Talk: DER ENTSCHEIDENDE PUNKT nach den Landtagswahlen (MV, Berlin, Sachsen-Anhalt)
Shownotes
Der Entscheidende Punkt ist zurück: Marina Kormbaki (DER SPIEGEL) und Jana Hensel (DIE ZEIT) geben ihr Jung & Naiv-Debüt und besprechen mit Hans Jessen sowie Tilo Jung die bundespolitische Lage nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
(Albrecht und Ulrike sind diesmal leider verhindert und kehren an anderer Stelle zurück.)
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00:00:00: So, eine neue Vorgi.
00:00:01: Ich wollte sagen Joghina Eve, nein der entscheidende Punkt.
00:00:03: wir sind zurück nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern und wir haben heute zwei neue Gästinnen zu Gast die noch nie bei uns auf Sendung waren hoffentlich nicht das letzte Mal.
00:00:15: ich begrüße Marina Kombaki vom Spiegel.
00:00:17: Hallo, bonamt!
00:00:18: Marina
00:00:18: erklär mal kurz unseren Zuschauern die jetzt nicht ständig spiegel lesen und gucken was machst du so?
00:00:23: Ich bin stellvertretende Leiterin des Spiegel-Hauptstadtbüros und hab die Freude, über den Kanzler zu berichten.
00:00:29: Ihn auf Reisen zu begleiten ... Und zu schauen und schreiben was er so macht!
00:00:33: Das macht
00:00:34: Spaß?
00:00:35: Na ja, man hat schon viel zu tun ist schon sehr abwechslungsreich und immer wieder überraschend.
00:00:40: Wirst du uns gleich von Berichten hoffentlich und deine Expertise mit einbringen.
00:00:43: wir haben Jana Hänsel sogar.
00:00:45: Jana schreibt für die Zeit.
00:00:46: Seit wann?
00:00:48: Oh das weiß ich nicht mehr.
00:00:49: Tilo seit Ewigkeiten... Ich habe's
00:00:50: seit zwei achtzehn jetzt gesehen.
00:00:53: Was schreibst du für die Zeit?
00:00:54: Was ist deine Expertise?
00:00:56: Ich bin Autorin.
00:00:57: Ich berichte über Bundespolitik wie Marina auch, habe lange auch wie Marinerzeitweise über die Grünen geschrieben, viele bei der Ampel.
00:01:05: Schreibe natürlich immer über den Osten auch.
00:01:07: Ja, Bundespolitik, Osten das sind meine Themen.
00:01:11: Drei Wahlen im Osten, wenn Berlin zum Osten zählt.
00:01:14: Zweiinhalb sagen wir so
00:01:16: zweieinhalb.
00:01:17: Darum wollten wir eh mit dir mal reden.
00:01:19: Schön dass du da bist.
00:01:20: Danke für die Einladung.
00:01:21: Neben der Hannu-Waranerin Marina, wie ich es gerade gelernt habe haben
00:01:29: Willkommen
00:01:30: Hans, willst du noch mal sagen was du hier machst?
00:01:32: Für alle die zum ersten Mal vielleicht zu gucken.
00:01:34: Ja ich mache das... Ich realisiere das Projekt Rente bis zum Tod dass Friedrich Merzheim nicht im Hinterkopf hat.
00:01:43: Nein!
00:01:44: Ich bin nach wie vor Journalist und bin hier ein bisschen der Alterspräsident
00:01:48: Genau.
00:01:49: Und macht mit mir oft die Bundespressekonferenz unsicher und ist hier unter anderem für Interviews- und Publikumsfragen zuständig, die ich aber auch heute einbringen weil ich auf den Chat aufpasse.
00:01:58: wir entschuldigen diesmal Albrecht von Lücke und Urike Herrmann sie werden beim nächsten Mal dabei sein.
00:02:03: Wollen wir gleich einsteigen?
00:02:05: Wir haben euch versprochen, weil ihr zum ersten mal dabei seid dass wir nicht drei oder vier Stunden machen sondern
00:02:10: uns
00:02:10: auf kurze zwei Stunden begnügen was vor euch aber auch wieder lang ist, weil so einem Fernsehen Ratio seit immer so eine Stunde.
00:02:17: Ich glaube, wir kommen drauf klar.
00:02:21: Wir gucken mal!
00:02:21: Wir können
00:02:23: ja mal anfangen was aus eurer sich gestern zum Beispiel passiert ist und dann gehen wir Schritt für Schritt zurück und werden immer größer.
00:02:28: Für mich war die historische Entwicklung gestern das die CDU aus dem Landtag geflogen ist in der erst einmal deutschen bundesrepublikanischen Geschichte.
00:02:38: Vier Prozent Mv.
00:02:41: zweite historische Sache Die Linke zweiten Mal überhaupt erst stärkste Kraft in einem Bundesland geworden, nachdem sie sich im Jahr zwei tausend neunzehnt mit Bodramel und Thüringen die Wahl gewonnen hat.
00:02:53: Elif Ehrad könnte zum erste Frau auf dem Post eines Ministerpräsidenten werden – mit Migrations-Innergrund was bisher nur Germ Östimier als Mann geschafft hat!
00:03:04: Und natürlich die ultrahistorische Sache der Tierschutzpartei ist vor der FDP.
00:03:09: In Mecklung bevor man gelandet.
00:03:11: Das waren Jetzt erst mal grob die historischen Sachen.
00:03:13: Wir gehen gleich noch auf die politischen Sachen ein, Marina was war es für dich gestern?
00:03:17: Alles was du sagst alles spektakulär Tilo.
00:03:19: aber ich muss dir ganz ehrlich sagen für mich ich will und kann mich nicht an diesen blauen Balken gewöhnen der auch gestern in Mecklenburg-Vorpommern in beträchtliche Höhen geschnellt ist.
00:03:30: Die AfD hat ihr Ergebnis im Nordosten mehr als verdoppelt.
00:03:35: das ist Das ist keine Kleinigkeit.
00:03:39: Ich hatte so ein bisschen den Eindruck auch im Gespräch mit dem einen oder anderen Kollegen, naja aber es ist ja jetzt nicht so krass gewesen wie die AfDler sich das erhofft haben.
00:03:50: also man neigt inzwischen manchmal dazu sich die Maximalziele der Partei zu eigenzumachen und darüber so ein bißchen den Blick zu trüben krass dieser Vormarsch der AfD zurzeit ist.
00:04:05: Wir haben jetzt innerhalb von zwei Wochen diese erstaunlichen Ergebnisse in Sachsen-Anhalt, in Mecklenburg-Format und ja auch im Berlin.
00:04:13: Also ich meine es sind jetzt, was waren?
00:04:14: Sechszehn Prozent mal nicht ungefähr.
00:04:16: Das isst für Berlin nicht wenig.
00:04:19: Der Vormasch der AFD das ist und bleibt für mich die spektakulärste Entwicklung in diesem Jahr bisher.
00:04:26: Janne, was war's für dich?
00:04:27: Ja, ich stimme euch beiden total zu.
00:04:29: Und gleichzeitig sieht man an dem was ihr erzählt das es eben wahnsinnig viel zu erzählen gibt über beide Wahlabende eigentlich.
00:04:36: Was mich doch am stärksten beschäftigt ist dass Manuela Schwesig es nicht geschafft hat an der AfD vorbeizuziehen, dass ihr Wahlkampf, gerade in den letzten Tagen noch mal ganz spektakulär mit diesen Videos wo sie sich an die Frauen gewidmet hat.
00:04:53: Wo sie sich antifrauenadressiert hat.
00:04:55: Also Manuela Schwesig hatte einen wirklich formidable Wahlkampf hingelegt eine Aufholjagd gemacht, die wenige können so wie Sie.
00:05:05: und dennoch ist diese große Erzählung von Ihr finde ich dann doch gestern Abend verpufft Weil sie hinter der AfD geblieben ist und weil der Preis ihrer Aufholjagd ein enormer ist.
00:05:19: Sie hat im Prinzip nahezu alle demokratischen, die restlichen demokratischen Parteien ganz schön geschreddert.
00:05:27: Und Marina du hast völlig recht Die Stärke der AfD ist schockierend, aber wenn wir nach Mecklenburg-Vorpommern schauen dann sehen wir die.
00:05:35: Die AfD ist ungefähr dort gelandet wo sie in den letzten Monaten in den Umfragen immer schon war und die Aufholjagd von Manuela Schwesig ist quasi eine Art Raubzug rein im demokratischen Spektrum gewesen.
00:05:49: deswegen würde ich gerne mit euch heute darüber sprechen oder das ist die Frage, die mich momentan sehr beschäftigt.
00:05:57: Welche Strategie welche Erzählung welcher Art des Wahlkampfes wird eigentlich in Zukunft geführt werden müssen?
00:06:05: Wo wir immer mehr sehen?
00:06:07: Die AfD ist letztlich momentan in den ostdeutschen Flächenländern nicht zu besiegen.
00:06:15: Da gab es einen interessanten Satz aus der Sachsen-Anhaltwahl von Thomas de Mesier der gesagt hat, es tut mir leid das sagen zu müssen.
00:06:26: Aber die AfD ist zu einer Hoffnungspartei geworden und da hatte er für Sachsen-Anhalt völlig recht.
00:06:34: und sie ist es auch geworden in Mecklenburg-Vorpommern und ein Stück weit sogar auch in Berlin obwohl dieses großstädtische Milieu für die AfD nicht unbedingt der ideale Nährboden ist.
00:06:51: Aber sowohl in Sachsen-Anhalt, da war es das am allerdeutlichsten.
00:06:55: Der AfD ist es gelungen aus der Partei der Nichtwähler – die muss man ja eigentlich als eigene Partei sehen!
00:07:05: Aus der Partie der Nichtwehler den allergrößten Batzen für sich selbst zu mobilisieren und das ist ihr auch in Mecklenburg Vorpommern gelungen?
00:07:15: Die Zuwächse sind wesentlich aus der Partei der Nichtwähler mit einer gestiegenen Wahlbeteiligung.
00:07:23: Und selbst in Berlin.
00:07:25: hier hat zwar die Linke mehr ehemalige Nichtwäler numerisch auf ihre Seite ziehen können als die AfD, aber die AfD ist nicht weit dahinter.
00:07:35: Das heißt, die AfD isst eine Partei, die insofern Hoffnungspartei ist, als es Menschen gibt und das zeigen auch alle qualitativen Nachwahlumfragen.
00:07:48: Sie mobilisiert Menschen, die das Gefühl haben und das ist ein Gefühl.
00:07:53: Und sie können es häufig auch real unterfüttern.
00:07:57: Sie würden vernachlässigt benachteiligt.
00:08:01: Die etablierten würden ihre Interessen nicht wahrnehmen.
00:08:05: Sie würde sie wenn man so will verraten.
00:08:07: Das ist der Nährboden der AfD und das finde ich Das eigentlich strukturell beunruhigend.
00:08:15: Übrigens hat das nicht mit den Landtagswahlen begonnen, sondern schon bei der letzten Bundestagswahl ist ja die AfD immerhin zweitstärkste Partei geworden und es war dass die gleiche Strukturbewegung, die sie danach oben gebracht
00:08:29: hat.
00:08:29: Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt Hoffnung und das Versprechen auf eine bessere Zukunft.
00:08:36: ich war Auf einer Wahlveranstaltung der AfD in Sachsen-Anhalt, das war in Mersenburg.
00:08:43: Das war eines dieser Familienfeste die der Ulrich Siegmunder abhielt und da viel mehr auf.
00:08:49: Der hat gar keine lange Rede gehalten schon gar nicht eine großpolitische Rede aber es waren Rede in denen es wimmelte von Begriffen wie Zukunft und davon, dass man Geschichte schreiben wolle.
00:09:01: Davon das jetzt die Wende.
00:09:02: zwei Punkt Null bevorstehe.
00:09:04: also so ein sehr positiv aufgeladenes Versprechen nach vorn.
00:09:09: Und ähnlich es war letzten Samstag in Schwerin auf dem Marktplatz da war Die Abschlusskundgebung der AfD dort mit dem Spitzkandidaten live Eric Holm und wieder war Ulrich Siegmund da, auf denen die meisten, die da hingekommen sind, gewartet hatten.
00:09:26: Und auch da sobald Siegmond von Zukunft spricht – das ist echt interessant!
00:09:31: Also kommt da eine total positive Reaktion aus den Publikum heraus?
00:09:37: eine Sehnsucht, ein Bedürfnis nach positiver Vorausschau.
00:09:44: Ich will das erst mal gar nicht werten sondern nur so festhalten und es ist ja etwas wo ich wenn ich Friedrich Merz lasse klingen weil selbst die Grünen mir jetzt anschaue.
00:09:55: ich vernehme da schon einen ziemlich verzagten vielleicht aber auch bloß realistischeren Blick
00:10:05: nach vorn.
00:10:08: Kommerzfeierjournalismus, sei es seit Jahrzehnte, nur möglich durch deine Unterstützung.
00:10:13: Schau in die Infos wie!
00:10:16: Ja.
00:10:16: man muss allerdings dazu sagen dass diese Entwicklung, die ihr beide jetzt beschrieben habt, total präzise beschrieben habe, die hält schon sehr lange an.
00:10:22: Also das die AfD aus dem Lichtwähler-Milieu sich rekrutiert, das sehen wir eigentlich von Anfang an, schon im Jahrzehn bei den Landtagswahlen... Als die AfD dort zum ersten Mal angetreten ist, springt sie in einer quasi von null auf über fünfzehn Prozent.
00:10:42: Interessanterweise ist gerade in den Jahren, in den zehn Jahren bevor die AfD überhaupt als politischer Player auf dem Plan getreten ist war die Wahlbeteiligung in den ostdeutschen Ländern so niedrig wie seit dem Beginn der... seit dem Beginn der Bundesrepublik nicht mehr.
00:10:58: Das heißt, wir sehen eigentlich schon eine sehr lange Abschiedsbewegung von Teilen in der ostdeutschen Gesellschaft die erst mal sozusagen sich nur zurückziehen und nicht mehr teilnehmen und die in der AfD eigentlich von Anfang an einen neuen Ort gefunden haben.
00:11:14: das wird so stark diese Nichtwähler-Debatte führen hat damit zu tun dass wir natürlich die Zahlen in Sachsen-Anhalt auch in Mecklenburg wo man mit denen vor fünf Jahren der Landtagswahlen vergleichen.
00:11:26: Wir müssen aber, ich glaube was entscheidender ist um diese beiden Landtagswahlen nochmal zu beschreiben.
00:11:31: Ist das die AfD mittlerweile ihre Wählerinnen und Wähler weit aus der politischen Mitte rekrutiert?
00:11:37: Anders sind Wahlergebnisse von dreiundvierzig Prozent in Sachsen-Anhalt Und jetzt auch siebenunddreißig prozent in Mecklenburg-Wopern nicht zu erklären.
00:11:47: Und da treffen wir uns wieder in den Beschreibungen.
00:11:50: Das ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die altergeprächten demokratischen Parteien keine Akzeptanz mehr finden.
00:11:58: Das hat sich unter der Ampel angedeutet.
00:12:01: aber man muss eindeutlich sagen es ist ein Prozess, der unter Friedrich Merz außer Kontrolle geraten ist.
00:12:08: Er
00:12:08: hatte eigentlich schon bei Angela Merkel das muss man so sagen begonnen.
00:12:13: Ja, da würde ich immer sagen im Nachhinein ist glaube ich Angela Merkel eher die Lösung für das Problem als Ursache des Problems.
00:12:20: Als sie aus dem Amt scheidet lag die AfD weit unter den heutigen Werten.
00:12:25: also es ist doch am Ende der AfD wächst eigentlich wächst, mit der Flüchtlingskrise.
00:12:34: Merkels Flüchtlingspolitik ein erstes Mal geht dann zurück wird fast so eine Art ostdeutscher Regionalpartei und wächst noch mal nach dem Beginn des Russischen Angriffskrieges auf die Ukraine-Zweiundzwanzig.
00:12:47: Und das ist auch ein wichtiges Datum weil es eben nochmal einen anderen Grund aufzeigt als nur Migration der die Menschen zur AfD treibt.
00:12:57: Die Pandemie könnte man auch noch ein bisschen dazuziehen.
00:12:59: Und ich würde Hans auch demnächst zustimmen, Merkel hat ja auch vieles auf die lange Bank geschoben, die die Regierung danach aufholen mussten, angefangen bei der Wärmewende und so weiter, wo sich das nicht gemacht wurde, was sechzehn Jahre lang gemacht hätte werden können in kleinen Schritten, sodass jetzt in großen Schritten Vieles aufgeholt werden muss, womit die Leute dann überfordert sind aber auch durch schlechtgemachte soziale Komponenten.
00:13:24: Ich meine wir erinnern uns da an Habeck, soziale Schwachstelle bei der Werbebinde ist in der Die Einfallstore für FDP CDU und Rechte groß gewesen.
00:13:35: Das andere was du woran du mich gerade erinnert hast mit den Nichtwählern?
00:13:38: Ich weiß nicht wie es bei dir ist in deiner Heimat.
00:13:40: ich komme aus einer Gegend wo Ende der neunziger bei mir im familiären Kreis ein Freundeskreis gerade ältere angefangen haben einfach gar nicht mehr zur Wahl zu
00:13:48: geben.
00:13:49: absolut
00:13:50: Da war ich dann manchmal froh, dass sie nicht SPD wählen.
00:13:52: Dann waren wir schon die alte Losung lieber nicht wählen als MPD wählen was später in Gebernichwählern als AfD umgegangen ist.
00:13:59: Ich habe immer als naiver kleine Bängel gesagt, warum geht ihr nicht wäheln?
00:14:02: Ist doch schön das man wählen kann und ich brauche noch so stolz damals erstes mal wählen zu gehen.
00:14:06: Und irgendwann hab' ich dann verstanden, warum Sie nicht wählengehen weil Sie halt mit diesen westdeutschen Systemen, was Sie über zehn, zwanzig Jahre idealisiert hatten auf einmal kam.
00:14:20: Es gab dann quasi, wir haben das mal irgendwie so Reverse Brexit genannt wurde, dann quasi in den Kapitalismus reingeschubst wurdest und überfordert.
00:14:29: war es nicht so schlimm wie in Russland oder in anderen Teilen Osteuropas aber es war immer nur eine Überforderung, es waren Ausverkauf an den Westen und das haben viele nicht verarbeitet, aber auch nicht verstehen wollen.
00:14:41: Gleichzeitig wurde es von der westdeutschen Verweigerter genauer hinzugucken, was dort falsch gemacht wurde.
00:14:48: Weil manchmal hilft ihr auch einfach mal zuhören, erklären nicht immer alles gleich wieder zurückdrehen und das hat sich über zehn zwanzig Jahre gehalten.
00:14:58: also die sind einfach nicht mehr zur Wahl gegangen.
00:15:00: sie haben sie auch nie mehr für Politik interessiert.
00:15:02: und dann jetzt gerade durch die Mobilisierung der Nichtwähler gibt es eine Chance weil sie medial in ihren Medien, aber auch in den großen Medien sehen.
