#800 - Aktivistin Judith Scheytt über die Gaza-Flotilla & ihre Preisaberkennung

Shownotes

Zu Gast im Studio: Judith Scheytt. Seit ihrem elften Lebensjahr engagiert sie sich selbst politisch für Klimaschutz und Menschenrechte, darunter für Kinder und queere Menschen. Von 2021 bis spätestens 2024 gehörte sie dem Stuttgarter Organisationsteam von Fridays for Future an, 2022 war sie Sprecherin der Bewegung. 2021 verklagte Scheytt das Bundesland Baden-Württemberg auf Nachschärfung des Landesklimagesetzes. 2022 erhielt Scheytt für ihr ehrenamtliches Engagement eine Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Schloss Bellevue. 2024 gewann sie mit einem Podcast über die Klimaschutzbewegung "Die letzte Generation" den ersten Platz des Schülerwettbewerb des Landtages Baden-Württemberg.

Im Januar 2025 wurde die damals 17-jährige vom Verein der Freunde des Adolf-Grimme-Preises für ihre medienkritische Thematisierung der deutschen Medienberichterstattung über den Krieg mit einer besonderen Ehrung des Donnepp-Media-Preises ausgezeichnet. Wenige Monate später wurde ihr der Preis aberkannt nach Druck auf den Verein durch die "Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit".

Im September/Oktober 2025 reiste Judith Scheytt an Bord eines Schiffes der Gaza Flotilla in Richtung des Gazastreifens, um Lebensmittel und humanitäre Güter in das von Israel abgeriegelte Gebiet zu bringen. Nachdem die israelische Marine die Schiffe in internationalen Gewässern aufgebracht und nach Israel gebracht hatte, wurde Scheytt mit anderen Aktivisten von den Israelis inhaftiert und einige Tage später abgeschoben.

Ein Gespräch über Judiths Politisierung und Aktivismus, Fridays For Future Deutschland, die Verleihung sowie spätere Aberkennung des Donnepp-Media-Preises durch den "Verein der Freunde des Adolf-Grimme-Preises" und ihr Mitwirken an der "Globalen Sumud-Flottille" + eure Fragen via Raya

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Danke an das Jung & Naiv-Team für 800 Folgen: Alexander Theiler, Maria Kamutzki, Ludwig Wachtel (Produktion), Max Sturzebecher (Buchhaltung) sowie Kira Müller, Raya Petke, Moritz Klein und Hans Jessen (Redaktion)

  • Tilo

Kommentare (1)

Ronnie

Danke für das Interview mit Judith Scheytt. Mir macht es Hoffnung, dass es Menschen gibt wie sie. An die ADHS Diagnose glaub ich nicht. Frau Scheytt ist einfach nur extrem intelligent und fällt so aus dem Rahmen der Normalos, die beispielsweise auch in Schule den Ton angeben. Die LehrerInnen, mit denen es Probleme gab, müssen in Wirklichkeit vor ihrer Klugheit gezittert haben. Und ja, diese extreme Intelligenz ist ja oft gepaart mit hoher Empathiefähigkeit und Idealismus. Ich wünsche Frau Scheytt alles gute und bedanke mich für ihren Einsatz für den Versuch, etwas zu bewegen.

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