einmal Steuer auf das selbe Geld, auf das ich schon einmal Steuer gezahlt habe.

03:10:32: Und niemand interessiert vor allem nicht die Personen, die die erste Steuern kritisieren wollen oder Vermögen steuern – das ist gleiche Logik dort!

03:10:41: Das heißt diese Argumentation der Doppobesteuerung wird sehr selektiv angewandt auf Besteuerungsarten, die sie nicht haben

03:10:50: wollen.".

03:10:51: Und ganz im Widerspruch zu unseren Steuersystemen, ganz in dem Widerspruch auch zur Basis.

03:10:56: Also bei Vermögenstein wird es vielleicht noch stimmen.

03:10:57: Bei Erbsteun stimmt's ja nicht einmal!

03:10:59: Es ist ja nicht mal... Geld, das bei dieser Person schon besteuert wurde.

03:11:04: Es ist ja ein neues Einkommen.

03:11:05: Also es ist wirklich auf allen Ebenen unsinnig und ich finde es schockierend... Wir haben vorhin übergesprochen diese Dinge wie die Gebetsmühlenart nicht immer wiederkommen und dann widerspricht man und widerlegt sie und dann kommen sie wieder als wäre nichts geschehen.

03:11:20: Ja,

03:11:21: weil es ist

03:11:22: so eine Argumentung, dass wir sagen, wieso?

03:11:24: Das Geld was ich hier aus meiner Familie habe, Wofür meine Eltern-Familie immer schon Steuern gezahlt hat?

03:11:34: Wieso ich jetzt noch mal hab.

03:11:35: Ja, so wie die Person, die mir mein Einkommen zahlt auch schon einmal darauf steuern gezahlt hat und dieser selbe Euro immer wieder bei unterschiedlichen Personen und manchmal bei mir selber noch einmal besteuert wird.

03:11:49: So ist das bei uns.

03:11:51: Ist das ein bisschen ... Ein funktionierender

03:11:54: Wohlfahrtsstaat.

03:11:55: Ist es ein bisschen so als wenn man sagen würde Wenn ich mir jetzt ein Huhn kaufe und zahle dann beim Kauf des Hoonens auch Mehrwertsteuer, aber verlangen würde die Eier, die das Huhn legt.

03:12:09: Die dürfen nicht besteuert werden wenn ich sich verkaufe weil das Huhnen als Produzent der Eier wurde ja schon besteuert.

03:12:17: Vielleicht immer kein Argument.

03:12:18: Das Ei ist vielleicht ein anderes Produkt?

03:12:20: Ich finde das Beispiel mit den Einkommen und den Umsatzsteuern die wir ständig zahlen, finde ich am plausibesten.

03:12:27: Wir werden ständig doppelt besteuert auf unser Einkommen und dann wieder bei den Umsatzsteuern oder wenn wir ein Grundstück kaufen, dann dort.

03:12:37: Also es macht überhaupt keinen Ziel.

03:12:39: warum jetzt auf einmal... Es geht nur um Abwehr, um wirklich ökonomisch schwache Abwehrargumente?

03:12:47: Noch eine Fundamentalfrage.

03:12:48: Wie ist denn eigentlich extremer Reichtum, den so Fragesteller ich mit erheblicher Macht gleichsätze?

03:12:56: Mit einer Demokratie vereinbar?

03:12:59: sehr fundamental?

03:13:00: Ja ja sehr schlecht ist die kurze Antwort aus meiner Sicht Extremerreichtum, ich setze es mal gleich mit hoher Ungleichheit.

03:13:11: Ist das auf ganz unterschiedlichen Ebenen widerspricht?

03:13:16: Dass einer der demokratischen und einer gemeinschaftlichen Teilhabe also ein Aspekt ist.

03:13:23: die politische Einflussnahme haben wir schon bisschen besprochen mit Lobbismus und so Die Jagd die gemeinsam an solche Sachen wo einfach Wege bestehen dass zu beeinflussen.