00:15:13: Da ist jetzt eine Chance, denen da oben diesen alten Parteien erst mal so richtig zu zeigen.
00:15:19: Stiftwort Selbstwirksamkeit!
00:15:20: Genau
00:15:21: und jetzt geht man... Okay, jetzt gehe ich trotzdem zur Wahl, obwohl ich vielleicht auch manchmal weiß dass das wenig bringt, aber jetzt kann der CDU hier erstmal so richtig zeigen.
00:15:29: Ja, genau.
00:15:31: Also
00:15:31: dieser Zerstörungswahn und das ist einerseits natürlich mit Hoffnung, aber gleichzeitig Er erinnert mich vieles auch an Trump.
00:15:37: Wir waren damals schon in USA und haben vieles, was der verkörpert hat im Sinne von hier fact the system also macht dieses System kaputt.
00:15:45: wir können das gemeinsam schaffen.
00:15:46: ja das falsch verstanden rio reiser
00:15:49: Das symbolisiert halt auch die afd und darum gucken sie glaube ich zu wenig Also auch mit absicht einfach nicht auf die inhalte was die wollen.
00:15:55: wir können gleich nachher bei unseren reformkurs und so weiter reden wo die fragst du die afD will ja alles nur noch mal auf auf doppelte Geschwindigkeit, ich glaube vielen geht es einfach nur darum dieses System kaputt zu machen.
00:16:09: Nicht nur!
00:16:09: Ich meine jetzt
00:16:11: nicht die Nichtwähler,
00:16:13: aber Marina gerne.
00:16:15: Es gibt sicherlich dieses destruktive Element und auch das Element was du eingangs angesprochen hast Enttäuschung, Kränkung... Das sind, glaube ich alles wichtige psychologische kulturelle Faktoren.
00:16:27: Aber Janne du hast eben diese außenpolitische Komponente kurz angesprochen.
00:16:33: Das ist so ein Thema.
00:16:34: also ich habe viel mit Außenpolitik zu tun und viel mit Verteidigungspolitik und merke selber auch mal wieder irgendwie wie normal das inzwischen für eingeworden ist über die Aufrüstung der Bundeswehr nachzunecken und zu schreiben und darüber dass jetzt möglicherweise eine Werfried eingeführt werden muss oder nicht.
00:16:51: Das sind aber Themen, die für viele Menschen Tabuthemen sind.
00:16:56: Die ans Innerste rühren.
00:16:58: Mir ist das auch nochmal am Samstag klar geworden als ich auf dem gesagten Schweriner Marktplatz stand und auf dieser AfD-Veranstaltung war mit ein paar AfD Leuten gesprochen habe.
00:17:09: Interessanterweise ging es da leichter... vielmehr, dass der leichter Zugang herzustellen zu den Leuten als das in Sachsen-Anhalt der Fall gewesen ist.
00:17:20: Naja dann habe ich es ja gefragt irgendwie warum wählen Sie?
00:17:22: Und was da immer wieder und ja zum einen Überraschung erstaunlich oft kam war das Thema Hilfe für die Ukraine.
00:17:31: War das Thema Pistorius?
00:17:32: Warum sprichte er von Kriegstüchtigkeit?
00:17:35: und sicherlich ein Spezifikum für Meckleburg Vorpommern billiges Gas aus Russland.
00:17:40: auch das war Das war ein treibender Punkt.
00:17:44: Es ist nicht nur Affekt, viele Leute machen sich auch Gedanken.
00:17:48: Ich wollte das noch aufregen.
00:17:51: Aus Politik?
00:17:52: Ich wollte mal kurz ... Tilo, du hattest hier angefangen.
00:17:56: Du hast beschrieben, wie du aufgewachsen bist in Mecklenburg-Vorpommern.
00:18:00: Wo bist du genau her?
00:18:02: Seenplatte
00:18:03: und dass die Leute plötzlich nicht mehr zur Wahl gegangen sind in deiner Familie.
00:18:09: Ich habe mir das gerade nochmal angeschaut, ich hab ja ein Buch darüber geschrieben, warum die AfD so stark ist und versuche das sozusagen noch mal durch die Nachwände erzählen zu können.
00:18:18: Und bin dabei für mich selber auch auf erstaunliche Erkenntnisse gestoßen.
00:18:23: Und diese Entwicklung quasi nicht mehr zu Wahl zu gehen beginnt mit der Einführung von Hartz IV.
00:18:29: Vorher, die neunziger Jahre sind krass für die Ostdeutschen Mauerfall-Wiedervereinigung, euphorische Momente.
00:18:36: Und dann aber sofort sozusagen eigentlich Ende des Jahres einer Neunzig haben schon eine Million aus Deutschland ihren Arbeitsplatz verloren.
00:18:43: Das heißt große Teile der Gesellschaft stürzen sofort auch in eine soziale Ausnahmesituation.
00:18:50: Aber und das ist im Rückblick war für mich total interessant Der Glaube an die Demokratie, der Glaube ans demokratische Parteiensystem Der bleibt sozusagen bestehen.
00:19:02: Auch noch eine ganze Weile, Merkel kann ihn dann sogar noch mal richtig revitalisieren.
00:19:07: Sie stoppt eigentlich in der Entwicklung.
00:19:09: aber mit Hartz IV sehen wir die erste sichtbare Abbruchkante.
00:19:15: da gehen Teile der Gesellschaft nicht so groß wie heute.
00:19:19: Da gehen Teilen der Gesellschaft raus aus dem System wählen eben nicht mehr.
00:19:23: es kommt zu diesen niedrigen Wahlbeteiligungen und unter
00:19:26: anderem übrigens weil die Grünen oder SPD HartzIV gemacht haben und nicht die von dem
00:19:30: es erwartet hat.
00:19:32: Weil die Linken, weil die Sozialdemo... Also genau, die Hartz-IV wird eingeführt von der Rotgrün-Bundesregierung, von Schröder und Fischer.
00:19:42: Und auch da ist interessant Gerhard Schröders Wirt von den Ostdeutschen überhaupt bei der Wiederwahl überhaupt.
00:19:50: Die wählen ihn in so großen Zahlen wieder dass er überhaupt eine zweite Legislatur beginnen kann.
00:19:56: Schaut man sich die Wahlergebnisse für den Westen an?
00:19:58: Die hätten sich für Edmund Stäuber entschieden, der damals der Kanzlerkandidat der Union gewesen ist.
00:20:04: Aber die Ostdeutschen halten Schröder im Amt weil er einen Friedenswahl-Kampf macht.
00:20:09: Damals geht es nicht um die Ukraine sondern damals geht das um das Nein zum Irakkrieg.
00:20:14: also schon da sieht man die pazifistische Einstellung der Ostdeutchen.
00:20:18: aber zwei tausendzwei Tilo du wirst wissen noch dich erinnern geschah die Flut.
00:20:24: Und Schröder zog seine Gummistiefel an und das hat vier ausgerechnet von den Linken eingeführt wird, von den Sozialdemokraten Genau.
00:20:36: Und da gehen die Ostdeutschen zum ersten Mal raus, deswegen ist meine These ja auch das eigentlich die Sozialdemokraten am Aufstieg der AfD schuld sind und die Union es dann zehn Jahre später eher trifft und dass wir gerade sozusagen jetzt diese Rentendepartem führen usw.
00:20:53: Wir kommen dazu.
00:20:55: Jetzt habe ich meinen Faden verloren aber genug gesagt.
00:20:57: Deswegen weiter im Text.
00:20:59: Ganz
00:21:00: wichtig.
00:21:03: Zwei Sachen.
00:21:03: Das eine Hartz-Fürich ändere mich relativ genau dran, weil ich damals als Schröder das im Bundestag dann verkündete.
00:21:14: Da hatte ich gerade Dienst und musste irgendwas für die Tagesschau darüber machen.
00:21:19: Und das war so.
00:21:20: das
00:21:21: Gefühl –
00:21:23: nun kenne ich auch Schröda, war ja zeitweilig.
00:21:26: Herr Novorana Den kannte ich noch als Studentenzeiten und dann steht er da als Kanzler.
00:21:31: Und inszeniert sich wie Churchill, nothing to offer but blood sweat and tears... ...und die Zumutungen!
00:21:39: Und man konnte physisch spüren im Bundestag.
00:21:42: das ist ein massiver Einschnitt und mir ist dann auch erst in der nachträgliche Analyse klar geworden Das war eine Reaktion auf die politischen Sünden der vorliegenden zehn, zwanzig Jahre.
00:22:00: Die neoliberale Wirtschaftspolitik, die sozusagen staatliche Vorsorgeleistungen abgebaut hat und privatisiert hat.
00:22:10: Und dann landet man in einem System, das für eine Bundesregierung nicht mehr handelbar ist wenn du gewaltigen Einschnitte macht, die vor allem Menschen aus den finanziell nicht so gut gestellten Schichten der Bevölkerung treffen.
00:22:30: Das ist im Übrigen eine vergleichbare Situation zu heute.
00:22:33: Ich
00:22:34: möchte etwas den Bogen zu heute schlagen.
00:22:38: Es gibt interessante Analysen MacPom nach der Wahl Im AfD-Wählerklientel.
00:22:47: Erstens, warum haben AfD-Wähler die AfD gewählt?
00:22:51: Das Interessante ist, dass es dreifünfzig Prozent aus Überzeugung und sechsunddreißig Prozent aus Enttäuschung sind.
00:23:00: Das ist schon mal interessant!
00:23:02: Zum einen sagt das ja, da ist eben die Hälfte dieses Klientels, die finden das inhaltlich richtig, was sie machen.
00:23:10: Und dann ist ein kleinerer Teil aber auch ziemlich massiv, der sagt ne wir sind enttäuscht.
00:23:15: Bei denen, die das erste Mal AfD gewählt haben ist es umgekehrt.
00:23:20: Da sind es nämlich dreiundsechzig Prozent, die sagen aus Enttäuschung.
00:23:25: Also gerade die Jungwähler und nur einen dreißig Prozent sagen aus Überzeugung.
00:23:32: Das heißt dieser Enttäuschungsstachel der ist ungemein stark und sitzt sehr tief und zwar Ich glaube auch, haben wir darüber gesprochen seit Jahren und Jahrzehnten tief verankert in dieser Population.
00:23:49: Und das ist für die AfD eine ideale Situation.
00:23:54: Darauf kann sie sich ausruhen.
00:23:56: in einer perfiden Weise.
00:23:57: denn letzte Zahl?
00:24:00: Da wurde auch gefragt, glaubt ihr denn dass die AfD wenn Sie dann mal an die Macht- und Regierung kommt ihre Versprechungen, ihre Programme umsetzen wird.
00:24:12: Da sagen siebzig Prozent nein!
00:24:16: Die wissen und kalkulieren ein.
00:24:18: die AfD kann hier viel versprechen.
00:24:21: wir erwarten gar nicht von ihr dass Sie das einhalten können.
00:24:24: Bist du das was ich meine?
00:24:25: Man kann es den anderen da zeigen.
00:24:27: Ja
00:24:28: man kann's denen den anderen zeigen.
00:24:30: früher hieß das dann Denkzettelwahl.
00:24:33: das ist aber ein viel zu blasser zu enger Begriff.
00:24:38: Es ist eine tiefsitzende Frustration.
00:24:42: und dieses Moment, es denen die jetzt hier als etablierte Parteien altparteien wie immer man das nennt dieses Land Jahrzehnte lang runtergebracht haben, unsere Zukunftschancen verbaut haben.
00:24:56: Denen können wir es jetzt mal zeigen und wie destruktiv das auch immer ist, da spielt dann fast keine Rolle mehr.
00:25:04: Und das ist für Parteien die jetzt regieren im Bund oder in den Ländern fast nicht aushaltbare Situation.
00:25:16: Ja, also ich stimme dir da in groben Zügen zuhörens.
00:25:19: aber mir gefällt ja Determinismus nicht der damit schwingt.
00:25:23: das ist keine Situation die man hinnehmen muss.
00:25:26: das ist auch keine Situation Die sich sozusagen einfach ereignet hat und es hat immer wieder auch Momente gegeben in denen diese Entwicklung aufgehalten werden konnte.
00:25:36: Ich habe sehr kurz beschrieben zwei tausend fünfzehn die ampel beispielsweise an die wir uns noch alle gut erinnern.
00:25:42: die ampel ist zum beispiel eine art progressives Interregnum in dieser Entwicklung.
00:25:48: Das ist bei den Landtagswahlen, zum Beispiel im Jahr twohundneinzehn gelingen den Grünen der Sprung in drei ausdeutsche Landesregierungen.
00:25:58: Er einundzwanzig wird die Ampel gewählt und blendet sich eine Fortschrittskoalition.
00:26:05: Da hatten wir das Gefühl, dieses Problem der AfD hat sich erledigt.
00:26:08: Sie wird zu einer ostdeutschen Regionalpartei und nimmt eben dann wie gesagt erst nach zweiundzwanzig diesen Schwung wieder auf.
00:26:15: Und ich habe ja schon über Manuela Schwesig gesprochen.
00:26:18: auch manuela schwezig hat ja doch auch wenn ihre Erzählung nicht ganz aufgegangen ist auch manueler schwesig hat ja gezeigt dass man dass man die AfD aufhalten kann.
00:26:30: Also dieser Determinismus, der gefällt mir nicht und weil das auch ein bisschen, bitte nicht allzu sehr protestieren wenn ich das sage lasse mich... weil ich auch ein bisschen das Gefühl habe, dass es einen ähnlicher Determinismus mit dem Friedrich Merz gerade arbeitet und mit dem er versucht sich im Abend zu halten.
00:26:52: Obwohl die Zahlen sozusagen das eigentlich nicht mehr hergeben wenn er beispielsweise schon gestern Abend und auch heute nochmal während der Pressekonferenz auf die angespannte geopolitische Lage hinweist, auf die Notwendigkeit der Reform da klingt so ein bisschen Merkels Alternativlosigkeit.
00:27:13: Aber er inszeniert sich sozusagen als Stabilisator in einer Welt, deren Gesetze man angeblich nicht mehr ändern kann.
00:27:20: Obwohl der natürlich gleichzeitig die entscheidende Faktor zur Destabilisierung alldessen ist.
00:27:27: Also ich will sagen, ich glaube diese Dinge sind alle aufzuhalten.
00:27:30: Diese Dinge werden eigentlich alle auch zu korrigieren.
00:27:33: Wir müssten nur eben fragen wie?
00:27:35: Ja und wirklich nur ein Satz dazu Determinismus ist nicht mein Ding wenn ich versuche an der dütischen Punkt
00:27:43: zu nennen, dass etwas passiert
00:27:45: ist und wie es passiert ist.
00:27:46: Das heißt eben nicht das es unbedingt so kommen muss.
00:27:51: Absolut!
00:27:51: Ich wollte da noch den einen Punkt mal gemacht haben.
00:27:53: Ja, das ist ein total
00:27:55: wichtiger Punkt weil es glaube ich eine Empfindung ist die sehr viele Menschen haben.
00:28:02: Ja, so eine Alternativlosigkeit ist mit der
00:28:07: die Union
00:28:08: und die SPD auch die Grünen regieren.
00:28:10: Es gibt Sachzwänge und natürlich gibt es Sachzwinge.
00:28:14: Natürlich gibt's Grenzen.
00:28:15: aber ich glaube der Reiz der AfD und übrigens auch der Linkspartei hier in Berlin speist sich ein Stück weit daraus dass dieser Determinismus diese Sachzwange dieser Anschein von Alternativlosigkeit durchbrochen wird von den Spitzenkandidaten also die stellen Alternativen Alternativen, die uns mir jedenfalls nicht gefallen.
00:28:36: Aber jedenfalls in Gänze.
00:28:38: Aber immerhin wird da dieses Bedürfnis danach, dass es irgendwie auch anders laufen könnte durchaus adressiert?
00:28:45: Ich frage mich also ich finde die Analysen absolut zutreffend.
00:28:48: aber was heißt das denn jetzt für Union, SPD, Grüne und Parteien der Mitte Fuß fassen wollen in ausdeutschen Flächenländern.
00:29:02: Es ist etwas, was in den letzten drei Jahrzehnten total versäumt wurde.
00:29:05: also das war ja jetzt irgendwie keine große Stichwortaufbauost.
00:29:11: es wäre nicht so dass da die CDU, SPD und Grünen sowieso nicht versucht haben sich parteipolitisch zu verankern.
00:29:18: Das waren immer eine recht lose Verbindung zwischen Wählerschaft Parteien überbrückt durch charismatische Führungsfiguren.
00:29:29: König Kurt etwa in Sachsen, in den Neunzigern, Bernhard Vogel in Thüringen und andere später.
00:29:34: aber da ist ein Versäumnis vonseiten der westdeutschen Parteien über die Jahre aufgebaut worden wo sie jetzt im Prinzip vor dem gewaltigen Scherbenhaufen stehen und ich sehe nicht die Kraft Ehrlich gesagt auch nicht das Bewusstsein, etwa in der Union.
00:29:55: Was haben Sie uns erzählt vor ein paar Monaten war?
00:29:57: Das war im Konrad-Adenauer Haus und CDU-Parteizentrale Wustemann dass es natürlich sehr, sehr schwer werden wird, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu halten.
00:30:10: Und dann wurde im Adenauer Haus so ein Papier, eine Strategie der weißen Flecken erarbeitet, wo man dachte, jetzt kommt was?
00:30:17: Jetzt kommt
00:30:18: die Beißenflecken abfahren.
00:30:20: Genau!
00:30:20: Die Mobilisierung aus der Partei und überall Städtetragnerschaften.
00:30:24: Da ist nichts draus geworden.
00:30:25: Ich weiß im Übrigen auch nicht ob das ...
00:30:30: Ich bin total dankbar, dass du auf diesen Punkt noch mal kommst.
00:30:34: Das war auch in den ganzen Nachwahlanalysen gegen das unter.
00:30:37: Natürlich hätte die Union einen völlig anderen Wahlkampf machen können im Sachsen-Anhalt.
00:30:43: Die ganze Partei hätte dort sozusagen reingehen müssen und nicht, dass Merz sich ganz verschämt mal zeigt und quasi durch den Hintereingang raus.
00:30:55: Also auch Merz kämpfen können in Sachsen-Anhalt und die Partei hat eben im Prinzip Sachsen Anhalt schon aufgegeben, bevor der Wahlkampf überhaupt losgegangen ist.
00:31:07: Weil das Kämpfen lohnt!
00:31:09: Das haben die Grünen an Sachsen Anhalt gezeigt, das hat Schwesich in Sachseneinhalt gezeigt und letztlich hat es auch Ulrich Sigmundt gezeigt dass die Leute wollen in Wahlkämpfen sehen, dass du kämpfst und die Union nicht gemacht hat.
00:31:26: Insofern bin ich dir total dankbar für den Punkt, weil es immer dann diese Jahr hätte Haselhoff eher das Ministerpräsidentenamt abgeben sollen.
00:31:34: Das spielen viele Faktoren rein aber dass die Union im Bund nicht um Sachsen-Anhalt gekämpft hat ist ein ganz wesentlicher Faktor für die Wahlniederlage gewesen.