03:13:34: ein anderer Aspekt Das ist jetzt gar nicht so extrem aber es ist einfach Ungleichheit, die Reichen beginnen häufig sich in sehr ungleichen Gesellschaften aus der Gemeinschaft zu verabschieden.

03:13:45: Sie fangen an, sich ein eigenes Bildungssystem mit Privatunis zu organisieren.

03:13:49: Sie fahren an sich ein gesundheitssystem, ein privatisiertes System mit eigenen privaten Krankenhäusern und Ärzte zu organisiert werden.

03:14:06: Das heißt, auf ganz vielen Ebenen hören die Reichen auf sich als Teil der Gesellschaft zu begreifen und dazu dann auch willens zu sein beizutragen über ihre Steuern.

03:14:18: Und das hatte ich für ein ganz fundamentales Problem nicht nur auf der ökonomischen Ebene sondern eben auch auf der politischen demokratischen Ebne weil wir damit den unsere funktionierenden Sozialstaat ganz massiv untergraben.

03:14:32: Und alle Staaten befinden sich auf unterschiedlichen Punkten, auf diesem Continuum wenn man so möchte.

03:14:38: Deutschland ist ja schon ziemlich weit in Richtung Privatisierung und auf vielen Ebenen Rentensystems ein anderer Punkt.

03:14:46: Schon ziemlich weit gegangen.

03:14:47: Also ich glaube dass das wirklich ein fundamentales Problem ist.

03:14:51: Medien sind ein dritter Punkt.

03:14:52: den haben wir auch schon ein bisschen besprochen.

03:14:53: also auf ganz vielen Ebernen gibt es da Widersprüche zwischen hoher Ungleichheit.

03:14:59: Ja, habe ich jetzt

03:15:03: wie der Zufall so will einen sehr aktuellen Lese oder lektüre Tipp.

03:15:10: IPG – Internationale Politik und Gesellschaft ist ein Journal.

03:15:16: als Onlineformat muss man Disclaimer von der Friedrich-Ibertsschriftung rausgegeben also SPD nahe.

03:15:24: Die haben heute eine neue Ausgabe gemacht mit einem zentralen Titel, die Freiheit der Reichen.

03:15:31: Da wird untersucht wie in Südamerika das was du angeschrieben hast also Gated Communities Gesellschaften und Organisationsformen von Reichen und Superreichen weit außerhalb der Gesellschaft mit eigener Rechtsstrecke, Sprechung eigenen Bildungsinstitutionen, eigenen Gesundheitsinstitution wie die schlicht und einfach zunehmen.

03:15:55: Und das ist offenbar in Südamerika verbreiteter als bei uns.

03:16:01: aber siehst du Tendenzen dass das auch dass das wohltemperierte Europa rüberkommt?

03:16:08: Ich hab zwei Jahre in Argentinien gelebt, daher kommt auch das als Erfahrung.

03:16:12: Und da wieder!

03:16:13: Es ist kein schönes Leben für Sie.

03:16:16: Auch die Reichen haben dann Angst ... In solchen Gesellschaften haben sie oft Angst, dass sie überfallen werden.

03:16:25: An Kreuzungen und so was nicht stehenbleiben bei der roten Ampel, weil die Tür aufreißen und Kinder entführen oder nicht an den Strand gehen mit den Kindern Weil die halt irgendwie, wenn man es erkennt in Brasilien an der Hautfarbe, weil die Reichen weiß sind und ärmereit eher dünktlerhäufig.

03:16:42: Und dass da massiver Entführungsrisiken bestehen.

03:16:45: Also die Kinder können nirgendwo mehr hingehen müssen überall kutschiert werden dann natürlich vom Personal.

03:16:51: Es ist kein gutes Leben auch nicht mal für die Reiche, die sich versuchen auszukaufen.

03:16:56: Auch da wie das Fell ihnen selber auf den Kopf... diese nicht beizutragen und den Zusammenhalt nicht zu fördern.

03:17:02: Und das macht das Leben für die Arme natürlich unerträglich, aber auch für sie selber nicht schön!

03:17:08: Also es hat wirklich sehr viele Nachteile.

03:17:11: wo ich denke... Hast du Mitleid mit diesen Armen reichen?