00:31:45: Ich würde noch ein bisschen widersprechen, man ist gerade irgendwie runtergewirtschaftet in den letzten zwanzig drei Jahren.
00:31:48: so ist es ja nicht!
00:31:49: Es kommt halt einfach darauf an wer in diesem Land welche Gruppe in diesem wirtschaftlichen Ausschrungen profitiert haben.
00:31:56: Und das sind zuvor das muss man leider sagen die Reichen, insbesondere die Vermögenen da kann man auch noch mal zur Rot-Rüden anfangen eine Ende der Umneutziger zurückgehen als sie sich geweigert haben Die Vermögenssteuer wieder einzusetzen, die am Ende von der Kurzzeit ausgesetzt wurde weil die Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer wirst du ja noch besser als ich den Bundesländern zur Verfügung bei dem Bundesland landet.
00:32:17: Das würde uns insbesondere auch den ostdeutschen Bundesländer natürlich weniger helfen.
00:32:23: Reiche sterben als im Westen, aber es würde auch sterben.
00:32:26: Und das ist auch kein Sachzwang heutzutage zum Beispiel die Reichen nicht anzutasten.
00:32:32: Ja also wir könnten Vermögenssteuer wieder einsetzen Wir könnten die Erbschaftssteuer ändern besser machen wir könnten Was hast du Ludwig Erd damals gemacht?
00:32:39: hier Vermögen?
00:32:40: Wohlstand für alle
00:32:45: Also nicht nur Vermögensbesteuerung, sondern Vermögenabgabe für Krisen.
00:32:49: Das war ja kurzzeitig während der Pandemie so ganz gespricht.
00:32:51: Es ist kein Sachzwang das wir sparen müssen!
00:32:54: Es ist keine Sachzwange dass wir den Sozialstaat abbauen müssen.
00:32:58: sie entscheiden sich aber im Namen der Wettbewerbsfähigkeit unserer Konzerne und auch der Reichen für die Sie Politik machen.
00:33:05: diese GroKo werden das vor einem Jahr auf eineinhalb Jahren als wir GroKo auf den Koalitionsvertrag geguckt haben, da hatten wir den Leitspruch Reicher-Reicher machen.
00:33:13: Da waren wir uns zu dritt einig.
00:33:14: Albrecht hatte und hat es in der nächsten Sendung eingeräumt das wird als Sachzwang verkauft!
00:33:20: Wir müssen wettbewerbsfähig sein.
00:33:22: Es ist aber... Kein Sachzwang.
00:33:25: Ich
00:33:25: würde es anders formulieren,
00:33:27: aber ja... Es ist halt das alte Bild des bundesrepublikanischen Ökonomiemodells was angesichts der weltweiten Lage ein Auslaufsmodell ist.
00:33:37: also dass wir über zwanzig dreißig Jahre billig oder teuer nach China exportieren, dass wir die billige Energie aus Russland bekommen und dass für die militärische Sicherheit durch die USA garantiert bekommen.
00:33:47: Die USA zieht sich zurück.
00:33:49: darum muss die Erzählung aufgerüstet werden, auch unter anderem wie eine russische Aggression in der Ukraine.
00:33:54: Die Chinesen exportieren mittlerweile fast mehr nach Europa.
00:33:59: In Sachen Autoindustrie können wir ja mal anfangen.
00:34:01: die Deutschen haben weniger Raum in China sich auszubreiten und das kommt jetzt alles zusammen und es geht auch nicht mehr zurück und darum brauchen wir ein anderes Ökonomie Modell.
00:34:11: aber sie halten insbesondere die Union an dem Alten, an dem alten Fest und das fällt uns auf die Füße.
00:34:18: In der Zeit kommen wir nicht mehr zurück und wir haben ja auch unter anderem dazu entschieden als Politik, als politische Klasse dass zum Beispiel an dieser alten Autoindustrie zu lange festgehalten wurde und gleichzeitig neue Industrien wie z.B.
00:34:33: Solar & Wind.
00:34:36: Die Solarindustrie ist in Deutschland auf die Beine gestellt worden.
00:34:38: Die Wode von dieser etablierten Politik kaputt gemacht.
00:34:42: Die ist unter anderem auch in Ostdeutschland groß geworden.
00:34:44: Wir hätten jetzt die ganze Welt, die freie Welt versorgen können mit Zulapen.
00:34:49: Und wer versorgt jetzt die ganzen Welt?
00:34:51: China!
00:34:52: Das waren sehr viele Punkte wo ich dir recht geben würde.
00:34:56: Du musst ja nicht beeindruckend
00:34:57: sein.
00:34:58: Ich bin bei dir wenn es um die Beharrungskräfte geht und vor allem in der Wirtschaftspolitik.
00:35:05: offenbar zu sein, scheint das was die letzten Jahrzehnte funktioniert hat beibehalten zu wollen statt sich auf Neues einzulassen.
00:35:12: Das ist ein Riesenproblem und damit ja gefährdet Politik gefällt dabei im Übrigen auch die Wirtschaft gefährden Industrieunternehmen den vielfach beschworenen Wirtschaftsstandort Deutschland.
00:35:26: Auf der anderen Seite muss man ja sagen, es ist leider so die Bäume wachsen echt nicht in Himmel.
00:35:31: Natürlich läuft echt vieles ökonomisch sehr schlecht nur.
00:35:37: Wir müssen einfach auch zur Kenntnis nehmen dass der Bundeshaushalt sehr beschränkte Möglichkeiten gerade aufweist.
00:35:44: Es ist nicht so das die Politiker jetzt.
00:35:48: Sie
00:35:52: haben sich den Sachzwang ins Grundgesetz geschrieben mit der Schuldenbremse.
00:35:55: Dazu hat sie ja niemand gezwungen.
00:35:58: Sie haben eine Priorisierung vorgenommen, also mit der ... Mit der Lockerung geschulden Bremse haben Sie jetzt die Priorisierung, die sicherlich Erklärungsbedürft ist.
00:36:06: Aber nach der Finanzkrise haben sie sich die reingeschrieben?
00:36:08: Weil die Erzählung war wir haben eine Staatsschuldenkrise dabei war
00:36:10: es ein Bankenkrisis.
00:36:11: Genau das war damals die hohe Zeit aus der Ritätsideologie so Wolfgang Schäuble.
00:36:18: Die ist man aber inselig.
00:36:21: Es gibt aber Lockerungsübungen.
00:36:24: Da würde ich sagen da ist Bewegung.
00:36:29: Also und wir sehen ja jetzt auch die Verteilungszwänge nebenzu.
00:36:32: Und ich glaube aber, dass der durchaus ein Connex ist zwischen wirtschaftlichem Wachstum und Demokratiefestigkeit – das ist etwas was die Deutsche, die bundesrepublikanische Geschichte ganz stark uns gelehrt hat!
00:36:51: Tatsächlich spüren, dass da was ins Wanken gerät.
00:36:53: In dem Moment in dem die Leute sich nicht sicher sein können, dass sie morgen noch einen Job haben, in dem Verlustängste, Wohlstands-Sorgen überhand nehmen, merkt man, da schwindet auch die Nähe zu Parteien der demokratischen Mitte.
00:37:09: Da gibt es einen Connex und deswegen glaube ich ist die Priorität, die die Bundesregierung gesetzt hat nämlich auf Wirtschaftswachstum und wirtschaftliche Stabilität.
00:37:17: Die is richtig!
00:37:18: Ob die Mittel auch richtig sind?
00:37:22: Ich
00:37:23: würde nur sagen, genau dieses BRD ist Witzschatzwachstum.
00:37:30: Das ist die Ideologie und das geht einfach nicht angesichts des Klimawandels.
00:37:34: wir können in einer endlichen Welt unendlich wachsen.
00:37:37: Wir müssen auch deshalb ein neues Wirtschaftsmodell finden.
00:37:40: Das sind ja die Chancen in der Krise.
00:37:42: so machen sie anderen Staaten ja auch darum müssen wir davon weg dass es nachweislich wirklich seit den fünftigen passiert, nachdem der quasi Krieg und so weiter vorbei waren musste andere Mittelwege gefunden werden wie man sich gegenseitig vergleichen kann.
00:37:55: Also das ist genau das was ich meinte.
00:37:57: Lass mich noch einen Wort dazu sagen zu runtergewirtschaftet.
00:38:01: Das war dass es nicht die Behauptung einer Objektivität sondern ich habe damit referiert das Gefühl dass viele Menschen vor allem aus dem Einkommens- der Gesellschaft haben, das Land sei runtergewirtschaftet worden und zwar zu ihren Lasten.
00:38:23: Das ist das Gefühl
00:38:24: für die meisten.
00:38:25: Ja auch das hat historisch, finde ich durchaus etwas mit dem Neodiberalismus ab Mitte der achtziger Jahre in Deutschland aber nicht nur da zu tun.
00:38:42: Das berühmte Schröder-Blair-Papier, als Schröda versucht hat mit Tony Blair sozusagen die Sozialdemokratie neu zu erfinden.
00:38:51: Als neoliberale Partei... das ist einfach granatenmäßig nach hinten losgegangen!
00:39:01: Und was das mit den Sicherheitsbedürfnissen in einem umfassenden Sinn der Bevölkerung macht?
00:39:11: kriegen wir jetzt als Quittung zu sehen, bei denen noch mal sowohl in Macpom als auch in Berlin war die Frage welches Thema spielt für ihre Wahlentscheidung die größte Rolle.
00:39:25: In beiden Ländern war eine Mischung aus sozialer Sicherheit und Ordnung Wirtschaft sozusagen ein Dreiklang.
00:39:34: wenn wir diese und in Berlin dann speziell noch wohnen als Bestandteil der sozialen Sicherheit die wichtigsten wahlentscheinenden Faktoren sind, dann waren und sind sie das weil Menschen sich da unsicher fühlen.
00:39:49: Und weil sie vor allem den Parteien, wo Sie jetzt sagen, die haben jetzt sozusagen jahrzehntelang Zeit und Möglichkeit gehabt dafür zu sorgen dass das auch in schwierigen Zeiten erhalten bleibt.
00:40:03: und da stellen sie fest nein Es ist nicht erhalten zu blieben vom Gefühl her, sondern es verschlechtert sich.
00:40:09: Und das ist dann der Kipppunkt, der dann der AfD...
00:40:16: Das, was du gerade referiert hast, haben wir in Sachsen-Anhalt auch schon gesehen.
00:40:19: Auch da waren sozusagen der Anteil der Wählerinnen und Wähler der AfD die eigene finanzielle Sorgen haben besonders hoch.
00:40:27: In Sachsen Anhalt lag der Anteil von Arbeiterinnen und Arbeitern bei den Sagen und schreibe einundsechzig Prozent.
00:40:33: Auch das ist eine Entwicklung, die sehen wir von Anfang an dass der Antei der Arbeiterin und Arbeiter eigentlich jedes Mal bei allen Wahlen von der AfD immer stärker zunimmt Und die SPD als ursprüngliche Arbeiterpartei, letztlich eine Partei der Beamtenakademiker und Rentner geblieben ist.
00:40:52: Ein bisschen bei den Grünen fehlen die Rentner aber der Rest ist da auch... Das stimmt
00:40:57: für gestern auf jeden Fall!
00:40:58: Je älter dass du SPD-und CDU
00:41:00: williger wohnen sind.
00:41:01: Aber eigentlich alle Trends, die wir sozusagen gestern gesehen haben das sind eigentlich Trends die wir in den letzten Jahren schon gesehen haben.
00:41:10: Insofern stimme ich euch zu, dass der Rechtsruck vor allem im Osten einen materiellen Kern hat.
00:41:20: Den wir viel zu vernachlässigt haben in den letzten zehn Jahren.
00:41:26: Wir, die deutsche Öffentlichkeit.
00:41:28: Wir haben wahnsinnig viel Übereinstellungsmuster gesprochen und es ist richtig.
00:41:32: Rassismus, Nationalismus, Chauvinismus usw.
00:41:35: zu thematisieren aber wir haben den eigentlich materiellen Kern des Unmuts vieler Leute der sich auch im Westen jetzt zeigt viel zu wenig viel zu viel zu wenige.
00:41:46: niemand hat das gemacht.
00:41:48: Niemand hat es gemacht.
00:41:49: Moment!
00:41:49: Aber wer hat daran Interesse dass nicht zu themadisieren?
00:41:52: Das ist eine andere Frage.
00:41:54: aber lasst mich erstmal meinen bei dem bleiben, was ich beschreiben will.
00:41:58: Also wir haben einen materialen Kern und... Ich habe immer noch die Hoffnung, wir kommen ein bisschen zu den Geschehnissen der letzten achtundvierzig Stunden.
00:42:08: Weil dieser materielle Kern wird eben in den Reformen mindestens getriggert.
00:42:15: Also, weil Tilo wie die Frage ... Wir müssen uns schon die Frage stellen, warum ein Großteil der Ostdeutschen und doch immer mehr Westdeutsche nicht von der linken Weltrevolution träumen?
00:42:25: Wie du vielleicht, sondern warum die soziale Frage im Moment nach rechts schieben.
00:42:31: Das ist ein großes Dilemma für den politischen Betrieb.
00:42:34: Die soziale Frage wird im Moment anrechtsadressiert und dort wird sie sozusagen als Umverteilungsfrage zwischen denen von hier und denen von dort sozusagen politisch beantwortet, ich glaube nicht dass darin die Lösung des Problems steht was wir in den Reformen und im Reformpaket und vor allem im Rentenpaket gesehen haben das eben das März eben zu wenig auch ein Gespür dafür hat, dass Verteilungsfragen längst wieder im Gespräch sind und längst wider politisch adressiert werden müssen.
00:43:09: Er aber beginnt eine Reformdebatte mit der Aufforderung an die Deutschen nicht so faul zu sein und weniger zu arbeiten – ich glaube das ist schon mal so ein Momentum wie man so einen großen Reformprozess keinesfalls beginnen darf!
00:43:22: Man muss ihn eigentlich öffnen.
00:43:24: Und man muss sehen, dass man größtmöglich viele Gruppen, gesellschaftliche Gruppen sozusagen denen das Gefühl gibt du wirst im Laufe dieses Reformprozesses nicht auf der Verliererseite stehen.
00:43:38: und natürlich haben die Reformen vor allem die Rentenreform.
00:43:47: Wir haben eine soziale Unwucht.
00:43:53: Die Einkommenssteuereform hat eine sozialen Umwucht, weil Großverdiener und Reiche nicht belastet werden.
00:44:01: Der Einzige, der das machen kann ist jemand wie Friedrich Merz.
00:44:14: März hätte diesen Reformprozess nicht damit starten sollen, sozusagen den deutschen Faulheit zu attestieren.
00:44:21: Sondern Merz hätte einen großen Schritt auf große Teile der Deutschen zukommen und sagen müssen... Ich verlange sozusagen einen Verzicht von den reichen Superreichen und so weiter.
00:44:33: So hätte das Entree in den Reformprozess starten müssen, dann hätten wir heute die Debatten nicht, die wir führen.
00:44:39: Jetzt
00:44:39: ist eine Frage, ihr seid näher dran.
00:44:43: Ich unterstütze das voll und würde es gerne mit Merkel vergleichen.
00:44:46: Die hat ja auch im Neoliberalen Wahlkampf gemacht.
00:44:50: hat sich den Kanzler haben geschafft.
00:44:52: Dann hat sie das Papier in die Schublade geschrieben.
00:44:54: Und dann hat
00:44:54: sie für immer diese neoliberale Programmatik nichts mehr mit zu tun zu haben und hat als deutsche Kanzlerin regiert, nicht mal mit der neoliberalen Brille.
00:45:08: Du warst dabei so ein Hintergrund, bevor die Ampel aus dem Amt war und die GroKo jetzt noch nicht da war.
00:45:14: Und dann ein hohes Tier das jetzt raus ist meinte ...
00:45:18: Hat die Schublade geöffnet?
00:45:19: Nee aber er meinte über Linnemann und März und einigen in der Union, anders als die Merkel-Jahner vorher.
00:45:27: Die glauben diese Ideologie, diese neoliberale ... Wir müssen nicht reichenreicher machen.
00:45:33: Diese trickle down was seit zwanzig Jahren in Amerika auch schon widerlegt ist das Glauben die?
00:45:38: Das große Unterschied zu einem Scholz oder Merkel die dann irgendwann gemerkt haben okay wir lassen jetzt mal quasi unsere parteipolitische Überzeugung hinter uns.
00:45:46: erstes Land dann die Partei Und hier scheint es immer nur so zu sein erst die Partie oder erste Ideologie Und dann das Land.
00:45:54: Das ist eine Frage an mich, du bist näher dran.
00:45:56: Möglicherweise ist es hier heute ein historischer Tag, an dem wir zusammenkommen.
00:46:02: Friedrich Merz hat ja von sich behauptet vor wenigen Wochen er sei ein lernendes System.
00:46:07: Das war erst mal ne Behauptung.
00:46:09: und heute ... ist er nachdem die CDU-Spitze, die CDU Gremien länger zusammengesessen haben.
00:46:17: März und dem Ministerpräsidenten im Konrad Adenauhaus... Ach Marina, nein!
00:46:20: Pass auf, pass auf, ja, na kopp der raus und sprich plötzlich von einem gestörten Gerechtigkeitsentfinden in der Bevölkerung.
00:46:28: Aber meine Kollegin Maryam Lau ihn danach gefragt hat.
00:46:31: Irgendetwas
00:46:32: ist da passiert in vergangenen vierundzwanzig
00:46:36: Stunden?
00:46:36: Du hast immer noch Hoffnungen, das glaubst
00:46:38: du echt?
00:46:39: Der Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister in NRW, soziales Gewissen der Union.
00:46:45: Der lief da rum im Konrad Adenauer Haus, sah ich über die Bildschirme.
00:46:53: Irgendetwas ist da passiert, irgendjemand hat mit Merz gesprochen und ihm die Komponente soziale Gerechtigkeit eingepflanzt.
00:47:01: Mit der Konsequenz, dass er ja da auf die Frage der Kollegin Lau etwas Spektakuläres tat, womit er, glaube ich, seine Presseabteilung einmal mehr in den Semivahnsentrieb.
00:47:14: Und zwar stellte er in Aussicht eine Reform der Krankenversicherung.
00:47:19: Denn als Beispiel für das geschölte Gerechtigkeitsempfinden in der Bevölkerung führt er heran die, meine Meinung natürlich, Ungerechtigkeit des Zwerklassensystems in der Gesundheitsversorgung... Wie sollen alle
00:47:32: privat versiegert sein?
00:47:34: Andersrum.
00:47:34: Plötzlich schöpften Sozialdemokraten die Hoffnung, dass ausgerechnet Friedrich Meers die Bürgerversicherung das sozialdemokratische Sehnsuchtsprojekt einführen würde.
00:47:43: Gut es wurde dann hinterher wie gesagt abgeräumt.
00:47:46: Marina du
00:47:47: musst aber man muss aber auch dazu sagen... Du hast Zweifel!
00:47:50: ...dass damit... Man muss aber zu sagen, dass Merza natürlich sozusagen das größte Vorurteil über ihn mal wieder bestätigt hat nämlich wir haben einen zu sein jeweils desjenigen mit dem er zuletzt gesprochen hat.
00:48:00: Aber Marina der Punkt ist interessant.
00:48:03: Interessant, weil er ein bisschen symbolhaft den heutigen Tag beschreibt.
00:48:07: Dann haben alle gemeldet, März will sozusagen die Krankenversicherungssysteme reformieren.
00:48:15: Das wurde sofort wieder dementiert keine zwei Stunden später aus dem Bundespresseamt.
00:48:23: die Reformen eher langsam anfangen auszufranzen.
00:48:27: Schwesig hat das im Wahlkampf gemacht, die Unionsministerpräsidentin sind nachgezogen.
00:48:31: Ich kann heute nicht mehr alle Forderungen referieren, die davon den Ministerpräsidenten in der zweiten Tageshälfte miterrennt, Tankrabatt ... CO-Zweisteuer weg?
00:48:42: ... und so weiter.
00:48:44: Es waren doch eine ganze Menge!
00:48:46: Das Interessante daran ist, dass damit ein Prozess noch einmal beginnt mit dem Friedrich Merz eigentlich schon beim ersten Mal überfordert gewesen ist.
00:48:55: Nämlich diesen Reformprozess kommunikativ zu steuern, in den Prozessen klar zu halten und vor allem auch inhaltlich sozusagen soweit durchzusehen um den ganzen zum guten Ende zu führen.
00:49:09: Und das ist eben das Interessante dass glaube ich Merz jetzt sind eine Situation hineinläuft wo er wieder vor ähnlichen Herausforderungen steht, wie gesagt bei dir beim ersten Mal schon gescheitert ist.
00:49:23: Deswegen wenn ich den heutigen Tag beschreiben könnte dann würde ich sagen Herzt treibt die Union und letztlich auch seine Koalition eigentlich immer stärker in einen toten Punkt.
00:49:35: Er selber ist zwar noch gewillt um seine Ämter zu kämpfen also der ins Bundeskanzler und das Parteivorsitzende, aber er hat eigentlich nichts mehr anzubieten.
00:49:47: Außer seine Beharrungskräfte, außer sein Starsinn und außer sozusagen dass er ein Szenario der Instabilität zeichnet Und er ist sich selbst als Horde, das stabilen Ausmal und damit eigentlich schon ein bisschen die Realitäten vertret.
00:50:07: So sind wir jetzt vom ganz großen zum ganz kleinen gekommen?
00:50:10: Aber im ganz Kleinen zeigt sich dann auch.
00:50:15: nur zwei kurze Anmerkungen.
00:50:17: Die und ich nenne das jetzt mal emotionale Distanz von Friedrich Merz vielleicht auch eine Erkenntnis-Distanz ist, zur realen Situation in breiten Teil der Bevölkerung.
00:50:30: Er hat ja in dieser Erklärung zu einem Gesundheitssystem gesagt – ich kann es nicht ganz so weitlich ausgesagt – wenn das Gefühl verbreitet dass Menschen, die eine private Versicherung haben bei den Ärzten und dem Gesundheitswesen schneller Termine und Leistungen kriegen als Menschen, wie gesetzlich versichert
00:50:54: sind.
00:50:54: Du willst darauf hinaus, dass er selber gar nicht weiß ob es so ist?
00:50:57: Dann
00:50:57: haben wir ein Problem.
00:50:59: jeder, jeder der auch nur ein bisschen auf welcher Ebene auch immer
00:51:03: im Gesundheit im
00:51:05: Leben steht, weiß das das seit Jahren.
00:51:08: eines der Hauptprobleme vor allem für gesetzlich Versicherte, aber auch für Menschen die privat versichert sind und denen das nicht will.
00:51:21: Wir haben eine zwei-klassen-Gesellschaft in der Gesundheitsversicherung mit zwar nicht erst seit gestern oder heute sondern seit Jahren und Jahrzehnten.
00:51:31: und die trägt mit dabei zu diesem Gefühl von Menschen, die nicht zu den Privilegierten gehört.
00:51:39: wir werden abgehängt um uns kümmert sich niemand.
00:51:42: Wir werden vernachlässig.
00:51:44: und das Friedrich Merz, dass jetzt als eine eventuelle Möglichkeit benennt.
00:51:50: Das zeigt für mich wirklich ein Art von
00:51:57: Realitätsferne.
00:52:01: Ich fand den Realitätsverlust heute eher, ich weiß nicht wie es euch ging als ihr die Picker gesehen habt oder schon gestern das er sagte.
00:52:08: Mecklenburg-Vorpommern war ein Desaster also dass er sozusagen ganz oft sehr wortreich und mit eigentlich kaum zu überbietenden Beschreibungen sozusagen ja das Desaster benannte und aber gleichzeitig so ein bisschen den Eindruck machte es hatte mit ihm gar nichts richtig.
00:52:26: Das ist ein
00:52:32: typischer März.
00:52:34: Das ist mir schon ein paar Mal aufgefallen, wo man zunächst denkt, das sind aber klare Worte!
00:52:40: Eine offene Sprache, der spricht den Missstand offen an und man denkt, ehrlicher Typ.
00:52:45: Und dann beim zweiten Hören denkst du klar es fällt ihm gar nicht so schwer so offene klare worte zu finden weil Er sich selbst nicht primär dafür verantwortlich fühlte.
00:52:57: Ja, so die tatscht irgendwie der Wirkzahl oder?
00:52:59: Heute
00:52:59: zum Beispiel
00:53:02: gab es
00:53:05: auch den einen Punkt in der Pressekonferenz im Adenauer Haus wo er gesagt hat dass das die Ursachen für die schlechten Wahlergebnisse des letzten Abends weit zurückreichen würden.
00:53:18: Das war hier, Grüße gehen raus und alle Ministerpräsidenten und die Fraktionen, die die Faust in der Tasche geballt hat.
00:53:24: nicht allein er ist das Problem wie viele glauben und deswegen fällt es ihm so leicht kritisch.
00:53:29: Es mehs als immer wieder aufgefallen wenn er über den Ist-Zustand Deutschlands spricht und dann hat er im Kopf immer die Merkel, das war die Merkelzeit, was ist da
00:53:38: eine Erklärung dafür?
00:53:39: Was ist deine Erklärungen warum er so zu sprechen kann, was glaubst du?
00:53:44: Weil er in seiner Kanzlerrolle nicht angekommen ist.
00:53:47: Weil er sich selbst nur von außen betrachten kann oder ...
00:53:51: Der hat gar keine Introversionsfähigkeiten.
00:53:54: Introspektionsfähigkeit.
00:53:55: Das haben viele Männer eh nicht aber der ist echt nicht.
00:53:58: Ah ja okay!
00:54:00: Das lassen wir mal wirken.
00:54:02: Ich wollte einfach dazwischenkommen.
00:54:03: das wäre erst meine spontane Erklärung.
00:54:06: Solche Männer die haben diese Fähigkeiten nicht.
00:54:09: Die Frauen immer viel mehr habt als wir.
00:54:13: Er ist recht nicht, der nicht.
00:54:15: Ich glaube, Friedrich Merz gefällt sich in der Pose des Klartext-Sprechers.
00:54:20: Da merkst du auch so, er hört sich dann auch gerne reden wenn er diese kantigen, diese wuchtigen Worte findet.
00:54:30: Damit hat er seine Oppositionszeit bestritten.
00:54:32: Damit ist er CDU-Chef geworden und damit hat er die Kanzlerschaft, die Kandidatur übernommen und all die Versprechen geweckt aus Sicht vieler enttäuscht werden.
00:54:44: Das ist der markige März, also das... Der rutscht immer wieder und sehr gerne in diese Rolle hinein ... Und
00:54:50: holt aber niemanden mehr ab!
00:54:51: Das hat sich... In der Tasche, die Tetsache bist du?
00:54:56: All die Versprechen haben sich völlig gegen ihn gewandt.
00:54:59: Deswegen, Marina was haben wir denn heute eigentlich erlebt?
00:55:04: Also ich fand nochmal um das... war wahnsinnig ruhig, ich habe ein bisschen versucht zu telefonieren.
00:55:11: Ich hab noch nie so schweigende Unionsmänner und Frauen erlebt wie heute.
00:55:18: die konnten wirklich nichts sagen.
00:55:21: gestern das Treffen... Wie
00:55:22: hast du sie denn gefragt?
00:55:24: Naja ich wollte einfach den Punkt beschrieben haben an dem wir uns gerade befinden.
00:55:30: Bis Mittag, bis in die frühen Nachmittagsstunden hörte man quasi gar nichts.
00:55:34: Wir wissen bis heute nicht was eigentlich die Ministerpräsidenten gestern in diesem heimlichen Treffen noch oder Marina wird es uns verraten aber das ist ... Es ist ein sehr eigenartiger Tag gewesen, ganz anders als nach Sachsen-Anhalt.
00:55:52: Am Tag nach Sachsens Anhalt konnten wir sehen dass die wichtigen Ministerpräsidenten der Union, die gingen alle relativ früh auf Sendung Gordon Schneider dann kam Hendrik Wüst am Abend meldete sich Michael Kretschmer und auch noch Daniel Günther sind alle mit massiver Kritik an der Union rausgegangen, auch schon da ohne den Namen Friedrich Merz übrigens zu nennen.
00:56:19: In keinem der Statements kam das vor.
00:56:21: Das passierte dann in diesem Brief, in dem Solidaritätsschreiben noch einmal aber offenbar Marina das Solidaritätsschreiben zudem sie mehr verdonnert wurden als sie es wollten.
00:56:31: letzte Woche hat dem Ganzen doch irgendwie so ein bisschen den Saft rausgenommen oder?
00:56:36: Ja, das war eine ganz merkwürdige eine ganze ganz merkweidige Aktion.
00:56:40: ich Teide deine Erfahrung und habe da eben auch mit Kollegen bei uns im Büro, die auch versucht haben heute in der Union zu recherchieren.
00:56:48: Und da auf ziemlich viel Radlosigkeit gestoßen sind.
00:56:54: Was sollen sie ja auch machen?
00:56:55: Ich meine die Union das ist eine so nicht derangierte verwirrte Partei und es hat auch ganz massiv etwas mit diesem Kanzler zu tun.
00:57:01: Friedrich Merz kommt gestern Abend also am Sonntagabend kurz nach achtzehn Uhr.
00:57:07: Also auch ein Schluss, ein Vorgang, dass der Kanzler Landtagswahlen kommentiert noch während des ersten Hofes.
00:57:14: Bevor wir das Ergebnis kennen, ja.
00:57:17: Das ist schon ein spektakulärer Schritt, das Drama dieser Situation auch wirklich bündelt.
00:57:24: So da kommt er raus und macht klar oder will klar machen, er bleibt Kanzlerin.
00:57:29: Er bleibt Parteichef Und im Übrigen halte er an seinem Reformprogramm, an seiner Reformagenda fest.
00:57:36: Den Punkt will er machen!
00:57:38: Heute – was waren's?
00:57:42: Sechzehn Stunden oder was später kommt er raus und intoniert einen schrittweises Abweichen von den bisher vorgesehenen
00:57:57: Muss man aber sehr genau hingehören.
00:58:00: Aber das sind alles so widersprüchliche Signale, mit denen er seine Partei auch komplett verwirrt?
00:58:07: Ich würde trotzdem beim Thema Detached auch mal
00:58:10: wieder
00:58:11: hier ein bisschen raussuchen damit es jetzt nicht zu sehr so ein Werkstattgespräch wird und die Leute uns folgen können.
00:58:16: Das ist ein ungewöhnlicher Jungeneriv, das ist so Presseclub und alle untereinander.
00:58:21: quasi ein bisschen abgehoben von der Wirklichkeit.
00:58:25: Da können wir ja anhand vom März auch die ganze Bundesregierung, auch ein bisschen Bundespolitik, an sich beschreiben.
00:58:32: Hans hat gestern vom Gift des Autoritären gesprochen und da überlasste ich Hans einfach die Punkte, weil er mir das im Vorgespräch gesagt hat.
00:58:40: Aber wir könnten auch über eine Detetsche... Krankenversorgung, ein Klassengesellschaft angesprochen.
00:58:46: Wir haben ja auch in anderen Bereichen eine Klassengesellschaft in Deutschland angefangen bei den Eigentümern und Lohnabhängigen in vielen anderen Bereichungen.
00:58:54: Wir erleben auch in Sachen Aufrüstung US-Rückzug aus Europa Aggressionen der Russen
00:59:01: usw.,
00:59:02: in Sachen Ausrüstungsaufrüstungen der Bundeswehr aber auch eine detached Debatte, auch eine mediale detached Debatte wo auch eine Mediale establishment klasse nicht weiß was die das breite Volk, also die Bevölkerung denkt.
00:59:18: Wo ich habe es immer so zusammengefasst, die kapieren schon ganz genau dass auf einmal von einem Moment auf einen anderen Geld da ist, fünfhundert Milliarden Euro für Aufrüstung.
00:59:28: aber gleichzeitig versucht die Politik obwohl sie im Vorfeld für die Grundgesetzänderungen versprochen hat, dass das Geld nicht wo an anderer Seite gespart wird.
00:59:36: darum wird ja diese Grundgesetz-Anderung gemacht wird jetzt damit politisch argumentiert, dass ja wegen dem Geld, wegen Russland und anderen notwendigen Investitionen aus deren Sicht an anderer Stelle gespart werden muss.
00:59:51: Und das... Vergessen die Leute nicht.
00:59:53: Die sehen und verstehen... Ja, das
00:59:54: ist eine weitere Unwucht, die du da beschreibst.
00:59:56: Absolut!
00:59:56: Und sie
00:59:56: verstehen okay von einem Moment auf einer ist Geld für Bundeswetter und Aufrüstung und egal ob ich dafür oder dagegen bin warum ist dann nicht Geld für meine soziale Absicherung?
01:00:04: Das ist ja das was Marina von den Gesprächen in Schwerin beschreckt absolut.
01:00:09: Das ist das Gespräch der Straße im Moment.
01:00:11: Und das ist ein richtiges Gefühl, es ist ein richtiges Signal an die Politik denn das kann und will die Politik nicht erklären außer mit Sachzwängen obwohl die Sachzwänge von einem Moment auf einen geändert werden können, wenn der Wille da ist.
01:00:22: Der politische
01:00:23: Wille.
01:00:23: Ja,
01:00:24: Ableß war interessanterweise auch an den BSW-Wahlergebnissen.
01:00:28: Ich weiß nicht wie es euch ging.
01:00:29: also ich dachte gestern als ich die Balken vom BSW für Berlin und auch für Merklinburg-Vorpommern sah, dachte ich hoch!
01:00:38: habe ich nicht erwartet?
01:00:40: und dann erinnerte ich mich an die Gespräche in Schwierigen.
01:00:42: Natürlich,
01:00:43: es ist das Friedensthema.
01:00:45: Es ist
01:00:47: Krieg
01:00:47: und Frieden und das Thema des BSW und auch das Thema was sehr viele Leute da bewegt und das zeigt uns... Das ist ein Korrektiv.
01:00:56: also so empfinde ich es zeigt uns an hier ist ein Thema... Da
01:01:01: sind wir beim auspolitischen müssen jetzt nicht drauf eingehen und so weiter.
01:01:03: aber erleben wir auch Detachment, einerseits ein altes transatlantischer Glaube der letzten westdeutschen Jahrzehnte.
01:01:13: Bedingungslose Solidarität mit USA.
01:01:17: Das westliche Bündnis muss erhalten um jeden Preis.
01:01:20: das wird jetzt von US Seite aufgekündigt.
01:01:22: die Europäer müssen sich von einem Moment auf dem anderen selbstständig machen.
01:01:29: Die Russen sind aggressiv.
01:01:31: Da wird Völkerrecht und Angriffskrieger verurteilt, gleichzeitig stehen wir zum Beispiel im Nahen Osten in Sachen Völkermord & Gaza auf der ganz falschen Seite.
01:01:39: Wir haben den Kanzler, der jetzt die Ursachen der Energiekrise bedauert als denjenigen, der quasi am Tag des Angristkriegs auf Iran, die die Ursache für die Energiekrisis ist, dargestandert und hat das applaudiert, hat dem iranischen Regime das immer noch das quasi goodbye gewünscht und hat den Israelis und Amerikanern für diesen illegalen Krieg für diesen Angrisskrieg, der nicht von der Bundesregierung als illegal bezeichnet wird.
01:02:06: Den er quasi damit gebilligt hat... Das vergessen die
01:02:11: Leute!
01:02:11: Deswegen habe ich ja vorhin gesagt dass sich März sozusagen als letzter Hort der Stabilität im Moment versucht zu inszenieren ist falsch.
01:02:19: Er sind wesentlichen Teilen sozusagen verantwortlich Für das Gefühl der Instabilität, dass viele Leute haben absolutilo Das hatte ich schon.
01:02:30: Aber was heißt denn das?
01:02:31: Also musst du mir jetzt weg?
01:02:35: Hans!
01:02:36: Ja,
01:02:37: bei Fußball sagt man immer aber welcher Trainer kommt dann?
01:02:39: Ohne
01:02:42: zu sehr prassig
01:02:43: klub zu sein darüber würde ich auch gerne machen und
01:02:45: sprechen.
01:02:47: Ich habe zwei Punkte.
01:02:48: der eine ist nochmal BSW Weil das ist eine wahnsinnsinteressante Befindlichkeit, die da aufgetaucht ist.
01:02:58: Wieder Macbomb!
01:02:59: Auf die Frage soll eigentlich die AfD in die nächste Landesregierung?
01:03:05: gabs' forty zu siebenvierzig insgesamt?
01:03:09: nein ja und es gab aber bei den BSW-Währländen Die sagten, auf jeden Fall sollen sie in die nächste Landsregung.
01:03:22: Ja klar ist ja, das ist dann Sachseinheit auch.
01:03:25: Da
01:03:25: war es unentschieden.
01:03:28: Zwei Drittel der BSV-Wählerschaft sagte ...
01:03:32: Das ist der Effekt von...
01:03:34: Verschluckt!
01:03:37: Und immerhin noch ein Drittel des BfW Klientels sagte, Sie sollen auch die Regierung führen?
01:03:45: Das heißt also, und wiederum zwei Drittel sagten die Linke soll auf gar keinen Fall in die Landesregierung.
01:03:56: Also wenn man sich den politischen Weg des BSW vergegenwärtigt woher die kommen was bei deren Heimat war was da für eine Art politischer Wanderung einmal halb um den Globus stattgefunden hat das ist
01:04:14: Aber vielleicht stimmen auch unsere Kategorien von links und rechts in dem Fall nicht der Kategorisierung.
01:04:19: Vielleicht ist es gar nicht so sehr der Weg des PSW, der irritiert sondern die Annahme dass das PSW eine linke Partei gewesen sei.
01:04:29: Du sag mal Tira ganz unter uns du bist die Jüngste hier?
01:04:32: Ja Warum arbeitest du hier eigentlich?
01:04:34: Na weil wir das beste Journalismusformat in Deutschlands sind und war hier keine Werbung
01:04:37: läuft.