03:17:17: Nein, nein, das nicht.

03:17:18: Aber ich habe Mitleide mit ihren Kognitiven Mit ihrem strategischen Blick auf die Gesellschaft, auf ihre eigenen Vorteile.

03:17:29: Also selbst wenn man das wirklich egoistisch sieht als Reiche und ich meine es gibt's ja auch Text-Minau, die Initiative von Unternehmerinnen, die sagen Ich möchte beitragen besteuert mich.

03:17:40: Also insofern darf man auch da natürlich nicht so einen Topf werfen.

03:17:44: Es gibt ja viele, die verstehen diese Vorteile, die sie haben aus einer Gesellschaft, der eine großen Zusammenhalt hat und eine geringe Ungleichheit.

03:17:53: Und funktionierende Infrastruktur fällt allen auf den Kopf wenn es sie nicht gibt weil sie nicht finanziert werden kann.

03:17:58: Die drei letzten Publikumsfragen... Wie möchtest du nicht nun monetäre Arbeit in ein feministisches BIP mit einbeziehen?

03:18:13: Es gibt schon viele Versuche, wie das gemacht werden kann.

03:18:18: Das kann man schätzen, den Wert gibt es unterschiedliche Ansätze.

03:18:21: Eine Möglichkeit ist eine häufige, dass man die Tätigkeiten mit marktlichen Tätigkeiten vergleicht und sagt okay wenn ich was ich wäsche war oder in Essen koche Verricht ich eine Tätigkeit wie eine Köchin oder eine Wäscherin?

03:18:38: Und dann weiß ich, was man dort verdient.

03:18:40: Dann kann ich einfach diesen Lohn umlegen und dann kann ich das schätzen.

03:18:43: So ist es eine Möglichkeit.

03:18:45: Eine andere Möglichkeit wäre ein bisschen mit Oportunitätskosten, was wir meine Zeit sonst wert quasi sagen okay wenn ich das als eine Person mache die sonst einen Huseinkommen hätte, dann ist diese Tätik zu viel wert.

03:18:57: Wenn ich diese Tättigkeit mache als einer Person mit einem niedrigen Eingang ist sie weniger wert.

03:19:02: Ungleichheitsaspekte, die man da mit hineinbringt.

03:19:04: Aber es gibt unterschiedliche Arten das zu schätzen.

03:19:08: Genau, das wären Möglichkeiten.

03:19:10: Es wird ja ganz viel geschätzt im BIP.

03:19:12: Also bei allen Problemen, die dieses Maß hat und ich bin da auch sehr kritisch gerade in Bezug auf militären Krieger und so der Umwelt – ganz große Themen!

03:19:22: Aber es werden schon große Bereiche geschätzt.

03:19:25: Die Substanzwirtschaft in niedrige Einkommensländern ist ein Beispiel, das sind wichtige Bereiche von Ökonomien die man jetzt schon zuschätzt weil man einfach sagt man kann nicht so tun als würden sie nicht existieren nur weil's halt nicht über den Markt vermittelt ist sondern die Dinge selber angebaut und dann halt verbraucht wird ist da nicht kein Wert geschaffen, das existiert ja trotzdem.

03:19:46: Ein anderes Beispiel, dass in Hoch-Einkommensländern viel relevanter ist, ist der selbstgenusste Wohneigentum die imputierten Mieten.

03:19:53: Auch da wenn man einfach zwei Personen hat, die in ihrer eigenen Wohnung oder Haus leben dann sieht man das nie irgendwo diesen Wert der da geschaffen wird.

03:20:02: Wenn die simpel tauschen... Wenn wir jeweils in die identischen Wohnungen einziehen, dann sehen wir auf einmal volkswirtschaftlich einen Zweizahlungsströme in die jeweilige Richtung.

03:20:15: Und insofern kann man auch da nicht sagen, man ignoriert das einfach und tut so als würde dieser Wert nicht geschaffen worden, deswegen schätzt man es zu.

03:20:23: Also offensichtlich sind wir ja auch das mit hennodischen Regressionen.