01:04:38: Und woher kommt die Kohle für dein Gehalt
01:04:40: Herr?
01:04:41: Banküberweisung oder PayPal?
01:04:43: Von den Leuten, die uns zuschauen.
01:04:45: Wie das geht ...
01:04:46: Seht ihr in der Podcast-Beschreibung?
01:04:48: Nein!
01:04:49: Sie hat sich ja aus der Linken herausentwickelt.
01:04:53: Ja aber das war die ... Sarazia
01:04:55: ist aus allen Parteien die Mehrheit... Also je war die Position mit der größten
01:05:00: ... Die Trägerthemen.
01:05:00: Die
01:05:00: Trägertheben aller Parteien gesucht und Sicherheit von der CDU.
01:05:03: Und Migrationsfeind, also
01:05:05: ein migrationsfeinlichem Zaun probiert sie schon ziemlich lange
01:05:12: was.
01:05:15: Das ist der Punkt, der mich bei März in Erklärung von gestern Abend so erschreckt hat, verblüfft hat.
01:05:23: Dass auf einmal.
01:05:24: März sagt es sei das furchtbare Gift des Autoritären was hier sichtbar wäre.
01:05:32: also wenn man sich überlegt welche Partei war es eigentlich die Seite im Aufkommen Antiauteritären oder autoritätskritischen Bewegungen Ende der sechzehnte Jahr, Anfang der siebziger Jahre dagegen massiv Sturm gelaufen ist.
01:05:48: Die Frontgruppen wurden immer von der Union gestellt und ich würde auch sagen die Union ist jetzt noch nach wie vor mehrheitlich in Struktur und Entscheidungsprozessen eine absolut autoritäre Partei.
01:06:02: Und wenn sich dann jetzt der Chef dieses Landes hinstellt, und davor warnt vor dem Gift des Autoritären was da sich durchsetzt.
01:06:11: das ist für mich ein Zeichen dass er in jeder Hinsicht mit dem Rücken politisch ideologisch von den Handlungsoptionen einfach komplett mit dem rücken an der Wand steht.
01:06:25: Er weiß nicht wirklich, wie er seinen Überlebenskampf, den er zu führen offenbar bereit ist tatsächlich inhaltlich gestalten soll.
01:06:36: Ich würde
01:06:36: noch kurz einen Punkt sagen mit dem Autoritären.
01:06:38: Wir erleben ja gerade eine Bundesregierung und auch verschiedene Parteien über Regierungen hinweg die wenn wir jetzt das ernst nehmen, dass die AfD, wenn es so weiter geht an die Regierung kommt Die erleben ja gerade einen feuchten Traum.
01:06:52: Sie bekommen eine aufgerüstete, hochgerüstet Bundeswehr wie seit hundert Jahren nicht mehr.
01:06:57: Ja so weit sind wir noch nicht aber ja.
01:06:59: Das soll die konventionellstärkste Armee Europas werden.
01:07:02: Über hundert Jahre ist jetzt ein
01:07:04: eilalterischer
01:07:05: Wohl.
01:07:05: Diese Parallele würde ich gerne machen.
01:07:07: davon haben die Nazis früher geträumt.
01:07:10: Wir erleben das die Geheimdienste gestärkt werden aus... ...die haben deutlich mehr Befugnisse und das sind alles autoritäre Sachen.
01:07:19: Dafür braucht die AfD gar nicht an der Macht.
01:07:22: Die macht, gibt der AfD diese Mittel in der Hand und du musst als anständige Politik immer das Ende her bedenken.
01:07:31: Du musst jedes was du beschließt auch so bedenke, was ist wenn mein politischer Gegner diese Macht hat?
01:07:37: Ja
01:07:37: du kannst darüber aber nicht die Gegenwart außer Acht verlieren und die Gegenart ist einfach die dass wir es mit einem aggressiven hochgerüsteten Russland zu tun haben, was seine Hybridekriegsführung massiv ausgeweitet hat ihn.
01:07:51: Also seit zwanzig zwei in den vergangenen Monaten erst recht so.
01:07:54: das ist etwas wo ich ganz froh drüber bin dass wir nicht tatenlos zuschauen sondern uns entsprechend vorkehren.
01:08:05: Und ja, natürlich tut das weh und natürlich ist es enorm treuer und natürlich wäre sehr viel besser wenn die ganze Kohle anders wohin in Bildung, in Gesundheit fließen würde so.
01:08:18: Aber noch mal absolut Marine an.
01:08:20: trotzdem glaube ich dass man in Zeiten solche enorm steigenden Rüstungsausgaben.
01:08:26: Die wachsen ja vor allem, wir sind noch gar nicht bei den hohen Zahlen angekommen der Aufwuchs findet erst statt.
01:08:33: und wenn man sich diesen Aufwuchs einmal anschaut als ich diese Zahlen zum ersten Mal gesehen habe ist mir richtig also da hab' ich gesehen auch in welchen enormen politischen Konflikt wieder rein laufend ein
01:08:43: drittel des bundeslandes
01:08:45: weil wir sozusagen diesen enormen aufwuchs auf der einen Seite haben und gleichzeitig eben die Bundesregierung versucht sozialen Sicherungssysteme sozusagen.
01:08:54: Eigentlich reformieren sie nicht, sondern im Moment versuchen Sie sie!
01:08:59: wo sie sparen können.
01:09:01: Und dass darin natürlich ein gigantischer gesellschaftspolitischer Konflikt steht, wo du von Anfang an schauen musst wie managst du den?
01:09:10: Wie gehst du damit um?
01:09:11: und das ist ein Riesenproblem für die Sozialdemokraten aber es ist genauso gut ein Problem für die Union.
01:09:18: jetzt will ich mal einen Punkt machen weil Hans das Gift des Autoritären.
01:09:22: das Interessante ist ja März in diesen Fragen selber extrem widersprüchlich und null konsistent.
01:09:29: Ich weiß gar nicht, ob das der Satz des heutigen Tages war, der sozusagen beschrieb, weil du sagtest es würde zeigen wie er mit dem Rücken an der Wand steht.
01:09:37: Ja auch, aber es gab andere Momente.
01:09:39: Weil dieser wechselhafte Kurs – das ist eben auch Teil des Vertrauensverlustes, den wir jetzt seit, weiß ich nicht, anderthalb Jahren zuschauen – März war derjenige, der die Brandmauer eingerissen hat so stark wie keiner.
01:09:53: Kein ostdeutscher Ministerpräsident hat die Brandmauer so stark eingerissene wie Friedrich Merz im Januar des vergangenen Jahres im Bundestag.
01:10:02: Und dann gab es immer wieder Momente, wo er dann selber glaube ich über sich erschrocken war und so weiter.
01:10:08: Was auch in die große März-Rechnung hineingehört ist, dass es unter Friedrich Merz Parteivorsitzenden und Oppositionszeit war, wo die Union diesen populistischen... wo plötzlich die Grünen zum Hauptgegner wurden, wo die linken Spinner weg mussten.
01:10:35: Wo auch das Vertrauen gerade in den Rechtsstaat und die Institutionen... Prosius Gerstdorf nur zu sagen, also extrem gesät wurde.
01:10:44: Das heißt Merz hat in seiner Zeit – weil er glaube ich auch gestern nochmal an die Sprache appelliert und die Sprachen müssen sich verändern.
01:10:52: Man muss ganz klar sagen unter Friedrich Merz ist die Sprach der Union schon in der Oppositionszeit enorm eskaliert.
01:11:00: Ich glaube die Frage ob er weg muss, du könnt jetzt entscheiden ob er das beantworten wollte?
01:11:07: Die stellt sich gar nicht mehr, Tilo.
01:11:09: So weit sind sie eben noch?
01:11:10: Nein, es
01:11:10: ist nur eine Frage der Zeit und die Frage der Alternative.
01:11:13: Aber glaube ich, dass er bis zum Jahr zwanzigundzwanzig macht, sehe ich nicht.
01:11:16: und das er darüber hinaus macht auch nicht.
01:11:19: Ich würde aber trotzdem schon fragen all das was wir jetzt über März anhand seiner Kanzlerschaften wissen haben wir das nicht alle schon vorher gewusst.
01:11:31: Ja
01:11:32: also seine Charaktereignenschaften, seine sogenannten Führungsqualitäten
01:11:37: Man konnte alles sehen.
01:11:38: Wir
01:11:38: haben das jetzt in dieser Sendung auch schon vorher.
01:11:40: Das ist ja besonders schade, wenn man das alle schon vorher so ein bisschen erahnt aus der Ferne.
01:11:47: Darum würde mich von dir interessieren ... Warum denn
01:11:50: Schade?
01:11:51: Ist doch schön!
01:11:51: Also was gibt es Schöneres als sagen zu können?
01:11:54: Ich hab's gewusst.
01:11:55: Nee, ich find das nicht
01:12:00: beglückend.
01:12:01: I hate to tell you it is like...
01:12:03: Hast du...?
01:12:05: Albrecht hat hier gesessen und meinte, jetzt wo er Kanzler ist, der muss sich ändern.
01:12:10: Er wird sich ändern ... Ich glaube, Albrechts haben die Kanzlerin auch davor gemacht.
01:12:17: Die waren aber sehr viel jünger als Friedrich Merz.
01:12:20: Und Schreuls hat es nicht gekonnt, sich zu ändern im Abend.
01:12:24: Was dachtest du?
01:12:27: Der kann noch mal ein anderer werden?
01:12:30: Natürlich war ich nicht naiv!
01:12:31: Tilo, wo sind wir hier?
01:12:35: Nein.
01:12:35: Ich habe das nicht erwartet.
01:12:37: Ich kannte Friedrich mehr als vorher nicht!
01:12:39: Ich habe ihn erst im Kanzleramt kennengelernt.
01:12:45: Ich hab ihn zurzeit des CDU-Vorsitzes nicht intensiv begleitet.
01:12:52: Aber ich habe gerade zu Beginn seiner Kanzlerschaft einen Mann erlebt der ... beeindruckt war von den Möglichkeiten und ja, der Spannung.
01:13:08: Den Begegnungen die dieser Job so mit sich bringt.
01:13:11: Das
01:13:12: war eben
01:13:14: absolut der Mann war.
01:13:15: Der Mann war am Ziel seiner Träume.
01:13:17: Ja was hat er unternommen um ins Katzlerarm zu kommen?
01:13:20: Also damals als Merkel ihn da weggestubst hatte dann zwanzig Jahre lang im Exil in Freien Wirtschaft, wie es immer so schön heißt.
01:13:30: Und dann drei Anläufe um CDU-Parteischef zu werden und dann das große Glück aus Märzsicht dass die Ampel auseinanderbricht, dass die Deutschen mit Scholz fertig sind.
01:13:42: Dann ist er da und fährt dann zu Donald Trump und Donald Trump zeigt ihm dann das Nebenzimmer des Oval Office und gibt ihm dann Maga...
01:13:54: Das klingt schlimm, wenn du das jetzt ... Ja.
01:13:56: Aber Fridrich
01:13:59: Merz fand das nicht schlimm.
01:14:00: Fridrig Merz fand das ganz ...
01:14:02: Das zeigt grade, wie du es beschreibst auch mit dem leichten Zynismus darin.
01:14:08: Das war Sarkasmusglarell?
01:14:10: Nein, geil!
01:14:11: Sarkasmos-Zynismus.
01:14:12: Oder?
01:14:13: Objektiv,
01:14:13: okay.
01:14:14: War's objektiv?
01:14:15: Okay.
01:14:16: Aber zeigt doch eigentlich dass er eben ... wenig dem Mut vom Amt hat und auch die Dimension letztlich seines Amtes nicht begreift.
01:14:25: Der ist
01:14:26: siebzig Jahre alt, der hat eben...
01:14:28: Nein das ist nicht so kompliziert
01:14:31: zu
01:14:34: verstehen was es bedeutet Bundeskanzler zu teilen.
01:14:39: Wenn man etwas lernen kann aus langen Jahren politischer Karriere auf verschiedenen Ebenen dann ist es die Notwendigkeit von Demut, wie du sagst und die absolute Unverzichtbarkeit eines Bewusstseins von Dienen.
01:14:58: Also wenn man so wie die Dialektik von Herr und Knecht geht in der Politik im freiheitlichen Gesellschaften glaube ich nur, wenn man entweder ein so begnadeter umjubelter Führer was auch immer ist das dir die Herzen und Stimmen zufliegen oder dass du ein Gefühl dafür hast, ein Gespür dafür hast.
01:15:19: Dass du auch wenn du in einer Führungsposition bist, wenn du entscheiden kannst, dass du das in einem dienenden Funktion zu tun hast und nach meinem Gefühl geht ihm das ab!
01:15:35: Ich sehe nicht, dass er das in den
01:15:37: Reichen
01:15:39: und den Konzern hat.
01:15:41: Nein, nein...
01:15:42: Ich
01:15:42: glaube, in gewisser Weise Friedrich Merz dient seinem eigenen Ego.
01:15:48: Dieses Glücksgefühl am Ende eines langen politischen Kampfes ist dann endlich da angekommen zu sein.
01:15:55: Für mich stellt sich das jetzt auch her in der aktuellen Situation wo Merz zum einen die Solidaritätserklärung der Ministerpräsidenten organisiert hat, die ihm auf der einen Seite kurz vor dem Wahltag den Rücken frei hält Und dann seine achtzehn Uhr Erklärung von gestern und das heute.
01:16:18: Das sind ja alles Momente und Positionen, mit denen er – jetzt werde ich historisch!
01:16:25: Das ist fast wie Martin Luther, der gegenüber Kaiserkei sagt hier stehe ich kann nicht anders Gott helfe mir armen.
01:16:32: Friedrich Merz inszeniert sich selbst als ein potenzielles Opfer.
01:16:39: Er opfert sich selbst.
01:16:41: Er weiß, dass er nicht noch einmal wird antreten können als Kanzler.
01:16:49: Meinst du?
01:16:50: Ja natürlich!
01:16:52: Das weiß er.
01:16:53: Und ich glaube sein Ehrgeiz liegt jetzt darin, dass möglichst überhaupt das er die Legislaturperiode durchsteht.
01:17:02: und wenn es zu einem Wechsel was dann ja meistens auch gemacht wird und man sagt, jetzt soll es aber wer anders machen.
01:17:09: Und den möchte man dann schon rechtzeitig amtserfahren können dass er derjenige ist, der über sein eigenes politisches Leben entscheidet.
01:17:19: ich habe den Eindruck darauf geht seinen ehrgeiz und so inszeniert er sich im moment selbst und profitiert davon das da jedenfalls im Moment niemand in der CDU, der satisfaktionsfähig wäre zu sehen ist.
01:17:35: Der sagt jetzt will ich aber März wegpushen und ich mache das.
01:17:40: Den oder die gibt es im Moment nicht.
01:17:42: Ob es sie die Dynamik, die gesellschaftliche und innerparteiliche Dynamik ist für uns nicht wirklich vorhersehbar.
01:17:50: Das kann sich alles in wenigen Wochen und Monaten ändern weiß ich nicht.
01:17:56: Aber ich glaube, das was Merz inszeniert ist, dass er sagt Ich bin derjenige, der dieses Reformprojekt zu dem wir uns verabredet haben durchsetzt.
01:18:08: Er verbrennt alle Schiffe und Brücken hinter sich und sagt Ich stehe das durch.
01:18:13: Also die Süddeutsche hat heute geschrieben.
01:18:15: Die SüdDeutsche hatte heute einen Text überschrieben.
01:18:22: Also Martin Luttermärz.
01:18:24: Das Bild gefällt mir, da ist ein Attat echt einiges ran und natürlich würde er gerne als Reformkanzler in die Geschichtsbücher eingehen.
01:18:32: nur dafür fehlt ihm ganz offensichtlich wie wir gerade rausgearbeitet haben die Konsequenz auch her und er hat heute ...
01:18:39: Man muss auch sagen auch die Expertise.
01:18:44: Die Leute denken übrigens auch, wenn sie Reformen jetzt hören.
01:18:47: Auch wieder an Hartz IV vor zwanzig Jahren.
01:18:49: Absolut!
01:18:50: Das ging bei Latja auch von dem Agenda-Moment.
01:18:55: Es gab damals im Bundestagswahlkampf letztes Jahr eine große Debatte in der Union ob man von Reformen entspricht oder von einem Politikwechsel.
01:19:03: und surprise, surprise, man entschied sich für den Politikwechsel weil man genau wusste dass dieses Wort Reformen die Leute nicht allzu sehr begann.
01:19:14: Und das muss man auch mal.
01:19:15: ganz richtiger Punkt.
01:19:16: Lars Klingbeil hat von einem Agenda Moment gesprochen, in seiner großen Grundsatzrede bei der Battlesmann-Rede.
01:19:26: Ich dachte, Lars Klingenbeil du hast noch nichts verstanden?
01:19:30: Aber das ist interessant, wie manchmal so offensichtliches
01:19:33: historisches
01:19:34: Gespür.
01:19:35: Die gleichen Reden jetzt von der neuen Erzählung und Kommunikation kommen genau mit diesen alten Worten, die quasi innerhalb der
01:19:41: Bevölkerung ... Ja, das ist eine Meta-Erzählung!
01:19:42: Sie reden von neuer Kommunikationsund einer neuen Erzählung aber lösen diese ... Das bleibt halt in
01:19:47: Ordnung.
01:19:48: Naja, weil natürlich seine Prägung als ... Wir waren heute schon bei Hannover als ehemalige Mitarbeiter von Gerhard Schröder.
01:19:54: auch das kann er nicht verbergen.
01:19:56: Aber Marina sagt dein Gedanken noch mal zu Ende?
01:19:59: einen Satz erinnern.
01:20:00: Also mein Gott, das sind Tage in den März-Sätze sagt an dem man sich oft mal noch lange erinnert wird.
01:20:07: einer ein anderer heute da sprach er ich meine er sprach von Berlin und im Wahlausgang dort sprach davon dass es eben Kräfte gäbe die einfache Lösungen versprechen würden.
01:20:20: aber wer regiert wer schonmal regiert habe wisse dass es keine einfachen Lösungen gibt.
01:20:25: Das, fand ich, war doch in einer Kurzversion die Erfahrung des Friedrich-Merz.
01:20:33: Wenn er eine einfache Lösung in Aussicht gestellt hat, war er selbst das in seinem fulminanten Wahlkampf?
01:20:39: Um dann sehr schnell festzustellen, dass das Regierungshandwerk sehr viel beschwerlicher ist.
01:20:43: und da ist er gerade.
01:20:45: Aber Tilo, weil du davorhin ... Weil du das völlig zu Recht so ein bisschen leicht sind.
01:20:51: naja klar Ist er irgendwann weg?
01:20:53: Ja klar, macht er nicht mehr weiter.
01:20:55: Klar wird der nicht wieder aufgestellt.
01:20:58: aber weißt du Tilo bis dahin geht ganz schön viel kaputt.
01:21:01: und also ich hab ja schon gesagt in meinem Gefühl ist die Partei und auch die Regierung ist wirklich an einem toten Punkt und die Wahlergebnisse In Sachsen-Anhalt, Unbeckenmuck, Vorpommern sind schockierend.
01:21:18: Ich muss gestehen mir fehlt ein bisschen so deine Lässigkeit und auch Toleranz sozusagen bei der Betrachtung des Schauspiels das da aufgeführt wird.
01:21:32: Hans hat schon gesagt ja es gibt im Moment niemanden der ihm stürzen könnte oder aber Aber auch das ist ja interessant und man kann ja mal kurz darüber sprechen, warum es eigentlich so ist.
01:21:43: Weil da sehen wir hier auch immer mehr.
01:21:45: also bei dem Treffen gestern Abend der Ministerpräsidenten war Markus Söder eben nicht dabei.
01:21:49: Markus SÖDER gehört eben nicht zu der Gruppe.
01:21:52: Und ich glaube Söda ist ein ganz entscheidender Player.
01:21:56: dennoch immer!
01:21:59: Wir haben einerseits sozusagen den starsinnigen März, der nicht weichen will aber wir sehen eben auch dass SöDa kein konstruktiver Player in dem Feld ist und dass sich deswegen quasi sozusagen die Unionsministerpräsidenten und Söder auf der anderen Seite auf eine Art blockieren.
01:22:18: Ich habe heute so ein bisschen Tag geträumt, weil ich mich so ein bissel fragte was sind denn eigentlich?
01:22:22: könnten da Szenarien sein?
01:22:24: Und natürlich würde sich Söda als ein konstruktive Mitspieler sozusagen anbieten würde er sozusagen gemeinsam mit den Unionsministerpräsidenten nach Lösungen suchen, dann würden einem Lösungen einfallen.
01:22:40: Da könnte man über Übergangsszenarien beispielsweise nachdenken bis die Landtagswahlen im nächsten Jahr in Nordrhein-Westfalen oder so absolviert worden sind.
01:22:49: aber... Ich glaube, weil Söder da sozusagen auch sein eigenes Spiel spielt.
01:22:54: Die Union ihn aber nicht will unbedingt verhindern will.
01:22:58: also das sind mehr Kräfte am Wirken die die Sache sozusagen in dieser Art Pats Situation hineinschieben.
01:23:04: ich würde mal ganz so finden wir schon fast neunzig Minuten hinter uns.
01:23:08: es geht doch schneller als gedacht.
01:23:10: ihr wart.
01:23:10: ja er hat vorhin Angst gehabt dass wir zwei Stunden voll bekommen.
01:23:14: Wir müssten zumindest noch mal kurz über die linke Seite, die walsiegende Partei reden.
01:23:19: Auch nochmal kurz die SPD ansprechen, sonst gehen die Leute aus... Absolut!
01:23:23: Ich würde aber zumindest nur eine Sache euch noch mal fragen, weil ihr da besser drinsteckt.
01:23:28: Es gibt auch Leute, die sagen, better the devil you know.
01:23:32: Manchmal ist es auch besser den Teufel zu behalten, dem man kennt.
01:23:36: Weil was ich höre aus meiner... Progasiven Bubble Die glauben jetzt nicht, dass es statt März kommt Söder.
01:23:46: Was ist wenn nach März einer kommt der tatsächlich anders als Söde und März?
01:23:51: Die würden nicht mit der AfD irgendwas machen.
01:23:53: Aber was?
01:23:53: werden wir da auf einmal einen starken neuen Mann bei der CDU bekommen oder als Kanzler?
01:23:57: Denkst du an Jens Spahn?
01:24:00: Das aber so in die Ecke muss mehr entdecken dieses Thiel-Netzwerk diese Springer Netzwerke die offen für AfD Kooperation oder Koalition mit der Union plädieren.
01:24:12: Könnt ihr uns die Angst nehmen, dass diese Player nicht existieren oder keine Chance haben?
01:24:18: Damit würde ich es vielleicht mal beenden.
01:24:19: Oder habt ihr diese Angst gar nicht?
01:24:21: Dass die Öffnung zur AfD gibt anstatt der öffnung zu den demokratischen Beinen also nach nichts.
01:24:27: Also natürlich ist das ein Szenario über das man nachdecken kann und klar es gibt Anzeichen... partiell in Einzelfällen.
01:24:34: Gerade
01:24:34: bei den Jungen?
01:24:35: Wir
01:24:35: haben das ja gesehen, in der Kontroverse hast du angesprochen Borusius Gerstoff vor einem guten Jahr wie es doch... Wie gesagt, in Einzelfällen mit dem Blick auf die Bundestagsfraktion.
01:24:51: Aber auch im Vorfeld der Union.
01:24:55: Das ist da durchaus im konservativen Lager eine gewisse Überlappung gab.
01:24:58: aber das ist jetzt nichts wo ich sagen würde oder es jetzt da zieht gerade ne blau schwarze oder eine schwarz-blaue Koalition auf Bundesebene auf Die CDU das ist mein Eindruck auch aus den letzten Tagen weiß dass sie komplett zerlegen würde wenn sich der AfD andiente.
01:25:17: Es gab ja immer bis zu den Spanen, sagen wir mal Rücktritt aus einer Fraktion.
01:25:22: Es gab sie hier seit anderthalb Jahren so ein hartnäckiges Gerücht das der quasi über eins war.
01:25:27: Aber jetzt fahren es eben nicht mehr
01:25:29: in die Mitte?
01:25:29: Bis sieben und zwanzig achtundzwanzig quasi so einen kleinen Plot plant und dann mehrmals an geeigneter Stelle vielleicht wegputscht usw.
01:25:36: Und sich entweder als Minderheitkanzler Genau,
01:25:40: diese Gerüchte gab es immer und Spahn hat sie immer versucht zu entkräften.
01:25:44: Gleichzeitig hatte er sie aber auch durch kleine sozusagen auch immer wieder angeheizt.
01:25:49: also er hat da etwas am Laufen gehalten.
01:25:51: Er hat eine Koalition mit der Springerpresse.
01:25:53: die Springerpreise ist für die AfD Öffnung.
01:25:55: warum?
01:25:56: Absolut.
01:25:57: ich finde ja auch dass die Bildzeitung schon seit einigen Wochen viel weniger exklusive Sachen hat als lange Zeit vorher.
01:26:06: Aber nein, ich stimme Marina da völlig zu, dass es diese Bewegung im Moment nicht gibt.
01:26:17: Klar, wir hören immer mal wieder auf kommunaler Ebene.
01:26:20: Das
01:26:21: ist eine völlig andere Situation in den Kommunalen.
01:26:25: Es steht die Brandmauer quasi nicht mehr.
01:26:27: Aber Tilo, ich folge gerne deine Einladung und spreche noch über die Linkspartei in Berlin und über die SPD auch?
01:26:37: Lass uns das ändern über die zweiten Koalitionspartner jetzt nicht CSU sondern die SPD reden.
01:26:43: Wir haben ja auch ne dreie Koalition also CDU, CSU, SPD ... Aber die SPD.
01:26:47: Ist das jetzt die Hoffnungspartei?
01:26:50: Braucht sie sich nicht ändern, Seeheimer führen die Partei star und sicher mit Manuela Schwesig brauchen Sie keine Hoffnungen machen, irgendwas zu machen.
01:26:59: Last Clean Byer sitzt fest im Sattel Babelbass und die konservative SPD.
01:27:08: Ich würde sagen, der Niedergang ist die Regel in der SPD.
01:27:11: Manuida Schwesig war ja jetzt eine Ausnahme gewesen weil sie vieles gemacht hat was sich viele Sozialdemokraten gerne abgucken würden.
01:27:17: aber das war dann doch also.
01:27:19: das Schwesigg Playbook war in weiten Teilen doch so speziell und so individuell dass es nicht dazu angetan ist als Blaupause für die SPD, für Lars Klingbeil und für Bebelbass im Gänze zu dienen.
01:27:33: Was seit diesem Wahlsonntag klar ist ist das und zwar ohne nach Berlin kommen zu müssen, ohne Parteichefen werden zu müssen.
01:27:41: Ganz klar die starke Frau, die starige Frau der SPD ist wenn Schwesig möchte, wenn die SPD meint eine Kanzlerkandidatin aber zumindest meine Spitzenkandidaten aufstellen zu müssen bei den nächsten Bundestagswahl.
01:27:54: Wenn Schwesik das möchte hat sie da alle Chancen zu würde ich Stand heute sagen Aber dass es jetzt ihr Wahlsieg ist.
01:28:04: Speziell unter so besonderen Bedingungen ist er eingetreten.
01:28:12: Ich finde die gar nicht so speziell, sondern eigentlich prototypisch sozialdemokratisch.
01:28:16: Aber sag mal was du ...
01:28:17: Sie waren
01:28:18: auch schon in der Bundespolitik?
01:28:20: Habt ihr das alles mitbekommen?
01:28:21: Das war eine Katastrophe!
01:28:22: Ja aber dazwischen ist ja viel passiert und da ist ein Faktor Auch wieder die Gespräche, also hilft ja manchmal so ein bisschen rauszukommen und aufs Land zu fahren mit Leuten zu reden.
01:28:34: So gegen mir das jedenfalls letztes Wochenende ist es, man kommt dann irgendwie doch mit vielen neuen Eindrücken zurück.
01:28:39: und was ich doch bemerkenswert fand Wenn Leute von Schwesig sprechen, welchen Anteil auch die überwundene Krebserkrankung da spielt.
01:28:48: Das ist
01:28:48: echt
01:28:48: ein Faktor!
01:28:49: Da muss ich also ein bisschen an die US-Debatte denken der überlebte, von Trump überlebter Anschlag auf ihn.
01:28:54: Also das ist irgendwie so'n Faktore in der Politik, der macht was.
01:28:59: bei Schwesigg hat es einfach zu einem Höchstmaß in den Augen vieler offenbar an Respekt geführt.
01:29:09: Sie ist klar, jeder kennt sie dort.
01:29:11: Sie war neun Jahre im Amt gewesen und nicht erst acht Monate wie Sven Schulze der mit acht Monaten keinen Amtsbonus da machen konnte.
01:29:19: Ein selbes Problem in Berlin übrigens?
01:29:21: Naja, sie hat also was man durchaus kopieren kann.
01:29:24: Ich glaube das wir auch am nächsten Jahr bei den Landtagswahlen sehen werden is die maximale Abgrenzung von Berlinen, von der Bundespolitik.
01:29:30: Das hat Schwesig in der Tat... Aber das ist
01:29:32: auch nicht unbedingt... Was ich das Entscheidende finde, ist dass Schwesig eine ausgesprochene Sozialpolitikerin ist und in ihren Regierungsjahren in Mecklenburg-Vorpommern.
01:29:43: Also sie kann es ja immer runterbeten.
01:29:44: Die kosten freie Kita
01:29:46: usw.,
01:29:47: also die hat dieses starke sozialpolitische Profil.
01:29:54: Bei Werbel Barrs heißt es ja immer, die Frau sozusagen käme aus der Herzkammer.
01:29:58: Also käme von unten und wüsste sozusagen noch wo die Sozialdemokraten ihre Wählerinnen und Wähler haben.
01:30:05: Tilo das gilt nahezu für jeden Ostdeutschen oder das gilt für relativ viele Ostdeutche weil die Wände natürlich sozusagen eine derartige soziale Ausnahmesituation gewesen ist, dass auch Manuela Schwesig kann sagen ich komme ziemlich von unten.
01:30:21: Oft spricht sie von ihrem Vater einem Schlosser der arbeitslos geworden ist und dann später nicht mehr richtig auf die Beine kamen wie ganz viele Männer dieser Generation.
01:30:32: für meinen Vater trifft es auch zu.
01:30:35: Das heißt also Schwesigg ist eine Sozialpolitikerin in einem Bundesland was zu den Bundesländern mit dem niedrigsten Durchschnittslöhn und Vermögenswerten, ähnlich wie Sachsen-Anhalt gehört.
01:30:49: Und sie kann sozusagen schon das wieder ... Sie kann das krevitalisieren, diese Verbindung zu den Arbeiterinnen und Arbeitern, zu den einfachen Leuten, was vielen in der SPD nicht mehr gelingt.
01:31:04: Deswegen würde ich sagen dieser Wahlkampf war gar nicht so außergewöhnlich sondern hat eigentlich einen sehr typischen SPD-Wahlkampf gemacht.
01:31:14: was die Krebserkrankung betrifft, da gebe ich dir absolut recht.
01:31:18: Das haben die Leute nicht vergessen.
01:31:20: aber ich würde ja noch einen anderen Punkt hinzufügen und das ist die ganze Geschichte mit Nordschirm II und der Klimastiftung.
01:31:27: also Manuela Schwesig ist jetzt eben so lange im Abend.
01:31:30: Sie hat eine ordentliche Record on Ups and Downs, die Leute kennen sie gut.
01:31:35: also da wird nicht dasselbe passieren wie mit März das wir sie sozusagen erst im abend kennenlernen sondern manuela schwesig begleiten.
01:31:41: also ich zumindest begleite wird schon ne ganze weile und diese geschichte mit Nord Stream zwei ist eben auch interessant.
01:31:48: dafür ist sie von der bundespriolitischen bühne total kritisiert worden, während sie in ihrem eigenen Bundesland.
01:31:55: Dass eine Politik ist die auf ganz breite Unterstützung gestoßen ist sondern irgendwie eher ihre nachträgliche Distanzierung und übergroße Solidarität zur Ukraine ist im Land gar nicht so gut angekommen.
01:32:06: Ich
01:32:06: glaube auch das haben viele, weil viele, die jetzt auch zur AfD gegangen sind, das haben vieler als mitunter aufwälzigen
01:32:12: Konsequenz sagen?
01:32:13: Ja aber was ich sagen will hat ein letzter Punkt.
01:32:16: Sie hat eben eine Geschichte Assoziationen mit ihr und das macht sie zu einer Politikerin, nach der sich sehr viele Parteien sehen.
01:32:31: Also die ist jetzt die starke Frau in der SPD und sie braucht den Parteivorsitz dafür gar nicht mehr.
01:32:38: Was mich jetzt ein bisschen erschreckt?
01:32:41: Die funktioniert als Landesmutter?
01:32:45: Sie funktioniert nicht in der Bundespolitik.
01:32:46: Nein,
01:32:47: ich muss sagen, sie ist keine Mutti!
01:32:49: Sie
01:32:50: hat eine
01:32:53: Härte
01:32:54: und das ist ein
01:32:55: Machbewusstsein
01:32:56: wie damals in NRW, die weich...
01:32:59: Aber Kino macht seinen Punkt und dann widersprechen wir dir gleich noch
01:33:01: mal.
01:33:01: Sie war früher Steuerfach angestellt, die kennt sich in den Themen aus, die sie verhandelt.
01:33:05: Das hört man immer wieder?
01:33:06: Keine Frage, sie weiß es.
01:33:07: Sie ist ne gute zweite Reiterei auf der Bundesbank.
01:33:13: Und was sie einfach bedenken müssen, das haben wir doch bei Olaf Scholz gemerkt.
01:33:16: Der Sprechroboter der Scholz-Nomad.
01:33:18: Sie ist die weibliche Version davon.
01:33:20: Das
01:33:22: hat in dieser neuen
01:33:23: Welt und in dieser auch medialen Welt.
01:33:26: Wir schaffen sie mir über die Krise auch der Leitmedien usw.
01:33:29: zu reden, die ja quasi auch gerade die bürgerliche Presse die letzten Wochen nochmal groß aufgefahren hat und das hat auch nichts gebracht sowohl gegen rechts als auch gegen links aber diese Kommunikations Unfähigkeit dieses Sprecherobotter haben.
01:33:45: Sie hat eine gute
01:33:46: Social-Media-Gampagnenmänneterin und die weiß, Kompensationsunfähigkeiten ganz wunderbar zu kompensieren.
01:33:53: Außer ihr
01:33:54: müsst es nicht so schlommen wie bei Scholz.
01:33:55: Das stimmt nichts.
01:33:56: Nein das ist wirklich nicht so, da würde ich auch widersprechen.
01:33:58: aber...
01:33:58: Ich bin ja jetzt Mecklenburger einfach ein bisschen zu sehr versäucht mit dir.
01:34:02: Ein wichtiger Punkt, ich glaube den sich auch gerade viele in der SPD und auch in anderen Parteien abschauen wollen von Schwesig diese enorme Präsenz ins Social Media
01:34:14: Der Ehrgeiz macht bewusst sein.
01:34:21: Sie hat sich zur großen Antiproden von Friedrich Merz selbst erklärt und sie hat es durchgehalten, also diese Frau ist enorm machtbewusst und sie ist mittlerweile auch durch diesen Nordschirm zwei Klimaschriftungsgeschichte durch ganz viel, durchgegangen.
01:34:38: Also die hat sozusagen auch Elefantenhaut mittlerweile so wie es Merkel eben dann auch irgendwann hatte und du wirst sehen.
01:34:46: also es gibt da kommen wir jetzt heute nicht mehr müssen weil auch nicht es gibt große Parallelen zwischen Merkel und Schwesig das würde ich dann doch sagen.
01:34:54: Ich möchte zwei Aspekte dazu machen dass.
01:34:58: eine
01:34:59: ist Das Einzige, was ich hier lassen muss.
01:35:02: Die hat auf jeden Fall ein Gespür für Kommunikation.
01:35:03: Ich weiß noch im Wahlkampf zuvor.
01:35:06: Was vor vier oder fünf Jahren warst du dabei?
01:35:08: Sie hat mir kein Interview gegeben und dann habe ich mit meiner Oma ein Video gemacht... Weil meine Oma Fern von Manuela Schwesig war!
01:35:17: Und da hatte ich so eine Interviewreihe mit allen Kandidaten außer mit Schwesigg.
01:35:21: Also hab' ich sie erpresst quasi mit einem Oma-Video und Oma meinte dann so Ja wenn Schwesigi nicht dabei ist, gucke ich mir keine Interviews an.
01:35:28: Eintag später rief Pressestelle an.
01:35:30: Wo sollen wir hinkommen?
01:35:32: Dann ist Schwesig in meiner Heimatstadt
01:35:36: gekommen, hat
01:35:37: sich in das Café meine Schwagerst gesessen.
01:35:39: Wir haben da das Interview gemacht, meine Oma hat hinter mir gesessen und konnte am Ende noch via Hans eine Frage stellen.
01:35:44: Und dann war am Ende nicht das Interview, das Top-Thema im Nordkorea oder in der Ostsee Zeitung
01:35:48: usw.,
01:35:49: sondern das Bild mit der Oma Schwesig, komm und trifft.
01:35:56: Ich möchte zwei Sachen anmerken.
01:35:59: Das eine ist jetzt wieder bei den Zahlen.
01:36:04: was Schwesich geschafft hat ist sozusagen die Verlust der SPD gedämpft zu halten.
01:36:12: das war nicht die große Katastrophe.
01:36:14: sie hatte zwischendurch einmal dass die heimliche Hoffnung gehabt.
01:36:19: Sie hat eine Aufholjagd gestaltet, aber sie ist trotzdem nicht überholt.
01:36:30: Das muss man dann auch schon
01:36:31: mal
01:36:33: sagen.