03:20:26: dann wo man halt schätzte vergleichbare Wohnungen was würden die Was würde man dort an Miete zahlen?

03:20:33: Oder aber über den Vermögenswert.

03:20:36: Das war in dem einen Paper, das wir gemacht haben mit Bärme Festler von der Österreichischen Nationalbank und einem Kollegen aus der Arbeiterkammer.

03:20:46: oder man macht es für's Vermögen wo man schaut okay wie viel ist dieses Haus wert?

03:20:49: und dann sagt man ok dass würde soviel an Mitte gehen.

03:20:53: Also man

03:20:53: kann es mit einbeziehen.

03:20:54: Man kann Dinge schätzen.

03:20:55: Es ist nicht leicht, es gibt viele Probleme Aber wir haben diese Dinge in anderen Schätzproblematik schon in anderen Bereichen gut gelöst.

03:21:02: In der VGR, in der vorgeschaftlichen Gesamtrechnung die unser Goldstandard ist in der Statistik.

03:21:09: Vorletzte Frage – wer sind die wichtigsten Vertreterinnen der feministischen Ökonomie und welche Backlashes gibt es durch antifeministische Bewegungen auch innerhalb der Ökonomie?

03:21:23: Oh, das sind gute Fragen.

03:21:25: Ich werde mich da in den Nesseln setzen... Mach mal!

03:21:27: In Chile in Elsen halte ich für eine ganz zentrale Expertin.

03:21:30: Diane Elson ist eine andere.

03:21:33: Es gibt sicher noch sehr viele ausgezeichnete feministische Ökonomien, die ich jetzt gerade vergesse.

03:21:40: Aber ich glaube dass es ganz wichtig ist und dass sie wirklich viel Becken tragen haben und schenieren mich gerade am Gesicht.

03:21:46: Noch nicht mehr Namen jetzt als Hock-Annefein der Backlash Das ist ein ziemliches Thema.

03:21:54: Aus meiner Sicht hat die feministische Ökonomie schon mehr Boden gewonnen, gerade was diese Öffnung des Black Boxes Haushalt angeht.

03:22:11: vielleicht nicht Konsens, aber große Teile der Volkswirtschaftslehre haben schon angefangen darüber nachzudenken wie sich innerhalb des Haushalts Entscheidungsprozesse entwickeln und das nicht mehr einfach als eine Person.

03:22:23: Und jetzt sind wir gerade bei Modellen die in der Wirtschaftspolitik sehr oft eingesetzt werden.

03:22:30: wieder zurück An einem Punkt.

03:22:33: oft schauen wir uns das gerade an, in einem Forschungsprojekt unter anderem mit Helena Witt auch bei unserem Institut eine Postdoktorin inzwischen die.

03:22:43: noch ein kleiner Hinweis.

03:22:45: Die erste Dissertion glaube ich Promotion zur Alltagsökonomie geschrieben hat.

03:22:51: Aber in diesem Projekt schauen wir uns an, wie sich das in etlichen modernen Mikrosimulationsmodellen, die halt jetzt sehr häufig verwendet werden für die politik-ökonomische Beratung.

03:23:01: Wie man wieder zurück ist auf eine Haushaltskonzeption als einer Einheit, die im Grunde wo wieder ein Nutzen maximiert wird – also wer ist der wohlwollende Patreach?

03:23:14: Wo man sich denkt so täglich grüßt es momentan und das darf doch nicht wahr sein!

03:23:17: Wir waren doch schon weiter.

03:23:21: Welche sind gute Bücher um Makro?

03:23:23: Ich nehme an, Makroökonomie zu lernen.

03:23:28: Also auch mit Mathe und so.

03:23:31: Ja also ich würde sehr empfehlen von Marc Lavois Post-Kensinisten.

03:23:39: Auch dieser Titel ist mir zu empfeilen aber Mark Lavoise Postcainsinism, das ist ein Standard-Lehrbuch des Postcaincinismus mit Modellen und Mathe.

03:23:54: Das ist sicher ein sehr guter Punkt, um anzufangen.