01:36:35: Wenn man sich anguckt die Profilfragen ansehen der Landesregierung und Kompetenzen und auch schweßig als Person im Vergleich zum Jahr zwanzig sechsundzwanzig zu zwanzigeinundzwanzig.
01:36:49: Überall hat die SPD auch schwessig an klassisch sozialdemokratischer Kompetenz verloren.
01:36:56: Es sind keine dramatischen Verluste, aber es sind Verlust.
01:37:00: Das heißt sie hat eine – und das ist ein relativ erfolgt für Sozialdemokraten im Moment.
01:37:06: Sie hat eine Art von Schadensbegrenzung erfolgreich geschafft, die sie jetzt in diese im Moment Führungsposition im kargen sozialdemokratischen Personal-Tablo verschafft haben.
01:37:22: Die Zahlen gehen in diese Richtung und bei aller ich habe sie da wie gesagt ja auch kennen gelernt und ich hatte sie auch schon in ihrer bundespolitischen Rolle.
01:37:35: Sie ist taff, sie ist hart.
01:37:36: Sie hat einen unbedingten Führungs- und Machtwählen?
01:37:40: Absolut!
01:37:41: Das brauchst du auch wenn du dann in die allererste Reihe rein willst.
01:37:46: aber es gab ein schönes Satz des frühen Joschka Fischer nachdem der aus der hessischen Landespolitik in die Bundespolitik kam.
01:37:53: er hat gesagt Landespolitik das ist Mittelgewirkswandern und Bundespolitik ist Hochalpine.
01:38:02: Und nicht alle, die erfolgreiche Mittelgebirgswanderer sind schaffen es hochalpin zu sein.
01:38:08: Gerhard Schroeder war einer der konnte beides.
01:38:11: Der war erfolgreicher Landespolitiker, Mittelgebürgswandere, Harz und andere.
01:38:16: Dann war er seinerzeit mit Fischer zusammen erfolgreicher Bundespolitiker.
01:38:21: Ich bin mir bei Schwesig nicht sicher ob sie das kann.
01:38:27: Du hast
01:38:28: ganz abstrakt gesprochen, völlig recht.
01:38:30: Das Szenario, das du beschreibst, gilt eher für jemanden wie Henry Gewüßt.
01:38:35: Da hätte ich große Angst, ob er sozusagen den Schritt ... In der Regel scheitern Landespolitiker im Bund erst mal.
01:38:49: Sie kommen dann eventuell wieder zurück in einem zweiten Anlauf.
01:38:52: Aber die Reihe ist lang und ich muss sie nicht alle aufziehen.
01:38:55: für Manuela Schwesig, aber Hans gilt genau das nicht was du beschreibst.
01:38:59: Manuela schwesig war sie Familienministerin unter Merkel und hat sich in den letzten Jahren ein wirklich breites Netzwerk in der Führung der SPD ausgebaut.
01:39:13: Sie hatte es immer wieder wie keine andere geschafft ihre Leute sozusagen auch ins Kabinen net zu bringen und so weiter.
01:39:21: Merkel hat hier ihre Leute, was man auch aus der SPD hört, sie lässt sich dort nicht die Brutter vom Boot nehmen und übt ihre machtvolle Rolle in den Präsidiumssitzungen unter dem Parteivorstand.
01:39:36: Das ist
01:39:36: das beste Argument.
01:39:38: Sie ist
01:39:38: keine Seeheimere?
01:39:42: Nein, da habe ich überhaupt keine ... Ich bin die Erste, die dieses Argument vorbringt.
01:39:51: für nahezu alle Politikerinnen und Politiker gilt es.
01:39:54: Aber bei Schwesig ist das tatsächlich nicht so.
01:39:56: Ich habe
01:39:56: es auch mit einem expliziten Fragezeichen versehen, weil ich ja es nicht weiß.
01:40:01: Ich kann jetzt nur sozusagen aus der abstrakten Probe erhoben
01:40:04: werden.
01:40:04: Du hast dir auch recht.
01:40:06: Die rege gilt!
01:40:07: Aber siehst du die Ausnahme davon?
01:40:09: Vielleicht zum Abschluss... Ich hab das Gefühl gerade, weil man ja auch im anderen westlichen Staaten sieht dass sich da auch quasi linke oder mit den Linksparteien neu erfinden.
01:40:18: Ich guck grad da Amerika, ganz gespannt ... Die neuen jungen Erfolgreichensstars sind nicht so wie die Establishment-Demokraten.
01:40:28: Sie erfüllen
01:40:29: sich neu,
01:40:29: kommunizieren neu und das vermisse ich an der hiesigen Linksmitte-Parteilandschaft auch bei Grünen sogar bei den Linkenteilen.
01:40:39: Vielleicht zum Schluss, bevor wir noch mal auf den Wahlsieger, was die Wahlsiegerin Eralt richtig gemacht hat müssen wir uns mindestens mal kurz besprechen?
01:40:46: wie auch deren Gegner es nicht geschafft haben, sie klein zu machen.
01:40:51: Was ist denn das?
01:40:52: Du hast ja von mich gefragt, muss Märzwerk was damit klingweil am Bebelbass?
01:40:56: Marina?
01:40:57: Das sind für alle diese nicht wissen die Vorsitzenden der Bundes SPD.
01:41:01: Also ich glaube, dass die beiden aufgeatmet haben als sie die Ergebnisse vor allem in Mecklenburg-Vorpommern gesehen haben.
01:41:09: Weil das war jetzt kein Ergebnis was akuten Handlungszwangen an der Berliner Parteispitze erfordert.
01:41:15: Nein!
01:41:16: Die beiden können bleiben wo sie sind.
01:41:18: Schwesig macht ja auch keine Anstalten nach Berlin wechseln zu wollen und solange das so ist es eine wunderbare Symbiose.
01:41:25: Die beiden schleppen sich so durch.
01:41:29: Ja, also ich sehe bei den Beiden weder dabei war es noch bei Klingbei auch jetzt irgendwie die Ambitionen Primus Interparis da zu sein.
01:41:38: Also den alleinigen Anspruch die SPD auch in eine nächste Bundestagswahl hineinzu.
01:41:45: War das nicht?
01:41:45: klingen wir als
01:41:46: Plan?
01:41:46: Ja, aber doch ich würde da auch... Ich bin dann mit
01:41:50: einanderer Ansicht als Sohn.
01:41:51: Also KlingBei
01:41:52: wirkt mir in den vergangenen Monaten wie einer der Der auch überrascht ist von den Mühen und der Anstrengung, die dieser Job bedeutet.
01:42:06: Sie beide hielten es für eine super Idee, den Parteivorsitz zu kombinieren mit den Ministerämtern – Finanzminister im Falle Klingbalz, Arbeitsministerin im Fallen von Bärbel Bas.
01:42:17: So, zwei Ministerien die jetzt eine Politik machen.
01:42:19: Die mit enormen Zumutungen in der eigenen Wählerschaft einhergeht.
01:42:25: so das ist.
01:42:26: für die beiden gibt es nichts zu gewinnen Das wissen sie und ich habe den Eindruck dass die ja nicht unglücklich drüber wären eher weniger als mehr zu tun zu haben und eine Spitzenkandidatur würde nochmal oder die andere verstärkt und scheinwerferlich drücken.
01:42:42: Aber ganz so rosig, wie du das jetzt beschrieben hast ist es trotzdem nicht.
01:42:47: Also der Partei geht's nicht gut.
01:42:49: Schwesig wird ihre Machtrolle auch nutzen.
01:42:52: Da werden wir in Zukunft auch Konflikte sein.
01:42:59: Nein, weil du das kurz sozusagen wie eine Art Arrangement beschrieben bist mit der alle perfekt in ihren Rollen funktionieren.
01:43:08: Ich glaube, Lars Klingbeil wird weiter versuchen.
01:43:10: Eigentlich verhandelt die SPD schon früher als die Union die Kanzlerfrage für Nr.
01:43:31: Schließlich glaube ich, dass ihr den Parteivorsitz nicht mehr braucht.
01:43:34: So wie du es beschrieben hast.
01:43:37: Sie kann sozusagen jetzt quasi so eine Art Durchgriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur in der SPD.
01:43:45: Und ich glaube aber auch Laskelingweil hat den Traum von einer Kanzlerskandidatur noch nicht
01:43:49: aufgegeben.
01:43:52: Kann man mit der SPD dann ein Richtungswechsel erwarten?
01:43:56: Weil das wird ja jetzt zumindest nach Sachsen-Anhalt und den beiden ... waren gestern zumindest das angedeutet im Sinne von ja wir können vielleicht diesen Sozialstaatsabbau doch nicht so durchziehen.
01:44:07: oder ist es einfach nur wieder links blinken?
01:44:08: aber dann doch?
01:44:10: Ich
01:44:11: glaube, Richtungswechsel ist ein zu großes Wort.
01:44:14: Aber es gibt alle mal das Bedürfnis nach Korrekturen oder Abschwächungen so.
01:44:20: Wir haben jetzt an diesem Montag gesehen, dass die SPD auf jeden Fall festhält in der bisherigen Regelung zur Rente mit rein sechzig.
01:44:30: Das ist ein Punkt, den sie machen wollen und es wird auch wenn's um die Gesundheitsreform geht, wenns um die Pflegereform eingebracht haben.
01:44:41: Auch da wird die SPD sich schon dafür einsetzen, dass es nicht ganz so hart ausfällt etwa für pflegende Angehörige aber in Richtungswechseln?
01:44:50: Nein!
01:44:51: Nicht mit dieser SPD.
01:44:52: Aber dafür sorgen das ist nicht gar so arg ausfält.
01:44:55: und da wissen sie auch einige in der Union hinter sich bei der Rente Die Ost-MPs.
01:45:02: So das erwarte ich
01:45:03: ja.
01:45:05: Aber genau da gehen die Konflikte mit Schwesig schon los, weil sie sozusagen sich bei der Rente mit drei und sechzig wesentlich kompromissloser zeigt als das die Versuch von Bas und Klingball.
01:45:17: Die glauben ja dass sie mit Ausnahme regeln und so weiter dadurch kommen.
01:45:21: Und Schwessig ist da viel härter.
01:45:22: also da zeigen Sie sich und es wird das werden wir eben immer glaube ich immer stärker sehen.
01:45:27: Bas und klingball werden natürlich versuchen die Koalition zusammen zu halten.
01:45:32: da Kompromisse zu schließen und mal gucken, wie oft Schwesig dazwischen redet.
01:45:36: Gerade das ist ein Ultima Rente als Rentenreform?
01:45:38: Das sind wir bei den Sachzwängen... Pflege!
01:45:40: Das sind
01:45:41: die Pflegen.
01:45:41: Da sind wir auch bei den scheinbaren Sachzwängt weil es kein grundlegendes anderes Rentensystem geben soll.
01:45:46: was es geben könnte eigentlich andere Nachbarländer muss an diesem weiter hantiert werden und darum sind sie halt in diesem Systemlogik gefunden.
01:45:54: Dann mache ich jetzt einfach einen Sprung der Rente und Frage Kann es sein, dass die SPD unter Druckgerät durch die Linke, die in relevanten Teilen und exemplarisch in Berlin bewiesen sozusagen historisch die Rolle, die traditionell die SPD hatte?
01:46:15: Nämlich Hoffnungsträger zu sein.
01:46:18: Kann das ein Druck sein der sich aus Berlin und vielleicht auch andere Bundesländer in Richtung SPD entwickelt?
01:46:26: ja oder nein?
01:46:27: was glaubt ihr da?
01:46:28: Also ich habe eher das Gefühl, dass die Grünen ganz ordentlich unter Druck geraten.
01:46:31: Das sowieso!
01:46:32: Ja ja ja...
01:46:33: Also es ist schön, dass du die Sozialdemokraten da noch... Du hast doch noch Hoffnung, dass leben wir... Nein, ich sehe eher, dass sie Grün-Unterdruck geraten und wir müssen unbedingt noch über Elef Erebspressen.
01:46:48: deswegen nur ganz kurz das Ergebnis für die Grünen in Berlin ist eine Katastrophe.
01:46:54: Das zeigt sich einerseits sozusagen am Endergebnis, aber das zeigt sich auch wenn man noch mal in die Wahlkreise hineinschaut und sehen wie viele Leute da sozusagen ihre Wahlkreis verloren haben und mit welchem Riesenabstand teilweise die Linken in Neukölln
01:47:11: usw.,
01:47:13: engagierten Grünen die Mandate abgenommen haben.
01:47:20: Eigentlich würde ich mich gefreut, heute hätte mal jemand vielleicht den Rücktritt von Werner Graf gefordert weil dieser Berliner Landesverband der Grünen die produzieren eigentlich schon viel zu lange wirklich misserable Ergebnisse und Berlin ist wie New York reif für einen progressiven Mann oder Frau im roten Rad draus.
01:47:40: Und es hätte auch einer oder ein Grüner sein
01:47:42: können.".
01:47:43: Das Ding ist jetzt, vielleicht fange ich mal bei Hans an... Wir wissen ja gar nicht ob Elef Ehralp als Wahlsiegerin überregierende Bürgermeisterin wird?
01:47:51: Oder wer will
01:47:53: sie alle?
01:47:54: Die Mehrheiten
01:47:54: sind
01:47:55: für Kenia also CDU Grüne SPD möglich aber auch Rot-Rot-Grün.
01:48:00: am Ende hängt's wenn wir also wenn es wirklich Vergesellschaftung hängen sollte was wir nicht wissen oder an irgendwelchen Antisemitismus-Klauseln, die in der Politisierung sind als wirklich das glaube ich tatsächliche Angst um Antisemitism.
01:48:16: Sondern oftmals auch Missbrauch der Antiseminismus von rechts was wir jetzt gar nicht einsteigen müssen.
01:48:22: Da vermischt sich etwas ja.
01:48:23: Da vermischt
01:48:23: sich eine Menge auch anti muslimischer und arabischer Rassismus von Rechts aber das lassen wir mal bei Seite.
01:48:29: Ich würde von Hans wissen, weil du ja auch alle Kandidaten, Kandidatinnen die wir herholen konnten.
01:48:34: Erlebt das?
01:48:35: Wir haben immer so zwei drei Stunden Interviews gemacht also kennt das vielleicht nicht mit den Kandidatin.
01:48:40: Was hat Elif Ehrad?
01:48:41: Wir werden jetzt gerade über Schwesisch geredet.
01:48:44: was hat sie denn richtig gemacht oder die Linkspartei richtig gemacht damit die hier mit deutlichem Abstand stärkste Kraft in Berlin?
01:48:50: Also das Richtige war natürlich dass sie das Thema das zentrale Thema für relevante Teile des Berliner Wahlvolkes klar benannt haben.
01:49:00: Das ist die Unerträglichkeit der Mieten, die meisten Menschen, die in Berlin leben, leben zur Miete.
01:49:09: Die Mieten sind explodiert, dass es selbst für Durchschnittsverdiener sind.
01:49:18: Mietwohnungen in Berlin kaum noch zu finanzieren.
01:49:21: das ist sozusagen der Wundepunkt in der sozialen Selbstempfindung der Berliner Gesellschaft und hat sie, das haben die Linken auch schon bei der Bundestagswahl völlig richtig erkannt.
01:49:34: Sie haben das thematisiert.
01:49:38: Damit sind sie zum Hoffnungsträger von Menschen geworden – die exemplarisch am Thema der Mieten.
01:49:45: aber insgesamt an der Bezahlbarkeit eines Lebens in dieser Stadt leiden und sagen, da muss sich was ändern.
01:49:53: Da ist der reale Druck der täglichen Verhältnisse so groß dass das eine Linke die mit einer Spitzenkandidatin, die Rüstin ist, die gut formulieren kann.
01:50:07: Die Migrationshintergrund hat... Da hat sie alles richtig gemacht.
01:50:13: und es gab dann am Ende natürlich das zeigen ja auch die Wählerwanderung Es gab enormen, enorme Mengen an taktischen Wählern die von allen anderen Parteien rübergekommen sind und gesagt haben wenn wir wollen dass sich was ändert dann ist die erste Voraussetzung dafür das die linke deutlich stärkste Kraft wird.
01:50:33: Das wurde bewegt so und jetzt sitzt aber Elif Ereib in der schwierigen Situation dass das was ihr zentrales Thema ihrer Wählerinnen und Wähler ist, dass es da von den drei potentiellen Koalitionären eingibt.
01:50:57: Nämlich Krach-SBD, der sagt mit mir nicht.
01:51:00: Gut!
01:51:01: Da würde ich auch noch mal darauf einsteigen... Das ist ja das Kuriose jetzt.
01:51:07: aber wenn wir uns mal angucken.
01:51:08: diese beiden Parteien, weil man die Linken für die Gesellschaft waren und sind, ist nichts Neues Seitdem dieser Volksanscheid war, ich weiß nicht ob du damals schon in Berlin gelebt hast und es wurde aber später keine Rolle, was du gewählt hast.
01:51:19: Seit dem haben beide Parteien sich ja bewegt, sowohl die Grünen als auch SPD waren seit dem Jahr ... Nee!
01:51:25: Grüne SPD waren ja kurz danach und noch an der Regierung hier im Senat.
01:51:28: Dann ist es von Rot-Rotgrün auf Schwarz-Roth gewechselt, aber beide Parteien haben auch Parteitagsbeschlüsse per Mehrheit also die Parteitagbeschlüssen sind wir machen für eine Gesellschaftung.
01:51:41: das ist bei allen drei Parteien dieses Bündnisses wenn das käme Ist eigentlich klipp und klar.
01:51:46: Ja
01:51:46: G-Five Lügel in der SPD war immer dagegen Und das
01:51:49: ist ja das Kurioses dass sie jetzt einen neuen Parteivorsitzenden haben in der Berliner SPD nämlich Krach überhaupt bleibt.
01:51:55: Da muss er auch mal sein Kopf hinhalten.
01:51:57: jetzt für dieses miserable Ergebnis, aber der wurde ja unter anderem von klingbar was ich höre, von den Sehermann aus Niedersachsen weil die sich seit Ewigkehren nach Berlin geschickt um genau das zu verhindern was jetzt auf dem Spiel steht.
01:52:07: Das andere ist es kann man vorhin mit einfachen Lösungen dass wir heute auch in einem Bundespresse-Kompetenz Thema beim März das ja auch angedeutet hatte mit Berlin und was sie mit Wohnen passieren sollen usw.
01:52:16: Dass die Vergesellschaftung eine einfache Lösung sei.
01:52:19: Das sagt hier niemand.
01:52:21: Es ist aber von der Expertenkommission selbst die von einer von den Grünen und SPD eingesetzt wurden, um das was die Linken wollten damals nämlich schon direkt in der Volksatscheid umsetzen so wie es zu Varen quasi befohlen hat.
01:52:33: Sie haben auf Zeit gespielt sie haben mit der Union Expertenkommission eingesetzt.
01:52:36: da gab's denn die Ergebnisse als Kai Wegener als CDU Bürgermeisterin schon an der Macht war.
01:52:40: diese Experten-Kommission mit den Experten von der Establishment haben den Clip unklagesaht.
01:52:48: Diese Vergesellschaftung ist das von allen Optionen Das beste Mittel, um die Mieten zu regulieren.