03:23:58: Wir haben einige in Duisburg, an der Uni Duisburger Essen am Institut für Soziokonomie.

03:24:03: Haben wir auch Lehrbücher.

03:24:06: Till von Trigg schreibt gerade eines aber es gibt auch etliche die bereits bestehen und auch online Kurse wo man versuchen kann also Eckhard Hein und Achim Droger der ja auch schon hier war mit Franz Brandt und anderen.

03:24:20: Auch ein Lehrbuch geschrieben wo man auch damit arbeiten kann auch sehr mathematisch Und wir haben auch einen MOOC, einen Massive Open Online Kurs.

03:24:28: Wo man eben so ein bisschen hinein stuppern kann in unseren Master-Sozialeconomie und Grundlagen sich ansehen kann die dann auch angerechnet werden im Studium.

03:24:38: also das kann man da ein bisschen anfangen hat auch eine mathematische Komponente ist aber nicht der ausschliessliche Fokus dort.

03:24:45: Darf ich noch eine Frage die aus meinem Kopf kommt stellen?

03:24:49: Du hast im Jahr zwanzig-einundzwanzig, hast du eine Stellungnahme abgegeben als die FDP im Bundestag damals verlangte Abschafffunk der, nicht unter, sondern welcher Steuer war es.

03:25:11: Ich weiß selber nicht, aber es ging um Vermögensteuern.

03:25:13: Um die Vermögenssteuer?

03:25:16: Abschaffung der Vermögendsteuer.

03:25:20: Ja ja, Verbot der Vermönksteuer und da hast du umfangreich dagegen argumentiert.

03:25:27: was ich in der Stellungnahme ganz interessant fand dass du gesagt hast unter den Bedingungen der Pandemie hat sich eigentlich das kritische Bewusstsein gegenüber Vermögensungleichheit massiv verstärkt.

03:25:47: Hast du eine Erklärung dafür, warum das so war?

03:25:50: Warum sind unter dem Bedingungen einer Pandemie Menschen, die vorher sagten auch ja ist eigentlich nicht so schlimm mit der Vermögensungleichheit dass sie da auf einmal kritischer geworden

03:26:01: sind.

03:26:02: Bewusst habe ich mir nicht sicher weil ich kenne keine Studien ob also wie Sie das verändern aber es ist stärker hervorgetreten.

03:26:08: es wurde sichtbar weil sich manche einfach aus den Problemen der Pandemie die die Pandemie geschaffen hat leichter herauslösen konnten oder leichter retten konnten.

03:26:19: wenn mein Hausmitgarten hatte war's einfach leichter sich sozial zu isolieren als wenn man in der kleinen vielleicht überbelegten Wohnung im Stadtzentrum war.

03:26:30: Wenn man Otto hatte, war es leichter wo hinzukommen um sich zu erholen.

03:26:36: also es gab einfach über die Vermögensverteilung.

03:26:40: weil mein Unternehmen besaß gab's andere Fragen wie das ich da gestellt haben.

03:26:44: Also wenn man genug Finanzressourcen hat um sich irgendwie Essen kommen zu lassen und nicht irgendwie einkaufen gehen zu müssen Es gab einfach in dieser Krisen, in dieser massiven Krisensituation unterschiedliche Ressourcen die durchaus vermögens bezogen waren aus meiner Sicht.

03:27:00: Die eben dann diese Gruppen differenziert haben.

03:27:05: ich finde genauso stark merkt man es jetzt mit der ökologischen Krise also im Hitzesommer über dem überhaupt viel zu wenig gesprochen wird in den Medien und den Problemen, das wird getan als wäre das jetzt einmal.

03:27:18: Und das wäre gegessen die Sache.

03:27:20: Es ist völlig klar dass es der kühlste Sommer des Restes unseres Lebens gewesen sein wird.

03:27:25: Also auch da sieht man ganz stark, ich mache ein anderes Forschungsprojekt gerade mit einer Doktorin von mir, M. Pia Molitor.

03:27:34: Oh, Blödsinn.

03:27:34: Palenzan macht andere wirklich super Sachen zu Geschlecht.