01:52:53: Also das was das hier ist anders als ein Mietendeckel und so weiter sondern das beste Mittel um sicherzugehen dass es dauerhaft so ist, ist die Vergesellschaftung.
01:53:02: Und das ist dann anders als jetzt immer hier kopultiert wird, dass es geht ja nicht um eine Eignung Es geht nur in Artikel vierzehn Da muss markgerecht also zum Markwert enteignet werden abgekauft werden.
01:53:14: Vergesellschaftung
01:53:15: muss
01:53:16: entledigt
01:53:17: werden,
01:53:17: weil der Vergeseltschaften entscheidet das Parlament, dass demokratische Wettermänner juristisch entschieden.
01:53:22: Diese Expertenkommission hat quasi gesagt, das ist das beste Mittel es ist keine einfache Lösung aber es ist die beste Lösung für diese Stadt.
01:53:31: und jetzt haben die Berliner das entschieden?
01:53:33: Jetzt haben sie sich für die stärkste Partei in der Sache entschieden.
01:53:37: Die Parteien selbst, die das umsetzen könnten sind da ganz klar Und das wäre jetzt eine krasse Sache, wenn Sie es wieder nicht machen.
01:53:44: Weil da sind wir wieder bei der Demokratiefrage, wo die Leute sich tatsächlich für dich insbesondere beim Volksanscheiden wirklich verarsch fühlen dürfen – sie haben den Souverän hat gesprochen in dem Jahr zwanzig-einundzwanzig und die herrschende Klasse hier in Berlin zumindest SPD, CDU, Aufteile der Grünen haben das so lange versucht zu ignorieren dass es irgendwann zu spät sein wird, weil dann wird einfach die Initiative selbst noch mal ein Volksentscheid machen.
01:54:11: Wenn Sie ein konkretes Gesetz auf den Tisch legen, da braucht der Senat gar nichts mehr.
01:54:14: Mein Eindruck ist... Ja
01:54:15: aber das wäre das Radikalste!
01:54:16: Das können sie ja eigentlich nicht wollen.
01:54:17: Aber Tilo, mein Eindruck hat ehrlich gesagt, dieses Bündnis, dass dieses rot-grüne Rotebündnis nicht an einer Vergesellschaftungsfrage scheitern
01:54:25: wird,
01:54:26: sondern an dem Thema Antisemitismus, anti-Israelische Haltungen bezüge zur organisierten Kriminalität Die Schlagzeilen der letzten Stunden, dass da der Issa Rehmo beschäftigt ist, gleichnamigen sogenannten Clans.
01:54:45: Dass er auf der Wahlpartie der Neue Kölner Grünen aufgetraucht hat.
01:54:49: Da
01:54:50: konnte uns jeder reingehen.
01:54:55: Der Neuköllner Linken aufgetaucht ist, genau das der Ibräne im Mann mit Bezügen zu einer Hamas-Nahn vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Organisation.
01:55:10: Dass diese Leute da ein und ausgehen, das ist etwas was die Grünen... Da sind wir wieder bei den Grünen.
01:55:15: Und die SPD massiv unter Druck setzen
01:55:19: in
01:55:19: der Frage, ob sie wirklich mit diesen Linken und ihr Reib steht.
01:55:25: da glaube ich echt drüber so?
01:55:26: Also die Distanzierungen sind glaubwürdig nur... Die Distanzierung ihrer Leute sind ja immer wieder Bezüge zwischen ihnen, also der Neuköllner Kandidatin dem Bundestagsabgeordneten Feder-Krotchak.
01:55:42: Das waren jetzt keine Ausnahmefälle gestern Abend.
01:55:45: Ich bin auch gespannt, das hatten wir in unseren Interviews attizipiert weil es gibt verschiedene Antisemitismusdefinitionen die die verschiedene Parteien haben.
01:55:52: man muss aber trotzdem noch mal klar differenzieren diese Rapper Geschichte im Neukölners Bargainings und ein Rapper Weil der Partei selbst gewesen, er wurde von diesem Mitglied eingeladen.
01:56:03: Problematisch klar Israel-Gegnerschaft, Antizidismus ist nicht Antisemitismus wie Teile der jeweiligen politischen Interessengruppen suggerieren wollen.
01:56:14: Das muss man klartrennen.
01:56:15: das ist ja auch Teil dieser verschiedenen Definition dass das passiert.
01:56:19: Das passiert nicht von geeigneter Stelle.
01:56:21: trotzdem haben wir natürlich ein Klarenproblem und alles möglich.
01:56:27: Ich weiß nicht, ob das wirklich so entscheidend sein wird.
01:56:30: Volker Beck hatte ja letzte, vor zwei Wochen auch schon als Präsident der deutschen israelischen Gesellschaft es versucht Vorderwahl von Krach und Graf also den beiden Spitzenkantänen Grün diesen Schwur gegen das Linksbündnis unterschreiben zu lassen.
01:56:42: damit's quasi vorher klar ist Beide Parteien, beide Spitzkandidaten haben es nicht gemacht.
01:56:48: Jetzt kam der Zentralrat der Juden.
01:56:51: Die waren auch schön freuer?
01:56:51: Ja und ich hatte schon ... Der
01:56:54: Zentralrad spielt keine gute Rolle
01:56:56: in dieser
01:56:57: Geschichte.
01:57:00: Don't preach the choir!
01:57:02: Ich fand dennoch interessant, die Grünen erschienen mir gestern Abend und doch heute im Laufe des Tages sehr unsortiert.
01:57:07: Und doch irgendwie auch ein bisschen angefasst von der Situation.
01:57:11: Werner Graf hat immer klargemacht im Wahlkampf dass die Linken seinen Favorit in den Koalitionen und der will einen Linksbündnis schmieden.
01:57:24: Also da gibt es keine
01:57:25: ... Die Bundesgrüne!
01:57:27: Ich will sagen, da gibt es keinen Arg sozusagen.
01:57:29: Niemand sucht da den Kümmel im Käse.
01:57:36: Aber was eben gestern auf der Wahlpartie passiert ist und so weiter ... Man sieht das die Grünen jetzt ordentlich harren Krach sowieso immer schon auf Distanz gegangen sind.
01:57:47: Krach immer schon stärkere auch etwas gefordert hat.
01:57:50: Was will ich sagen?
01:57:51: Seit dem Wahlsieg von... Elif Ehralp gestern, schwand mir eigentlich zum ersten Mal das mit einer linken... Regierenden im Roten Rathaus, glaub ich noch wirklich schwierig werden kann.
01:58:07: Das kann auch wirklich schwierig sein.
01:58:10: Du hast gesagt
01:58:11: Teile der Linken, die gar nicht wollen, dass sie das regieren?
01:58:14: Die gibt es auch!
01:58:14: Aber die glaube ich ... Nein aber warum beschwert mich das
01:58:19: etwas?!
01:58:20: Ich hab heute auch mit Grünen telefoniert.
01:58:22: da hieß es auch plötzlich ja vielleicht arbeiten wir doch der Union zusammen.
01:58:27: Das waren keine Beteiligten, aber Tilo, warum beschwert mich das?
01:58:30: Weil die von dir aufgeworfenen Frage so wichtig ist nämlich all derer, die seit dem Volksentscheid darauf warten dass sich in diesen Fragen etwas tut.
01:58:40: und die Linkspartei ist mir sechsundzwanzig Prozent gerade von vielen jungen Leuten gewählt worden.
01:58:48: Und ich finde es schon gut, wenn diese jungen Leute die Erfahrung machen würden.
01:58:54: Dass sie mit ihrer Stimme auch Einfluss haben, dass sie Einflüsse nehmen können in politischer Entscheidung.
01:59:02: Das heißt nicht das ich fordere, dass die Linke alles aus ihrem Wahlprogramm umsetzen muss.
01:59:07: Erwartet ja niemand?
01:59:08: Nein aber sozusagen ein konstruktiver Prozess beginnen kann.
01:59:12: Aber da kann es nicht so weitergehen wie in den letzten... wie seit gestern Abend, achtzehn Uhr.
01:59:17: Wir brauchen ja auch eine Gegenerzählung gerade jetzt der Faschismuschef vor der Tür in Sachen AfD zumindest ein gesichert rechtsextreme Partei.
01:59:25: die Demokratie kann jetzt also man kann schon von einer Krise sprechen aber wir können noch richtig tief in eine Demokratiekrise schlittern und gerade deshalb müssen wir demokratische Entscheidungen nämlich die vom höchsten von souverän selbst umsetzen egal was jetzt passiert
01:59:41: ernst nehmen ja genau
01:59:43: gerade weil deren eigenen Experten.
01:59:46: Aber Tilo, da muss man in diesen Beinen so gerne nicht den schmecken würde.
01:59:52: Da muss man dann auch ein bisschen Wasser reingießen.
01:59:55: Entscheidungsprozesse und Meinungen sind ja nicht statisch!
01:59:59: Du weißt zurecht auf dem Bericht der Expertenkommission hin, du weißt zu recht auf den Volksentscheid hin... ...und ich weise jetzt nochmal hin auf aktuelle Befragung von gestern.
02:00:10: repräsentativ in Berlin soll enteignet werden, eine Mehrheit der Befragten sagt nein.
02:00:19: Das ist eine sehr deutliche Mehrheit.
02:00:23: Zum aktuellen politischen Bild gehört auch das, dass was wo du richtig saßt, das war aber innerhalb des Volksentscheids.
02:00:31: Da würde ich aber auch erst mal sagen, es wurde auch wieder von medialer Seite immer wieder zweites vermischt.
02:00:37: Wir müssen wir dürfen... Eine eigene Gesellschaft sind zwei Paar Schuhe und dann haben wir quasi auch eine von der Wirtschaftsseite die gesamte Berliner Wirtschaftszene immobilien Lobby anzeigen können, unser Berliner privaten Medien.
02:00:50: Ich sag nur den Druck... Haben
02:00:51: Sie zusammengetan?
02:00:52: Der
02:00:52: reale Druck im politischen Prozess kommt nicht nur von Lobby und von interessierter Presse sondern er kommt auch aus sich unter diesem Eindruck verschiebenen Einstellungen.
02:01:07: Das ist sozusagen das was ich als die Schwierigkeit der Lage von Elif Ehralb ansiehe wie kommt sie raus aus diesem, wenn man so will Spagat oder aus dieser Zange auf der einen Seite die Hoffnungsträgerin zu sein und den Anspruch haben zu müssen wir wollen das umsetzen was da beschlossen ist.
02:01:29: Dann auf der anderen Seite reale gesellschaftliche Gegenkräfte die sagen nee machen wir nicht mit.
02:01:35: Was du ansprichst Tilo ist halt eine sehr grundsätzliche Frage die glaube ich ganz gut unsere Diskussion von heute hier zusammenfasst.
02:01:41: was du ansprechst wie umgehen in einer Gesellschaft, in der sehr viele Menschen die Erfahrungen machen oder das Gefühl haben nicht gehört zu werden.
02:01:52: Egal zu sein ja wenn sie denn mal die Möglichkeit haben gehört zu werden und dann nicht gehört werden weil wir immer noch in einer repräsentativen Demokratie leben und eben nicht in einer in der Erfolgswille unmittelbar gesetzt wird.
02:02:06: Das ist ein Spannungsfeld.
02:02:08: ich glaube dass das charakterisiert viele unserer Probleme, die wir gerade haben.
02:02:14: und ja es ist ein Dilemma.
02:02:17: Aber das liegt auch im Schicksal des damaligen Volksanscheids?
02:02:18: Die haben ja quasi nur den Auftrag gegeben durch diese Volksanschreit Sie könnten jetzt auch einen Gesetz vorlegen dann ist es direkt... Dann ist es gesetzt also...
02:02:26: Ja man muss auch sagen Giffey hat sich auch genau dagegen entschieden.
02:02:30: Also
02:02:31: auch weil der SPD dieser also die Giffay SPD sehr immobil in Lombina war.
02:02:35: vielleicht Können wir das so zusammenfassen?
02:02:37: Weil ich habe ja vorhin kritisiert, gerade jetzt bei der Bundeskrocco.
02:02:40: Dass einfach Reformkurs auch von medialer Seite oft mit guter Politik verwechselt wird.
02:02:45: Hier ist es wirklich nachweislich gute Politik wenn das umgesetzt werden würde.
02:02:51: letzte Frage Abschlussrunde.
02:02:52: Wir haben bestimmt irgendwelche Themen vergessen die wir jetzt ansprechen konnten.
02:02:57: tut uns leid dass wir die Tierschutzpartei und FDP nicht thematisieren könnten.
02:03:00: Das machen wir beim nächsten Mal.
02:03:02: holen wir nach.
02:03:03: fangen wir mal Bei Marina an, haben wir ein Thema vergessen?
02:03:09: Hast du einen Punkt, den du noch machen willst ohne dass wir darüber diskutieren müssen.
02:03:14: Nee, hab ich nicht.
02:03:15: Passt!
02:03:16: Sollen wir den Spiel abonnieren?
02:03:18: Natürlich.
02:03:21: Hast du was davon, wenn man die Zeit abonniert?
02:03:24: Bestimmt
02:03:25: ne?
02:03:25: Zeitungen abonnieren ist immer gut...
02:03:27: Du hast da bestimmt ein Buch, das wir bewerben sollen.
02:03:31: Wirklich macht man das hier so?
02:03:33: Normalerweise liegen die sogar auf dem Tisch.
02:03:35: Ach ja, Mensch hätte ich meins mitbringen müssen!
02:03:37: Nein also was... Ich habe im Frühjahr ein Buch veröffentlicht eine Art politische Geschichte der ostdeutschen Gesellschaft von neunzehntneunzig bis heute.
02:03:46: Es war einmal in Land warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet.
02:03:50: Daraus hab' ich ja schon ein bisschen auch erzählt aus denen.
02:03:53: Okay, aber letzte Frage an dich kommt die AfD an die Macht den Sachsen-Anhalt.
02:03:56: Wie geht es den Sachseneinhalt aus?
02:03:58: Das ist keine Ahnung.
02:03:59: Gib mir einen Tipp.
02:04:01: Also soll ich es, wenn ich etwas provokant zuspitzen würde dann würde ich sagen gutmöglich dass Sarah Wagenknecht die heimliche Ministerpräsidentin von Sachsen-Anhalt wird.
02:04:14: Jetzt
02:04:14: das musst du aber jetzt erklären?
02:04:16: Naja...
02:04:17: Das
02:04:18: Cliffhanger!
02:04:20: Erklär's mal für unsere das Line Probe und was könntest Du da mit meinen...?
02:04:24: Nein das Wahlergebnis in Sachsens Anhalt ist ja sozusagen wahnsinnig tricky weil diese ursprünglich Idee von Sarah Wangenknächt Siegen und einfach im dritten Wahlgang durch Enthaltungen quasi mitwählen oder nicht daran hindern zu können, Ministerpräsidenten zu wählen.
02:04:38: Das geht nicht mehr auf weil im Landtag von Magdeburg eine Partsituation... Siegmund braucht aktiv die Stimmen des BSW.
02:04:47: Und wie ich Sarah Wagenknecht kenne, aus den letzten Jahren wird sie sich diese aktive Beilfe zu Hilfe sehr teuer bezahlen lassen.
02:04:56: Es kommt also nun doch... es muss also doch zu einer irgendwie engeren Zusammenarbeit kommen und Sarah Wagner hat bisher in den Landesregierung wo ihre Partei vertretenbar sozusagen sehr regide reinregiert und das würde sie glaube ich in Sachsen-Anhalt auch tun.
02:05:11: Zumal Ich glaube, dass die Hoffnung von Siegmund der Hoft hat er auch heute nochmal daran erinnert.
02:05:18: Der hofft ja immer das es Übertritte aus der Unionsfraktion in die Fraktionen der AfD geben wird.
02:05:24: Nun sind aber nur noch fünfzehn Leute von einmal vierzig übrig geblieben.
02:05:28: ich glaube da geht niemand drüber.
02:05:31: Das heißt er braucht das BSW und er braucht Sarah Wagenknecht.
02:05:34: Good luck with that!
02:05:36: Die große ehemalige Antifaschistin Sarah Wangenknechte.
02:05:41: Genau, aber wir wollten nicht noch einen Fass aufmachen.
02:05:43: Aber das heißt du glaubst, da Ulrich Sigmund wird Ministerpräsident?
02:05:47: Ja ich glaube das.
02:05:48: Hans!
02:05:49: Ich vertraue auf Sarah Wagenknecht.
02:05:54: Sie hat schon so viele Parteiorganisationen wo sie führende Position hatten geschreddert.
02:06:00: Das schafft sie auch diesmal.
02:06:01: Nein, da bin ich mir nicht seh.
02:06:02: Haben
02:06:02: wir ein Thema vergessen
02:06:03: heute?
02:06:04: Wir haben ganz viele Themen, die man hätte besprechen
02:06:07: können.
02:06:10: Wir haben über viel gesprochen und was sehr angenehm war, hoffe ich auch, dass das so wahrgenommen wurde.
02:06:17: Es sind glaube ich alle ganz gut zu Wort gekommen mit Punkten, die uns wichtig waren oder?
02:06:26: Obwohl ich so einen Schnupfen naja...
02:06:28: Dann bedanke ich mich bei Hans-Jessen.
02:06:34: Donnerstag wieder zum Interview.
02:06:36: Lass dir überraschen, mit wem?
02:06:37: Ich bedanke mich bei Marina Kombaki
02:06:40: vom
02:06:40: Spiegel.
02:06:41: Kommt bald wieder!
02:06:43: Und vielen Dank Jana Hänseln.
02:06:44: Danke für die Erleitung.
02:06:45: Wann
02:06:45: gibt's dann den nächsten Text in der Zeit und wann können wir damit rechnen?
02:06:49: Okay ist geheim.
02:06:51: Ist geheim, wann gibts bei dir was?
02:06:53: Geheim Bei uns ist nicht geheim, wir sehen uns am Donnerstag wieder.
02:06:56: Danke für eure Aufmerksamkeit!
02:06:57: Dank für eure finanzielle Unterstützung.
02:06:59: anders als der Spiegel und die Zeit werden wir nicht durch Abos finanziert und nicht durch Werbung sondern durch eure freiwillige finanziellen Unterstützung.
02:07:06: damit wird davon...
02:07:07: Unsere Abos sind auch freiwillig.
02:07:09: Ja, wir zwingen jemandem zum Abo abschließen.
02:07:12: Wenn ich in die Paywall will, muss ich da bezahlt?
02:07:14: Tut nicht weh!
02:07:15: Ach so, so meinst du das.
02:07:16: ihr habt keine paywall in den Videos okay?
02:07:18: Nee
02:07:19: jeder Mann kann hier alles kostenfrei abrufen gucken hören und so weiter.
02:07:24: aber wir müssen den Leuten nur klar machen dass es hier nicht kostenlos produziert wird.
02:07:30: Aber es funktioniert seit dreizehn Jahren, es funktioniert hoffentlich noch dreizehn Jahre weiter.
02:07:34: Vielen Dank für eure Zeit viel für die Aufmerksamkeit.
02:07:37: Danke Marina, danke Jana.
02:07:39: Danke euch!
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