03:27:38: aber mit Palenzane wo wir uns ansehen Begrünung in Kommunen passiert das dort wo es notwendig ist?

03:27:43: Wo die armen leben?

03:27:44: Wo Hitzeinseln vielleicht sind?

03:27:46: Wo alte Menschen leben die damit vielleicht schlechter umgehen können?

03:27:49: Wo migrantische Communities leben die das vielleicht nicht so selber abfangen können durch Klimaanlagen ausgaben?

03:27:57: und die Antwort Nein, derzeit noch nicht.

03:27:59: Also ich meine in der kurzen Frist zumindest.

03:28:01: aber wir sehen doch nicht dass die Ausgaben dorthin gehen wo sie nötig sind jetzt auf der kommunalen Ebene mit.

03:28:06: also wie schauen Sie ganz Deutschland an?

03:28:07: Hundertfünfzig Städte haben es auch gerade im Umweltbundesamt vorgestellt.

03:28:12: Das Vermögen strukturiert.

03:28:15: wie wir antworten können auf die sozialökologische Krise und die sozial-ökologischen Transformation wird da ganz wichtig sein die Verteilungsspekte einzubeziehen.

03:28:25: aus meiner Sicht natürlich für allen Vermögens Aber auch Einkommen natürlich ganz wichtig, weil vermögens unterbelichtet ist.

03:28:32: Ja da wurde gefragt was macht eigentlich der Milliardär bei zwei Komma acht Grad Erwärmung die jetzt die Vereinten Nationen bis zum Ende des Jahrhunderts prognostizieren?

03:28:45: Aus Sicht der Neoglassik hat er überhaupt keine Probleme.

03:28:47: ich mein Nordhaus sagt zweieinhalb fünf Grad ist die optimale Erwärmung und es gibt also ein Paper Proceedings of National Academy of Science im PNS, das sich Kipppunkte anschaut.

03:28:58: Das sagt bei sechs Grad haben wir einen Prozent Konsumverlust von eigentlich progressiven Ökonomen.

03:29:04: Also ja die Neogastik sagt dieses Meme mit dem Hundem brennenden dieses Fein so brennenten Zimmer.

03:29:14: Aus meiner Sicht kann sich der nicht auskaufen.

03:29:17: Der wird natürlich im klimatisierten Ding... Aber wir wissen jetzt von den Auswirkungen in der Klimakrise, haben ja ein bisschen über die Verursachung der Klima-Krise gesprochen, aber den Auswirkungen das bei zwei Grad Erhitzung große...

03:29:33: Das sind sechs Prozent, es sind sechs Grad über Land!

03:29:37: große Bereiche von Asien und diese ganzen Streifen quasi um die Äquate unbewohnbar werden, weil wenn man in dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr die Hitze tödlich ist.

03:29:51: Man kann dort nur noch klimatisiert leben.

03:29:55: dicht besiedelte Bereiche Indonesien, China und Banker-Desh Indien.

03:30:00: Also unvorstellbare Auswirkungen.

03:30:03: Der Militär wird massive Flüchtlingswellen erleben, wird massive Produktionsausfälle erleben von seinen Unternehmen und damit massive Gewinneinbrüche hinnehmen müssen.

03:30:14: also der wird nicht gut leben genauso wie wir allen anderen auch nicht und insofern hoffe ich sehr dass das wieder Da

03:30:23: sind wir bei Bernie Sin.

03:30:24: Das ist immer gesagt hat, Milliardäre sollten nicht existieren.

03:30:30: Kann man durchaus argumentieren und kann mich gut nachvollziehen?

03:30:33: Wir haben Dankeschön für deine Zeit, für deine Antworten, deine Erfahrungen, deine Ideen.

03:30:39: Danke für eure Fragen, euer Interesse und eure Unterstützung ohne die es das Format nicht gäbe.

03:30:45: Das wisst ihr wer im vergangenen Monat dabei war

03:30:48: jetzt im

03:30:49: Abspann zu sehen.

03:30:51: weiterer Gespräch auf diesem Kanal.

03:30:54: Macht's gut bei Tschöpfen!

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